Scoutanienpress: Der Ozeanienkonflikt

Der folgende Artikel ist ein Satire-Artikel. Es kann sein, dass er nicht ganz ernst gemeinte Aussagen enthält. Es kann aber auch sein, dass der Artikel irgendeine tiefgründige Botschaft vermitteln möchte.

Die im Sommer 1799 stattfindende Ereignisse im Nachbarland Bushland zwangen die Regierenden von Scoutopia zu einer Stellungnahme:

Stellungnahme vom 9.Mai 1799

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Bushländisches Flugblatt

Aus gegebenen Anlass musste die Versammlung der Scoutopianischen Verbands- und Stammesführer vorgezogen werden. In allen Bereichen der Grenze zu Bushland wurden in der Nacht vom 20. zum 21. nebenstehende Flugblätter aufgefunden. Darin werden die Kinder von Scoutopia zu einem Heiligen Krieg gegen das Kennedy-Reich aufgefordert.
Grundsätzlich sollte dabei 2 Sachen bedacht werden:

  1. Erstens verfügt Scoutopia nur bedingt über eine schlagkräftige Armee, die man den Glaubensbrüdern in Bushland zur Verfügung stellen könnte.
  2. Zweitens würde ein Krieg gegen Kennedy-Reich gegen das 10. Gesetz der Verfassung verstoßen, abgesehen von der Tatsache, dass die Geschichte Scoutopias zeigte, dass die blutigen Schlachten der Gründerzeit rein gar nichts gebracht haben.

Aus diesem Grund werde man den Botschafter in Bushland anweisen, dem Präsidenten Georg W. Bush eine Absage mitzuteilen. Natürlich wird der Botschafter auch Anfragen lassen, warum Bushland nicht die normalen diplomatischen Kanäle benutzt hat. Zu sowas wären sogar die Kinderländer in der Lage, bei denen sonst nichts normal laufe.

Vorväter Schiff

Als 2. wichtiger Punkt auf der Tagesordnung steht eine Expedition, die die SSSG und Seescoutianer gemeinsam an den Küsten von Kinderland tätigten. Ziel ist die Bergung des Schiffes, das die Vorfahren der Kinderländer und damit auch der Scoutianer zu der nördlichen Küste brachte. Im Gegensatz zu den Kinderländern, die bisher keine Geschichtsforschung betrieben haben, ist es den Forschern aus Benpaulcity gelungen, die damaligen Ereignisse durch Befragung der wenigen noch lebenden Ersten Kinderländer und heutigen Scoutianer zu rekonstruieren. So wurde auch die relativ genaue Lage des Schiffes ermittelt. Der Führer der SSSG Ben Marcus, der die Operation maßgeblich geleitet hat, erhofft sich durch die Bergung des Schiffes technologische und historische Kenntnisse. Vielleicht wird auch die Frage geklärt, warum die gesamte Kinderländer Invasionsarmee vor 21 Jahren eine eher rötliche Hautfarbe hatte, eine äußerst ungewöhnliche Hautfarbe für diesen Teil Ozeaniens.

Nur wenige Stunden nach Rückkehr der Expedition ereignete sich eine überaus erfreuliche Überraschung. In einem Schwimmdock unbekannter Herkunft, aber modernster Technik, wurde das gesunkene Vorväter Schiff sauber aufgedockt an der Küste vor Loyn entdeckt. Im Schwimmdock selber befanden sich zusätzlich mehrere bislang in Ozeanien unbekannte technische Gerätschaften zur Schiffsrestaurierung sowie eine anonmye Botschaft. Aus dieser geht hervor, dass eine unbekannte ozeanische "friedliebende Vereinigung von Seefahrern" der "stolzen Nation Scoutopia" eines ihrer wichtigsten historischen Wahrzeichen als Geschenk überreiche. Die Botschaft endet mit den Worten "für freie Meere, Frieden und Fortschritt".

10.Mai 1799

Pressekonferenz in Blackcastlecity

Der SSSG Führer Ben Marcus, der in einer inoffiziellen Abstimmung der Verbandsführer zum Scoutanischen Vorsitzenden mit allen Rechten und Pflichten eines Staatspräsidenten gewählt wurde, hat am Mittag des 22. eine offizielle Internationale Pressekonferenz in den Besucherhallen von Blackcastlecity einberufen.

