Worms

WappenDeutschlandkarte
Wappen der kreisfreien Stadt Worms

Koordinaten: 49° 38′ N, 8° 22′ O

Basisdaten
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Höhe:100 m ü. NHN
Fläche:108,73 km2
Einwohner:83.330 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte:766 Einwohner je km2
Postleitzahlen:67547, 67549, 67550, 67551
Vorwahlen:06241, 06242, 06246, 06247
Kfz-Kennzeichen:WO
Gemeindeschlüssel:07 3 19 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
67547 Worms
Website:www.worms.de
Oberbürgermeister:Adolf Kessel (CDU)
Lage von Worms in Rheinland-Pfalz
NiederlandeBelgienFrankreichLuxemburgBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenSaarlandFrankenthal (Pfalz)KaiserslauternKoblenzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLudwigshafen am RheinMainzPirmasensSpeyerTrierWormsZweibrückenLandkreis AhrweilerLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis Alzey-WormsLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellDonnersbergkreisEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis GermersheimLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mayen-KoblenzNeustadt an der WeinstraßeLandkreis NeuwiedRhein-Hunsrück-KreisRhein-Lahn-KreisRhein-Pfalz-KreisLandkreis Südliche WeinstraßeLandkreis SüdwestpfalzLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Art unbekannt
Logo der „Nibelungenstadt Worms“
Liebfrauenkirche in der nördlichen Altstadt

Worms [vɔʁms, im Dialektvɔms] ist eine kreisfreie Stadt im südöstlichen Rheinland-Pfalz und liegt direkt am westlichen Rheinufer. Das Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums liegt jeweils am Rand der Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Aufgrund dieser Lage wird es gleichzeitig der Planungsregion Rheinhessen-Nahe und der Metropolregion Rhein-Neckar (in der die Planungsregion Rheinpfalz aufgegangen ist) zugeordnet.

Die heutigen Bewohner der von den Kelten gegründeten Stadt wetteifern mit Augsburgern, Trierern und Kemptenern um den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Worms ist der deutsche Vertreter im Most Ancient European Towns Network (Arbeitskreis der ältesten Städte Europas).

Bekannt ist Worms als Nibelungen- und Lutherstadt und für seinen Dom, der neben dem Mainzer und dem Speyerer Dom einer der drei romanischen Kaiserdome ist. Worms (jiddisch ווירמייזאWermajze), eine der drei SchUM-Städte, war überdies ein Zentrum aschkenasisch-jüdischer Kultur in Deutschland.

Geographie

Worms mit Nibelungenbrücke, Dom, Rhein und Rheinpromenade
Stromkilometer 444 des Rheins in Worms

Geographische Lage

Worms liegt im Ostteil von Rheinland-Pfalz in der Oberrheinischen Tiefebene. Es befindet sich im Südostteil der Region Rheinhessen zwischen Mainz (ca. 40 Kilometer nördlich) und Ludwigshafen (ca. 20 Kilometer südlich) am linken, westlichen Rheinufer. Im nördlichen Stadtgebiet mündet die Pfrimm in den Rhein, die südlichen Stadtteile werden vom auch in diesen Strom mündenden Eisbach (hier auch Altbach genannt) durchflossen. Im äußersten Südosten der Stadt verläuft der Unterlauf des Eckbachs, der ebenfalls in den Rhein fließt.

Im Südwesten, 15 km entfernt, liegen die Ausläufer des Pfälzerwalds, im Westen die Hügellandschaft des Wonnegaus, jenseits des Rheins schließt sich an die Ebene der hessische Teil des Odenwalds an.

Die niedrigste Stelle von Worms liegt mit 86,5 m ü. NHN beim nördlichen Stadtteil Ibersheim auf der ehemaligen Flussinsel Ibersheimer Wörth, die höchste Stelle befindet sich mit 167 m an der westlichen Stadtgrenze zwischen dem Stadtteil Pfeddersheim und dem westlich angrenzenden Nieder-Flörsheim unmittelbar an der Nieder-Flörsheimer Straße (Landesstraße 443).

Einzugsgebiet

Worms innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar

Als Mittelzentrum ist Worms dem Wonnegau mit den Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Wonnegau direkt zugeordnet. Zum Einzugsgebiet der Stadt gehören ferner Teile des Hessischen Rieds sowie der nördlichen Vorderpfalz.

Worms liegt im Norden der Metropolregion Rhein-Neckar beziehungsweise im Südwesten des Rhein-Main-Gebiets und gilt aufgrund seiner Lage gleichzeitig als Bindeglied zwischen diesen Verdichtungsräumen. Deshalb gehört die Stadt raumplanerisch sowohl zur Planungsregion Rheinhessen-Nahe als auch zur Planungsregion Rheinpfalz, die vom Verband Region Rhein-Neckar planerisch betreut wird.

Stadtgliederung

Die 19 Stadtteile von Worms

Worms ist in acht Stadtbezirke mit 19 Stadtteilen gegliedert.[2] Die 13 eingemeindeten Stadtteile (Untergliederungen der Stadtbezirke 4 bis 7), die gleichzeitig neben der zentralen Gemarkung Worms Gemarkungen bilden, besitzen als Ortsbezirke jeweils Ortsbeirat, Ortsvorsteher und Ortsverwaltung. Sie legen mit großem Selbstbewusstsein Wert auf die Erhaltung ihres typischen Charakters. Stadtteilbezogene Weinfeste finden zum Beispiel im Herrnsheimer Schlosshof der früheren Fürsten von Dalberg oder an den mittelalterlichen Stadtmauern von Pfeddersheim statt.

Stadtteile von Worms, nach Stadtbezirken
StadtteilFläche
ha[3]
Einwohner[4]Lage zum StadtzentrumeingemeindetGemarkungs-
schlüssel[5]
PostleitzahlTelefonvorwahl
Stadtbezirk 0 Innenstadt
01 Stadtzentrum008608.735 0739116754706241
Stadtbezirk 1 Stadtgebiet Süd
11 Innenstadt Süd026105.283südlich angrenzend0739116754706241
12 Karl-Marx-Siedlung064301.117südlich des Zentrums (3 km)0739116754706241
Stadtbezirk 2 Stadtgebiet Nord
21 Innenstadt Nord072309.725nördlich angrenzend0739116754706241
Stadtbezirk 3 Stadtgebiet Südwest
31 Innenstadt West015510.001westlich angrenzend0739116754906241
32 Innenstadt Südwest017602.057südwestlich angrenzend0739116754906241
Stadtbezirk 4 Westliche Vororte
41 Pfiffligheim039303.386westlich des Zentrums1. Oktober 18980739136754906241
42 Hochheim024203.538nordwestlich des Zentrums1. Oktober 18980739096754906241
43 Neuhausen018510.508nördlich des Zentrums1. April 18980739106754906241
44 Herrnsheim121706.270im Norden der Stadt (5 km)1. April 19420739036755006241
45 Leiselheim025902.104außerhalb im Westen (4 km)1. April 19420739146754906241
Stadtbezirk 5 Vororte Südwest
51 Horchheim057504.795südwestlich des Zentrums (4,5 km)1. April 19420739086755106241
52 Weinsheim041702.780im Südwesten der Stadt (4 km)1. April 19420739126755106241
53 Wiesoppenheim035401.733außerhalb im Südwesten (5,5 km)7. Juni 19690739076755106241
54 Heppenheim112602.207außerhalb im Südwesten (9 km)7. Juni 19690739066755106241
Stadtbezirk 6 Westliche Außenbezirke
61 Pfeddersheim118707.025außerhalb im Westen (7 km)7. Juni 19690739056755106247
62 Abenheim109002.512außerhalb im Nordwesten (10 km)7. Juni 19690739046755006242
Stadtbezirk 7 Nördliche Vororte
71 Rheindürkheim081202.923außerhalb im Norden (8 km)7. Juni 19690739026755006242
72 Ibersheim097200.714außerhalb im Norden (13 km)7. Juni 19690739016755006246

siehe auch: Liste der Orte in der kreisfreien Stadt Worms

Klima

Niederschlagsmittelwerte von Worms für den Zeitraum von 1961 bis 1990

Aufgrund seiner Lage in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Pfälzerwald und Donnersberg im Westen sowie Bergstraße und Odenwald im Osten ist Worms einer der wärmsten und trockensten Orte Deutschlands.

