Yakuza

Yakuza
Marukin at Sanja Matsuri 3.jpg
Mitglieder einer Yakuza-Organisation –
Sanja Matsuri, Tokio 2007
Japanische Bezeichnung
Kanaヤクザ
Hepburnyakuza
Alternative Bezeichnung
Kanji極道
Kanaごくどう
Hepburngokudō
Amtliche Bezeichnung
Kanji暴力団
Kanaぼうりょくだん
Hepburnbōryokudan
Eigenbezeichnung
Kanji任侠団体 (仁侠団体)
Kanaにんきょうだんたい
Hepburnninkyō dantai
Kanaじんきょうだんたい
Hepburnjinkyō dantai
Yakuza-katakana.svg
Yakuza geschrieben in Katakana

Yakuza (japanisch ヤクザ, deutsch wörtlich „Acht-Neun-Drei), auch als Gokudō (極道, dt. wörtlich „extremer Weg“, sinngemäß „das der Extreme“)[1][2] von offiziellen Stellen Bōryokudan (暴力団, dt. wörtlich „gewalttätige Gruppe[n]“)[3][4] genannt, Eigenbezeichnung Ninkyō Dantai (任侠団体, 仁侠団体, dt. wörtlich „ritterliche Organisation“)[5][6] ist der Oberbegriff für japanische kriminelle Organisationen, deren Geschichte einige Jahrhunderte zurückreicht. Sie werden in verschiedene rivalisierende kumi (, dt. Banden, Gruppen)[7][8] eingeteilt und die ausländische Presse bezeichnet sie manchmal auch zusammenfassend als „japanische Mafia“.

Etymologie

Die Bezeichnung Ya-Ku-Za ist die dialektale Aussprache der Zahlenkombination „8-9-3“, welche im Kartenspiel Oicho-Kabu als wertlos gilt. Es wird mit dem Kartensatz Kabufuda gespielt, das dem Black Jack ähnelt. So gesehen betrachten sich die Yakuza mit einem gewissen Stolz als die „Wertlosen“ der Gesellschaft.

Organisation

Die Yakuza folgen einer strengen Hierarchie, sprechen einen eigenen Berufsjargon und verwenden unterschiedliche Kodizes in Form von Hausordnungen. Sie sind auf nahezu allen japanischen Inseln und im Ausland tätig. Traditionell sind sie in Thailand und Südkorea vertreten. Als bevorzugte Bastion im westlichen Ausland gelten Hawaii und auf dem US-amerikanischen Festland San Francisco. Besonders nach 1990 waren auch Yakuza-Aktivitäten in New York und Australien zu beobachten. Als Stützpunkte in Europa gelten Amsterdam und Paris.

Seit 1993 ist in Japan das sichtbare Bekenntnis zu einem kumi strafbar, was die modernen Yakuza in einigen Teilen des Landes immer mehr zur Arbeit im Untergrund zwingt. Trotzdem sind einige Gruppen und Banden unter nur sehr oberflächlichen Tarnungen immer noch mit Adressen und Telefonnummern in den Telefonbüchern Osakas und Tokios verzeichnet. Auch wenn sich in den letzten Jahren die vormals enge Beziehung zur Polizei und ihr allgemeines gesellschaftliches Ansehen verschlechtert haben, bilden die Yakuza nach wie vor eine einflussreiche Gemeinschaft innerhalb der japanischen Gesellschaft und haben ihre Bedeutung vor allem im Banken- und Immobiliengeschäft erhalten können.

Die patriarchalische Führungsfigur in einem Yakuza-Netzwerk ist der Oyabun (jap. Vater) oder Kumichō[9] (jap. Bandenchef). Er entspricht in etwa dem „Paten“ im Mafia-Milieu. Einem Oyabun gegenüber ist sein Untergebener zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Unter Yakuza gilt ein Oyabun auch als „einer, der über den Wolken lebt“, eine Metapher, die von westlichen Experten als Synonym für Unantastbarkeit interpretiert wird. Als niederes Glied innerhalb der Hierarchie gelten die Kobun, die Söhne. Dieses Prinzip wird über viele Stufen verschachtelt. Yakuza pflegen ein aufwändiges Aufnahmeritual, bei dem traditionelle Kleidung getragen wird und der zukünftige Kobun seinem Oyabun Treue und Loyalität bis in den Tod zu schwören hat. Die Notwendigkeit drakonischer Strafen gegen Geschäfte außerhalb der Strukturen und das damit verbundene Nicht-Abführen der Erlöse als „Mitgliedsbeiträge“ zeigt, dass die Bindungswirkung des Senioritätsprinzips nachlässt. Innerhalb der Organisationen kommt es häufig zu Konkurrenz und Machtkämpfen einzelner Machtzentren auf gleicher Stufe um die Gunst der übergeordneten Ebene.

