Ross Antony
Der folgende Artikel ist ein Satire-Artikel. Es kann sein, dass er nicht ganz ernst gemeinte Aussagen enthält. Es kann aber auch sein, dass der Artikel irgendeine tiefgründige Botschaft vermitteln möchte.
Ross Antony (* 13. Mai 1957 in Gouda; † 17. Mai 1973 in Phung-Chiao) ist der Name eines niederländischen, in den 60er Jahren zur Berühmtheit gelangten aus den Zuchtstallungen Timmy de Bocks. Es gewann 1970 erstmals den Crazy Horse Derby und setzte sich gegen 30 andere Vollblüter durch. Ross Antony kam bei einem tragischen Zugunglück 1973 zu Tode, ihm zu Ehren wurde ein Fonds auf Island eingerichtet. Bekannt wurde Ross Antony jedoch vor allem für seine literarischen Werke und sein künstlerisches Schaffen. Vor allem als Maler sind ihm einige gewichtige Werke gelungen, die heutzutage in vielen großen Museen dieser Welt ausgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
Leben und Wirken
Frühes Schaffen als Maler
Im zarten Alter von einem Jahr wurde dieses Talent durch eine staatliche Unterstützung weiter gefördert. Ross Antony konnte zur Universität der geistigen Künste nach Amsterdam gehen und schrieb dort als erstes Ross überhaupt seine Magisterarbeit mit Doppeldiplom über die Wahrheit des Seins. Dieses Motiv findet sich in fast allen Werken Ross Antonys wieder.
Als Lyriker
Im Spätherbst 1962 begann Ross Antony sich ernsthaft für Lyrik und zu interessieren. Er schrieb bei Gelegenheit und verlagerte seine Prioritäten vor allem was die Malerei anging. Diese ersten Werke von Ross Antony werden von vielen Experten als Grundsteinlegung für die postmoderne Expressionslyrik gesehen. Das erste ernstzunehmende Werk ist Der Schimmelbär, geschrieben im Winter 1962/1963:
Flocke, Flocke, Sternenhimmel
Reiter sind nicht gern gehabt
Verkommen die verkohlten Köpfe
Schimmelbär in seiner Pracht
Dieses Gedicht wird heutzutage als Standardbeispiel für die postmoderne Expressionslyrik herangezogen. Dabei ist der Wortfluss zu beachten, der nach streng theatralischen Tendenzen funktioniert, ebenso fungiert die Metaebene des Plurals als grammatikalische Steigerung. Durch diesen Bogen schaffte es Ross Antony in simpler Form, komplizierte Gefühle darzustellen.
Weitere wichtige Gedichte nach dem sogenannten "Ross'schen Schema" waren Glockenstein, Ein Herz zum Vergliedern und Sturmbrei. Es folgte im Laufe der Jahre die Erstellung mehrerer Sammelwerke mit insgesamt über 450 Gedichten.
Novellen
Ursprünglich sollte im berüchtigten vierten Kapitel die Hebamme mit einem der Zwillinge das Bett teilen um ihm danach mit einer Feder, die sie vorher mit dem Duft der toten Ehefrau besprüht hatte, klar zu machen, wie vergänglich das Leben ist. Diese Stelle wurde von Ross Antony daraufhin umgewandelt, sodass stattdessen der andere Zwilling die Aufgabe der Hebamme übernahm. Im Sinne dieser Veränderung schrieb Ross Antony das gesamte Werk um und legte es erneut vor.
Daraufhin entbrannte unter der Verlegern Hollands ein kleiner Krieg, der tragischerweise auch zwei Menschen das Leben kostete. Das Buch wurde schließlich beim Hatje Cantz Verlag veröffentlicht und bisher in mehr als 200 Sprachen übersetzt. Seit 1963 wurde das Buch etwa 4 Millionen mal verkauft.
Ross Antony schrieb noch weitere Novellen, darunter Ein Tag im Ohr, Die Wirrungen der Elisabeth Müller und Irgendwo in England. Jedoch erreichte keines dieser Bücher wieder den Erfolg von Die Last der Zwei.
Pferderennen
Im späten Frühling 1968 fand in Maastricht das erste Crazy Horse Derby statt. Etwa 400 Zuschauer verfolgten den Wettkampf von 12 Rennpferden, darunter auch Berühmtheiten wie Silberpaul, der seinerzeit als das schnellste Pferd der Welt galt. Ross Antony war bei diesem Derby durch Zufall zu Gast, da es auf dem Rückweg vom Bäcker die Laute der Rennbahn wahrnahm. Dieses war ein einschneidendes Ereignis im Leben des Malers und Dichters. Ross Antony machte einen blitzartigen Lebenswandel durch, verkaufte alle seine und trat die Urheberrechte an seinen Werken an seinen alten Freund Timmy de Bock ab. Es begann mit Krafttraining, mit dem Ziel, beim nächsten Derby mitlaufen zu können.
Im Frühsommer 1970 war es dann soweit und mit der Startnummer 14 startete Ross Antony seinen ersten Wettlauf beim 4. Crazy Horse Derby in Maastricht. Die Wetten gegen es standen 56:1. Überraschenderweise gewann es das Derby mit knapp 16 Sekunden Vorsprung vor Silberpaul, dem Kontrahenten aus Deutschland. Für Ross Antony begann eine aufregende Karriere als Rennpferd, es tourte durch Amerika und China und gewann sowohl die Grand Open in Melbourne als auch die Internationalen Pferdespiele in Miang-Min 1973.
Die Opfer des Unfalls waren glücklicherweise alle Single, somit mussten keine Unterhaltszahlungen oder Schmerzensgeld gezahlt werden.
Um den Geist Ross Antonys in den Gedanken der Menschen zu erhalten, beschloss man, in Island einen einzurichten. Mithilfe dieses Fonds werden die Werke von Ross Antony restauriert und ausgestellt.
Werke
Gedichte
- Schimmelbär, 1962/1963
- Glockenstein, 1963
- Ein Herz zum Vergliedern, 1963
- Sturmbrei, 1963
- Kantaloupe, 1964
- Paris 1903, 1964
- Der Heidenmann, 1965
- Kommst du Klon?, 1966
Novellen
- Die Last der Zwei, 1963
- Ein Tag im Ohr, 1964
- Die Wirrungen der Elisabeth Müller, 1965
- Irgendwo in England, 1967
- Rahmenberg, 1967
- Lust und Leidenschrank, 1970
Bilder
- 6:13 Rot, 1961
- 13:02 Blau, 1961
- 5:52 Blau, 1961
- 16:25 Grün, 1962
- 17:08 Blau, 1962