Mazda

Mazda (Motor Corporation)

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RechtsformKabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISINJP3868400007
Gründung30. Januar 1920[1]
SitzFuchū, Hiroshima, Japan
Mitarbeiterzahl48.481 (2023)[2]
Umsatz3,47 Bio. Yen (21,7 Mrd. Euro) (2018)[3]
BrancheAutomobilbau
Websitewww.mazda.com

Die Mazda Motor Corporation (japanisch マツダ株式会社 Matsuda Kabushiki-gaisha), gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Automobilhersteller mit Sitz in Fuchū. Neben Produktionsstätten in Japan – dem Hauptwerk in Fuchū und Hiroshima, dem Werk Ujina in Ujina (Minami-ku (Hiroshima)) und dem Werk Hōfu in Hōfu – wurden und werden Mazdamodelle an Standorten in allen Teilen der Welt gefertigt.

Geschichte

Hauptsitz der Mazda Motor Corporation in Hiroshima

Die heutige Mazda Motor Corporation geht auf den Korkhersteller Tōyō Cork Kōgyō K.K. (東洋コルク工業株式会社, Tōyō Koruku Kōgyō kabushiki-gaisha; englisch Toyo Cork Kogyo Ltd.) zurück. 1920 stieg der Maschinenbauunternehmer Jūjirō Matsuda bei dem Unternehmen ein und benannte es 1927 in Tōyō Kōgyō K.K. (東洋工業, englisch Toyo Kogyo Co., Ltd.) um.[4] 1928 wurden erstmals Maschinenbauteile hergestellt, von 1930 an auch Motorräder produziert.[5] Ungefähr seit dieser Zeit wird auch der Name „Mazda“ verwendet.[4]

Zum Zustandekommen des Markennamens gibt es unterschiedliche Darstellungen. Nach Angaben der Firma selbst leitet er sich von Ahura Mazda her, der höchsten zoroastrischen Gottheit der Weisheit und Erkenntnis, dessen Namen sie als アフラ・マツダafura matsuda ins Japanische transkribiert, wodurch Mazda aus den gleichen Silben besteht wie der Nachname von Jūjirō Matsuda.[6] Nach anderer Darstellung sollten die hergestellten Autos nach Firmenchef Matsuda benannt werden und zur Ausspracheerleichterung für ausländische Kunden schrieb man seinen Namen in lateinischer Schrift als Mazda. Der Bezug zur zoroastrischen Gottheit wäre demzufolge erst nachträglich hergestellt worden.[7]

Mitte der 1930er Jahre wurde die Entwicklung von motorisierten Dreirädern und LKW vorangetrieben, die als Mazda Mazdago auf den Markt kamen. Außerdem gab es eine Firmensparte Gesteinsbohrer. Während des Zweiten Weltkrieges war das Unternehmen in die japanische Rüstung eingebunden.

Nach dem Krieg nahm Mazda ab 1950 die Herstellung kleiner Lastwagen mit drei oder vier Rädern erneut auf. Am 28. Mai 1960 folgte in Japan der erste Personenkraftwagen von Mazda: unter dem Namen Mazda R360 wurde ein kleines Coupé am Markt eingeführt. Im Oktober 1960 wurde durch Tsuneji Matsuda, den Adoptivsohn des Firmengründers und Präsidenten von Mazda von 1951 bis 1970, ein Lizenzvertrag mit dem deutschen Unternehmen NSU zur Nutzung und Weiterentwicklung von Wankelmotoren geschlossen. Ausschlaggebend hierfür war die Empfehlung seines langjährigen Freundes Willy Rudolf Foerster gewesen.[8] Im Juli 1961 wurde der Vertrag von der japanischen Regierung genehmigt.[9] Ab 1967 wurde der Mazda 110 S Cosmo mit Zweischeiben-Wankelmotor produziert. Nach der Markteinführung in Europa 1967 kaufte die Ford Motor Company 1979 25 Prozent der Anteile an Mazda. Im Jahr 1984 benannte sich das Unternehmen in Matsuda K.K. (englisch Mazda Motor Corp.) um. 1972 waren 154 893 der 642 731 hergestellten Mazda-Pkw mit einem Wankelmotor ausgerüstet.[10] Bis April 1986 hatte Mazda 1,5 Millionen Fahrzeuge mit Wankelmotor hergestellt.[11] Im Jahr 1989 schaffte es Mazda mit seinem Roadster MX-5, die Begeisterung für offene Sportwagen in Europa und Nordamerika wieder aufleben zu lassen. 1996 erhöhte Ford seinen Anteil an Mazda auf 33,4 Prozent. 2008 wurden 20 Prozent der Anteile verkauft und 2010 auf 3,5 Prozent verringert.[12]