Lufttemperatur

Das langjährige Mittel der Lufttemperatur des Zeitraums 1951 bis 1980 beträgt 10,3 °C. In den vergangenen Jahren wurde eine Steigerung des Jahresmittels der Lufttemperatur beobachtet. So betrug im Jahr 2008 die gemittelte Lufttemperatur an der Hagenstraße 12,2 °C,[6] während im gleichen Zeitraum fünf Kilometer weiter westlich in Worms-Leiselheim eine gemittelte Lufttemperatur von 11,3 °C gemessen wurde.[7] Die Lufttemperatur betrug für das Jahr 2007 (gemittelt) an der Hagenstraße 12,7 °C und in Leiselheim 11,7 °C. Der höhere Durchschnittswert von +1K der Jahresmitteltemperatur an der Hagenstraße im Vergleich zur Wetterstation Worms-Leiselheim basiert hauptsächlich auf den meist wärmeren innerstädtischen Temperaturwerten.

Niederschlag

Die gemittelte Niederschlagsmenge des Zeitraums von 1961 bis 1990 beträgt 608 mm. Der Niederschlag fällt vor allem in den Monaten Mai, Juni und Juli. Im Jahr 2008 betrug der Jahresniederschlag an der Hagenstraße 492,2 mm, während im gleichen Zeitraum fünf Kilometer weiter westlich in Worms-Leiselheim ein Jahresniederschlag von 529,4 mm gemessen wurde.

Die Niederschlagsmengen betrugen für das Jahr 2007 (gemittelt) – Hagenstraße 545,8 mm – Leiselheim 622,6 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 23 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 2-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren verhältnismäßig stark. An 69 % der Messstationen in Deutschland werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Sonnenscheindauer

Das langjährige Mittel (1951–1980) beträgt 1709,7 Stunden. In den vergangenen Jahren wurde in Leiselheim eine Steigerung des Jahresmittels der Sonnenstunden beobachtet. Im Jahr 2007 gab es 2007 Std. Sonne, eine Abweichung zum langjährigen Mittel von + 297,3 Std. bzw. + 17,4 %, im Jahr 2008 wurden 1886 Stunden ermittelt. Das ist eine Abweichung zum langjährigen Mittel von + 176,3 Std. bzw. + 10,3 %. In den Jahren 2009 und 2010 waren die Abweichungen noch markanter, + 343,3 Std. bzw. + 20,1 % (2009) und + 357,3 Std. bzw. + 20,9 % im Jahr 2010.

Geschichte

Römischer Meilenstein an der Ecke Römerstraße / Wollstraße

Name

Die älteste überlieferte Form des Ortsnamens (Borbetomagus oder Bormetomagus) ist keltischen Ursprungs und wird auf einen Begriff für Wasser oder Quelle beziehungsweise die davon abgeleiteten Namen eines Gottes Bormo oder eines Flüsschens zurückgeführt.[8] In der latinisierten Endung -magus hat sich das keltische Wort für Feld, Wiese, Ebene, erhalten. Der Name würde also Quellenfeld, Feld des Bormo oder Feld an der Bormita bedeuten.[9] Das nachmalige Worms wurde Hauptort des halbautonomen Verwaltungsbezirks (lat. Civitas) Civitas Vangionum. Dieser war nach dem hier seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert ansässigen Stamm der Vangionen benannt. Vangionen nannten sich die Wormser noch bis in das 16. Jahrhundert. Von dieser Bezeichnung ist der Name Wangengau für die Umgebung von Worms abgeleitet, der dann vom Volksmund in das verständlichere Wonnegau umgesetzt wurde. Der deutsche Name Worms, wie die Stadt seit dem 6./7. Jahrhundert heißt, geht jedoch auf das gallo-keltische Borbetomagus/Bormetomagus zurück. Durch einen späteren Lautwandel wurde das anlautende B zu W. So wandelte sich Borbetomagus in der Sprache der germanischen Siedler im Frühmittelalter schließlich zu Warmazfeld, Warmazia/Varmacia, Wormazia/Wormatia und am Ende zu Worms. Die lateinische Form Wormatia ist im alten hebräischen Namen der Stadt, die im Mittelalter eine bedeutende jüdische Gemeinde aufwies,[10] als Warmaisa (hebräisch וורמש) noch erhalten.[11]

Stadtentstehung bis 9. Jahrhundert

Das Stadtgebiet von Worms wurde erstmals in der Jungsteinzeit (Neolithikum) etwa um 5000 v. Chr. von Ackerbauern und Viehzüchtern besiedelt. Während die ältere Forschung eine sehr hohe Siedlungskontinuität für den Bereich von Worms seit dieser Zeit postulierte, die sich auch in einem bereits frühzeitig funktionierenden Markt- und Verkehrswesen niedergeschlagen habe, gehen neuere Publikationen von einem Wechsel zwischen besiedelten und siedlungsfreien Phasen aus.[12] Letztmals wird für die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. für Worms und Rheinhessen eine mindestens 60 Jahre dauernde weitgehende Siedlungsleere angenommen.[13]

Auf der unscheinbaren Anhöhe Adlerberg am Rhein im Süden von Worms wurden von 1896 bis 1951 insgesamt 25 Gräber aus verschiedenen Zeiten entdeckt. Davon stammen nach heutiger Kenntnis acht Gräber von der Adlerbergkultur (etwa 2300/2200–1800 v. Chr.) aus der Frühbronzezeit. Um die Erforschung dieser Funde hat sich der Wormser Arzt Karl Koehl verdient gemacht, auf den der Begriff „Adlerbergkultur“ zurückgeht.[14]

Seit augusteischer Zeit (31 v. Chr. bis 14 n. Chr.) gehörten Worms und sein Umland zum römischen Herrschaftsgebiet. Ab Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis etwa 85 n. Chr. existierte auf dem Boden des heutigen Worms ein römischer Militärstützpunkt.[15] Die zugehörige Zivilsiedlung mit dem aus dem Keltischen stammenden Namen Borbetomagus wurde Hauptort der Civitas Vangionum und entwickelte städtische Strukturen.

In fränkischer Zeit setzt die gesicherte Wormser Bischofsliste mit Bischof Berchtulf ein, der 614 an der Pariser Synode teilnahm. Die frühen Bischöfe Amandus von Worms († 7. Jahrhundert) und Rupert von Salzburg († 718) zählen zu den Heiligen der römisch-katholischen Kirche. Amandus wurde Schutzpatron des Bistums und der Stadt Worms.[16] Unter den Karolingern bildete Worms eines der Machtzentren, so dass seine Bischöfe im 8. und 9. Jahrhundert dem Königshof nahestanden.