Die Mitgliederschaft der Yakuza bestand 2009 zu rund 60 % aus Burakumin, den Nachkommen der „Unreinen“ in der feudalen Epoche Japans. Etwa 30 % stammen aus der koreanischen Minderheit und 10 % gehören zu sonstigen Bevölkerungsgruppen.[10] Rund die Hälfte der Yakuza gelten als jun-kōseiin (準構成員, dt. „Mitgliedsanwärter“), die außerhalb der Organisation leben und regulären Geschäften nachgehen, aber bei Bedarf von Fall zu Fall rekrutiert werden können.[11]

Die Mitgliedszahlen der Yakuza-gumis fallen seit den Gesetzen gegen Bankgeschäfte der kriminellen Gruppen aus dem Jahr 2011 rapide. Der Höchststand wurde 1963 registriert mit 184.100 Personen.[12] Dann setzte über rund drei Jahrzehnte ein langsamer Rückgang ein. Von 1990 bis etwa 2010 wurde die Gesamtzahl der Yakuza stabil mit über 80.000 Menschen angegeben,[11] bevor die staatliche Verfolgung einsetzte. 2013 wurde die Zahl nur noch auf 63.000 geschätzt, eine der kleineren Gruppen Kyūshū Seidō-kai löste sich 2013 unter dem Druck auf.[13] 2015 fiel die Gesamtzahl aller Yakuza-Gumi erstmals unter 50.000.[14] 2017 zählte die Nationale Polizeibehörde nach einer etwas anderen statistischen Erfassungsmethode nur noch unter 20.000 Vollmitglieder.[12]

Mehr als 2000 Mitglieder hatten Stand 2016: die Yamaguchi-gumi (5200 Mitglieder), die Sumiyoshi-kai (3100), die 2015 von der Yamagushi-gumi abgespaltene Kobe Yamaguchi-gumi (2600) und die Inagawa-kai (2500).[15] Darüber hinaus sind 18 weitere Gruppen registriert.

Auch abgesehen von der polizeilichen Verfolgung haben die Gruppen Nachwuchsprobleme, da in der alternden japanischen Gesellschaft mit behüteten Jugendlichen kaum mehr Interesse junger Leute an den Yakuza-Strukturen und den harschen Bedingungen für Neueinsteiger auf den untersten Ebenen besteht. Der Dokumentarfilm Young Yakuza aus dem Jahr 2007 begleitete einen 20-Jährigen bei seinem Eintritt in die Yakuza.

Geschichte

Suzuki Kinsen, ca. 1900: Ein Yakuza mit einem Drachentattoo rennt, um seinem Kameraden zu helfen, der gegen die Polizei kämpft.

Die Yakuza berufen sich auf eine Abstammung von den Glücksspielsyndikaten (博徒, bakuto) der Edo-Periode (etwa 1600 bis 1868). Die damaligen Yakuza bestanden fast ausnahmslos aus Menschen von „niederer Geburt“, also Angehörigen der Stände der Bauern und Handwerker, hauptsächlich jedoch der Kaufleute. Hatte man als solcher sein Land oder Geschäft durch Glücksspiel, Naturkatastrophen oder plündernde Rōnin verloren oder kam als Flüchtling vor Unruhen oder Strafverfolgung mittellos in eine neue Stadt, blieb einem nicht viel anderes übrig, als bei der Yakuza anzufragen. Diese gab einem dann eine Unterkunft und Arbeit; nicht selten zogen allein Geborgenheit innerhalb der Familienstruktur sowie Abenteuerlust und Hoffnung auf Respekt und Anerkennung unter der ländlichen Bevölkerung auch Freiwillige in die Dienste der Yakuza. Alle Polizeikräfte dagegen kamen damals aus dem Stand der Samurai, die durch die so genannte pax Tokugawa keine kriegerische Beschäftigung mehr hatten und sich auf den Schutz der öffentlichen Sicherheit konzentrierten. So entstand oft ein spannungsgeladenes Verhältnis zwischen den beiden Parteien, und die Yakuza wurden oft von den bushi als Möchtegern-Samurai ohne Ehrung des Bushidō herablassend behandelt. Trotzdem war ein Interessenkonflikt nicht unvermeidbar, und die Radikalität der verschiedenen kumi unterschied sich von Ort zu Ort stark, so gab es auch in wenigen Fällen Kooperation zwischen den beiden Gruppierungen, wenn es um Gemeindepolitik und um Anliegen der Bürger ging. Die Yakuza leitet daraus ein Robin-Hood-Image ab.[11]

