WWF Club

Fernsehsendung
OriginaltitelWWF Club
ProduktionslandDeutschland
GenreEntertainment-Show
Erscheinungsjahre1980–1990
Länge50 Minuten
Episoden400
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich (jeweils freitags im Vorabendprogramm)
Produktions-
unternehmen
Rhewes-Film, später Filmpool
MusikPeter Thomas
Premiere5. Sep. 1980 auf Deutsches Fernsehen
Moderation
Das Gebäude des ehemaligen WWF Clubs im Jahr 2014

Der WWF Club war eine wöchentliche Show des Westdeutschen Werbefernsehens (WWF), die freitags live und vor Publikum im regionalen Vorabendprogramm des WDR im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Sendung wurde von den Moderatoren Jürgen von der Lippe (als Hausmeister), Marijke Amado und Frank Laufenberg moderiert. Ab 1985 ersetzte Jürgen Triebel Jürgen von der Lippe.

Der Schwerpunkt der Sendung waren die nationalen und internationalen Musik-Acts der Sendung. Neben der Musik bestand die Sendung aus Sketchen, Spielen, Interviews, Pantomime (Mehmet Fıstık) und Wissenswertem (Professor Pi-Quadrat, dargestellt von Alexander von Cube). Regelmäßiger Bestandteil der Sendung war auch eine Roboter-Puppe namens Bruno (gebaut von Lehrlingen des Kölner Versorgungsunternehmens GEW, heute Rheinenergie), der regelmäßig Kommentare abgab. Feste Bestandteile waren auch die „Witze-Ecke“ von Jürgen von der Lippe oder auch dass Marijke Amado „wuscheln“ ließ (das bedeutete, den Gewinner eines Preisausschreibens nach sorgfältigem Vermischen der Karten zu ziehen). Eine zeitlang war die Peter-Weisheit-Band die Hausband des WWF-Clubs.

Prägend für die Sendung waren die spontane, improvisierte Art der Präsentation und der anarchische Humor. So passierten häufig auch während der Musikdarbietungen der Stargäste überraschende (aber von der Redaktion geplante) Dinge, sei es, dass Kulissen zusammenbrachen, die Moderatoren kostümiert im Hintergrund auftauchten, oder ähnliches. Regelmäßig gab es auch Explosionen, Rauch etc. Am Karnevalsfreitag eines jeden Jahres gab es eine Karnevals-Sondersendung. Auch die Weihnachtssendungen waren ein jährliches Ritual, wo jedes Jahr ein Weihnachtsengel auf unterschiedliche Art und Weise durchs Studio flog, um schließlich irgendwo gegen die Kulissen zu fliegen.

Von 1980 bis 1990 wurden rund 400 Sendungen à 50 Minuten produziert. Die erste Sendung wurde am 5. September 1980 ausgestrahlt, die letzte Ausgabe lief am 25. Mai 1990. Ab der 36. Folge wurden einige Ausgaben auch über die ARD-Sender von Radio Bremen verbreitet. Produziert wurde die Sendung von Rhewes-Film, später Filmpool. Als Studio diente ein ehemaliges Fabrikgebäude der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken am Beginn der Neusser Landstraße in Köln, in dem sich heute eine Diskothek befindet.

Aufgrund des lockeren Niveaus der Sendung hieß sie umgangssprachlich auch „Warme Würstchen Fanclub“.

Die nach einem Algorithmus aus der Telefonnummer des Clubs komponierte Titelmelodie stammt von Peter Thomas und seinem Orchester. Nino de Angelo hatte im WWF Club seinen ersten Fernsehauftritt mit dem Song Ein Engel fliegt durch die Nacht. 2004 wurde eine Doppel-CD mit einigen Hits aus der Sendung veröffentlicht.

Am 3. August 2012 wurden eine 3-CD-Box sowie eine 3-DVD-Box bei Sony Music veröffentlicht. Einzelne auf ca. 30 Minuten Länge zusammengeschnittene Folgen wurden auf Einsfestival ausgestrahlt. Eine erstmalige Wiederholung von sechs kompletten Sendungen in Originallänge (darunter auch die Premieren-Sendung) wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2018 im WDR-Fernsehen gesendet.

Anlässlich des 40. Geburtstages des WWF Clubs hatte am 28. August 2020 Bettina Böttinger in einer Ausgabe des Kölner Treff, die sich nur dem WWF-Club widmete, die damaligen Moderatoren Jürgen von der Lippe, Marijke Amado, Frank Laufenberg und Jürgen Triebel zu Gast.[1]

Dokumentation

  • 2018: Bahnbrechend bekloppt – Der legendäre WWF Club (45-minütige Dokumentation von Oliver Schwabe für das WDR-Fernsehen.)[2]

Einzelnachweise

  1. Talk mit Moderator Jürgen von der Lippe und Moderatorin Marijke Amado - Kölner Treff - Sendungen A-Z - Video - Mediathek - WDR. 28. August 2020, abgerufen am 30. August 2020.
  2. Bahnbrechend bekloppt – Der legendäre WWF Club. In: programm.ard.de. 2. Oktober 2018, abgerufen am 31. Juli 2022.

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Gebäude des WWF-Clubs im Jahr 2014