W1A

Fernsehserie
TitelW1A
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahre2014–2017 (2020, 2024)
Länge30 Minuten
Episoden14 (+ 1 Webisode, 1 Special) in 3 Staffeln
IdeeJohn Morton
RegieJohn Morton
DrehbuchJohn Morton
ProduktionPaul Schlesinger
Erstausstrahlung19. März 2014 auf BBC Two

W1A ist eine britische Comedy-Fernsehserie der BBC von John Morton und Fortsetzung zu dessen Serie Twenty Twelve, aus der die Hauptfigur Ian Fletcher (Hugh Bonneville) eine Management-Position bei der BBC übernimmt.

Der Titel der Serie kommt von der Postadresse des BBC Broadcasting House.[1]

Handlung

Ian Fletcher, der zuvor das Komitee Olympic Deliverance Commission zur Organisation der Olympischen Sommerspiele 2012 in London geführt hat, wird nun von der Sendeanstalt BBC als Head of Values eingestellt, um sie auf eine klare neue Richtung für die Zukunft auszurichten. Dazu muss er sich mit der Unternehmensstruktur und der Senderprogrammierung und etwa mit Kürzungen von Finanzen, Ressourcen und Programminhalten befassen. Im Irrglauben, sie hätten für die Olympischen Spiele gut zusammengearbeitet, wird ihm erneut Siobhan Sharpe als Brand Consultant an die Seite gestellt.

W1A wird erneut wie Twenty Twelve mit einem Erzähler als Mockumentary, die Fletchers Bemühungen verfolgt, dargestellt.

Figuren und Besetzung

Die Serie erschien nicht in Deutschland und wurde daher bislang nicht auf Deutsch synchronisiert.

DarstellerRolleFunktionFolgen
Hauptrolle
Folgen
Nebenrolle
David TennantErzähler1.01–3.06, Special
Hugh BonnevilleIan FletcherHead of Values1.01–3.06, Webisode, Special
Jessica HynesSiobhan SharpeBBC Brand Consultant1.01–3.06, Special
Monica DolanTracey PritchardSenior Communications Officer1.01–3.06, Webisode, Special
Jason WatkinsSimon HarwoodDirector of Strategic Governance1.01–3.06, Webisode
Sarah ParishAnna RamptonHead of Output (1–2)
Director of Better (2–3)
1.01–3.06, Webisode
Nina SosanyaLucy FreemanProducer (1–2)
Head of Inclusivity (2–3)
1.01–3.06
Hugh SkinnerWill HumphriesPraktikant (1–2)
Ians Assistent (2–3)
1.01–3.06, Special
David WestheadNeil ReidController of News and Current Affairs2.01–3.06, Webisode1.01, 1.03–1.04
Rufus JonesDavid WilkesEntertainment Format Producer (1–2)
Senior Executive (2)
Commissioning Editor (3)
2.01–3.061.01–1.02, 1.04
Ophelia LovibondIzzy GouldSimon Harwoods Assistentin (1–2)
Development Producer
2.01–3.061.01–1.04
Jonathan BaileyJack PattersonAnna Ramptons Assistent
Exec in Betterness Development
2.01–3.061.01–1.04
Ivan GonzalezJerry GuildencrantzDigital Strategist1.01–3.05
Max OleskerBen Rosencrantz1.01–3.05
Daniel IngsMatt TavernerHead of Comedy/Drama (1–2)
Head of Output (2–3)
1.03, 2.01–3.01, 3.03, 3.05
Alex BeckettBarney LumsdenIdeation Architect1.03–2.01, 2.04–3.01, 3.03, 3.06
Sara PascoeCoco LomaxTrending Analyst1.03, 2.01, 3.01, 3.03, 3.06
Joel FryKarl MarxVirtual Concept Designer1.03, 2.01, 3.01, 3.03, 3.06

Hugh Bonneville, Jessica Hynes, Alex Beckett, Sara Pescoe und Joel Fry kehren mit denselben Rollen in Twenty Twelve zurück, sowie Tennant als Erzähler. Olivia Colman als Sally Owen aus Twenty Twelve hat einen Episodenauftritt.

