Woringen

WappenDeutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Woringen
Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Schwaben
Landkreis:Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft:Bad Grönenbach
Höhe:632 m ü. NHN
Fläche:17,55 km2
Einwohner:2057 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte:117 Einwohner je km2
Postleitzahl:87789
Vorwahl:08331
Kfz-Kennzeichen:MN
Gemeindeschlüssel:09 7 78 219
Adresse der Verbandsverwaltung:Marktplatz 1
87730 Bad Grönenbach
Website:www.woringen.de
Bürgermeister:Volker Müller (Woringer Liste)
Lage der Gemeinde Woringen im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Woringen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach.

Geographie

Woringen liegt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben und grenzt an die Stadt Memmingen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Woringen.

Geologie

Durch Woringen fließt von Süden nach Norden der Zeller Bach, der bei Sommersberg entspringt und in Memmingen in die Memminger Ach mündet. Der Zeller Bach wurde im Zuge der Dorferneuerung wieder geöffnet und ist nun auf weiten Teilen wieder innerhalb Woringens zu sehen.

Geschichte

Bis zum 19. Jahrhundert

Im Jahre 948 wurde der Ort in einer Urkunde über die Schenkung an das Kloster in Kempten erstmals erwähnt.[2] Die Ravensburger Bürgerfamilie Möttelin, genannt von Rappenstein, erwarb 1417 die Herrschaft in Woringen. Die Burg und das Dorf kamen 1516 an die Freie Reichsstadt Memmingen. Woringen wurde so evangelisch, nur die stiftkemptischen Untertanen im Dorf blieben katholisch. Im Jahre 1547 verkaufte Memmingen das Dorf an die Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1806 wurde die Woringer Martinskirche abgebrochen; der dazugehörige Woringer Friedhof ist noch erhalten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1863 wurde die Bahnlinie Memmingen–Kempten mit dem Bahnhof Woringen eröffnet, der nicht mehr existiert.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 1289 Einwohner
  • 1970: 1306 Einwohner
  • 1987: 1405 Einwohner
  • 1991: 1428 Einwohner
  • 1995: 1538 Einwohner
  • 2000: 1661 Einwohner
  • 2005: 1844 Einwohner
  • 2010: 1889 Einwohner
  • 2015: 1966 Einwohner

Politik

Bundestagswahl 2017[3]
 %
60
50
40
30
20
10
0
44 %
12,4 %
12,6 %
7,2 %
7,5 %
5,4 %
4,4 %
6,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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-5,8 %p
+8,6 %p
+3,6 %p
+0,1 %p
+2,3 %p
-0,2 %p
-0,1 %p

Gemeinderat

Gemeinderat Woringen: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1978

Die Republikaner

Freie Wähler

Gemeinsame
Wahlvorschläge
CSU/Freie Bürger

GesamtWahl-
beteiligung
Wahlperiode%Mandate%Mandate%Mandate%Gesamtanzahl der Sitze im Gemeinderat%
1978–1984100,00121001279,5
1984–199058,63741,3751001276,0
1990–19967,83163,68828,4831001276,0
1996–200259,41740,5951001277,9
2002–200852,54647,4661001271,6
2008–201462,62837,3841001275,0
2014–202066,4833,441001260,1
Prozentanteile gerundet. Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung[4]

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Volker Müller (Woringer Liste).

Wappen

Das Wappen wurde am 27. Dezember 1974 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne auf grünem Dreiberg ein nach links gewendeter schwarzer Rabe, hinten ein silbernes Doppelkreuz.“

Die historische Herrschaft Woringen war im Besitz der Ravensburger Patrizierfamilie Möttelin zu Rappenstein, die den Raben als sprechendes Wappen führte. 1516 erwarb die Reichsstadt Memmingen die grundherrschaftlichen Rechte in Woringen und verkaufte sie 1547 an das Unterhospital in Memmingen weiter, in dessen Besitz sie bis zur Säkularisation 1803 verblieben. Dies kommt heraldisch in der hinteren Schildhälfte durch das Spitalkreuz des Memminger Unterhospitals zum Ausdruck.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammt vom Memminger Walter Braun.

Kirche Unser Frauen in Woringen

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 367 und im Bereich Handel und Verkehr 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 76 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 599. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1067 ha, davon waren 896 ha Dauergrünfläche. Woringen verfügt an der Autobahnauffahrt über ein Gewerbegebiet.