  1. Grundsätzlich möchte die Scoutanische Nation mitteilen, dass wir an einem Krieg mit der Aussenwelt nicht interessiert sind, egal gegen wen. Blutige Auseinandersetzungen aller Art sind in unserem Rechtssystem nicht vorgesehen. Daher kann allen Reisenden und eventuellen Flüchtlingen mitgeteilt werden, dass Scoutopia sicher ist. Dass nun alle Zelte und Fahrzeuge mit Bahnen aus Ledermaushaut überzogen sind, dient einzig und allein der symbolischen Einheit und Verbundenheit aller Verbände Scoutopias und dient nicht dem Zweck der Tarnung.
  2. Eine sehr erfreuliche Nachricht hat unsere Expedition mitzuteilen: das Vorväterschiff ist gefunden und ist dank einer unbekannten Gruppe in einem bemerkenswert guten Zustand. Wir hatten schon alle Hoffnung auf die Wiedererlangung dieses Kulturerbes fahren gelassen, als unser Erkundungstrupp die kinderländische Stadt, wo das Wrack vermutet wurde, in Schutt und Asche gelegt fand. Wir vermuteten einen Angriff des Imperium-Verdinga, die ihre Schandtaten aus der Vergangenheit endgültig vernichten wollten.

Fragen der anwesenden Presse und der Gäste

Haben Sie Beweise dafür, dass die Bergung Ihres Schiffes von der friedliebenden Bevölkerung von Aquanopolis durchgeführt wurde? Wäre Scoutopia bereit, die Schwimmende Welt diplomatisch anzuerkennen? Und falls ja, befürchten Sie dadurch Verwicklungen mit Bushland bzw. dem Kennedy Reich? H. Hunter

Abendliche Bekanntgabe

  1. Nachdem unser Botschafter in Bushland zum wiederholten Male an den Pforten zum Regierungsbezirk abgewiesen wurde und dann noch von einem niederen Lakaien mit der Aussage betitelt wurde, dass man in Bushland nicht mit Heiden spricht (Heiden? Auf welchem der 12 Monde leben die denn?), wurde von der Regierung von Scoutopia beschlossen, den Botschafter aus Bushland zurück zu beordern. Gleicher Glaube hin oder her, beleidigen lassen wir uns nicht!! Dem Botschafter Ben Augustin wird in Loyn die ehrenhafte Aufgabe zuteil, das Schiff der Vorväter im neuen Nationalhafen zu untersuchen.
  2. Zur Frage des Herrn Hunter: Wir werden uns nicht an einem Krieg beteiligen, schon weil wir nicht über die nötige Ausrüstung verfügen. Aber jedem Invasoren sei gesagt, wer sich in kriegerischer Absicht auf unser Land begibt, wird unsere Messer zu spüren bekommen.

Fragen der anwesenden Presse und der Gäste

Nochmal nachgehakt: Ist Scoutopia bereit, Aquanopolis diplomatisch anzuerkennen? Oder befürchten ihr Land Schwierigkeiten? H. Hunter, AquaPress
Antwort: Scoutopia ist frei in seiner Entscheidung und erkennt Aquanopolis diplomatisch an. Ben Marcus

Frage: Es kursiert das Gerücht, dass Ihr Vorväterschiff in Aquanopolis restaurieret wurde und der Lohn für diese Gefälligkeit nicht nur die Anerkennung von Aquanopolis ist, sondern auch militärische Hilfestellung für Aquanopolis gegen das Kennedy Reich, zb durch das zur Verfügungstellen von strategisch wichtigen Orten in Scoutopia für deren Militär. Ist das richtig? - Jack Bone, Journalist für die "Skelett aktuell" Tageszeitung der Republik Skelettküste Antwort: Scoutopia versteht sich nach Außenhin als eine friedliebende Nation. Abgesehen von der Tatsache, das uns das Volk von Aquanopolis mit der Bergung des Vorväterschiffs einen hohen Dienst erwiesen hat und wir ihr dahingehend wohl auf ewig dankbar sein werden, möchte ich noch einmal betonen, dass wir wohl in diesem Krieg zu unbedeutend sind. Was macht es für einen Sinn, in unserem Land einen strategischen Aussenposten aufzubauen, wenn wir vom nächsten Kampfgeschehen über 1000 km entfernt sind. Ben Marcus