Von 2003 bis 2010 bot Mazda das bislang letzte Wankelcoupé RX-8 in Deutschland an,[13] wobei die Forschungsarbeiten am Wankelmotor nicht eingestellt wurden.[14] 2006 hatte Mazda etwa 1,9 Millionen Kreiskolbenmotoren hergestellt.[15] Aktuell liegt der Fokus beim Wankelmotor auf dem Einsatz als Range Extender von Elektrofahrzeugen.[16] Allerdings ist es Mazda offenbar zwischenzeitlich gelungen, den Wankelmotor so weiterzuentwickeln, dass auch weitere Anwendungsmöglichkeiten zum Beispiel in Form eines Hybridantriebes wieder denkbar erscheinen.[17]

Seit 2011 vermarktet Mazda seine Skyactiv-G-Ottomotoren, in denen eine Verdichtung bis zu 14:1 erreicht ist;[18] diese Motoren verzichten auf das sonst verwendete Downsizing.[19] Bis Februar 2011 hatte Mazda dafür nach eigenen Angaben mehr als 130 Patente beantragt.[20] Weiter ging Mazda im selben Jahr mit seinem SUV CX-5 an den Start. Mit diesem Modell wurde auch das „Kodo-Design“ eingeführt, wobei Kodo etwa „Seele der Bewegung“ bedeutet.[21]

2013 kombinierte Mazda für den japanischen Markt im Mazda3 einen eigenen 2-Liter-Motor mit dem Hybrid Synergy Drive von Toyota.[22] Die Ford Motor Company verkaufte im Jahr 2015 ihre restlichen Anteile und ist seitdem nicht mehr am Unternehmen beteiligt.[23] 2017 machte das SUV CX-5 weltweit 25 Prozent der Verkäufe aus,[24] in Deutschland sind es zusammen mit dem kleineren CX-3 50 Prozent der gesamten Verkäufe.[25] Im August 2017 gaben die Mazda Motor Corporation und die Toyota Motor Corporation bekannt, die 2015 angekündigte Unternehmens- und Kapital-Allianz zu bilden.[26] Dafür tauschen die beiden Unternehmen jeweils Aktien im Wert von 50 Mrd. Yen über eine Drittanbietervereinbarung aus. Toyota hält damit 5,05 Prozent an Mazda, während Mazda 0,25 Prozent an Toyota hält. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung beziehungsweise durch die Veräußerung eigener Aktien werden zum Teil in die Gründung des Joint Ventures zur Fahrzeugproduktion in den USA genutzt. Darüber hinaus arbeiten beide Unternehmen fortan bei der Entwicklung von Technologien für Elektroautos, vernetzten Fahrzeugtechnologien und Sicherheitstechnik sowie weiterer, ergänzender Produkte zusammen.[27]

Seit Mitte 2018 erfüllen neue Skyactiv-G-Benzinmotoren die Euro-6d-Temp-Norm ohne Partikelfilter.[28] 2019 wurde der Mazda3 mit Skyactiv-x Motor, der homogene Kompressionszündung nutzt, eingeführt.[29] Auch der seit September 2019 erhältliche Mazda CX-30 nutzt diesen Antrieb. 2020 erschien mit dem Mazda MX-30 das erste reine Elektroauto von Mazda. Eine weitere Variante des MX-30, die im Januar 2023 präsentiert wurde, kombiniert den elektrischen Antrieb mit einem Wankelmotor als Range Extender, der somit als serieller Plug-in-Hybrid arbeitet.[30]

