Walter Hoffmann (General)

Walter Hoffmann (* 5. März 1925 in Reichenberg; † 17. September 1996 in Bruchsal) war ein deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Hoffmann, Sohn eines Kaufmanns, trat am 1. Juli 1942 als Offizieranwärter beim Infanterie-Ersatz-Bataillon 477 in Meseritz in die Wehrmacht ein. Dort diente er bis September 1942. Nach dem Besuch der Kriegsschule V in Posen war er von März bis Juni 1943 als Gruppenführer im III. Bataillon des Grenadier-Regiments 122 der 50. Infanterie-Division im Kuban-Brückenkopf eingesetzt. Nach schwerer Verwundung war er von Juni bis September 1943 im Lazarett. Am 1. April 1944 wurde er zum Leutnant befördert und war von Juni bis August 1944 Ordonnanzoffizier und Kompanieführer im Grenadier-Regiment 1142 der 561. Infanterie-Division in Russland und Litauen. Nach erneuter Verwundung war er von August bis September 1944 im Lazarett. Danach war er erneut Kompanieführer im Grenadier-Regiment 1142 in Litauen und Ostpreußen. Eine weitere Verwundung brachte ihn von Oktober bis November 1944 erneut ins Lazarett. Danach war er von November 1944 bis Mai 1945 Bataillons-Adjutant im III. Bataillon des Grenadier-Regiments 67 der 23. Infanterie-Division in Ostpreußen.[1][2][3]

Von Mai 1945 bis September 1949 war Hoffmann in Kriegsgefangenschaft der Sowjetunion. Nach Erholung von dieser war er von März 1950 bis Mai 1951 Textil-Praktikant bei der Allgäuer Baumwollspinnerei und -weberei in Blaubach. Am 1. Juni 1951 trat er in den Bundesgrenzschutz ein, war bis September 1952 Zugführer in der Grenzschutzabteilung Süd in Deggendorf und von Oktober 1952 bis Juni 1956 Lehroffizier an der Grenzschutzschule in Lübeck, wo er am 7. November 1952 zum Beamten auf Lebenszeit und am 19. Juni 1954 zum Oberleutnant ernannt wurde.[1][2][3]

Am 1. Juli 1956 wurde Hoffmann als Hauptmann in die Bundeswehr übernommen, war bis Juni 1957 Kompaniechef im Grenadierbataillon 21 in Hannover, von Juli 1957 bis März 1959 Kompaniechef im Grenadierbataillon 51 in Nienburg/Weser, von April bis September 1959 Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) des Grenadierbataillons 32 bzw. nach Umbenennung des Grenadierbataillons 11 in Wolfenbüttel und von September 1959 bis März 1961 Offizier für Organisation im Stab der 1. Panzergrenadierdivision in Hannover.[1][2][3]

Von April 1961 bis September 1963 absolvierte Hoffmann den 4. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet[4] und im April 1963 zum Major ernannt wurde. Anschließend war er Generalstabsoffizier für Militärisches Nachrichtenwesen (G 2) der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster und ab April 1964 für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) jener Division. Von April 1967 bis Oktober 1969 war er, unter Ernennung zum Oberstleutnant, Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 172 in Hamburg und anschließend Hörsaalleiter in der Abteilung Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er im Januar 1972 Oberst wurde.[1][2][3]

Im April 1973 wurde Hoffmann Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 1 in Hildesheim[5.1] und im Oktober 1977 zum Brigadegeneral befördert.[1] Danach war er vom 24. August 1977 bis September 1979 Chef des Stabes des II. Korps in Ulm,[5.2] von Oktober 1979 bis März 1983, unter Ernennung zum Generalmajor,[1] Divisionskommandeur der 1. Luftlandedivision in Bruchsal[5.3] und ab April 1983 Stellvertretender Kommandierender General des III. Korps in Koblenz. Mit Ablauf des März 1985 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]

Hoffmann war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Kinder.[3]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 2, Hoffmann – Kusserow. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 405–406.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 223.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1982/1983. Bernard & Graefe, Bonn 1982, ISBN 3-7637-5262-5, S. 74.

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i Bradley et al. 2000 a. a. O.
  2. a b c d e f g Range 2013 a. a. O.
  3. a b c d e f g h i Sadlowski 1982 a. a. O.
  4. Hansgeorg Model, Jens Prause: Generalstab im Wandel: neue Wege bei der Generalstabsausbildung in der Bundeswehr. Bernard und Graefe, München 1982, ISBN 978-3-7637-5241-6, S. 197.
  5. Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955–1995 (= Kurt Mehner und Reinhard Teuber [Hrsg.]: Schriftenreihe Führung und Truppe. Band 5). Militair-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 978-3-931533-03-8.
    1. S. 58
    2. S. 50
    3. S. 56
  6. Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 276.