Er war Teilnehmer zahlreicher Open-Turniere, wie 1982 beim 2. Internationalen Schachturnier in Linz (Österreich). Beim American Summer 1983 mit 270 Spielern, wurde er Zweiter bis Vierter hinter Vlastimil Hort. 1986 war er zusammen mit Viktor Kortschnoi (Sieger nach Feinwertung), Nigel Short und James Plaskett Co-Sieger im bedeutenden offenen Turnier von Lugano, wodurch er sich seine letzte Norm für den Großmeistertitel erspielte. 1987 war Lev Gutman Alleinsieger im traditionellen Open von Biel. Gutman spielte häufig beim Schachfestival Bad Wörishofen und belegte in den Jahren 1994, 1998 und 2000 jeweils den dritten Platz.
Gutman tat sich auch als Buchautor hervor, vor allem auf dem Gebiet der Eröffnungstheorie im Selbstverlag. Er war der letzte Herausgeber des eingestellten PeriodikumsDas Schach-Archiv, das Schacheröffnungen behandelte.
Der SV Lingen veranstaltete im September 2015 anlässlich Gutmans 70. Geburtstages ein Großmeisterturnier.[3] Turniersieger wurde der griechische Großmeister Stelios Halkias mit 6 Punkten aus 9 Partien, Gutman selbst erreichte mit 3,5 Punkten den achten Platz.[4]
Gutman lebt in Deutschland und spielte für den Schachklub SC Melle 03 (Niedersachsen), danach für den SV Lingen. In der 1. Bundesliga spielte Gutman in der Saison 1983/84 für die SG Enger-Spenge, von 1984 bis 1988 für den SV 03/25 Koblenz, von 1990 bis 1992 für die FTG Frankfurt und in der Saison 2019/20 für den SV Lingen. In der österreichischen Bundesliga spielte Gutman in der Saison 2015/16 für den SV Jacques Lemans St. Veit. Er spielte auch in der belgischen und in der französischen Mannschaftsmeisterschaft, am European Club Cup nahm er 1995 mit Hapoel Rischon LeZion teil.[6]
Werke (Auswahl)
Modernes Spanisch. Rau, 1986, ISBN 3-7919-0254-7.
4... Qh4 in the Scotch Game. Batsford, 2001, ISBN 0-7134-8607-4. [Erweiterte Ausgabe seines deutsch-sprachigen Buchs von 1999]
Budapest Fajarowicz. Batsford, 2004, ISBN 0-7134-8708-9.