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Kongo-FreistaatDer Kongo-Freistaat war von 1885 bis 1908 ein formal unabhängiger Staat in Zentralafrika, der jedoch als Privatbesitz unter der absoluten Kontrolle des belgischen Königs Leopold II. stand. In dieser Zeit errichtete Leopold ein ausbeuterisches Zwangsarbeitssystem, um die reichen Rohstoffe des Landes, vor allem Kautschuk und Elfenbein, in europäischen Profit zu verwandeln. Internationale Proteste gegen die als „Kongogräuel“ bekannt gewordenen Verbrechen führten schließlich dazu, dass der belgische Staat 1908 die Kontrolle über das Gebiet übernahm und es als Kolonie (Belgisch-Kongo) verwaltete. .. weiterlesen
Belgisch-KongoBelgisch-Kongo war von 1908 bis 1960 eine Kolonie des Königreichs Belgien in Zentralafrika, auf dem Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Mit einer Fläche von rund 2,34 Millionen km², etwa 80 Mal so groß wie Belgien, zählte Belgisch-Kongo zu den größten Kolonialgebieten Afrikas. Die Kolonie entstand aus dem Kongo-Freistaat, dem Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II., dessen berüchtigt brutale Ausbeutungspolitik international für Entsetzen sorgte. Unter dem Druck weltweiter Kritik sah sich der belgische Staat gezwungen, die Verwaltung des Gebietes 1908 vom König zu übernehmen. Die folgende belgische Herrschaft im Kongo beruhte auf der „kolonialen Dreifaltigkeit“ aus staatlichen, missionarischen und unternehmerischen Interessen und war im Gegensatz zu britischer und französischer Kolonialpraxis sehr direkt, mit nur einer geringen Rolle einheimischer Herrscher. Die Belgier beuteten die natürlichen Ressourcen des Landes aus und mit dem Zweiten Weltkrieg setzte eine verstärkte wirtschaftliche Entwicklung ein. Am 30. Juni 1960 erlangte die Kolonie als die Demokratische Republik Kongo schließlich ihre Unabhängigkeit. .. weiterlesen