XIII. SS-Armeekorps

XIII. SS-Armeekorps

Aktiv7. August 1944 bis 8. Mai 1945
StaatDeutsches Reich NS Deutsches Reich
StreitkräfteWaffen-SS
TypArmeekorps
Unterstellte Truppenteile

siehe Gliederung

AufstellungsortBreslau
Zweiter WeltkriegWestfront
Kampf um Metz
Unternehmen Nordwind
Schlacht um Crailsheim
Schlacht um Nürnberg

Das XIII. SS-Armeekorps war ein Großverband der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte

Das Generalkommando XIII. SS-Armeekorps wurde auf Befehl des SS-Führungshauptamtes vom 7. August 1944 in Breslau unter SS-Gruppenführer Hermann Prieß aufgestellt. Es war (neben dem XI. und XII.) eines von drei Armeekorps der SS, die zu dieser Zeit unter Verwendung von Truppen des Heeres aufgestellt wurden.[1] Hierzu wurden die Reste des bei Bobruisk vernichteten XXXV. Armeekorps sowie des Artillerie-Divisionsstabes z. b. V. 312 in die Waffen-SS überführt.

Noch vor Abschluss der Aufstellung wurde das Korps an die Westfront überführt, wo es im Raum DiedenhofenMetz im Bereich der 1. Armee zum Einsatz kam und mit Einheiten der 3. US-Armee im Kampf um Metz konfrontiert wurde. Neben Heeresverbänden unterstand ihr dabei die 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“. Nach dem Fall von Metz musste sich das Korps zum Westwall im Bereich der Saar zurückziehen.

Ende Dezember 1944 wurde das Korps für das geplante Offensivunternehmen Nordwind umgruppiert, das am 31. Dezember begann, ohne größere Erfolge zu bringen. Vor der amerikanischen Operation Undertone musste sich das Korps im März 1945 über den Rhein zurückziehen. Nach dem Rheinübergang der Alliierten erhielt das Korps den Auftrag, die Neckar-Enz-Stellung zu verteidigen. Hierbei kam es im April zur Schlacht um Crailsheim, in der die US-Truppen zeitweilig aufgehalten wurden. Das Korps war an der erfolglosen Verteidigung Nürnbergs beteiligt und zog sich danach über die Donau und München auf die Nordalpen zurück.

Gliederung

Korpstruppen:

  • Artilleriekommandeur XIII. SS-Armeekorps
  • SS-Nachrichten-Abteilung 113
  • SS-Nachschubtruppen 113

Unterstellte Großverbände:

StichtagVerbände
16. September 1944
13. Oktober 1944
  • 48. Infanterie-Division
  • 559. Volksgrenadier-Division
  • 553. Volksgrenadier-Division
  • 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“
26. November 1944
31. Dezember 1944
  • 19. Volksgrenadier-Division
  • 347. Infanterie-Division
19. Februar 1945
  • 559. Volksgrenadier-Division
  • 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“
  • 19. Volksgrenadier-Division
12. April 1945
  • Division z. b. V. 616
  • Jäger-Division Alpen
  • 9. Volksgrenadier-Division (Stab)
  • 212. Volksgrenadier-Division
  • 79. Volksgrenadier-Division
  • Ausbildungs-Division Bayern
  • Panzer-Brigade von Hobe

Kommandierende Generale

  • 1. August 1944 bis 24. Oktober 1944: SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Hermann Prieß
  • 24. Oktober 1944 bis Kriegsende: SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Max Simon

Korpsärzte (IVb)

  • 23. August 1944 bis 15. November 1944: SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS (San.) Oskar Hock

Literatur

  • Joachim Brückner: Kriegsende in Bayern 1945: Der Wehrkreis VII und die Kämpfe zwischen Donau und Alpen. Rombach, Freiburg im Breisgau 1987. ISBN 3-7930-0190-3.
  • Karl Kunze: Kriegsende in Franken und der Kampf um Nürnberg im April 1945 (= Nürnberger Forschungen, Band 28). Edelmann, Nürnberg 1995. ISBN 3-87191-207-7.
  • Gerhard Nestler, Hannes Ziegler (Hrsg.): Die Pfalz unterm Hakenkreuz: eine deutsche Provinz während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. 2. durchges. Aufl. Pfälzische Verlags-Anstalt, Landau 1997. ISBN 3-87629-253-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Andreas Kunz: Wehrmacht und Niederlage: die bewaffnete Macht in der Endphase der nationalsozialistischen Herrschaft 1944 bis 1945. Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58388-5, S. 123.

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National- und Handelsflagge des Deutschen Reiches von 1935 bis 1945, zugleich Gösch der Kriegsschiffe.
Das Hakenkreuz ist im Vergleich zur Parteiflagge der NSDAP um 1/20 zum Mast hin versetzt.
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