13. Mai 1799

Wie wir so eben erfahren haben, ist ein Reporter der Scoutnews Völkerrechtswidrig vom Imperium-Verdinga inhaftiert und getötet worden. (angeblich sei er auf der Festungsmauer auf einer Bananenschale ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt). Außerdem behauptet das Imperium, wir hätten wiederechtlich versucht, uns ihre Beute unter den Nagel zu reissen. Diese Beute ist das Schiff unserer Vorväter, dass das Imperium-Verdinga vor 32 Jahren vor ihren Küsten versenkt hat und auf dem wir und unsere Eltern sich befunden haben. Diese feige Sklavenhändlernation ist der Mörder unserer Eltern und Urgroßeltern und gehört deshalb eigentlich für alle Ewigkeiten von der Landkarte getilgt. ein sehr aufgebrachter Ben Marcus

17. Mai 1799

Schwerer Vorfall an der Grenze Kinderland/Amerikanien

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Heute wurde uns durch unsere Botschaft in Kinderland bekannt gegeben, dass die Kinderländische Armee einmal aus Rache für ihre verluste an 2 Städten und weil es sowieso Zeit dafür war einen Raubzug in Amerikanien durchgeführt hat. Dabei sind sie scheinbar über ein Aqua-Alianz-Gefangenenlager für Zivilisten hergefallen, dass sich in Grenznähe befunden hat und dass sie komplett übernahmen. Gott sei dank konnten die Frauen und die alten Männer fliehen, so dass nur die Kinder mitgenommen und die Bewacher getötet wurden.
Genauere Informationen und Komentare finden sie ab Seite 3

Fragen der anwesenden Presse und der Gäste

22. Mai 1799

Erfolgreicher Vorstoß der kombinierten Spionagekräfte

In den letzten 3 Tagen haben Einheiten der SSSG, der Seescoutanier und der Scoutanier Mosaik eine gemeischaftliche Aktion innerhalb der Grenzen von Verdinga ausgeführt: Die Vernichtung der La Amistad 2, die Erkundung der Festung Navarone und die logistische Unterstützung des Aufstands der Bürger von Verdinga.


Ziel ist die Festsetzung eines Kriegsverbrechers von vor 32 Jahren, der endlich seiner gerechten Strafe zugeführt werden muss. Gemeint ist der momentan amtierende Imperator Bartolomé de Las Casas. Um genauen Aufschluss über die von ihm begangenen Straftaten zu geben, werden wir in den nächsten Tagen das Tagebuch eines Jungen veröffentlichen, der damals auf unserem Vorväterschiff mitgefahren ist. Wir danken für ihr interesse.

Gerüchte über Überfall auf Stupidedia-Broadcast-Service

Hiermit möchten wir strikt dementieren, dass wir oder eine andere Pfadfinderorganisation auf der Erde irgent etwas mit dem Diebstahl der Pressemitteilungen bei Stupidedia zutun hatten. Es ist zwar eine extrem schlechte Presse, die auch schon zu einigen Ausfällen unserer Sommerreiseangebote für Kinder aller Alterstufen geführt hat und wir hatte auch schon an gerichtliche Schritte gedacht (was geht die Erde an, ob ein paar Länder in Ozeanien Kriegführen. Die auf der Erde haben keinen Tag, ohne das Volk einem anderen den Schädel ein schlägt und unsere Presse hängt sich da doch auch nicht rein), aber ein direkter Angriff auf ein Presseorgan ist wirklich das letzte, was uns zu diesem Thema einfallen würde. Ben Elder, Scoutanischer Presseattaché, Solingen

28. Mai 1799

Der Volksverräter Bartolomé de Las Casas in unserer Hand

Nach den Aufzeichnungen, die wir auf dem Vorväterschiff gefunden haben, war Bartolomé de Las Casas dem Schiff als geistlicher Berater zugeteilt gewesen und auch der Verräter, der unsere Vorväter an das Imperium-Verdinga verkauft hat. Er ist schuld daran, dass die Eltern der Familie Ben abgeschlachtet und über Bord geworfen wurden und das die Kinder in die Sklaverei gekommen sind. Im wird nun in BenPaulCity der Prozess gemacht.

9. Juni 1799

Gebärmutterland

Besatzungsmacht in Amerikanien in der Auflösung begriffen. Vorallem die Einheiten der Hetenländischen Armee scheint wegen mangelder Unterstützung von der Heimatwelt im großen Maßstab zu desertieren und in das Gebärmutterland auszuwandern. Verbände der Armee wandern an den Grenzen der Reiche Kinderland, Bushland und Scoutopia entlang, um ihr Ziel zu erreichen. Ist das das Ende des Krieges?

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Presseabteilung von Benpaulcity: Alles, was sie schon immer über Scoutopia wissen wollten, was sie aber nie zu fragen wagten.