Verkehr

Woringen ist durch einen eigenen Autobahnanschluss an die A 7 und die E 532 (Memmingen-Füssen) angeschlossen. Die Kreisstraße MN 19 führt durch die Gemeinde. Der Bahnhof Woringen an der Illertalbahn von Ulm nach Kempten (Allgäu) wurde im 20. Jahrhundert stillgelegt.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • 100 Kindergartenplätze mit 67 Kindern
  • eine Volksschule mit zehn Lehrern und 171 Schülern

Weblinks

 Commons: Woringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. RI II,1 n. 171, in: Regesta Imperii Online. Abgerufen am 23. November 2017.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  4. Gemeinderatswahlen; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 09778219

Auf dieser Seite verwendete Medien

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(c) Stephan Baum, CC-BY-SA-3.0
Begriffsklärungs-Icon (Autor: Stephan Baum)
Woringen in MN.svg
Deutsch (de): Lagekarte von Woringen, Landkreis Unterallgäu, Bayern, Deutschland.
   markierte Kommune
   andere Kommune im Gemeindeverband
   andere Kommunen im Landkreis
   andere Landkreise im (Bundes-)land
Sitz der Verwaltung eines Gemeindeverbands  Sitz der Verwaltung eines Gemeindeverbands
   ausländische Staaten
   andere (Bundes-)Länder
   Seen und Meere
   Flüsse und Küstenlinien

See also: Projekt Landkreiskarten

English (en): Locator map of Woringen in District Unterallgäu, Bavaria, Germany.
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   rivers and coastlines

See also: Projekt Landkreiskarten (German)

français (fr): Plan de localisation de la municipalité Woringen dans L'Arrondissement d'Unterallgäu dans Bavière, Allemagne.
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   autres municipalités dans le même canton (Amt)
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   autres arrondissements dans le même Land
siège de l'administration d'un syndicat intercommunal  siège de l'administration d'un syndicat intercommunal
   autres pays
   autres Länder allemands
   lacs et mers
   rivières

Voir aussi: Projet Landkreiskarten (allemand)

hornjoserbsce (hsb): Poziciska karta gmejny Woringen, Landkreis Unterallgäu, Bayern, Němska.
   wuzběhnjena gmejna
   druhe gmejny w administratiwnym zwjazku (zarjadniski zwjazk etc.)
   druhe gmejny w samsnym wokrjesu
   druhe wokrjesny w samsnym kraju
administratiwne srjedźišćo gmejnskeho zwjazka  administratiwne srjedźišćo gmejnskeho zwjazka
   wukraj
   druhe němske kraje
   jězory a morja
   rěki a pobrjóhi

Hlej tež: projekt Landkreiskarten (němsce)

Nederlands (nl): Detailkaart van Woringen in de Landkreis Unterallgäu, Bayern, Duitsland.
   gemarkeerde gemeente
   andere gemeenten in het gemeenteverband
   andere gemeenten in de landkreis
   andere landkreise in de deelstaat
Bestuurszetel van een gemeenteverband  Bestuurszetel van een gemeenteverband
   andere landen
   andere deelstaten
   meren en zeeën
   rivieren en kustlijnen

Zie ook: Projekt Landkreiskarten (Duits)

Esperanto (eo): Situomapo de Woringen en Landkreis Unterallgäu, Bayern, Germanio.
   akcentita komunumo
   aliaj komunumoj en administra kunumunaro
   aliaj komunumoj en sama distrikto
   aliaj distriktoj en sama federacia lando
administra centro de kunumunaro  administra centro de kunumunaro
   ŝtatoj krom Germanio
   aliaj federaciaj landoj de Germanio
   lagoj kaj maroj
   riveroj kaj marbordoj

Vidu ankaŭ: Projekt Landkreiskarten (germane)

മലയാളം (ml): ജർമ്മനിയിലെ Bavaria, District Unterallgäu, Woringen ഭൂപടസ്ഥാനം.
   എടുത്തുകാണിക്കുന്ന നഗരസഭ
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   അതേ ജില്ലയിലുള്ള മറ്റ് നഗരസഭകൾ
   അതേ സംസ്ഥാനത്തുള്ള മറ്റ് ജില്ലകൾ
നഗരസഭാ സമിതിയുടെ ഭരണനിർവഹണ കേന്ദ്രം  നഗരസഭാ സമിതിയുടെ ഭരണനിർവഹണ കേന്ദ്രം
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   മറ്റ് ജർമ്മൻ സംസ്ഥാനങ്ങൾ
   തടാകങ്ങളും കടലുകളും
   നദികളും തീരപ്രദേശങ്ങളും

ഇതും കാണുക: Projekt Landkreiskarten (German)

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Der Rabe auf grünem Dreiberg erinnert an die Ravensburger Bürger Möttelin, genannt von Rappenstein, die 1417 die Herrschaft in Woringen erwarben. Sie führten in ihrem Wappen einen schwarzen Raben auf grünem Dreiberg. Die Burg und das Dorf kamen 1516 an die Reichsstadt Memmingen und 1547 weiter an das Unterhospital in Memmingen, wo sie bis zur Säkularisation 1803 blieben. Daran erinnert das silberne Doppelkreuz aus dem Wappen des Hospitals.
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Evang.-Luth. Kirche Unser Frauen in Woringen, Landkreis Unterallgäu, Bayern