Mittelalter

Worms – nach Sebastian Münster 1550
Worms – nach Braun/Hogenberg 1576
Worms – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

829 und 926 fanden Reichstage des Franken- bzw. Ostfrankenreiches in Worms statt. Zu dieser Zeit war Worms, das im 9. Jahrhundert noch eines der karolingischen Machtzentren gewesen war, durch die fränkische Reichsteilung schon in eine Randlage gerückt. Auf dem Hoftag zu Worms im Mai 961 ließ Otto der Große seinen siebenjährigen Sohn Otto II. zum Mitkönig erheben. Am 2. Februar 965 feierte Otto I. nach der Rückreise von Italien in Worms den Jahrestag seiner Kaiserkrönung und im August 966 regelte er in Worms die Vertretung für die Zeit seiner neuerlichen Abwesenheit. 976 erhielt Otto von Worms das neugeschaffene Herzogtum Kärnten zu Lehen, das vorher ein Teil Bayerns gewesen war.

Mit den Saliern begann der Aufstieg der Stadt zu ihrer größten Blüte. 1074 erlangte sie die Zollfreiheit. 1076 fand hier ein weiterer Hoftag statt, auf dem König Heinrich IV. Papst Gregor VII. für abgesetzt erklärte und dafür umgehend mit dem Kirchenbann belegt wurde – eine der Folgen dieser Ereignisse war dann der Gang nach Canossa.

1122 wurde in Worms das nach der Stadt benannte Wormser Konkordat geschlossen. In dieser Zeit bildet sich die städtische Verfassung mit einem selbständig agierenden Stadtrat als Vertreter der Bürgerschaft heraus. Nach dem Untergang der Salier 1125 verbanden sich auch die Staufer eng mit der Stadt. 1184 räumte Kaiser Friedrich Barbarossa der Stadt umfangreiche Freiheitsrechte ein, was als Begründung der Reichsstadt gelten kann. Das 12. Jahrhundert war dann vom beginnenden Streit zwischen dem Bischof und dem Stadtrat um die faktische Herrschaft über die Stadt geprägt – ein Konflikt, der bis ins 16. Jahrhundert andauern sollte.

Frühe Neuzeit

Briefmarke zur Erinnerung an den Reichstag von 1495

1495 fand unter König Maximilian erneut ein Reichstag statt, auf dem die Reichssteuer, das Reichskammergericht und das Fehdeverbot des Ewigen Landfriedens eingeführt wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt den Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen Blüte schon überschritten. Der Bürgeraufstand 1512/13 und die Fehde mit Franz von Sickingen 1515–1519 zerrütteten die finanziellen Verhältnisse der Stadt weiter. Faktisch war die Stadt zwar eine freie Reichsstadt, aber dem Bischof und der Geistlichkeit, die nach verschiedenen Schätzungen zwischen 30 und 50 % der Stadtbevölkerung ausmachten (wobei Gesinde und Dienstpersonal mitgezählt werden), war es in zähen Verhandlungen gelungen, derart viele Sonderrechte durchzusetzen, dass der Handlungsspielraum des Stadtrates eng begrenzt war. Außerdem war im Laufe des 15. Jahrhunderts der Einfluss der kurpfälzischen Rheingrafen auf die Stadt stark gestiegen. Zeitweise waren der Wormser und der Speyerer Bischofsstuhl von Brüdern des Pfalzgrafen besetzt.

Wie in vielen anderen Städten breitete sich besonders im geistig freien Stadtklima das neue Gedankengut der Reformation auch in Worms früh und schnell aus. Beschleunigt wurde dies durch den 1521 abgehaltenen Reichstag zu Worms, auf dem Martin Luther gegenüber Kaiser Karl V. seine in Wittenberg veröffentlichten 95 Thesen verteidigte. Worms wurde zu einem Zentrum und Experimentierfeld der Reformation: 1524 wurde hier erstmals eine deutsche evangelische Messe gedruckt, 1526 veröffentlichte William Tyndale die erste englische Version des Neuen Testaments in Worms. Der Versuch des Wormser Stadtrates, in der Zeit des Bauernkrieges 1525 die bischöfliche Bevormundung zu beenden, scheiterte. Worms wurde evangelisch. Der Bischof und die Geistlichen behielten zwar ihre Sonderrechte und den Dom, Römisch-Katholische konnten aber nicht Mitglied im Stadtrat werden.

1659 unterbreitete Kurfürst Karl I. Ludwig von der Pfalz der Stadt das Angebot, sie zur Hauptstadt der Kurpfalz zu machen und die Universität Heidelberg nach Worms zu verlegen. Die Stadt lehnte das ab. Den Titel „Hauptstadt der Kurpfalz“ hatten bereits Heidelberg, Mannheim und Frankenthal. Der Vorschlag war ein Versuch des Kurfürsten, in der Stadt verstärkt Einfluss zu gewinnen, was die althergebracht dort Berechtigten, insbesondere der Rat der Stadt und der Bischof, kaum gutheißen konnten.[17]

1689 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch Truppen König Ludwig XIV. zerstört. Ein zeitgenössischer Bericht dazu stammt von Elieser Liebermann, Sohn von Juspa Schammes, den er bei Herausgabe des Werkes Ma'asseh nissim seines Vaters als Abschlusskapitel anfügte.[18] Die Bevölkerung wurde vertrieben und es dauerte etwa zehn Jahre, bevor das städtische Leben wieder in Gang kam.

19. und 20. Jahrhundert

Worms von Westen, um 1900
Anleihe über 500 Mark der Stadt Worms vom 17. April 1903

Von 1792 bis 1814 gehörte Worms zur Ersten Französischen Republik und zum Ersten Kaiserreich, seit 1815 zum Großherzogtum Hessen als Teil der Provinz Rheinhessen. Der Geometer Konrad Schredelseker erarbeitete 1809 bis 1810 den ersten Katasterplan von Worms „Atlas géometrique de la ville de Worms.“[19] 1835 wurden in Rheinhessen die vier Kreise Mainz, Bingen, Alzey und Worms als staatliche Verwaltungsbezirke eingerichtet.

Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Die damals geschaffene Gliederung der Provinz Rheinhessen in fünf Kreise (Alzey, Bingen, Mainz, Worms, Oppenheim) hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand.

Nach der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen wurde am 1. November 1938 in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt. Im Umkreis von Worms wurden der Kreis Oppenheim und der Kreis Bensheim aufgelöst. Dabei wurden die rechtsrheinischen Gemeinden Lampertheim, Bürstadt, Hofheim und Biblis dem neugeschaffenen Landkreis Worms, der aus dem Kreis Worms hervorging, angegliedert. Die Städte Mainz und Worms wurden als Stadtkreise verselbständigt. Diese so geschaffene Verwaltungsgliederung hatte bis zum Kriegsende 1945 Bestand.

Durch zwei alliierte Bombenangriffe am 21. Februar und 18. März 1945 wurde die Stadt weitgehend zerstört. Der britische Luftangriff vom 21. Februar 1945 zielte auf den am Rand der Innenstadt gelegenen Hauptbahnhof und die südwestlich des Stadtzentrums gelegenen Chemiefabriken, zerstörte aber auch weite Teile des Stadtzentrums, darunter auch die 1709–1725 als „Reformationsgedächtniskirche“ errichtete Dreifaltigkeitskirche, die bis auf die Außenmauern und Teile des Turmes komplett ausbrannte. In Brand gesetzt wurde dabei auch der Wormser Dom. 239 Einwohner starben. Beim US-amerikanischen Angriff vom 18. März 1945 wurden 141 Personen getötet. Durch die Angriffe wurden etwa 15.000 Einwohner obdachlos. 35 % des Gebäudebestands wurden vollständig zerstört, weitere 29 % unterschiedlich schwer beschädigt.[20] Die Innenstadt wurde nach dem Krieg in größtenteils modernem Stil wieder aufgebaut.

