Atsuta (Automarke)

Atsuta
InhaberNippon Sharyō Seizō
Einführungsjahr1932
ProdukteAutomobile
MärkteJapan

Atsuta (jap. アツタ号, Atsuta-gō) war eine japanische Automarke.[1]

Markengeschichte

Das Unternehmen Nippon Sharyō Seizō[2] (engl. Japan Wheel[3] bzw. Japan Atsuta Wheel Co. Ltd.[4]) aus Atsuta, Nagoya gilt als der Hersteller. Den Motor lieferte die Maschinenfabrik Ōkuma (大隈鉄工所, Ōkuma Tekkōjo).[1] Weiter waren Aichi Tokei Denki (愛知時計電機) und Okamoto Jidensha (岡本自転車) beteiligt.[2]

Die Produktion von Automobilen begann laut Herstellerangabe 1932[2] bzw. mehrerer anderer Quellen von 1933 bis 1934.[1][3][4][5] Andere Quellen nennen davon abweichend den März 1932[6] oder Ende 1932[7] als Monat der Fertigstellung. Ein Buch, das sich speziell mit japanischen Autos beschäftigt, gibt 1932 sowohl für den Produktions- als auch für den Vermarktungsbeginn an.[8] Der Markenname lautete Atsuta.[1] Einer der Mitarbeiter war Takatoshi Kan, der später zu Toyota wechselte.[9] Zunächst entstanden zwei Fahrzeuge.[6][7] Die beteiligten Unternehmen waren uneinig über die Verteilung der Kosten und der Vorbereitung der Produktion, sodass Nippon Sharyō Seizō alleine bis 1937 weitere 40 Fahrzeuge fertigte.[7] Eine andere Quelle nennt insgesamt etwa 40 Fahrzeuge bis zur Einstellung 1937.[10]

Fahrzeuge

Das einzige Modell war eine große Limousine. Die Fahrzeuge ähnelten den damaligen Modellen von Nash Motors.[1] Der wassergekühlte Achtzylindermotor leistete aus 3940 cm³ Hubraum 85 PS.[6]

Eine andere Quelle gibt exakt 3933 cm³ Hubraum an und bestätigt die Motorleistung. Der Antrieb erfolgte konventionell mit einem Frontmotor und Hinterradantrieb. Die erste Ausführung der Limousine gab es von 1932 bis 1934 und die zweite von 1934 bis 1935. Das Fahrzeug war 485 cm lang. Außerdem gab es von 1933 bis 1935 einen viertürigen Tourenwagen mit dem gleichen Motor.[8]

Eine nachfolgende Quelle gibt an, dass beide Aufbauten bis 1937 hergestellt wurden.[10]

Literatur

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Atsuda.
  • Jan P. Norbye: Autos made in Japan. Konzerne · Daten · Fakten. Alle Marken und Modelle 1912–1992. Bleicher Verlag, Gerlingen 1991, ISBN 3-88350-161-1, S. 41–42.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Atsuda.
  2. a b c 日本車両の110周年 写真で見る日本車両の歩み. 1932年. Nippon Sharyō, abgerufen am 16. April 2016 (japanisch).
  3. a b GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung (abgerufen am 10. April 2016)
  4. a b Allcarindex (englisch, abgerufen am 9. April 2016)
  5. d’Auto (niederländisch, abgerufen am 9. April 2016)
  6. a b c Bericht über Atsuta (französisch, abgerufen am 10. April 2016)
  7. a b c Jan P. Norbye: Autos made in Japan. Konzerne · Daten · Fakten. Alle Marken und Modelle 1912–1992. Bleicher Verlag, Gerlingen 1991, ISBN 3-88350-161-1, S. 41–42.
  8. a b Jeremy Risdon: Pomchi Book of Cars, Vans & Light Trucks. Volume 1. Japan 1902–1934. Pomchi Press, Yate 2017, ISBN 978-1-5332-8268-2, S. 8–9 (englisch).
  9. Angaben von Toyota (englisch, abgerufen am 10. April 2016)
  10. a b Jeremy Risdon: Pomchi Book of Cars, Vans & Light Trucks. Volume 2. Japan 1935–1939. Pomchi Press, Yate 2017, ISBN 978-1-983476-36-5, S. 11–12 (englisch).

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