Relevanten Einfluss auf die japanische Gesellschaft erlangte die Yakuza erst wieder in den Zeiten der Unruhe am Anfang der Shōwa-Zeit ab 1926 und bis zum Zweiten Weltkrieg, sowie insbesondere nach der japanischen Niederlage ab 1945. Zu dieser Zeit entstanden die Strukturen der modernen Yakuza. Sie organisierte den Schmuggel und Schwarzhandel und schuf extra-legale Methoden zur Durchsetzung von legalen und illegalen Ansprüchen, als die staatliche Justiz und Polizei die legalen Strukturen nicht mehr aufrechterhalten konnte. Nach dem Ende der Besatzungszeit und der Anerkennung Japans als souveräner Staat 1952 im Friedensvertrag von San Francisco folgte der Wiederaufbau der Wirtschaft und der staatlichen Strukturen. Die Yakuza reagierte auf den Wandel mit dem Aufbau eigener wirtschaftlicher Aktivitäten, insbesondere im Glücksspiel und der Bauwirtschaft. Die verschiedenen Banden konkurrierten und gerieten in Konflikte, die als blutige Bandenkriege um Einflussgebiete geführt wurden. Mitte der 1960er Jahre führte die Gewalt erstmals zu Verfolgungsdruck des Staates, der wiederum die Konzentration der Macht in den bis heute vorherrschenden drei Gruppen Yamaguchi-gumi, Sumiyoshi-kai und Inagawa-kai beschleunigte.

Die Rezession der 1970er Jahre und die folgende Blasenökonomie der 1980er nutzte die Yakuza zum Einstieg in die Finanzbranche. Schutzgelderpressung börsennotierter Aktiengesellschaften unter dem Druck langdauernder und kostspieliger Einsprüche und Klagen von Kleinaktionären gegen Rechnungsabschlüsse und Geschäftsmethoden wurden ebenso zum Mittel der organisierten Kriminalität, wie die aufkommende Containerschifffahrt den Schmuggel beflügelte. Ebenfalls in die 1980er Jahre fiel ein Generationswechsel in allen großen Syndikaten, insbesondere in der Yamaguchi-gumi wurde dieser bis Ende des Jahrzehnts blutig ausgetragen und führte zu erhöhtem Druck von Polizei, Politik und Öffentlichkeit auf die Gruppen.

Bis zum Inkrafttreten des Bōryokudan-Gesetzes im März 1992 waren die verschiedenen Banden großteils in legalen Strukturen organisiert. Mit dem Gesetz wurden alle als „gewalttätig“ bezeichneten Gruppen unter Druck gesetzt. Mitgliedschaft wurde nicht illegal, aber die sichtbare Betätigung wurde mit drastischen Strafen belegt. Die Yakuza-Organisationen gingen in den Untergrund. Dies und der wirtschaftliche Abschwung Japans in den 1990er Jahren schädigte den Einfluss und die Einnahmen, worauf die Banden ihre Methoden wiederum anpassen mussten.

2004 entschied der Oberste Gerichtshof, dass der damalige oberste Führer der Yamaguchi-gumi nach den allgemeinen Grundsätzen des Gewerberechts für Handlungen seiner Untergebenen haftbar gemacht werden kann. Im konkreten Fall wurde er zu einer geringen Geldbuße verurteilt. Die Folge war jedoch, dass in allen Organisationen der nach außen sichtbare Druck und die Gewalt massiv reduziert wurden, was seinerseits das Potenzial für Erpressungen minderte.

Seit Oktober 2011 ist jegliche finanzielle Zusammenarbeit mit Yakuza-Gruppen unzulässig, alle japanischen Banken und viele andere Unternehmen haben Ausschluss-Klauseln in ihre Geschäftsbedingungen aufgenommen. In der Folge wird es für Mitglieder zunehmend schwieriger, Konten zu unterhalten oder auch eine Wohnung zu mieten. 2013 ging die japanische Finanzaufsicht gegen die Mizuho Financial Group vor, weil sie ihre Geschäftspartner nicht ausreichend überprüft und so Transaktionen für Yakuza-Mitglieder abgewickelt hat.[13]

Ende 2015 wurde der oberste Leiter der Sumiyoshi-kai wegen Wahlbetrugs zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.[16] Auch die Gesetze über Finanztransaktionen von Gang-Mitgliedern werden schärfer angewendet, ein hochrangiger Leiter der Osaka-Yamaguchi-gumi wurde 2016 beschuldigt, ein Auto gekauft und im Vertragsformular seine Gang-Mitgliedschaft nicht angegeben zu haben.[17]

Gegenwart

Wie bei allen Mafia-Organisationen ist die zentrale Rolle der japanischen Yakuza die eines „Dienstleisters“ in der und für die Gesellschaft. Ihre Kunden nehmen den Schutz der Mafia in Anspruch, weil sie entweder von der staatlichen Gewalt diskriminiert werden oder weil sie in der Illegalität tätig sind und die staatliche Gewalt sie nicht schützt.[18] Die Yakuza erfüllt diese Funktion für die japanische Gesellschaft.[19] Traditionell ist die Yakuza in die Glücksspiel- und Unterhaltungsindustrie involviert, heute zunehmend auch in anderen Bereichen. Die moderne Yakuza hat ihren Wirkungskreis bis hin zur Einflussnahme auf Finanzmärkte und politische Korruption ausgedehnt. Sie hat auch bereits versucht, Einfluss auf politische Wahlen zu nehmen, indem Kandidaten zunächst finanziell oder mit „Dienstleistungen“ unterstützt wurden, wofür nach der Wahl Gegenleistungen fällig werden sollen.

