Waikīkī

Waikīkī (deutsch meist Waikiki) ist ein Stadtteil von Honolulu, im Süden von Oʻahu, einer der Hawaii-Inseln, und hat mit dem gleichnamigen Waikīkī-Strand einen der berühmtesten Strände der Welt. Waikīkī erstreckt sich entlang der Küste im Südosten Honolulus bis zum Diamond Head. Die nördliche Grenze bildet der Kanal Ala Wai.

Waikīkī bedeutet in der Sprache der Ureinwohner „sprudelndes Frischwasser“[1] und meint die Quellen und Flüsse, die die Feuchtgebiete speisten, die Waikīkī ehemals vom Landesinneren trennten.

Ursprünglich war Waikīkī ein Rückzugsort für Angehörige der königlichen Familie Hawaiis im 19. Jahrhundert, welche dort Wellenreiten lernten. Erste kleinere Hotels wurden gegen 1880 gebaut. Waikīkī hat sich mit mehreren renommierten Hotels (u. a. das Royal Hawaiian Hotel) zu einer touristischen Hochburg Hawaiis entwickelt.

Die Hauptgeschäftsstraße von Waikīkī ist die Kalākaua Avenue, die nach König David Kalākaua benannt wurde. An dieser Straße liegen auch die größten Hotels der Stadt. Am östlichen Ende, kurz vor Diamond Head, befindet sich der Honolulu Zoo. Berühmt ist der Strandabschnitt Waikīkī Beach, auf dem sich eine Statue des hawaiischen Sportstars Duke Kahanamoku befindet.

In Waikiki befinden sich die Kapaemāhū, die vier großen „Steine des Lebens.“ Sie wurden bereits vor dem 16. Jahrhundert als Kultstätte errichtet für die vier legendären Zwitterwesen māhū,[2] die die Heilkunst von Tahiti nach Hawaii gebracht haben sollen. Deren gleichnamiger Anführer soll ihren Geist auf die Steine übertragen haben.[3] Die Steine sind inzwischen Teil eines Monuments und gelten als wichtiges Beispiel für die heiligen Steine der Inselgruppe[4] sowie dem einheimischen Verständnis von Geschlecht.[5] 2020 waren sie Thema eines gleichnamigen Kurztrickfilms.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Waikīkī. In: Hawaiian Dictionaries.; wai. In: Hawaiian Dictionaries.
  2. māhū. In: Hawaiian Dictionaries.
  3. Boyd, James H. 1907. “Tradition of the Wizard Stones Ka-Pae-Mahu.” Hawaiian Almanac and Annual, ed. Thomas Thrum.
    • Feeser, Andrea and Gaye Chan. 2006. Waikiki: A History of Forgetting and Remembering. University of Hawaii Press.
    • Grant, Glen. 1996. Waikiki Yesteryear. Mutual Pub Co.
    • Gutmanis, June. 1984. Pohaku, Hawaiian Stones: Brigham Young University Press.
  4. Dean Hamer, Hinaleimoana Wong-Kalu: Kapaemahu: Toward Story Sovereignty of a Hawaiian Tradition of Healing and Gender Diversity. In: The Contemporary Pacific. 34. Jahrgang, Nr. 2, 2022, ISSN 1527-9464, S. 255–291 (englisch, jhu.edu).

Koordinaten: 21° 16′ N, 157° 49′ W

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Aerial view of The Waikiki Shell is a venue for outdoor concerts and other large gatherings in Waikiki area of Honolulu, Hawaii right next to Diamond Head. Built in 1956 and has seating for 8,000.
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Waikiki beach Public domain, copyright disclaimed. This is a zoom and crop of an image shot roughly westward from Diamond Head on a trip on March 11, 2004.
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Kapaemahu (The Stones of Life) in Waikīkī.
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Waikiki Beach on March 2, 2024. View towards Diamond Head
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Der Strand von Waikiki auf Oahu.