Geschichte in Europa

Im März 1967[31] begann Mazda mit dem Export nach Europa und war anfangs ausschließlich in Norwegen vertreten.[32] 1968 wurde in Willebroek in Belgien ein Logistikzentrum für die Ersatzteilversorgung errichtet[33] und 1969 erfolgte die Einführung von Mazda über den Händler Rolf Knoch auch in Österreich. Bereits 1971 konnte Mazda hier mit 5483 verkauften Fahrzeugen einen Marktanteil von drei Prozent erreichen.[34] 1971 folgte die Expansion in weitere europäische Länder. Die Verkaufszahlen stiegen von 2.688 verkauften Fahrzeugen 1968 auf über 50.000 Autos im Jahr 1972.[35]

Nachdem bereits 1969 auf der IAA in Frankfurt erste Mazdas in Deutschland gezeigt worden waren,[32] wurde erst am 23. November 1972[32] die Mazda Motors Deutschland GmbH mit der Eintragung ins Handelsregister Düsseldorf[36] gegründet, und es wurde mit dem Aufbau der deutschen Mazda-Zentrale in Hilden begonnen. Im März 1973 begann schließlich der Vertrieb von Mazda-Modellen in Deutschland. Die Modelle zum Verkaufsstart waren dabei der Mazda 616, der Mazda 818 und das Coupé Mazda RX-3, auf der Frankfurter IAA im September 1974 folgten etwa Jahr später die Premieren von Mazda 1000/1300 und Mazda RX-4.

Zur Markteinführung des neuen Mazda 323 1977 organisierte Mazda eine 15.000 Kilometer lange Reise mehrerer Exemplare des 323, die von Hiroshima aus zur IAA in Frankfurt führte. Nach dessen Produktionsstart erreichten Mazdas Verkaufszahlen in Deutschland Anfang der 1980er Jahre fast die Marke von 50.000 Einheiten, die über knapp 900 Händler verkauft wurden.[36]

1981 wurde eine Niederlassung in Brüssel eingerichtet, um die Importe nach Europa und die europäischen Händler besser betreuen zu können.[35] Mit der Markteinführung des neuen Mazda 626 konnte Mazda 1983 den achten Platz in der Zulassungsstatistik in Deutschland erreichen und zum Ende der 80er Jahre einen Marktanteil von 3,2 Prozent sowie 90.000 Zulassungen vermelden. Der Mazda 626 stieg in diesem Zeitraum zum meistverkauften Importauto überhaupt auf.[35] 1988 wurde die belgische Niederlassung in Mazda Motor Europe S.A./N.V umbenannt. Im selben Jahr wurde damit begonnen, in Leverkusen-Hitdorf ein großes Zentrallager einzurichten, um eine bessere Ersatzteilversorgung für den deutschen Markt sicherstellen zu können. Im Jahr 1989 wurde ebenfalls in Leverkusen Mazda Motor Europe (MME) gegründet, deren neue Zentrale im Jahr 1992 bezogen wurde.[35] Auch im Jahr 2020 war die Mazda-Zentrale für Deutschland und Europa noch dort ansässig.[37]

1990 eröffnete Mazda nach zwei Jahren Bauzeit das europäische Forschungs- und Entwicklungszentrum in Oberursel.[35] 2020 waren dort rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschichte in Nordamerika

In den Vereinigten Staaten und Kanada wurde die Marke Mazda 1968 mit dem Start der Modelle Mazda R100 und Mazda RX-2 auf dem kanadischen Markt eingeführt, zwei Jahre später erfolgte mit der Verschiffung der ersten Importe von Hiroshima nach Seattle 1970 die Einführung in den USA. Aufgrund der Ölkrise waren in den 1970er Jahren schnell effiziente Antriebstechniken, die Verbrauch und CO2-Emissionen reduzieren, gefragt. Der Mazda RX-5 ging 1975 deshalb mit dem verbrauchsorientierten Motorkonzept des Zweischeiben-Kreiskolben-Motors an den Start und der Motor erreichte als erstes Aggregat überhaupt daraufhin die ab 1975 geltenden US-Emissionsstandards.[32]

