Virginia (U-Boot)

Virginia
Die Virginia im Juli 2004
Die Virginia im Juli 2004
Schiffsdaten
FlaggeVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
SchiffstypU-Boot
KlasseVirginia-Klasse
HeimathafenGroton
BauwerftElectric Boat, Groton
Bestellung1. September 1998
Kiellegung2. September 1999
Stapellauf16. August 2003
Übernahme12. Oktober 2004
Indienststellung23. Oktober 2004
Schiffsmaße und Besatzung
Länge115 m (Lüa)
Breite10,4 m
Tiefgang (max.)9,5 m
Verdrängungunter Wasser: 7.925 t
 
Besatzung134
Maschinenanlage
Maschine1 × S9G-Reaktor,
2 × Dampfturbinen
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat30.000 kW (40.789 PS)
Höchst­geschwindigkeit25 kn (46 km/h)
Propeller1 Düsenringpropeller
Einsatzdaten U-Boot
Tauchtiefe, max.244 m
Bewaffnung
Sensoren
  • BPS-16-Navigationsradar
  • BQQ-10(V4)-Sonar
  • BVS-1-Optronikmast

Die Virginia, auch USS Virginia (Kennung: SSN-774), ist ein atomgetriebenes Jagd-U-Boot und Typschiff der gleichnamigen Klasse der United States Navy. Das U-Boot ist nach dem US-amerikanischen Bundesstaat Virginia benannt.

Geschichte

Bau

Die Virginia wurde 1999 bei Electric Boat in Groton, Connecticut auf Kiel gelegt, der Stapellauf erfolgte im August 2003. Das Boot wurde von Lynda Johnson Robb, Frau eines ehemaligen Gouverneurs von Virginia und Tochter von Lyndon B. Johnson, getauft. Am 23. Oktober 2004 wurde die Virginia in Dienst gestellt, ihr erster Kommandant war David J. Kern. Das Boot ist das erste ohne herkömmliches Periskop. Als Ersatz wird ein Kamera-System mit Rundumsicht verwendet.[1]

Einsätze

Am 23. November 2005 beendete die Virginia ihren ersten Einsatz. Am 12. Januar 2006 wurde sie in die Schiffswerft von Electric Boat gebracht, wo sie den Großteil des Jahres 2006 eine post-shakedown-availability-Phase durchlief. Dabei wird allgemein die erste Einsatzfahrt ausgewertet und wenn nötig auch kleinere Reparaturen vorgenommen. Bis 2009 folgten mehrere weitere kleinere Verlegungen. Erst im Oktober 2009 begann die Virginia die erste reguläre, sechs Monate lange Einsatzfahrt ins Mittelmeer. Am 1. September 2010 dockte das U-Boot in der Portsmouth Naval Shipyard ein, um die erste Überholung durchführen zu lassen.[2]

Trivia

Im November 2024 verfing sich die USS Virginia im Malangsfjord bei Tromsø in einem verankerten Fischernetz und zog es dreieinhalb Kilometer mit sich, bevor es die norwegische Küstenwache entfernte.[3]

Commons: USS Virginia (SSN-774) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Virginia Class. 28. März 2013, abgerufen am 24. Februar 2023.
  2. Submarine Photo Index. Abgerufen am 24. Februar 2023.
  3. Amerikanisches Atom-U-Boot geht norwegischen Fischern ins Netz. In: Spiegel Online. 15. November 2025, abgerufen am 23. September 2025.

Auf dieser Seite verwendete Medien

US Navy 040730-N-1234E-002 PCU Virginia (SSN 774) returns to the General Dynamics Electric Boat shipyard.jpg
Groton, Conn. (July 30, 2004) - The nation’s newest and most advanced nuclear-powered attack submarine and the lead ship of its class, PCU Virginia (SSN 774) returns to the General Dynamics Electric Boat shipyard following the successful completion of its first voyage in open seas called "alpha" sea trials. Virginia is the Navy’s only major combatant ready to join the fleet that was designed with the post-Cold War security environment in mind and embodies the war fighting and operational capabilities required to dominate the littorals while maintaining undersea dominance in the open ocean. Virginia and the rest of the ships of its class are designed specifically to incorporate emergent technologies that will provide new capabilities to meet new threats. Virginia will be delivered to the U.S. Navy this fall. U.S. Navy photo by General Dynamics Electric Boat (RELEASED)