Daneben betreibt die Yakuza weiterhin Schutz für „traditionelle“ Mafia-Aktivitäten wie Prostitution und Menschenhandel sowie legales (Pachinko) und illegales Glücksspiel.[20] Zunehmend auch für Drogenhandel, der teilweise durch Yakuza selbst betrieben wird, obwohl mehrere große Gruppen ihren Mitgliedern die Beteiligung an Drogengeschäften verbieten.[12] Ein Schwerpunkt sind legale und illegale Inkasso-Geschäfte, weil die japanische Rechtsordnung Privatleuten und Unternehmen nur unzureichende Verfahren zur Durchsetzung von Geld-Forderungen bietet. Dazu kommen Kreditvergabe (zu überhöhten Zinsen) und teils komplizierte Verschleierungen von Vermögenswerten und Geldwäsche im Vorfeld einer Insolvenz. Erheblichen Sachverstand erfordert es auch, das extrem unflexible japanische Aktienrecht gegen ein Unternehmen in Stellung zu bringen und Schwierigkeiten durch Kleinaktionäre zu inszenieren oder zumindest anzudrohen.[21] Ähnliche Methoden können auch im Immobilienrecht angewandt werden, indem mit Sperrgrundstücken gegen große Bauvorhaben gedroht wird.

In der an Konsens orientierten und konfliktscheuen japanischen Geschäftswelt können auch fiktive soziale Bewegungen, die unbegründete Forderungen erheben, für Unternehmen und deren Ansehen eine große Belastung darstellen. Zu den Methoden der Yakuza gehört es daher, im Auftrag von Unternehmen kleinste Demonstrationen oder auch nur die Drohung damit gegen Konkurrenten des Auftraggebers zu inszenieren. Häufig handelt es sich dabei um das plötzliche, lautstarke Auftreten bekannter rechtsextremer Splittergruppen. Schon deren Anwesenheit im öffentlichen Raum vor einem Geschäftsgebäude kann das Ansehen eines Unternehmens gefährden.[22] Relativ neu ist die Vermittlung von illegalen Arbeitskräften, insbesondere Ausländern ohne Aufenthaltserlaubnis. Zudem steigt die Beteiligung der Yakuza an Betrugsdelikten, mit denen Senioren um ihre Ersparnisse gebracht werden.[12]

Abgewickelt werden die Schutzgeldzahlungen an Yakuza beispielsweise bei vielen Hotels und Restaurants verdeckt über den Wäschedienst der japanischen Erfrischungstücher Oshibori. In der Finanzwirtschaft werden nutzlose Wirtschaftsnachrichten teuer verkauft, um so die Schutzgelder einzuziehen.

Mit dem Verbot des offenen Auftretens der Yakuza milderte sich das auffallende und herausfordernde Verhalten der Yakuza-Gruppen. Die ehemaligen offiziellen Büros firmieren jetzt als Kredit- oder Arbeitskräftevermittlungen u. ä. Selbst in Japan verschwimmen die Begriffe, die organisierte Kriminalität beschreiben. Offizielle japanische Stellen benutzen den Ausdruck Bōryokudan (gewalttätige Gruppen), jedoch gilt bei den Yakuza Gewalt als Ultima Ratio. Der weitaus größte Teil der alltäglichen legalen Geschäfte, wie Kreditvergabe oder Arbeitskräftevermittlung, und der illegalen, wie Prostitution, Glücksspiel oder Erpressung, läuft immer ohne sichtbare Gewalt ab.

Im Januar 1993 konnte sich ein Kumi auf einer Pressekonferenz bei den Einwohnern Osakas ganz öffentlich für gewisse Unannehmlichkeiten während eines Führungskrieges entschuldigen. 2014 veröffentlichte die größte Yakuza-Organisation eine Website, auf der sie ihren positiven Einfluss für die Katastrophenhilfe nach den letzten Erdbeben und Tsunamis hervorhebt und sich als Kämpfer gegen den Drogenhandel darstellt.[23]

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima gab es Vorwürfe, Festnahmen und Geständnisse zu groß angelegtem Betrug mit Ausgleichszahlungen für Bewohner der Sperrzone.[24]

Die größte Gruppierung ist weiterhin die Yamaguchi-gumi. Zwischen den 1980er und den 2000er Jahren hatte sie weitgehend stabil rund um 20.000 „Mitarbeiter“ und einen Anteil von etwa 20 % an den jährlichen Einnahmen aller Yakuza.[11] Sie drang 2005 erstmals in den bislang den beiden anderen großen Syndikaten gehörenden Ballungsraum Tokyo vor, als sie eine lokale Organisation im Ginza-Viertel übernahm. Dies führte zu mehrjährigen Spannungen zwischen den Banden.