Motorsport

Ein Mazda 787B, der Le Mans-Sieger von 1991

Bereits 1968 unternahm Mazda seine ersten Gehversuche im Motorsport. Dabei traten zwei Mazda 110 S Cosmo beim 84-Stunden-Rennen Marathon de la Route auf dem Nürburgring an und konnten im 60 Teilnehmer starken Feld lange die Plätze vier und fünf halten, ehe eines der Fahrzeuge ausschied. Der verbleibende Cosmo beendete das Rennen schließlich auf dem vierten Rang.[38] 1971 gewann drei Jahre später der Mazda Savanna die 500-Mile-Tourist-Trophy auf dem Fuji Speedway.

1978 wurde mit dem RX-7 ein neues potenzielles Rennfahrzeug präsentiert. Bereits kurz nach Markteinführung begann der britische Rennfahrer Tom Walkinshaw, das Fahrzeug in sein Team Tom Walkinshaw Racing aufzunehmen und mit dem RX-7 in der British Touring Car Championship zu starten. 1980 und 1981 konnte die Rennserie auf dem RX-7 gewonnen werden. 1981 wurde zudem das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit dem Fahrzeug gewonnen.[38]

Ähnlich erfolgreich war der RX-7 ab 1979 auch in der Rennserie der IMSA und konnte im ersten Jahr nach seiner Präsentation beim 24-Stunden-Rennen von Daytona 1979 mit den Fahrern Yoshimi Katayama und Takashi Yorino den Klassensieg in der GTU-Klasse erringen.[38] Bis 1990 verbuchte der RX-7 über 100 weitere Siege und galt als das erfolgreichste Fahrzeug der IMSA GT Championship. Erfolgreichstes Jahr war dabei 1991, als der RX-7 GTO, der vom selben Motor wie der im selben Jahr in Le Mans siegreiche 787B angetrieben wurde, diverse Fahrer- und Herstellertitel gewinnen konnte.

Auch im Rallyesport konnte Mazda mit dem RX-7 Erfolge feiern, unter anderem einen dritten Platz bei der Rallye Griechenland während der Rallye-Weltmeisterschaft 1985. Neben dem RX-7 konnte zudem der Mazda 323 AWD Turbo bei der Rallye-Weltmeisterschaft 1988 einige zufriedenstellende Ergebnisse erreichen, darunter Platzierungen als Zweiter bei der Rallye Elfenbeinküste und der Rallye Neuseeland.

1983 folgte der Umzug vom Rennteam Mazdas von Tokio zurück zur Unternehmenszentrale nach Hiroshima. Dort wurde das Unternehmen Mazdaspeed gegründet, das sich künftig auf die Motorsportkarriere von Mazda konzentrieren sollte. Nach der Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1988 und 1990 mit dem Mazda 767 gelang 1991 der bis dato größte Erfolg im Motorsport. Als erstem japanischen Automobilhersteller gelang es Mazda mit dem Mazda 787B, angetrieben von einem 700 PS starken 4-Scheiben-Wankelmotor, den Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1991 mit zwei Runden Vorsprung vor Jaguar davonzutragen. Zwei weitere Mazda, ein 787 und ein 787B, erreichten in diesem Rennen ebenfalls eine Platzierung unter den ersten zehn Fahrzeugen. 1999 wurde die Marke Mazdaspeed dann vollständig in die Mazda Motor Corporation integriert und fungierte fortan auch als Hersteller von an den Rennsport angelehnten Mazda-Serienmodellen. Mit dem Mazda6 MPS (2005) und dem Mazda3 MPS (2006) wurden Mitte der 2000er Jahre zwei leistungsoptimierte Fahrzeuge in die Modellpalette aufgenommen.[38]