Die vormalige hessische Provinz Rheinhessen wurde 1946 zum Regierungsbezirk Rheinhessen des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Von 1968 bis zur Auflösung der rheinland-pfälzischen Regierungsbezirke 2000 gehörte Worms dem Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz an.

Juden in Worms

Jude aus Worms (um 1600)Jüdin aus Worms (um 1600)
Jude aus Worms (um 1600)
Jüdin aus Worms (um 1600)
Stadtplan von Worms 1630, der jüdische Stadtteil ist farbig markiert
Ruinen der bei den Novemberpogromen 1938 in Brand gesteckten Synagoge, Aufnahme nach 1945
1961 fertigstellte Rekonstruktion der Synagoge, Aufnahme 2007

Eine herausragende Stellung nahm die jüdische Gemeinde ein, die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine der bedeutendsten im Heiligen Römischen Reich war und zusammen mit der jüdischen Gemeinde von Mainz und Speyer die sogenannten SchUM-Städte bildete. Ab etwa 960 in Worms belegt, genossen die jüdischen Kaufleute in Worms, die besonders im Fernhandel tätig waren, seit dem 11. Jahrhundert kaiserliche Zollfreiheiten und wie die Juden in Speyer Handelsfreiheit im ganzen Reichsgebiet. In Worms entstand eine berühmte Talmudschule, die auch der bedeutende französische jüdische Gelehrte Raschi besuchte. Eine Synagoge wurde 1034 eingeweiht, der noch erhaltene jüdische Friedhof, der älteste in Europa, besteht mindestens seit 1058/59. Trotz ihrer privilegierten Stellung wurden 1096, als das Kreuzfahrerheer des ersten Kreuzzuges Worms erreichte, alle Juden ermordet, die sich nicht der Zwangstaufe unterzogen oder stattdessen Selbstmord begangen hatten. Nachdem der kaiserliche Schutz wiederhergestellt war, siedelten sich in Worms erneut Juden an, den Zwangsgetauften wurde die Rückkehr zum Judentum gestattet. Während des zweiten Kreuzzuges konnten sich die Wormser Juden rechtzeitig in Sicherheit bringen.[21]

Im späteren 12. Jahrhundert wurde eine neue Synagoge errichtet und ausgebaut. Im 13. Jahrhundert begann die Bedeutung der jüdischen Gelehrten Worms’ abzunehmen. Erhalten geblieben ist ein Gebetbuch, das Wormser Machsor von 1272, das auch das älteste schriftliche Zeugnis in jiddischer Sprache enthält. Während der Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes wurde die jüdische Gemeinde in Worms 1349 vernichtet. Im Mai 1353 wurde Juden die Ansiedlung in Worms im Interesse des „Stadtwohls“ wieder gestattet, der Erwerb von Grundbesitz außerhalb des Ghettos, der nun eingerichteten Judengasse rund um die Synagoge, war ihnen nun nicht mehr gestattet. Die jüdische Gemeinde erreichte ihre frühere Bedeutung nie mehr.[21] 1615 wurde die Juden erneut aus der Stadt vertrieben, konnten im folgenden Jahr jedoch zurückkehren. Auch mit der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen 1689 musste die jüdische Gemeinde erneut aus Worms fliehen und es dauerte mehr als ein Jahrzehnt, bevor sie zurückkehren konnte.[21]

Im 19. Jahrhundert lebten etwa 800 Juden in Worms, die 1848 die bürgerliche Gleichstellung mit den Christen erlangten, und im darauffolgenden Jahr wurde mit Ferdinand Eberstadt erstmals ein Jude zum Bürgermeister der Stadt gewählt, nachdem sein Vorgänger Georg Friedrich Renz sein Amt niedergelegt hatte. Eberstadt kandidierte mit zwei weiteren Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters, jedoch erschien der Regierung in Darmstadt der Weinhändler Johann Philipp Bandel als zu radikal eingestellt und der Bürgerwehrobrist Ludwig Blenker zu übermütig ohne politische Weitsicht; woraufhin der Handelsmann Eberstadt zu Beginn des Jahres 1849 als Bürgermeister der Stadt Worms vom Großherzog ernannt wurde.[22]

1933 zählte die Stadt gut 1000 Juden, die mehrheitlich nach dem Machtantritt der Nazis wegzogen und teilweise emigrierten. Die alte Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 weitgehend zerstört,[23] der alte jüdische Friedhof Heiliger Sand blieb jedoch erhalten. Die in Worms verbliebenen rund 300 Juden wurden in Konzentrationslager deportiert, die nur wenige von ihnen überlebten.[21] Die der alten Synagoge gegenüberliegende Levy‘sche Synagoge (auch Neue Synagoge) von 1875 überstand zwar die Pogrome von 1938 weitgehend unbeschädigt, sie wurde aber 1945 bei einem der Fliegerangriffe schwer beschädigt und 1947 abgebrochen.[24] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten in der Stadt wieder vereinzelt Juden, es gab aber kein jüdisches Gemeindeleben mehr. Die alte Synagoge wurde vom Staat von 1958 bis 1961 wiederaufgebaut, 1982 wurde das jüdische Museum im Raschi-Haus eröffnet, dessen Kellergewölbe aus dem 14. Jahrhundert stammen. Anfang des 21. Jahrhunderts leben in Worms mehr als hundert Juden, größtenteils Einwanderer aus der früheren Sowjetunion, die Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Mainz sind.[21]

Eingemeindungen

  • 1. April 1898: Neuhausen
  • 1. Oktober 1898: Hochheim, Pfiffligheim
  • 1. April 1942: Herrnsheim, Horchheim, Leiselheim, Weinsheim
  • 7. Juni 1969: Abenheim, Heppenheim an der Wiese, Ibersheim, Pfeddersheim (Stadt), Rheindürkheim, Wiesoppenheim; Umgemeindung eines Gebietsteils der Stadt Osthofen mit 181 Einwohnern nach Worms[25]

Im Oktober 1937 wurde der rechtsrheinische Erbhöfeweiler Rosengarten aus Teilen der Gemarkungen Bürstadt, Hofheim und Lampertheim gebildet und in die Stadt Worms eingemeindet. Im Zuge der Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone fiel er 1945 dem Land Groß-Hessen zu.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung von Worms.svgEinwohnerentwicklung von Worms - ab 1871.svg
Desc-i.svg
Einwohnerentwicklung von Worms nach nebenstehender Tabelle. Oben von 1500 bis 2017. Unten ein Ausschnitt ab 1871

In seiner Blütezeit um 1500 hatte Worms etwa 6.000 Einwohner. Durch die Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) und eine Pestepidemie 1666/67 sank die Einwohnerzahl auf nur noch 3.000. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1800 erst 5.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits über 40.000. Die Eingemeindungen mehrerer Orte 1969 brachten einen Zuwachs von 15.000 Personen auf 78.000 Einwohner.