Viele BBC-Führungskräfte, Moderatoren und andere Fernsehpersönlichkeiten haben Gastauftritte als sie selbst, darunter beispielsweise Carol Vorderman, Salman Rushdie, Gary Lineker und Lenny Henry.

Episodenübersicht

Alle Episoden wurden von John Morton sowohl geschrieben als auch inszeniert. Anders als bei Twenty Twelve tragen die Episoden keine Titel, sondern sind nur nummeriert.

St.Ep.Ausstrahlung
1419. März – 9. Apr. 2014
2423. Apr. – 14. Mai 2015
3618. Sep – 23. Okt. 2017

Zusätzlich erschien am 21. Mai 2020 eine Webisode zur COVID-19-Pandemie im Vereinigten Königreich, in der die Figuren sich als COVID-19 Bounce Back Group der BBC treffen,[2] und ein Comic Relief Special am 15. März 2024, dem Red Nose Day, in dem die Figuren einen Nachfolger für Lenny Henry suchen.[3]

Rezeption

Rezensionen

Sam Wollaston vom Guardian bezeichnete die Satire nur als „knabbernd“ statt bissig, da sich die Realität als witziger erwies, und fragte sich für wen die Eigensatire der BBC gemacht sein soll. Während BBC-Moderator John Humphrys gesagt haben soll, sie sei sehr witzig, außer wenn man ein BBC-Boss ist, befand Wollaston das Gegenteil: nur wenn man ein BBC-Boss sei, dort arbeite oder jemanden kenne, der dort arbeitet, sei sie witzig, und für alle außerhalb dieser Blase eher nervig. Das Vorzeigen, dass man die eigene Lächerlichkeit zugeben und über sich selbst lachen könne, wirke manchmal eher selbstgefällig.[4] Der Blick in den Spiegel sei ein leichtes Schmunzeln über sich selbst, ein verspielter Klaps auf den Po statt ein rechter Tritt in den Schritt.[5]

Für den Independent fand Grace Dent, die dieses Leben gelebt habe und in solchen Meetings wie die gezeigten gesessen habe, die Serie als genau beobachtend und schmerzhaft witzig; es sei eine Konfettiparade an wiedererkennbaren Sorgen.[6] Charlotte Higgins vom Guardian wiederum fand, dass sie zum einen in der Darstellung der BBC schrecklich plausibel sei, aber zum anderen auch für Uneingeweihte funktioniere, weil sie instinktiv an Büroleben erinnere.[7]

Auszeichnungen

  • British Academy Television Awards
    • 2015: Auszeichnung für die Beste weibliche Comedy-Performance an Jessica Hynes
    • 2015, 2016: Nominierung für die Beste männliche Comedy-Performance an Hugh Bonneville
  • Broadcasting Press Guild Awards 2015: Auszeichnung als Beste Comedy
  • Royal Television Society 2015: Auszeichnung für Bester Filmschnitt einer Comedy
  • Writer’s Guild of Great Britain Awards 2016: Nominierung als Beste Sitcom

Einzelnachweise

  1. John Plunkett: BBC's Twenty Twelve sequel to focus on the corporation itself. In: The Guardian. 5. Dezember 2013, abgerufen am 27. August 2024 (englisch).
  2. W1A makes a surprise return. In: Chortle. 21. Mai 2020, abgerufen am 29. August 2024 (englisch).
  3. W1A cast reunite to find Sir Lenny Henry’s Red Nose Day replacement host. In: BBC Online. 8. März 2024, abgerufen am 29. August 2024 (englisch).
  4. Sam Wollaston: W1A review: ‘nibbling, not biting, satire’. In: The Guardian. 24. April 2015, abgerufen am 31. August 2024 (englisch).
  5. Sam Wollaston: W1A review – the Way Ahead is behind, and it’s brilliant, hurrah, joyous. In: The Guardian. 19. September 2017, abgerufen am 31. August 2024 (englisch).
  6. Grace Dent: Grace Dent on TV: W1A is the BBC pulling its pants down and slapping its own bare cheeks. In: The Independent. 24. April 2015, abgerufen am 31. August 2024 (englisch).
  7. Charlotte Higgins: We love W1A. But, dear BBC, is it wise to lay bare your foibles so mercilessly? In: Guardian. 15. Mai 2015, abgerufen am 31. August 2024 (englisch).