Walter Eschweiler

Walter Eschweiler (* 20. September 1935 in Bonn) ist ein ehemaliger deutscher Fußballschiedsrichter. Eschweiler leitete mehrere Europapokalfinals und eine Partie bei der WM 1982. Als Schiedsrichter bei der Fernsehshow Spiel ohne Grenzen wurde er zuvor einem breiten Publikum auch außerhalb des Fußballbereiches bekannt.
Pfeife der Nation
Erste große Bekanntheit erlangte Walter Eschweiler in den 1960er bis 1980er Jahren durch seine Rolle als Schiedsrichter in der vom Westdeutschen Rundfunk produzierten Spieleshow Spiel ohne Grenzen. Bei den nationalen Veranstaltungen war er nach den Moderatoren die präsenteste Persönlichkeit, die den Zuschauern vor Ort und am Bildschirm die Wertungsregeln der einzelnen Wettkampfspiele erläuterte sowie schließlich die Punktwertung vornahm. Anders als die wechselnden Moderatoren überdauerte er fast die gesamte Zeit der Ausstrahlung.
Später von Mitte der 1970er bis Anfang der 1990er Jahre gehörte er zu den bekanntesten deutschen Schiedsrichtern im Fußball mit nationaler und internationaler Einsatzstatistik. Als langjähriger Bundesliga- (seit 1966) und FIFA-Schiedsrichter (seit 1971) pfiff er 286 Bundesligaspiele, 89 Länderspiele und etliche Europapokalspiele, darunter sechs Finalpaarungen. Zudem leitete Eschweiler 1974 das erste Pokalfinale im deutschen Frauenfußball.
Höhepunkte waren dabei die Leitung des UEFA-Super-Cup-Spiels 1979 zwischen dem FC Barcelona und Nottingham Forest, das Finalrückspiel im UEFA-Pokal 1980/81 zwischen AZ 67 Alkmaar und Ipswich Town und das Finale im Europapokal der Pokalsieger 1981/82 zwischen dem FC Barcelona und Standard Lüttich.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 fungierte Eschweiler in zwei Spielen als Linienrichter. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 wurde er als Schiedsrichter eingesetzt und leitete am 18. Juni die Partie Italien-Peru (1:1). Während der Begegnung wurde er vom peruanischen Spieler José Velásquez versehentlich umgerannt. Eschweiler fiel nach hinten und verlor dabei seine Pfeife und die Karten. Er ließ sich dann kurz behandeln und pfiff schließlich das Spiel zu Ende. In der ersten und zweiten Finalrunde hatte er noch zwei Einsätze als Linienrichter. Weitere Höhepunkte sind Eschweilers Schiedsrichter-Einsätze bei bislang 14 Abschiedsspielen, von unter anderem Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Sepp Maier, Horst-Dieter Höttges, Pelé, Hermann Ohlicher, Dino Zoff und Ronnie Hellström.
Eschweiler pfiff das Studenten-WM-Finale Uruguay gegen Paraguay in Montevideo. Außerdem wurde er eingesetzt bei Militärweltmeisterschaften in Italien, Belgien, Ägypten und Deutschland.
Eschweilers unterhaltsamer Erzählstil bescherte ihm häufige Einladungen als Talkgast in Fernsehsendungen. Im Zuge dieser medialen Präsenz wurde er für einen 1993 entstandenen Werbespot für Kaubonbons der Marke Maoam engagiert, was seine Bekanntheit nochmals festigte.[1]
Sportdiplomat
Eschweiler war Beamter im Auswärtigen Dienst. Er absolvierte die Laufbahnprüfung des gehobenen Dienstes und wurde als Oberamtsrat pensioniert.
Ab 1986 war er als Sportrepräsentant im Referat für Internationale Sportbeziehungen tätig: Er betreute Sportler und große Verbände (IOC, FIFA, UEFA, DFB, DOSB usw.), machte Menschen aus Sport und Politik miteinander bekannt. Seine Zuständigkeit umfasste große Veranstaltungen, Auslandsreisen oder auch Sportler-Transfers.