Zum 31. Dezember 2018 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Worms nach Zahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 83.330.[1] Damit ist Worms die sechstgrößte rheinland-pfälzische Stadt und die viertgrößte im Rhein-Neckar-Dreieck. Worms hat einen Ausländeranteil von 16,3 %.[26] Der Anteil von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund lag in Worms an allgemeinbildenden Schulen bei 22 % (Schuljahr 2012/13).[27] Damit wird die Liste im Städtevergleich Rheinland-Pfalz, nach Ludwigshafen und Mainz, angeführt. In den Tageseinrichtungen hatten Anfang 2015 über 49 % der Kinder einen Migrationshintergrund.[28] Worms lag 2005 mit einem Durchschnittsalter von 41,5 Jahren an zweiter Stelle der kreisfreien Städte hinter Mainz (41,2 Jahre). Damit hat Worms auch im bundesweiten Vergleich eine relativ junge Bevölkerung. In Rheinland-Pfalz beträgt das Durchschnittsalter 41,6 Jahre und im Bundesgebiet 41,8 Jahre.[29]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1820 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

JahrEinwohner
150006.000
166703.000
168905.000
179804.984
180505.461
181606.259
182007.085
1. Dezember 1831 ¹08.230
1. Dezember 1840 ¹08.358
3. Dezember 1852 ¹09.102
3. Dezember 1855 ¹09.720
3. Dezember 1858 ¹10.178
3. Dezember 1861 ¹11.587
3. Dezember 1864 ¹11.988
3. Dezember 1867 ¹13.381
1. Dezember 1871 ¹14.484
1. Dezember 1875 ¹16.594
1. Dezember 1880 ¹19.024
1. Dezember 1885 ¹21.927
1. Dezember 1890 ¹25.444
JahrEinwohner
2. Dezember 1895 ¹28.611
1898: Gebietsveränderungen
1. Dezember 1900 ¹40.705
1. Dezember 1905 ¹43.841
1. Dezember 1910 ¹46.819
1. Dezember 1916 ¹39.688
5. Dezember 1917 ¹40.036
8. Oktober 1919 ¹44.285
16. Juni 1925 ¹47.015
16. Juni 1933 ¹51.346
17. Mai 1939 ¹50.661
1942: Gebietsveränderungen
31. Dezember 194357.876
1945: Stadtzerstörung, Evakuierung
1. April 194536.403
31. Dezember 194547.994
29. Oktober 1946 ¹47.074
13. September 1950 ¹52.239
25. September 1956 ¹56.740
6. Juni 1961 ¹62.392
JahrEinwohner
31. Dezember 196563.578
1969: Gebietsveränderungen
27. Mai 1970 ¹76.697
31. Dezember 197575.732
31. Dezember 198073.603
31. Dezember 198571.829
25. Mai 1987 ¹73.635
31. Dezember 199076.503
31. Dezember 199580.014
31. Dezember 200080.361
31. Oktober 200581.457
31. Dezember 200782.290
31. Dezember 201081.736
31. Dezember 2011 ¹79.526
31. Dezember 201380.296
31. Dezember 201582.102
31. Dezember 201682.595
31. Dezember 201783.081
31. Dezember 201883.330
31. Dezember 201986.759

¹ Volkszählungsergebnis

Konfessionsstatistik

Gemäß der Volkszählung 2011 waren im Jahr 2011 37,3 % der Einwohner evangelisch, 27,9 % römisch-katholisch und 34,8 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[30] Derzeit (Stand 31. Dezember 2019) sind von den 86.739 Einwohnern 30 % evangelisch, 24 % römisch-katholisch und 46 % sind konfessionslos, gehören einer anderen Religionsgemeinschaft an oder haben keine Angabe gemacht.[31]

Politik

Stadtrat

Sitzverteilung im
Wormser Stadtrat 2019
Insgesamt 52 Sitze

Der Stadtrat in Worms besteht aus dessen Vorsitzendem und 52 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden.

Sitzverteilung:

WahlSPDCDUFDPGrüneLinkeFWG-BFNPDAfDFLPGesamt
2019141528156152 Sitze
201418173625152 Sitze
20092017642352 Sitze
2004192134552 Sitze
  • FWG-BF = Freie Wählergemeinschaft – Wormser Bürgerforum
  • FLP = Freie Liste Pfeddersheim

Bürgermeister

Direkt gewählter Oberbürgermeister der Stadt Worms ist seit dem 1. Juli 2019 Adolf Kessel (CDU). Er gewann am 18. November 2018 die Stichwahl gegen den zuvor seit 2003 amtierenden Michael Kissel (SPD).[32] In der Leitung der städtischen Geschäfte wird der Oberbürgermeister von einem Bürgermeister und drei Beigeordneten unterstützt.

Siegel und Wappen

Beschreibung: „In Rot ein schräger, silberner Schlüssel mit Vierpassreite, links oben begleitet von einem goldenen fünfstrahligen Stern.“

Wappenerklärung: Das älteste erhaltene städtische Wappen erscheint als Siegel im Jahr 1198 als Folge der Freiheitsprivilegien Kaiser Friedrich I. Barbarossa vom Jahre 1184. Es enthält in einer Nische den sitzenden heiligen Petrus, Patron des Wormser Doms, mit dem Schlüssel in der rechten und der Bibel in der Linken Hand. Über ihm die Architektur des Domes mit einer Kuppel zwischen zwei Türmen und an beiden Seiten je ein Stadttor. Dieses Siegel wurde mit verschiedenen Umschriften als Stadtsiegel und Gerichtssiegel bis um das Jahr 1500 verwendet. In dieser Zeit wurde ein neues Stadtsiegel eingeführt auf Grund der Vollmachten, die der damalige König und spätere Kaiser Maximilian im Jahre 1488 der Stadt gab. Es zeigte fortan einen silbernen Schlüssel auf rotem Grund. Seit einem Stadtratsbeschluss von 1890 ist das Wappen außerdem mit einem fünfzackigen Stern versehen.

Die Stadtfarben sind rot-weiß.

Städtepartnerschaften

Schild mit den Partnerstädten

Zu sieben Städten pflegt die Stadt Worms freundschaftliche Beziehungen:

  • St Albans COA.svg St Albans, Vereinigtes Königreich (seit 1957)
  • Blason comte fr Nevers.svg Auxerre, Département Yonne, Frankreich (seit 1968)
  • Coat of arms of Parma.svg Parma, Italien (seit 1984)
  • Coat of arms of Tiberias.png Tiberias, Israel (seit 1986)
  • Coat of arm Bautzen.svg Bautzen, Freistaat Sachsen, Deutschland (seit 1990)
  • Seal of Mobile, Alabama.png Mobile, State of Alabama, USA (seit 1998, erste Verbindungen seit 1976)
  • China VolksrepublikVolksrepublik China Ningde, Provinz Fujian, Volksrepublik China (seit 2014)[33]

Dazu kommen im Rahmen der rheinland-pfälzischen Verbindungen zu Ruanda freundschaftliche Beziehungen zu Kivumu.

Drei Stadtteile pflegen eigenständige Partnerschaften zu französischen Gemeinden:

Städtefreundschaften

Seit 1208 besteht eine Städtefreundschaft zwischen Worms und Speyer. Aus Anlass des 800-jährigen Jubiläums wurde dieser Freundschaftsvertrag im November 2008 bei einer Feierstunde in Worms in Anwesenheit zahlreicher Stadträte aus beiden Städten von den Oberbürgermeistern Michael Kissel (Worms) und Werner Schineller (Speyer) erneuert.[34]

Mitgliedschaften

Die Stadt Worms ist:

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Religiöse Bauwerke

Alter jüdischer Friedhof „Heiliger Sand“ mit Blick zum Dom

Weltliche Bauwerke

Wormser Wasserturm
Gerechtigkeitsbrunnen am Rathaus
Das Lutherdenkmal 1902

Parks

In Worms bzw. an den Stadträndern gibt es folgende Parks:

  • Albert-Schulte-Park – Park direkt nördlich des Stadtzentrums (Alter Friedhof)
  • Hans-Dörr-Park – nordöstliche Fortsetzung des Albert-Schulte-Parks
  • Stadtpark und Bürgerweide – Naherholungsgebiet südlich der Kernstadt
  • Herrnsheimer Schlosspark – Park in Worms-Herrnsheim
  • Karl-Bittel-Park (Pfrimmpark) – zwischen den Stadtteilen Pfiffligheim und Hochheim
  • Tiergarten Worms – innerhalb der Bürgerweide gelegen

