Wolfgang Schmitz (Politiker, 1923)

(c) Foto: Oskar Spang, Stadtarchiv Bregenz, CC BY 4.0
Wolfgang Schmitz im Jahr 1964 als österreichischer Finanzminister

Wolfgang Schmitz (* 28. Mai 1923 in Wien; † 16. November 2008 ebenda) war ein österreichischer Finanzexperte und Politiker (ÖVP).

Leben

Wolfgang Schmitz war ab 1950 in der Wirtschaftskammer tätig. 1964 übernahm er in der Bundesregierung Klaus I das Amt des Finanzministers, das er bis 1968 innehatte (Bundesregierung Klaus II). Danach wurde er wie einige andere Finanzminister der Zweiten Republik zwischen 1968 und 1973 Präsident der Oesterreichischen Nationalbank. Nach dem Ende seiner Präsidentschaft kehrte Schmitz wieder in die Wirtschaftskammer zurück.

Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KaV Norica Wien im ÖCV und AV Edo-Rhenania Tokio, einem assoziierten Mitglied des CV. Er war Mitglied des Wiener Akademikerbunds.[1]

Am 16. November 2008 starb Schmitz nach langer und schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Wien. Er wurde am Neustifter Friedhof bestattet.[2] Im Jahr 2018 wurde in Wien Innere Stadt die Wolfgang-Schmitz-Promenade nach ihm benannt.

Schriften (Auswahl)

  • Der Welthandel geht jeden an. Wien 1955
  • Die österreichische Wirtschafts- und Sozialpolitik. Würdigung, Kritik, Ansatzpunkte. Wien 1961
  • Die Währung – eine offene Flanke staatlicher Verfassungsordnung. Ihre Schließung – ein Beitrag zur Festigung der freiheitlichen Demokratie. Wien 1983
  • Familie zwischen Steuerdruck und Sozialstaatsdebatte. Die Besteuerung der gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen in Österreich, Mängel und Korrekturvorschläge. Wien 1995
  • Socher, Karl (Hrsg.); Schmitz, Wolfgang: Wolfgang Schmitz – wirtschaftspolitische Weichenstellungen. 1963–1973, Reminiszenzen eines Jahrzehnts. Wien 1996
  • Wirtschaftsethik als Ordnungsethik in ihrem Anspruch an Sozial-, Konjunktur- und Währungspolitik. Berlin 2004

Weblinks

Commons: Wolfgang Schmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. https://www.wienerakademikerbund.org/mitglieder/
  2. Wolfgang Schmitz in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at

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Austria Bundesadler.svg
Wappen der Republik Österreich: Nicht gesetzeskonforme Version des österreichischen Bundeswappens, umgangssprachlich „Bundesadler“, in Anlehnung an die heraldische Beschreibung des Art. 8a Abs. 3 Bundes-Verfassungsgesetz mit zwar nach Wappengesetz detailliertem, aber schwarzem statt grauem Gefieder, mit zu grellem Gelb sowie mit inkorrekter Darstellung des Bindenschilds, da die weiße Binde zu breit und der untere rote Balken zu schmal sowie der Spitz, statt halbrund zu sein, zu flach gerundet ist:

Das ursprüngliche Staatswappen wurde in der ersten Republik Österreich im Jahr 1919 eingeführt. Im austrofaschistischen Ständestaat wurde es im Jahr 1934 wieder abgeschafft und, im Rückgriff auf die österreichisch-ungarische Monarchie, durch einen Doppeladler ersetzt. In der wiedererstandenen (zweiten) Republik im Jahr 1945 wurde das Bundeswappen mit dem Wappengesetz in der Fassung StGBl. Nr. 7/1945 in modifizierter Form wieder eingeführt. Der Wappenadler versinnbildlicht, diesem Gesetzestext entsprechend (Art. 1 Abs. 1), „die Zusammenarbeit der wichtigsten werktätigen Schichten: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden Stadtmauerkrone […]. Dieses Wappen wird zur Erinnerung an die Wiedererringung der Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens im Jahre 1945 dadurch ergänzt, dass eine gesprengte Eisenkette die beiden Fänge des Adlers umschließt.“

Mit dem Bundesverfassungsgesetz vom 1. Juli 1981, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929 geändert wird, BGBl. Nr. 350/1981, wurden die Wappengesetze von 1919 und 1945 außer Kraft gesetzt und dem Text des Bundes-Verfassungsgesetzes mit Artikel 8a B-VG eine Verfassungsbestimmung über die Farben, die Flagge und das Wappen der Republik Österreich hinzugefügt. Mit der Neuverlautbarung des Wappengesetzes mit BGBl. Nr. 159/1984 in § 1 in der grafischen Umsetzung der Anlage 1 wurde das Bundeswappen in seiner aktuellen Version eingeführt.
Wolfgang Schmitz in 1964.jpg
(c) Foto: Oskar Spang, Stadtarchiv Bregenz, CC BY 4.0
Der österreichische Finanzminister Wolfgang Schmitz, der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Keßler und der Vorarlberger Alt-Landeshauptmann und Finanzlandesrat Ulrich Ilg 1964 in Bregenz.