Unter dem steigenden Verfolgungsdruck durch Polizei und Gerichte sank die Mitgliederzahl ab 2010 rapide. Im September 2015 spaltete sich der Arm in Kobe von der Yamaguchi-gumi ab und mehrere Mitglieder sagten gegenüber der Polizei aus.[25] Als Grund gelten die finanziellen Forderungen der Führungsspitze, die die sinkende Leistungsfähigkeit der unteren Ebenen überforderten.[26] Als die örtliche Leitung in Kobe die Mutterorganisation verließ, gingen etwa 6100 Mitglieder nicht nur aus Kobe, sondern aus 36 Präfekturen mit.[14] Im Zuge der Abspaltung kam es zu Tötungsdelikten und Unruhen in der Öffentlichkeit.[27] Im April 2017 spaltete sich die aus Kobe geführte Gruppe erneut, alle drei Organisationen verloren im Zuge der Abspaltungen an Mitgliedern und Bedeutung. Anfang 2018 hatte die Yamaguchi-gumi noch 5200 Mitglieder, die Kobe-Yamaguchi zählte 2600 Personen und die neueste Gruppe, die sich Ninkyo-Yamaguchi nennt, etwa 460 Mitglieder.[28]

Kennzeichen

Tätowierte Yakuza – Sanja Matsuri, Asakusa Tokio 2007

Yakuza verwenden seit hunderten von Jahren großflächige Tätowierungen als Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit, aber auch um sich als ranghöheres Individuum zu kennzeichnen. Nicht selten gaben sich Bauern und Handwerker bei ihrem Eintritt in die Yakuza neue und kriegerisch klingende Namen wie Tiger und Kranich, neun Drachen, tobender Sturm usw., die sie dann in dieser Form auf Rücken oder Brust bildlich darstellen ließen. Zusätzlich wurden oft noch ausschweifende und künstlerische Verzierungen angebracht, nicht selten wurde alles bis auf Kopf, Hände, Füße und Genitalbereich mit Mustern versehen. Auch heute noch sind Tätowierungen in Japan direkt mit den Yakuza assoziiert, weshalb Tätowierten der Zutritt zu öffentlichen Badeanstalten meist untersagt ist. Tatsächlich aber verliert die Tätowierung bei den Yakuza an Bedeutung, seit die Organisationen verboten wurden.

Begeht ein Angehöriger der Yakuza einen Fehler, der zu einem Gesichtsverlust führt, so kann er diesen tilgen, indem er sich ein Fingerglied mit einem Tantō und einem Hammer oder einem speziellen Schwert abtrennt. In der Regel wird mit der linken Hand und mit dem ersten Glied des kleinen Fingers begonnen. Dieses Ritual, genannt Yubitsume, stammt ebenfalls noch aus der Zeit der Samurai. Mit jedem verlorenen Fingerglied lag das Schwert schlechter in der Hand – und mit dem Verlust der letzten Fingerkuppe war das Führen eines Schwertes nicht mehr möglich. Altgedienten Yakuza fehlen oft einige Fingerkuppen, die sie mit Fingerprothesen ersetzen, um in der Öffentlichkeit nicht sofort als Kriminelle erkannt zu werden.

Yakuza in den Medien

Die ungewöhnliche Rolle, die die Yakuza in der japanischen Gesellschaft spielt, zeigt sich am Bild in den Medien. So gibt es Fachzeitschriften, die sich ausschließlich mit den Yakuza-Gruppen beschäftigen. Diese verbreiten in der Regel das Selbstbild der Organisationen und berichten über Personalien und Entwicklungen der japanischen organisierten Kriminalität wie über eine andere Branche.[29] 2013 reagierte die Yamaguchi-gumi auf den Druck der neuen Gesetzgebung mit einer einmaligen Ausgabe einer internen Zeitschrift für alle Mitglieder.[30] Das Heft stellte einerseits den Ehrenkodex der Bande dar und wurde durch ein Editorial des Oberhaupts eingeleitet. Andererseits enthielt es eine Unterhaltungsrubrik mit Freizeittipps, Lyrik und Go-Rätseln.

Einen besonderen Stellenwert hat der Yakuza-Film.[31] In den 1960er Jahren kamen Filme auf, in denen die historische Yakuza als ehrenwerte Kriminelle dargestellt wurden. Seit 1973 wurde das Bild durch Filme von Kinji Fukasaku bestimmt. Die Yakuza wurde nun realistisch und als gewalttätig dargestellt. 2010 kam mit Outrage von Takeshi Kitano der erste Film einer neuen Generation in die Kinos. Die Gewalt hier erscheint als Selbstzweck und in ihrer rohen Ästhetik nicht unbedingt abschreckend. Es folgten bis 2017 zwei Fortsetzungen im selben Stil.

