Maria Jeutendorf

Maria Jeutendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Jeutendorf
Maria Jeutendorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, BundeslandSt. Pölten (PL), Niederösterreich
GerichtsbezirkNeulengbach
Pol. GemeindeBöheimkirchen
Koordinaten48° 14′ 37″ N, 15° 44′ 33″ Of1
Höhe248 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft169 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG3,24 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer05403
Katastralgemeindenummer19491
Bild
Kloster und Kirche
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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169

Maria Jeutendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Böheimkirchen im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich mit 169 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Geografie

Das zwischen Kapelln und Böheimkirchen liegende Dorf ist von de Wiener Straße über die Landesstraße L5076 erreichbar. Der Ort entwässert zur im Osten vorüber fließenden Perschling. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 71 Adressen.[3]

Geschichte

Der Ortsname wurde erstmals im Jahr 1210 erwähnt. 1248 wurde hier die Capella Jaettendorf erwähnt, die dem hl. Nikolaus geweiht war und vom benachbarten Kapelln aus mitbetreut wurde.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 42 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Jeutendorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Pottenbrunn ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Jeutendorf, Pottenbrunn, Thalheim und Wasserburg sowie der Pfarre Hadersdorf.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Jeutendorf ein Fleischer, ein Friseur, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, drei Schuster, ein Schweinehändler und ein Landwirt ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Gemeinden Jeutendorf und Böheimkirchen.[2]

Der Ort, der bis dahin nur Jeutendorf geheißen hatte, änderte seinen Namen am 18. September 1988, dem Fest der Schmerzensmutter, in Maria Jeutendorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 281 (Ausgabe 1769; Jaitendorf in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Wienerwald. 14 von 34 Bänden. 3. Band: Audorf (Murstetten) bis Eitzendorf. Wallishausser, Wien 1836, S. 28 (Jeutendorf – Internet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 278.
Commons: Maria Jeutendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 35. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 330 (Jeutendorf in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 302

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(c) Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
Positionskarte von Österreich
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Gemeindewappen von Böheimkirchen, Niederösterreich
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Autor/Urheber: Herzi Pinki, Lizenz: CC BY-SA 3.0 at
Blick auf Maria Jeutendorf, Niederösterreich, mit dem ehemaligen Servitenkloster und der Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Gottesmutter.