Theater

  • Das Wormser – Kulturzentrum und Gastspielhaus für Schauspiel, Konzerte, Operette, Musical, Ballett und Kindertheater. Nach einer Renovierung und Erweiterung wurde es am 29. Januar 2011 unter der Bezeichnung „Das Wormser“ neu eröffnet, zuvor wurde es als Städtisches Spiel- und Festhaus Worms bezeichnet.
  • Lincoln Theater Worms – Spielstätte für Kleinkunst, Kabarett, Kindertheater und Konzerte
  • Kleines Theater der Volksbühne Worms – Amateurtheater mit eigener Spielstätte (seit 1908)
  • Nibelungenfestspiele Worms – Freiluftbühne vor dem Wormser Dom

Museen

  • Ammeheisje, Heimatmuseum Worms-Ibersheim
  • Bojemääschterei, Fischerwääder Museum
  • Heimatmuseum Worms-Abenheim
  • Heimatmuseum Worms-Herrnsheim
  • Heimatmuseum Worms-Horchheim
  • Heimatmuseum Worms-Weinsheim
  • Heylshof
  • Museum der Stadt Worms im Andreasstift
  • Nibelungenmuseum
  • Raschi-Haus – jüdisches Museum der Stadt Worms; benannt nach dem Rabbiner Raschi
  • Schulmuseum Worms-Pfeddersheim

Bibliotheken und Archive

Regelmäßige Veranstaltungen

Backfischfest 2010

Traditionsveranstaltungen

  • Wormser Backfischfest, größtes Wein- und Volksfest am Rhein, mit alljährlichem Festumzug und abendlichem Feuerwerk.
  • Wormser Fastnacht, mehrere Fastnachtsvereine zeigen mit politischen Vorträgen und Kokolores dem Publikum die närrischen Seiten aus Politik und Gesellschaft:
    • Wormser Narrhalla von 1840 e. V.
    • Wormser Liederkranz 1875 e. V.
    • Wormser Carneval Club 1974 e. V.
  • Wormser Pfingstmarkt, die älteste Verbrauchermesse der Region.

Kulturelle Veranstaltungen

Musikfestivals

  • Worms: Jazz & Joy, jährliches dreitägiges Jazz-Festival mit fünf Bühnen rund um den Dom.
  • Wormser Rocknacht, jährlich stattfindende Rocknacht mit Bands aus Worms und Umgebung.
  • Wormser Honky Tonk, Kneipenfestival im Frühjahr.
  • Apostel-Openair, Musikfestival im Sommer.
  • Wormstock, jährlich stattfindendes Rock-Festival, meistens im Juli.

Sport und Vereine

Heinrich-Völker-Bad

Freizeiteinrichtungen

Veranstaltungen

Sportvereine

EWR-Arena, Stadion von Wormatia Worms
  • VfR Wormatia Worms 08; Fußballverein, sechsmal Südwestmeister, Gründungsmitglied der 2. Bundesliga
  • Turngemeinde 1846 Worms (TGW); mit etwa 3000 Mitgliedern größter Sportverein in Worms und einer der größten in Rheinland-Pfalz; 19 Abteilungen mit TGW-Hockey e. V, vier Olympiateilnehmer
  • Wormser Schachverein von 1878 (SV); mitgliederstärkster Schach-Verein in Rheinland-Pfalz mit 18 Mannschaften
  • 1. Wormser Schwimmclub Poseidon (WSC); mit über 2.000 Mitgliedern zweitgrößter Verein in Worms und Rheinhessen, Schwimmabteilung, Wasserball und Triathlon
  • Golfclub Worms; gegründet 1978, einer der ältesten Golfclubs von Rheinland-Pfalz; 9-Loch-Anlage in Hamm am Rhein, Nähe Eicher See, am Gernsheimer Fahrt, Clubhaus
  • Black & White Racket Club; Squash-Bundesliga-Mannschaft seit 2005
  • Rugby Club Worms; gegründet 1999, Herrenmannschaft 2007/2008 Meister der Regionalliga Rheinland-Pfalz
  • TV 1863 Leiselheim; erfolgreichster Tischtennisverein Rheinhessens[38]
  • Verein für Hallenradsport Worms (VfH); bundesweit bekannter Radsportverein
  • Wormser Ruderclub Blau-Weiß von 1883; 2006 Zusammenschluss von Ruderclub Blau-Weiß, gegründet 1947, und der Wormser Rudergesellschaft von 1883; erfolgreichstes Mitglied: Peter Uhrig, Weltmeister und zweifacher Olympionike sowie mehrfacher Deutscher Meister
  • 1. Judo-Club Worms; gegründet 1957, mit den Unterabteilungen Judo, Aikido, Ju Jutsu, Karate, Mixed Martial Arts und Gymnastik
  • HSG Worms; Handballspielgemeinschaft der drei Vereine TV 1863 Leiselheim, SG Eintracht Herrnsheim und SC Wormatia Worms
  • ALISA Sport e. V.
  • Skiclub Worms-Wonnegau e. V.
  • Luftsportverein Worms e.V.; gegründet 1950, Gründer des Flugplatzes in Worms
  • TC Rot-Weiß Worms
  • Faltbootclub Worms e.V., mit den Abteilungen Kanusport und Drachenboot (Pinkpaddler, Nibelungendrachen)
  • Rockin' Wormel Worms e.V., national und international erfolgreicher Rock 'n' Roll-Tanzsportverein
  • Sportclub Ibersheim 1953 e. V., mit acht Abteilungen, Festausschuss übernimmt kulturelle Veranstaltungen[39]

Kultur

  • Altertumsverein Worms, gegründet 1879, ca. 500 Mitglieder.
  • Kunstverein Worms, gegründet 2001, etwa 250 Mitglieder, Ausstellungen und Förderung zeitgenössischer Kunst[40]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang nach
Rebfläche
(innerhalb
von RLP)
Bestockte
Rebfläche 2017
Rebsorten
WeißweinRotwein
ha%
Logo von RheinhessenRheinhessen26.6176129
Worms0301.5646337
Westhofen0700.7877525
Alzey0800.7786327
Nierstein0900.7427723
Alsheim1000.7076327
Bechtheim1100.6607327
Flörsheim-Dalsheim1200.6466832
Ingelheim am Rhein1300.6425149
Bingen am Rhein1500.5667426
Saulheim1600.5237624
Quelle: Faltblatt Weinbau 2018. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems, Mai 2018

Im Jahr 2016 erbrachte Worms, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,927 Milliarden Euro. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 35.545 € (Rheinland-Pfalz: 34.118 €, Deutschland 38.180 €). Das BIP je Erwerbsperson beträgt 66.798 €. 2016 wuchs das BIP der Stadt nominell um 0,6 %, im Vorjahr betrug das Wachstum 2,4 %. In der Stadt waren 2016 ca. 43.800 Erwerbstätige beschäftigt.[41] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 6,1 % und damit über dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz von 4,1 %.[42]

In Worms gibt es 2100 Betriebe mit 26.600 Mitarbeitern (Stand Juni 2001). Die Zahl der Einpendler aus dem Umland entspricht einem Anteil von 45 % der Wormser Beschäftigten.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Worms Platz 189 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt hiernach zu den Orten mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ [sic] für die Zukunft.[43]

Gewerbe

Im produzierenden Gewerbe gibt es in Worms Unternehmen der chemischen Industrie und der Kunststoffherstellung, der Metallerzeugung und des Maschinenbaus, Hersteller von EDV-Geräten und Optik sowie Holz verarbeitende Industrie. Die früher bedeutende Wormser Lederindustrie spielt hingegen heute keine Rolle mehr.