Sonstiges
Eschweiler bekennt sich heute als Sympathisant von Bayer 04 Leverkusen.[2]
Weblinks
- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Walter Eschweiler - Sportdiplomat im Auswärtigen Amt. In: Fußball-Weltmeisterschaft 2006 (wm2006.deutschland.de), 6. September 2005
Einzelnachweise
- ↑ Werbespot, abgerufen am 24. Januar 2020
- ↑ RP Online:Welcher Promi zu welchem Klub hält ( vom 17. Juli 2010 im Internet Archive) (Nr. 52 in der Galerie)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eschweiler, Walter |
| ALTERNATIVNAMEN | Pfeife der Nation (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballschiedsrichter |
| GEBURTSDATUM | 20. September 1935 |
| GEBURTSORT | Bonn |
Auf dieser Seite verwendete Medien
UEFA Europa League logo (logo from 2024).
| Flagge von Bolivia* | |
|---|---|
| country | Template:I18n/Republic of Bolivia |
| genutzt von | Bolivia |
| von | 1851 |
| bis | Present |
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| Format | 15:22 |
| Form | Rechteck |
| Farben | Rot, Gelb, Grün
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| sonstige Eigenschaften | A horizontal tricolor of red, yellow and green. |
Flag of Australia, when congruence with this colour chart is required (i.e. when a "less bright" version is needed). See Flag of Australia.svg for main file information.
Flag of Italy from 1946 to 2003, when exact colors were specified.
Das Bild dieser Flagge lässt sich leicht mit einem Rahmen versehen
Flag of Hong Kong (1959–97). Granted on 21 January 1959, used until 30 June 1997
The flag of Brazil from 1968 to 1992 with 23 stars.
The flag of Brazil from 1968 to 1992 with 23 stars.
Autor/Urheber: Scroch, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Flag of Bulgaria (1971-1990). Flag of Bulgaria with Bulgarian coat from 1971.
Autor/Urheber: Scroch, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Flag of Bulgaria (1971-1990). Flag of Bulgaria with Bulgarian coat from 1971.
Die quadratische Nationalfahne der Schweiz, in transparentem rechteckigem (2:3) Feld.
Flagge Portugals, entworfen von Columbano Bordalo Pinheiro (1857-1929), offiziell von der portugiesischen Regierung am 30. Juni 1911 als Staatsflagge angenommen (in Verwendung bereits seit ungefähr November 1910).
Flag of the Socialist Federal Republic of Yugoslavia (1946-1992).
The design (blazon) is defined in Article 4 of the Constitution for the Republic of Yugoslavia (1946). [1]
The Ulster Banner is a heraldic banner based on former coat of arms from Northern Ireland. It was used by the Northern Ireland government in 1953-1973 with Edwardian crown since coronation of Queen Elizabeth II, based earlier design with Tudor Crown from 1924. Otherwise known as the Ulster Flag, Red Hand of Ulster Flag, Red Hand Flag.
The Ulster Banner is a heraldic banner based on former coat of arms from Northern Ireland. It was used by the Northern Ireland government in 1953-1973 with Edwardian crown since coronation of Queen Elizabeth II, based earlier design with Tudor Crown from 1924. Otherwise known as the Ulster Flag, Red Hand of Ulster Flag, Red Hand Flag.
Die Staatsflagge der Deutschen Demokratischen Republik, vom 1. Oktober 1959 bis 3. Oktober 1990
Flag of Romania, (21 August 1965 - 22 December 1989/officialy 27 December 1989).

Construction sheet of the Flag of Romania as depicted in Decree nr. 972 from 5 November 1968.
- l = 2/3 × L
- C = 1/3 × L
- S = 2/5 × l
Flagge Österreichs mit dem Rot in den österreichischen Staatsfarben, das offiziell beim österreichischen Bundesheer in der Charakteristik „Pantone 032 C“ angeordnet war (seit Mai 2018 angeordnet in der Charakteristik „Pantone 186 C“).
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FIFA, oder die Spanier?
, Lizenz: LogoFußball-Weltmeisterschaft 1982
Autor/Urheber: Frank Schwichtenberg, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Walter Eschweiler beim Tag der Legenden 2016 in Hamburg
This is the flag of Bahrain used from 5 October 1950 until 14 February 2002. The base image is from the 2002 CIA World Factbook (mirrored at UMSL). I have removed the border and recolored the red section according to Image:Flag of Bahrain.svg.
Flag of Hong Kong (1959–97). Granted on 21 January 1959, used until 30 June 1997
Flag of Argentina from 1861 to 2010. It is using a 9:14 aspect ratio, which was the norm prior to November 2010.
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Konsul Walter Eschweiler und Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut am 12.12.2015 in Paris
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Unbekannt
, Lizenz: LogoLogo des UEFA Super Cups seit 2006