„Designierte gewalttätige Gruppen“

Anti-Yakuza-Bewegung –No暴
No Boryokudan Mark 01.JPG
„Yakuza Unerwünscht“ – Aufkleber der „Anti-Yakuza-Bewegung“ – Stadtteil Hakata, Fukuoka 2013
No Boryokudan Mark 02.JPG
„Yakuza Kein Zutritt“ – Aufkleber der „Anti-Yakuza-Bewegung“ – Stadtteil Hakata, Fukuoka 2013

Am 15. Mai 1991 wurde von der Regierung das „Gesetz über die Verhinderung usw. von Straftaten durch Mitglieder gewalttätiger Gruppen“ (暴力団員による不当な行為の防止等に関する法律, bōryoku dan’in ni yoru futō na kōi no bōshi-tō ni kan suru hōritsu) verkündet, das den Begriff shitei bōryokudan (指定暴力団) – „designierte gewalttätige Gruppen“ – verwendete, womit größere Yakuza-Banden gemeint werden.

Die zehn größten Gruppen im Jahr 2016 waren:[15]

Größte Yakuza-Gruppen (Kumi) 2016
MonNameJapanischGemeldeter HauptsitzPräfekturMitglieder2
Yamabishi.svg
Yamaguchi-gumi山口組Kōbe (Insel Awaji)Hyōgo5200
住吉会.png
Sumiyoshi-kai住吉会Akasaka, Minato-ku, TokioTokio3100
Yamabishi.svg
Kobe Yamaguchi-gumi神戸山口組Kobe (Stadt)Hyōgo2600
稲川会代紋.png
Inagawa-kai稲川会Roppongi, Minato-ku, TokioTokio2500
松葉会.png
Matsuba-kai松葉会Taitō-ku, TokioTokio650
極東会.png
Kyokutō-kai極東会Toshima-ku, TokioTokio590
道仁会.png
Dōjin-kai道仁会KurumeFukuoka540
合田一家.png
Gōda-ikka合田一家ShimonosekiYamaguchi420
Kyokuryu-kai.svg
Kyokuryū-kai旭琉会OkinawaOkinawa360
九州誠道会.png
Namikawa-kai3浪川会FukuokaFukuoka240

Zum Vergleich die Zahlen von 2009:[32]

Yakuza-Gruppen (Kumi) 2009
MonNameJapanischGenerationGemeldeter HauptsitzPräfekturAktiv in ...1Mitglieder2Listung
Yamabishi.svg
Yamaguchi-gumi山口組#6 – 六代目KōbeHyōgo4520.30023. Juni 1992
稲川会代紋.png
Inagawa-kai稲川会Roppongi, Minato-ku, TokioTokio214.80023. Juni 1992
住吉会.png
Sumiyoshi-kai住吉会Akasaka, Minato-ku, TokioTokio186.10023. Juni 1992
Kudo-kai.svg
Kudō-kai工藤會#4 – 四代目KitakyūshūFukuoka577026. Juni 1992
Kyokuryu-kai.svg
Kyokuryū-kai旭琉会#3 – 三代目NahaOkinawa126026. Juni 1992
沖縄旭琉会.png
Okinawa Kyokuryū-kai沖縄旭琉会NahaOkinawa137026. Juni 1992
Aizukotetsu-kai.png
Aizu Kotetsu-kai会津小鉄会#5 – 五代目Shimogyō-ku, KyōtoKyōto366027. Juli 1992
共政会.png
Kyōsei-kai共政会#5 – 五代目HiroshimaHiroshima133027. Juli 1992
合田一家.png
Gōda-ikka合田一家#6 – 六代目ShimonosekiYamaguchi318027. Juli 1992
Kozakura-ikka.png
Kozakura-ikka小桜一家#4 – 四代目KagoshimaKagoshima110027. Juli 1992
Asano-gumi.png
Asano-gumi浅野組#3 – 三代目KasaokaOkayama214014. Dez. 1992
道仁会.png
Dōjin-kai道仁会KurumeFukuoka479014. Dez. 1992
Shinwa-kai.png
Shinwa-kai親和会#2 – 二代目TakamatsuKagawa17016. Dez. 1992
双愛会.png
Sōai-kai双愛会IchiharaChiba227024. Dez. 1992
Kyodo-kai.png
Kyōdō-kai俠道会#3 – 三代目OnomichiHiroshima61904. März 1993
太州会.png
Taishū-kai太州会TagawaFukuoka11904. März 1993
酒梅組.png
Sakaume-gumi酒梅組#7 – 七代目Nishinari-ku, ŌsakaŌsaka212026. Mai 1993
極東会.png
Kyokutō-kai極東会Toshima-ku, TokioTokio15120021. Juli 1993
東組.png
Azuma-gumi東組Nishinari-ku, ŌsakaOsaka11604. Aug. 1993
松葉会.png
Matsuba-kai松葉会Taitō-ku, TokioTokio10120010. Feb. 1994
福博会.png
Fukuhaku-kai福博会#3 – 三代目FukuokaFukuoka433010. Feb. 2000

Eine der kleineren Gruppen löste sich 2013 unter dem Druck der Strafverfolgung auf, wobei neuorganisierte Strukturen seit etwa 2016 als Namikawamutsu-kai 浪川睦会 wieder aktiv sind.