Dienstleistung und Handel verzeichnen in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum. Gerade in der Logistikbranche, vorrangig im Industriegebiet Worms-Nord,[44] haben sich aufgrund der guten Verkehrssituation zahlreiche Betriebe neu angesiedelt.

Landwirtschaft

Der traditionelle Weinbau in und um Worms ist durch die Wormser Liebfrauenmilch international bekannt. Worms ist mit 1.564 ha bestockter Rebfläche die drittgrößte Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz und größte Weinbaugemeinde im Weinbaugebiet Rheinhessen. Daneben befindet sich in Worms eine der größten Mälzereien Europas.

Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Worms lag Ende Juli 2010 mit 9,0 % höher als im restlichen Rheinhessen, sowie höher als der Bundesdurchschnitt. 45 % der beschäftigten Einwohner von Worms pendeln in die umliegenden Wirtschaftsräume aus, insbesondere nach Ludwigshafen und Mannheim, aber auch nach Mainz und in den Frankfurter Raum.

Fremdenverkehr

Für den Fremdenverkehr stehen in 35 Hotels und Gasthäusern insgesamt 1.132 Betten zur Verfügung (Stand 2014). Außerdem gibt es ein Jugendgästehaus (gegenüber dem Dom), eine Gruppenherberge im Nibelungenturm der Nibelungenbrücke sowie eine Wohnmobilstation am Rhein. 2014 wurden 68.880 Gäste gezählt, die im Durchschnitt zwei Tage in Worms verbrachten.[45]

Verkehr

Nibelungenbrücke Worms mit Nibelungenturm
Der Wormser Hauptbahnhof (Straßenseite)

Straßenverkehr

Worms liegt an der linksrheinischen Autobahn 61 und der in Richtung Süden vierspurig ausgebauten Bundesstraße 9, über die auch eine Verbindung zur Autobahn 6 besteht, sowie an der durch die Stadt führenden Bundesstraße 47. Durch die 2008 fertiggestellte zweite Nibelungenbrücke im Zuge der B 47 besitzt Worms eine vierspurige Anbindung nach Südhessen und an die rechtsrheinischen Autobahnen 5 und 67. Die „alte“ Nibelungenbrücke mit ihrem „Nibelungenturm“ prägt das Wormser Stadtbild. Der Turm wurde 1897 bis 1900 nach Plänen von Stadtbaumeister Karl Hofmann erbaut, er wurde im neoromanischen Baustil errichtet und erreicht eine Höhe von 53 Metern. Auf der gegenüber liegenden Rheinseite existierte ein baugleicher zweiter Turm, der jedoch 1945 kurz vor Kriegsende beschädigt und beim Neubau der Brücke abgetragen wurde.[46]

ÖPNV

Worms liegt an der linksrheinischen Hauptstrecke Mainz–Worms–Ludwigshafen/Mannheim. Neben dem dichten Regionalverkehr halten am Wormser Hauptbahnhof auch einzelne Fernverkehrszüge in Richtung Köln bzw. Stuttgart und München. Worms ist außerdem ein Endpunkt der Rheinhessenbahn nach Bingen und der Nibelungenbahn nach Bensheim. Über die Rheinbrücke Worms und die Riedbahn ist Worms mit Frankfurt am Main verbunden. Seit Juni 2018 ist die Strecke Mainz–Worms–Ludwigshafen/Mannheim in das Netz der S-Bahn RheinNeckar eingebunden.

Das Stadtgebiet wird von neun Stadtbus-, sieben Regionalbus- und sechs Nachtbuslinien erschlossen, die vorwiegend von der DB Regio Bus Mitte (ehemals Busverkehr Rhein-Neckar) betrieben werden. Ruftaxis bedienen im Spätverkehr die Stadtteile mit schwachem Verkehrsaufkommen. Die Wormser Straßenbahn ist seit 1956 stillgelegt.

Worms ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert. Übergangsregelungen ermöglichen zudem die Nutzung von Fahrscheinen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes.

Fahrradverkehr

Worms ist an regionale, nationale und internationale Radwege angeschlossen, unter anderem an die EuroVelo-Route Rheinradweg[47] an den Zellertalradweg, an den Salierradweg und die Rheinterrassenroute.[48]

Schiffs- und Flugverkehr

Die Stadt Worms besitzt den Hafen Worms mit mehreren für Güterumschlag oder Freizeit genutzten Hafenbecken sowie einem sich bis Rheindürkheim erstreckenden Stromhafen auf dem linksrheinischen Ufer. Südlich der Stadt liegt der überwiegend für Sportfliegerei genutzte Flugplatz Worms.

Bildung

Hochschule Worms im ehemaligen Militärlazarett
Bildungszentrum Worms
  • BFU Theologische Fernschule
  • Hochschule Worms
    • ZTT Zentrum für Technologietransfer und Telekommunikation

Allgemeinbildende Schulen

Medien

Als Tageszeitung erscheint die Wormser Zeitung als Regionalausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Ferner werden die kostenlosen Anzeigenzeitungen Nibelungen-Kurier und Wormser Wochenblatt (je 2× wöchentlich) an alle Wormser Haushalte verteilt. Monatlich erscheint das WO! DAS Wormser Stadtmagazin.

Eine weitere Institution ist der Offene Kanal Worms; seine bekannteste Sendung ist wohl das Wormser Montags-Magazin, welches wegen seines langen Bestehens und seiner Nachhaltigkeit oft mit dem Offenen Kanal identifiziert wird.

Sonstige Infrastruktur

Das Klinikum Worms (ehemals Stadtkrankenhaus Worms), Lehrkrankenhaus der Universität Mainz, gehört mit 696 Betten zu den fünf größten Kliniken in Rheinland-Pfalz, außerdem existiert eine Tagesklinik des Deutschen Roten Kreuz.

Worms ist der Sitz mehrerer überregionaler Behörden:

  • Amtsgericht Worms
  • Hauptstelle des Finanzamtes Worms-Kirchheimbolanden
  • Hauptstelle des Gesundheitsamtes Worms-Alzey
  • Außenstelle des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz
  • Außenbezirk Worms/Oppenheim des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim
  • Geschäftsstelle der Flussgebietsgemeinschaft Rhein
  • Jugendarrestanstalt Worms
  • Kontaktbüro für Spätausgesiedelte und jüdische Emigrierte des Landes Rheinland-Pfalz

Wichtige Infrastrukturprojekte

  • Von 2005 bis 2008 wurde die „neue“ Nibelungenbrücke errichtet; nach vollendeter Sanierung der „alten“ Nibelungenbrücke stehen seit September 2013 auf beiden Brücken insgesamt vier Fahrstreifen zur Verfügung.
  • Mit dem Bau einer Südtangente als Ortsumgehung im Zuge der B 47 wurde 2016 begonnen. Der Lückenschluss der Westtangente zwischen B 9 und B 47n befinden sich noch in der Planungsphase.
  • Die B 9 wird im Norden der Stadt schrittweise vierspurig ausgebaut und gleichzeitig um eine Parallelentlastung im Gewerbegebiet ergänzt.
  • Der Anschluss an die S-Bahn RheinNeckar wurde 2018 hergestellt.
  • Von 2007 bis 2011 wurde das Kultur- und Tagungszentrum Das Wormser auf dem Gelände des Städtischen Spiel- und Festhauses gebaut. Es soll noch um ein Hotel ergänzt werden.
  • Im Zuge der Konversion militärisch genutzter Flächen wurden auf dem ehemaligen Kasernengelände der Prinz-Carl-Anlage ein Hotel und mehrere Unternehmen, auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an der Schönauer Straße ein Fachmarktzentrum angesiedelt. Auf dem ehemals von amerikanischen Streitkräften genutzten Liebenauer Feld ist ein neues Wohngebiet entstanden.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger und Träger des Ehrenrings