Modellübersicht

« vorherMazda-Pkw-Zeitleiste, seit den 1990ern
Typ1990er2000er2010er2020er
01234567890123456789012345678901234
Kei-CarsCarolCarolCarolCarolCarolCarolCarol
AZ-WagonAZ-WagonAZ-WagonAZ-WagonFlairFlair
Autozam AZ-1SpianoFlair WagonFlair Wagon
AZ-OffroadFlair CrossoverFlair Crossover
Autozam ScrumScrum / Scrum WagonScrum / Scrum Wagon
KleinwagenAutozam Revue / Mazda 121121Mazda 2 / DemioMazda 2 / DemioMazda 2 / DemioMazda 2
DemioVerisa
KompaktklasseFamilia / 323 / ProtegéFamilia / 323 / ProtegéFamilia / 323 / ProtegéMazda 3 / AxelaMazda 3 / AxelaMazda 3 / AxelaMazda 3 / Axela
Mittelklasse626 / Capella626 / Capella / Cronos / Efini MS-6626 / CapellaMazda 6 / AtenzaMazda 6 / AtenzaMazda 6 / Atenza
Xedos 6 / Eunos 500
Obere Mittelklasse929 / Luce929 / Sentia / Efini MS-8Sentia
Xedos 9 / Millenia / Eunos 800
CoupéMX-3 / Precidia
MX-6MX-6 / Mystère
Eunos CosmoRX-8
SportwagenMX-5 / Roadster / MiataMX-5 / Roadster / MiataMX-5 / Roadster / MiataMX-5 / Roadster / Miata
RX-7RX-7
KompaktvanPremacyMazda 5 / PremacyMazda 5 / Premacy
Familia VanFamilia VanFamilia Van
VanBiante
MPVMPVMazda 8 / MPV
SUVCX-3
CX-30
MX-30
CX-4
Mazda NavajoMazda Proceed LevanteMazda Proceed LevanteMazda TributeMazda TributeCX-5CX-5
CX-50
CX-60
CX-70
CX-7CX-8
CX-9CX-9CX-90
Pick-upB-SerieB-SerieBT-50BT-50BT-50
Kleintransporter / KleinbusBongoBongoBongo
Bongo Friendee
Bongo Brawny / E-SerieBongo Brawny / E-Serie
  • Unter dem Markennamen Autozam verkauft
  • Baugleich mit Suzuki
  • Baugleich mit Ford
  • Baugleich mit Nissan
  • Baugleich mit Toyota
  • Aktuelle Modelle

    Mazda2 (seit 2014)

    Der Mazda2 (werksinterne Bezeichnung DJ) ist ein im Stammwerk in Hiroshima gebauter Kleinwagen. Er wird seit 2015 in dritter Generation (nach dem Minivan DY und dem optisch veränderten DE) gebaut und bietet die Basis für das Kompakt-SUV CX-3. Die aktuelle Generation wurde im Herbst 2014 präsentiert, die seit Ende Februar 2015 auch auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Zum Modelljahr 2020 erhielt der Mazda2 ein Facelift und wurde seitdem auch mit Mildhybrid-Systemen angeboten.

    Mazda2 Hybrid (seit 2022)

    Zusätzlich zum seit 2014 gebauten Mazda2 bietet der Hersteller die Baureihe seit 2022 auch als baugleiches Modell zum Toyota Yaris an. Im Gegensatz zu diesem wird im Mazda ausschließlich die Hybridversion angeboten.

    Mazda3 (seit 2019)

    Nach der Vorstellung der ersten Generation mit der Verkaufsbezeichnung BK auf der IAA in Frankfurt im September 2003 wird der Mazda3 seit März 2019 inzwischen in der vierten Generation angeboten und als Mazda3 BP bezeichnet. Er wird seitdem mit einem 2,0 Liter großen Skyactiv-G und dem neuartigen Skyactiv-X-Motor angeboten.

    Mazda6 (seit 2016)

    Als Nachfolger für den Mazda 626 wird seit Juni 2002 der Mazda6 angeboten, der in anderen Märkten auch als Mazda Atenza verkauft wird. Nach den ersten beiden Generationen GG, GY und GH wird seit 2012 der Mazda6 GJ/GL angeboten, der 2015 und 2017 jeweils einer Modellpflege unterzogen wurde. Die Markteinführung der aktuellen Generation in Deutschland erfolgte im Februar 2013.