Aufgelöste Yakuza-Gruppe (Kumi)
MonNameJapanischGenerationGemeldeter HauptsitzPräfekturAktiv in ...1Mitglieder2ListungAuflösung
九州誠道会.png
Kyūshū Seidō-kai九州誠道会#2 – 二代目ŌmutaFukuoka535028. Feb. 20082013[13]
Anmerkung
1 Aktiv in ... Präfektur(en) von Japan.1
2 Geschätzte Mitgliederzahlen
3 Ursprünglich Kyūshū Seidō-kai, die sich 2013 zwar aufgelöst hatte, aber unter dem neuen Namen Namikawamutsu-kai – 浪川睦会 sich wieder neu gruppiert und weiter aktiv ist. (Stand Dezember 2018)

Literatur

  • Wolfgang Herbert: Japan nach Sonnenuntergang. Unter Gangstern, Illegalen und Tagelöhnern. Berlin 2002, ISBN 3-496-02733-9.
  • Peter B. E. Hill: The Japanese mafia. Yakuza, mafia and the state. Oxford University Press 2003, ISBN 978-0-19-925752-2
  • David E. Kaplan: Yakuza. The explosive account of Japan's criminal underworld. Tokyo u. a. 1986
  • Gabriele Kawamura: Yakuza. Gesellschaftliche Bedingungen organisierter Kriminalität in Japan. Pfaffenweiler 1994
  • Saga Jun'ichi: Der Yakuza. ISBN 3-929181-04-5.
  • Mark Poysden, Marco Bratt: A history of Japanese body-suit tattooing. Amsterdam 2006, ISBN 978-90-74822-75-6.
  • Will Blathwayt: Yakuza bared. In: Jane's Intelligence Review, April 2008, S. 36–41
  • Alexander Detig: Die letzten Yakuza. Plassen Buchverlage, Kulmbach 2015, ISBN 978-3-86470-250-1