Zitate über Worms

„Mein Worms ergötzt mich schon von Ferne, wie wird erst die Entzückung seyn, kehr ich beym Glantz der Abendsterne in seinen Mauren jauchtzend ein.“

„Hernach sind wir fünf Tage zu Worms geblieben … Da waren wir lustig.“

Wolfgang Amadeus Mozart: in einem Brief vom 4. Februar 1778 an seinen Vater

„Wie könnte ich Worms und seine lieben Bewohner je vergessen?“

Literatur

  • Geschichte der Stadt Worms. Hrsg. i. A. der Stadt Worms von Gerold Bönnen. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1679-7; darin:
    • Mathilde Grünewald: Worms von der vorgeschichtlichen Epoche bis in die Karolingerzeit, S. 44–101.
  • Jörg Koch: Worms – Das verschwundene Stadtbild, Sutton Verlag Erfurt 2019, ISBN 978-3-96303-147-2.
  • Fritz Reuter: Warmaisa: 1000 Jahre Juden in Worms. 3. Auflage. Eigenverlag, Worms 2009, ISBN 978-3-8391-0201-5.
  • Fritz Reuter: Worms zwischen Reichsstadt und Industriestadt 1800–1882. Beobachtungen und Materialien. Stadtarchiv, Worms 1993.
  • Hermann Schlösser (Hrsg.): Wormser Fundstücke – Ein literarisches Lesebuch. Worms Verlag, Worms 2014, ISBN 978-3-944380-16-2.
  • Irene Spille: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, 10: Stadt Worms). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992, ISBN 978-3-88462-084-7.

Weblinks

Commons: Worms – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Worms – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Einwohner nach der Wohnungsart der Stadt Worms (Memento vom 18. Februar 2013 im Internet Archive) (PDF-Datei; 15 kB) 31. Dezember 2012.
  3. Stadtverwaltung Worms, Bereich 1 – Innere Verwaltung, Abteilung 1.01 Kommunalverfassung, Sitzungsdienst / Statistik und Wahlen.
  4. Einwohner nach Wohnart Stand: 31. Dezember 2017.
  5. Gemarkungsverzeichnis Rheinland-Pfalz (.zip) (Memento vom 14. Februar 2007 im Internet Archive) die Gemarkungsgrenzen weichen zum Teil stark von den Stadtteilgrenzen ab.
  6. Jahresbericht – 2008 Messkomponente Temp (PDF-Datei; 90 kB)
  7. AgrarMeteorologie – Wetterstation Worms-Leiselheim
  8. Bernhard Maier: Kleines Lexikon der Namen und Wörter keltischen Ursprungs. C.H. Beck OHG, München 2003, 122, ISBN 3-406-49470-6. Bei Google Bücher
  9. Gerhard Rasch: Antike geographische Namen nördlich der Alpen. Verlag Walter de Gruyter, 2005 [Erstdruck einer Dissertation von 1950]. ISBN 978-3-11-017832-6, S. 140: „Feld am Flüßchen *Bormita“.
  10. Reuter: Warmaisa. 1000 Jahre, S. 68 f.
  11. Alexander Shapiro und B. Mordechai Ansbacher: Shum. In: Encyclopaedia Judaica. S. 532 f., abgerufen am 24. Oktober 2011 (englisch, Band 18. Macmillan Reference USA, Detroit 2007).
  12. Grünewald, S. 45–101.
  13. Grünewald, S. 61.
  14. Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit. Bertelsmann, München 1996, ISBN 3-570-02237-4, S. 78.
  15. Grünewald, S. 63 f.
  16. Friedhelm Jürgensmeier: Das Bistum Worms von der Römerzeit bis zur Auflösung 1801. Echter Verlag, Würzburg 1997. ISBN 3-429-01876-5, S. 261.
  17. Reuter: Warmaisa. 1000 Jahre, S. 121.
  18. Die Stadtzerstörung 1689. In: Fritz Reuter und Ulrike Schäfer: Wundergeschichten aus Warmaisa. Juspa Schammes, seine Ma'asseh nissim und das jüdische Worms im 17. Jahrhundert. Warmaisa, Worms 2007. ISBN 3-00-017077-4, S. 64, sowie ein Klagelied auf die Zerstörung von Worms, verfasst von Zekeli ben Liebermann Segal, Enkel von Juspa Schammes und sohn von Elieser Liebermann; ebd., S. 64–68.
  19. Fritz Reuter: Worms zwischen Reichsstadt und Industriestadt 1800–1882. Worms 1993, S. 57 und S. 166 Anm.139. Der Atlas géometrique liegt im Stadtarchiv Worms unter 01.Stadt Worms, 002 Munizipalität XXI. Lfd.Nr.167 stadtarchiv-worms.findbuch.net.
  20. Gerold Bönnen: Von der Blüte in den Abgrund. Worms vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg. In: Gerold Bönnen (Hrsg.): Geschichte der Stadt Worms. Konrad Theis, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8062-1679-0, S. 605.
  21. a b c d e Zvi Avneri: Worms. In: Encyclopaedia Judaica. S. 226 f., abgerufen am 24. Oktober 2011 (englisch, Band 21, Macmillan Reference USA, Detroit 2007).
  22. Fritz Reuter: Der Wormsgau – Beiheft 32. Worms zwischen Reichsstadt und Industriestadt 1800–1882. Stadtarchiv Worms, 1993, S. 76 f.
  23. Otto Böcher: Dolchstiche in einen van Dyck. in: Wonnegauer Heimatblätter, November 1968.
  24. Irene Spille und Otto Böcher: Baugeschichte und Baudenkmäler. In: Geschichte der Stadt Worms. Hrsg. i. A. der Stadt Worms von Gerold Bönnen. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1679-7, S. 777.
  25. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 147 (PDF; 2,8 MB; siehe auch S. 183 und S. 185 Fußnote 76).
  26. Einwohner der Stadt Worms (nur HAW) (Memento vom 29. Januar 2016 im Internet Archive) Stand: 31. Dezember 2015.
  27. Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-PfalzEin Vergleich in Zahlen (Memento vom 10. August 2014 im Internet Archive) Bezug auf allgemeinbildenden Schulen, Stand: Schuljahr 2012/2013.
  28. http://www.statistikportal.de/Statistik-Portal/kita_regional.pdf Seite 41. Stand: 1. März 2015.
  29. Demografiebericht für die Stadt Worms – Juni 2006 (Memento vom 10. Mai 2012 im Internet Archive) (PDF-Datei; 218 kB)
  30. Stadt Worms Religion , Zensus 2011
  31. Einwohner nach Religionszugehörigkeit Stand: 31.12.2019, abgerufen am 22. Februar 2020
  32. Adolf Kessel neuer Oberbürgermeister in Worms, Mannheimer Morgen, 18. November 2018
  33. Eindrücke aus der neuen Partnerstadt Ningde. (Memento vom 5. Februar 2015 im Webarchiv archive.today)
  34. 800-jähriger Städtevertrag Speyer-Worms: Vereinbarungen zur zukünftigen Zusammenarbeit getroffen Speyer-Aktuell, 28. Januar 2011.
  35. Veysel-Karani-Moschee
  36. Al-Arkam-Moschee
  37. Moscheen in Worms
  38. vgl. die Vereinshomepage
  39. https://sportclub-ibersheim.mein-verein.de/
  40. Kunstverein Worms. In: worms.de. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  41. Aktuelle Ergebnisse – VGR dL. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  42. Bundesland Rheinland-Pfalz. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 7. Januar 2019.
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