    Mazda MX-5 (seit 2015)

    Am 7. September 2014 präsentierte Mazda die vierte Generation des MX-5 unter der Verkaufsbezeichnung ND (nach NA, NB und NC) in den drei Ländern USA, Spanien und Japan gleichzeitig. Die Produktion startete am 4. März 2015 in Hiroshima, Japan. Der Roadster wurde am 12. September 2015 offiziell bei den deutschen Händlern dem Publikum vorgestellt. Auf der New York Auto Show 2016 wurde der MX-5 RF vorgestellt, eine Version mit faltbarem Targa-Dach.

    Mazda MX-30 (seit 2020)

    Auf der Tokyo Motor Show im Oktober 2019 präsentierte Mazda mit dem MX-30 das erste batterieelektrisch angetriebene Fahrzeug der Marke. Der Marktstart erfolgte 2020.

    Mazda CX-3 (seit 2015)

    Auf der Los Angeles Motor Show im November 2014 wurde der Mazda CX-3 erstmals vorgestellt. Er zählt zu den kleinen Sport Utility Vehicles und wird mit zwei Ottomotoren und einem Dieselaggregat angeboten. Bei letzterem ist optional ein permanenter Allradantrieb erhältlich, dieser ist beim stärkeren Ottomotor serienmäßig.

    Mazda CX-30 (seit 2019)

    Zwischen CX-3 und CX-5 positioniertes SUV, dessen Markteinführung im Herbst 2019 erfolgte. Es basiert technisch auf dem ebenfalls seit 2019 angebotenen Mazda 3 BP.[39]

    Mazda CX-5 (seit 2012)

    Der Mazda CX-5 ist ein kompaktes Sport Utility Vehicle. Er repräsentierte das erste Mazda-Modell im neuen KODO-Design und ist seit dem Frühjahr 2012 erhältlich. Im Februar 2015 wurde er einer Modellpflege unterzogen. Die zweite Generation mit der Verkaufsbezeichnung KF wurde 2017 eingeführt.

    Er wird mit vier verschiedenen Motoren, zwei Otto- und zwei Dieselmotoren, angeboten.

    Mazda CX-50 (seit 2022)

    Das SUV ist über dem CX-5 positioniert und ausschließlich für den nordamerikanischen Markt bestimmt.

    Mazda CX-60 (seit 2022)

    In Europa wird seit August 2022 der Plug-in-Hybrid CX-60 vermarktet. Er war bei seiner Markteinführung mit einer maximalen Leistung von 241 kW (327 PS) das stärkste je in Serie gebaute Mazda-Fahrzeug.

    Mazda CX-70 (ab 2024)

    Auf Basis des CX-90 wurde im Januar 2024 der fünfsitzige CX-70 vorgestellt. Er wird nur in Nordamerika angeboten.

    Mazda CX-8 (seit 2017)

    Der CX-8 ist ein bis zu siebensitziges SUV, das nicht in Europa vermarktet wird.

    Mazda CX-90 (seit 2023)

    Das SUV ist mit einer maximalen Leistung von 254 kW (345 PS) das stärkste Mazda-Modell. Es ist für Nordamerika bestimmt.

    Mazda BT-50 (seit 2006)

    Der Pickup Mazda BT-50 trat Ende 2006 die Nachfolge der B-Serie an und wurde am 22. März 2006 auf der Bangkok International Motor Show erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Auffällig gegenüber der B-Serie ist vor allem das modernere Design. 2007 wurde er einer Modellpflege unterzogen.

