Mittagsschaf

Der folgende Artikel ist ein Satire-Artikel. Es kann sein, dass er nicht ganz ernst gemeinte Aussagen enthält. Es kann aber auch sein, dass der Artikel irgendeine tiefgründige Botschaft vermitteln möchte.

Beispiel für ein vertikales Mittagsschaf

Ein M. ist eine mäh-ßig verbreitete Tierart, die vom Ausschlafen bedroht ist. Das M. darf nicht mit dem türkischen Mitallesundvielschaf verwechselt werden, das eine ungünstige Kombination zu einem ruhigen, geräusch- und insbesondere geruchsarmen M. darstellt.

Im Gegensatz zum Tiefschaf oder dem Dornröschenschaf erfordert das M. nur wenige Minuten der täglichen Aufmerksamkeit des Halters, die ihm idealerweise gleich nach dem Mittagessen zuteil wird. Sich vorher umzuziehen erachten viele Halter daher für unnötig.

Haltung

Viele Ärzte empfehlen, ein M. rund 30 Minuten lang täglich zu halten (mit wie vielen Händen ist dabei egal), jedoch nicht länger, alles andere wäre nicht artgerecht (sog. "Power-Nepp").

Ein M. wird häufig auf Sofas, Lesesesseln und Liegen, in kurioseren Fällen auch in senkrechter Position gehalten. Oft wird eine abgedunkelte Umgebung bevorzugt, da sich auf diese Weise dauerhaftes Meckern vermeiden lässt.

Eignung als Haus- oder Bürotier

Ein Mittagsschaf bei der Arbeit

Wer beim Schäfchenzählen immer sofort einschläft, für den ist ein M. ideal geeignet, da man immer nur eines gleichzeitig halten kann.

Ein M. liefert zwar weder Wolle, Milch noch Fleisch, ist aber dennoch bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Bei größeren Kindern gilt ein M. jedoch als "uncool", erst im Teenager-Alter wird es wieder interessant (siehe "Mittagsschaf vs.Schäferstündchen").

Im Büro macht ein M. seltsamerweise keine gute Figur – Forscher vermuten, dass Vorgesetzte allergisch auf das Fell oder die Spuren auf dem Schreibtisch reagieren. Wenn überhaupt sollte ein M. im Büro deshalb stets vollständig bekleidet und ggf. unter dem Schreibtisch gehalten werden.

Mittagsschaf vs. Schäferstündchen

Bei Männern als besonders beliebt gilt, ein Schäferstündchen abzuhalten, dem ein M. folgt. Bei einer solchen bis zu 60-minütigen Dienstbesprechung mit praktischen Übungen geht es dem Halter zumeist nicht primär um die Regeneration, sondern eher um eine beiläufig herbeigeführte Reproduktion, weshalb man auch vom sog. Beischaf spricht.

Fazit

Das M. ist der ideale Begleiter, das einem für lange Besprechungen oder Familienfeiern völlig neue Perspektiven eröffnet. Insbesondere unterwegs in Bus und Bahn lernt man durch ein ausreichend großes M. viele fremde Orte und neue Menschen (an den Endstationen) kennen.