Siehe auch

Weblinks

Commons: Yakuza – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Begriff 極道 – gokudō_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (englisch, japanisch).
  2. Begriff 極道 – gokudō_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (deutsch, japanisch).
  3. Begriff 暴力団 – bōryokudan_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (englisch, japanisch).
  4. Begriff 暴力団 – bōryokudan_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (deutsch, japanisch).
  5. Begriff 任俠, 仁俠 – ninkyō jinkyō_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (englisch, japanisch).
  6. Begriff 任俠, 仁俠 – ninkyō jinkyō_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (deutsch, japanisch).
  7. Begriff 組 – kumi_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 25. August 2019 (englisch, japanisch).
  8. Begriff 組 – kumi_02. In: Wadoku. Abgerufen am 25. August 2019 (deutsch, japanisch).
  9. Christopher Gerteis, Timothy S. George (Hrsg.): Japan Since 1945. From Postwar to Post-Bubble. A&C Black, 2013, ISBN 978-1-4411-0118-1, S. 97.
  10. Kosuke Takahashi: Capital punishment – Japan's yakuza vie for control of Tokyo. Jane's Intelligence Review, Dezember 2009, S. 40–43
  11. a b c d Will Blathwayt: Yakuza bared – The changing face of Japanese organised crime. Jane's Intelligence Review, April 2008, S. 36–41
  12. a b c d Jake Adelstein: Global Opinions – Japan’s yakuza aren’t disappearing. They’re getting smarter. (Nicht mehr online verfügbar.) In: washingtonpost.com. 8. April 2017, archiviert vom Original am 11. April 2017; abgerufen am 26. April 2021 (englisch).
  13. a b c Jake Adelstein: Has business blackballed the yakuza? Don’t bank on it. (Nicht mehr online verfügbar.) In: japantimes.co.jp. The Japan Times, 3. Oktober 2013, archiviert vom Original am 19. Dezember 2013; abgerufen am 3. Oktober 2013 (englisch).
  14. a b 山口組勢力、1万4100人と判明 神戸山口組は6100人. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nikkei.com. Nihon Keizai Shimbun, 25. Februar 2016, archiviert vom Original am 29. Februar 2016; abgerufen am 26. April 2021 (japanisch).
  15. a b Fragmented Yamaguchi-gumi a Sign of Changing Yakuza Times. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nippon.com. 4. Oktober 2017, archiviert vom Original am 18. August 2019; abgerufen am 4. Oktober 2017 (englisch, Originally published in Japanese on September 4, 2017. Reporting and text by Power News).
  16. Tokyo Reporter Staff: Court hands yakuza boss suspended sentence for election violation. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 4. August 2015, archiviert vom Original am 21. August 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  17. Tokyo Reporter Staff: Hyogo cops: Yamaguchi-gumi boss hid affiliation in vehicle purchase. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 27. Januar 2016, archiviert vom Original am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  18. Peter B. E. Hill: The Japanese Mafia. Yakuza, Law, and the State. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2, S. 35, doi:10.1093/0199257523.001.0001 (englisch).
  19. Peter B. E. Hill: The Japanese Mafia. Yakuza, Law, and the State. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2, S. 2, doi:10.1093/0199257523.001.0001 (englisch).
  20. Peter B. E. Hill: The Japanese Mafia. Yakuza, Law, and the State. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2, S. 92 ff., doi:10.1093/0199257523.001.0001 (englisch).
  21. Peter B. E. Hill: The Japanese Mafia. Yakuza, Law, and the State. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2, S. 124–128, doi:10.1093/0199257523.001.0001 (englisch).
  22. Peter B. E. Hill: The Japanese Mafia. Yakuza, Law, and the State. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2, S. 128–132, doi:10.1093/0199257523.001.0001 (englisch).
  23. Japanische Mafia – Yakuza möchte wieder gemocht werden. (Nicht mehr online verfügbar.) In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. April 2012, archiviert vom Original am 16. August 2014; abgerufen am 6. Mai 2021.
  24. Tokyo Reporter Staff: Yakuza arrested in fraud of TEPCO over Fukushima reparations. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 12. November 2015, archiviert vom Original am 27. Januar 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  25. Tokyo Reporter Staff: Yamaguchi-gumi boss makes first public appearance since split. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 2. Dezember 2015, archiviert vom Original am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  26. Die japanische Mafia hat die beste Zeit hinter sich. (Nicht mehr online verfügbar.) In: welt.de. Die Welt, 29. Oktober 2015, archiviert vom Original am 3. Dezember 2015; abgerufen am 1. Juni 2021: „"Wir brauchen die Yakuza nicht mehr", sagt einer der es wissen muss. Satoru Takegaki war Leibwächter des Bosses. Heute kämpft er gegen die Organisation, die zunehmend an Macht und Einfluss verliert.“
  27. Tokyo Reporter Staff: Yamaguchi-gumi boss found bludgeoned to death in Mie. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 16. November 2015, archiviert vom Original am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  28. 2nd spinoff from Yamaguchi-gumi has makings of organized gang. (Nicht mehr online verfügbar.) In: asahi.com. Asahi Shimbun, 15. März 2018, archiviert vom Original am 15. März 2018; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch): „About a decade ago, Yamaguchi-gumi had more than 20,000 members, but stricter ordinances approved in all 47 prefectures to crack down on organized gangs led to a halving of its membership by the end of 2014, even before the break-up. As of the end of 2016, Yamaguchi-gumi had 5,200 members, while Kobe Yamaguchi-gumi had 2,600 members. Ninkyo Yamaguchi-gumi had about 460 members as of February 2018. The 2015 split by Kobe Yamaguchi-gumi was led by gangs in the Kansai region disgruntled by the leadership of Kenichi Shinoda, 76, the boss of Yamaguchi-gumi whose roots were with a gang based in Nagoya. Kobe Yamaguchi-gumi was led by Kunio Inoue, 69, who was a deputy leader of the Kobe-based Yamaken-gumi gang.“
  29. Jake Adelstein: The Strange World of Yakuza Fan Magazines. (Nicht mehr online verfügbar.) In: publishingperspectives.com. 30. Oktober 2009, archiviert vom Original am 9. November 2010; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch).
  30. Japan's biggest Yakuza publishes Magazine for Gangsters. (Nicht mehr online verfügbar.) In: scmp.com. South China Morning Post, 10. Juli 2013, archiviert vom Original am 24. Juni 2015; abgerufen am 26. April 2021 (englisch, Ursprungsquelle: AFP, Tokyo).
  31. The Yakuza Landscape Today – Outlaw Appeal: The Yakuza in Film and Print. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nippon.com. 15. November 2017, archiviert vom Original am 10. Juni 2020; abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch, Originally published in Japanese on September 25, 2017. Text by Kuwahara Rika of Power News. Banner photo: A scene from Outrage Coda. © 2017 Outrage Coda Production Committee.).
  32. 平成21年の暴力団情勢 – „Situation der Yakuza-Banden 2009“. (PDF; 488 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: npa.go.jp. Japanische Polizeibehörde, April 2010, archiviert vom Original am 11. Oktober 2010; abgerufen am 20. Mai 2010 (japanisch).

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Sanja Matsuri, in Senso-ji, in the quarter of Asakusa, in Tokyo, is one of the biggest festivals in Tokyo.

The festival as such, well, it's nothing too special if you've seen others. It is particular, though, by how Yakuza show off their status in the clear.

I cannot find an authoritative source for this, but apparently Yakuza are not supposed/allowed to show off their tatoos (how do you pass a law that forbids the public display of tatoos, beats me).

Only (supposedly) in the Sanja Matsuri, not only they do not hide themselves, but become a full-fledged showcase of art on flesh.
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"Tattooed Helper" (title). A yakuza (gangster) with a dragon tattoo is running to help his comrade, who is fighting against the police.
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Члены Якудза часто принимают участие в местных синтоистских фестивалях, таких как Сандзя-мацури в Храме Асакуса, где они несут священный паланкин Микоси по улицам, с гордостью демонстрируя свои сложные татуировки на всё тело. В Японии членам якудза запрещено демонстрировать татуировки на публике за исключением фестивалей[1][2].
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