    Die zweite Generation wurde seit Ende 2011 verkauft, als dritte Generation erschien 2020 der BT-50 mit de Verkaufsbezeichnung UP. Er basiert auf dem Isuzu D-Max.[40]

    Historische Modelle mit Hubkolbenmotor

    Historische Modelle mit Wankelmotor

    Konzeptfahrzeuge

    Übersicht der Automobilmarken Mazdas

    Trivia

    • Im Jahr 2004 brachte Mazda einen Bildband mit den Maßen 3,07 Meter × 3,42 Meter und damit wohl dem größten Format der Welt heraus.
    • Im Mai 2017 wurde in Augsburg das erste Mazda-Museum außerhalb Japans eröffnet, das gleichzeitig die größte Ausstellung von Mazda-Fahrzeugen weltweit umfasst.[41][42]

    Literatur

    • John Matras: Illustrated Mazda Buyer’s Guide. Motorbooks International, 1994, ISBN 0-87938-842-0.
    • Brian Long: Mazda MX-5. Chronik eines Trendsetters. Heel, Königswinter 1999, ISBN 3-89365-762-2.
    • Gerhard Windpassinger: Mazda. Meine Marke. VfZ-Verlag, 1988, ISBN 3-926121-06-8.
    • Joachim Kuch: Mazda seit 1920. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-03028-2.
    • Takehisa Motoda (Hrsg.): Mazda 1972–1992. 1992, OCLC 312508622.
    • Mike Riedner: Mazda MX-5. Motorbuch-Verlag, 1994, ISBN 3-7276-7117-3.
    • S. Noma (Hrsg.): Mazda Motor Corporation. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 940.
    • Jürgen Lewandowski u. a.: Mazda RX-8. Delius-Klasing Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-7688-1396-7.

    Weblinks

    Commons: Mazda – Album mit Bildern
    Commons: Mazda automobile engines – Sammlung von Bildern und Videos
    Commons: Mazda concept automobiles – Sammlung von Bildern

