Buprofezin

Strukturformel
Strukturformel von Buprofezin
(Z)-Isomer
Allgemeines
NameBuprofezin
Andere Namen
  • (Z)-2-tert-Butylimino-3-isopropyl-5-phenyl-1,3,5-thiadiazinan-4-on
  • (Z)-2-[(1,1-Dimethylethyl)imino]tetrahydro-3-(1-methylethyl)-5-phenyl-4H-1,3,5-thiadiazin-4-on
SummenformelC16H23N3OS
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer)614-948-3
ECHA-InfoCard100.125.182
PubChem50367
ChemSpider21864735
WikidataQ106030539
Eigenschaften
Molare Masse305,44 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,1836 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

104,6–105,6 °C[3]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[3]
  • löslich in Toluol, Dichlormethan, Aceton und Ethylacetat[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-SätzeH: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Buprofezin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiadiazinane. Der Name „Buprofezin“ wurde ursprünglich für eine Mischung aus (E)- und (Z)-Isomeren verwendet, aber im Jahr 2008 stellte der Sponsor fest, dass der Stoff nur das (Z)-Isomer enthält und beantragte die Änderung der Definition.[4]

Gewinnung und Darstellung

Buprofezin kann durch Cyclokondensation von N-Phenyl-N′-tert-butylthioharnstoff mit N-Methylenchlorid-N-carbonylchlorid-2-propylamin gewonnen werden.[1]

Eigenschaften

Buprofezin ist ein farbloser und geruchloser Feststoff. Er ist stabil gegenüber Hydrolyse (bei einem pH-Wert zwischen 5 und 7) und Photolyse.[5]

Verwendung

Buprofezin wird als Insektizid und Akarizid für viele Pflanzen (wie zum Beispiel Tomaten und Zitrusfrüchte) verwendet. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Chitin-Synthese.[3] Buprofezin wird zum Beispiel gegen Wollläuse, Zikaden und Weiße Fliege eingesetzt.[1] Die Verbindung wurde 1981 durch Nihon Nohyaku entwickelt und 1984 erstmals zugelassen.[6] Sie war in Deutschland zwischen 1996 und 2009 zugelassen.[7]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel (z. B. Applaud) mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Sicherheitshinweise

Buprofezin ist sehr toxisch für im Wasser lebende Organismen, aber wenig gefährlich für Säugetiere.[9]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Eintrag zu Buprofezin in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem), abgerufen am 2. November 2015.
  2. ↑ a b c d e Datenblatt Buprofezin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 21. Mai 2017 (PDF).
  3. ↑ a b c d e FAO: Buprofezin.
  4. ↑ alanwood: Buprofezin
  5. ↑ Food and Agriculture Organization of the United Nations: Pesticide Residues in Food, 1991 Evaluations, 1991. Residues. Food & Agriculture Org., 1992, ISBN 978-92-5103196-4, S. 175 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Eintrag zu buprofezin in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 12. November 2015.
  7. ↑ Peter Brandt: Berichte zu Pflanzenschutzmitteln 2009 Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln; Zulassungshistorie und Regelungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung. Springer-Verlag, 2010, ISBN 978-3-0348-0029-7, S. 10 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Buprofezin in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Buprofezin“ im Feld „Wirkstoff“) und Deutschlands, abgerufen am 6. April 2023.
  9. ↑ Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance buprofezin. In: EFSA Journal. Band 8, Nr. 6, Juni 2010, doi:10.2903/j.efsa.2010.1624.

Auf dieser Seite verwendete Medien

Buprofezine FormulaV1-Seite001.svg
Strukturformel von Buprofezin