    Einzelnachweise

    1. COMPANY PROFILE 2019. Abgerufen am 27. Juni 2020 (englisch).
    2. Mazda - Beschäftigtenzahl 2023. In: de.statista.com. 13. Mai 2023, abgerufen am 5. Februar 2024.
    3. Global sales: Mazda posts third-straight record year. Abgerufen am 2. November 2019.
    4. a b マツダ創業者の想い. Mazda, abgerufen am 5. Januar 2024 (japanisch).
    5. 90 Jahre Mazda Unternehmensgeschichte: von der Korkveredelung zur Wasserstoff-Hybrid-Technik. In: mazda.de. Mazda Motors (Deutschland), Januar 2010, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 27. April 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.mazda.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
    6. A Story Behind the Name of “Mazda”. In: mazda.com. Abgerufen am 4. Januar 2024 (englisch).
    7. Laura Lee: The Name's Familiar II. Pelican Publishing, 2001, ISBN 1-56554-822-1, S. 238 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 13. Januar 2024]).
    8. Wataru Kikuchi: 戦後自動車産業における企業間競争の展開. In: 経営史学 (Keiei Shigaku). Band 48, Nr. 3, Dezember 2013, ISSN 1883-8995 (japanisch, jst.go.jp). Zu Foerster (フォルスター) siehe S. 5.
    9. John B. Hege: The Wankel Rotary Engine. McFarland & Company, Jefferson, North Carolina, USA 2006, ISBN 0-7864-2905-4, S. 62.
    10. Schadstoffarmer Kreiskolbenmotor von Toyo Kogyo In: Kraftfahrzeugtechnik 11/1973, S. 339.
    11. welt.de vom 29. Januar 2018, Tradition: 40 Jahre Mazda RX-7, abgerufen am 9. September 2018.
    12. Ford gibt Mazda-Aktien ab manager-magazin.de, 18. November 2010.
    13. FAZ Technik & Motor vom 30. Dezember 2010: Mazda RX-8: Abschied per Gesetz, abgerufen am 9. September 2018.
    14. springerprofessional.de vom 28. Oktober 2015: Mazda-Sportwagen-Konzept RX-Vision mit Kreiskolbenmotor, abgerufen am 9. September 2018.
    15. autozeitung.de vom 30. November 2006, Der Cosmonaut wird 40, abgerufen am 14. September 2018.
    16. motor1.com vom 29. Oktober 2019, Analyse: Die Zukunft des Wankelmotors bei Mazda, abgerufen am 30. März 2020.
    17. drive.com.au vom 8. März 2019, Mazda confirms flexible 'XEV' rotary hybrid driveline: "Huge range of applications" for rotary beyond a range extender, abgerufen am 30. März 2020.
    18. heise.de vom 31. Januar 2018, Mazda kündigt Raumzündmotor „Skyactiv-3“ an, abgerufen am 6. September 2018.
    19. faz.net vom 18. August 2015, Fahrbericht Mazda CX-3, abgerufen am 6. September 2018.
    20. Englischsprachige Mazda2-Webseite vom 18. Mai 2011, abgerufen am 15. September 2018.
    21. motorsport-total.com vom 25. März 2017, Mazda CX-5 2017 ..., abgerufen am 15. September 2018.
    22. focus.de vom 25. November 2013, Fahrbericht Mazda 3 Hybrid, Jetzt gibt es den Toyota Prius auch in schön, abgerufen am 5. September 2018
    23. Nun auch Mazda und Ford geschieden automobil-produktion.de, 18. November 2015.
    24. welt.de, Fahrbericht Mazda CX-5 vom 21. März 2017, abgerufen am 16. September 2018.
    25. autonotizen.de, SUV treiben Mazda voran, abgerufen am 16. September 2018.
    26. springerprofessional.de vom 7. August 2017, Mazda und Toyota wollen gemeinsam Elektroautos entwickeln; abgerufen am 6. September 2018.
    27. Mazda und Toyota stärken Kooperation mit Unternehmens- und Kapital-Allianz. In: Mazda Motors Deutschland GmbH. Mazda Motors Deutschland GmbH, 4. August 2017, abgerufen am 9. Januar 2020.
    28. Andreas Karius: Mazda stellt Modellpalette auf Euro-6d-TEMP um. In: automobil-produktion.de. 23. Mai 2018, abgerufen am 4. Februar 2024.
    29. Gregor Hebermehl: Mazda 3 (2019): Mit Allradantrieb und Kompressionszündung. In: auto-motor-und-sport.de. 10. Januar 2019, abgerufen am 20. Januar 2019.
    30. Peter R. Fischer: Mit einem Wankelmotor wird der MX-30 zum PHEV mit 600 km Reichweite. In: AutoBild. Axel Springer SE, 13. Januar 2023, abgerufen am 13. Januar 2023.
    31. History 1920-1979. In: Mazda Motors Deutschland GmbH. Mazda Motors Deutschland GmbH, abgerufen am 27. Juni 2020 (englisch).
    32. a b c d Mazda – die Geschichte einer Weltmarke aus Japan. Mazda Classic Automobil Museum Frey, 27. Juni 2010, abgerufen am 27. Juni 2020.
    33. Mazda: About Us. Mazda Motor Europe GmbH, abgerufen am 27. Juni 2020 (englisch).
    34. Mazda in Österreich. In: Mazda Austria GmbH. Mazda Austria GmbH, abgerufen am 27. Juni 2020.
    35. a b c d e Mazda in Europe 1967–1998. Mazda Motors Deutschland GmbH, 1. Januar 2010, abgerufen am 27. Juni 2020 (englisch).
    36. a b 40 Jahre Mazda in Deutschland: Mit dem Mut zum anderen Weg. Mazda Motors Deutschland GmbH, abgerufen am 30. Juni 2020..
    37. Impressum, Firmenwebsite Mazda Motors (Deutschland) GmbH, 27. Juni 2020.
    38. a b c d Mazda Racing: A bit of history. beachmazda.net, abgerufen am 25. Juni 2020.
    39. automobil-produktion.de vom 6. März 2019, Mazda CX-30: Gefälliger Tiguan-Gegner, abgerufen am 7. Juli 2020.
    40. auto-motor-und-sport.de, Mazdas Pickup kommt neu und auf Isuzu-Basis, abgerufen am 7. Juli 2020.
    41. FOCUS: Mazda Museum Augsburg: Mehr Platz da für alte Mazda, abgerufen am 8. August 2017.
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