Virandeville

Virandeville
Virandeville (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNormandie
Département (Nr.)Manche (50)
ArrondissementCherbourg
KantonCherbourg-en-Cotentin-3
GemeindeverbandCotentin
Koordinaten49° 34′ N, 1° 44′ W
Höhe31–95 m
Fläche8,22 km²
Einwohner771 (1. Januar 2022)
Bevölkerungsdichte94 Einw./km²
Postleitzahl50690
INSEE-Code
Websitewww.virandeville.com

Mairie Vieandeville

Virandeville ist eine französische Gemeinde mit 771 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehört zum Kanton Cherbourg-Octeville-3.

Geografie

Virandeville liegt auf der Halbinsel Cotentin an der D650, zwölf Kilometer südwestlich von Cherbourg-Octeville, zehn Kilometer südwestlich von Équeurdreville-Hainneville und sieben Kilometer nordöstlich der Küste des Ärmelkanals bei Siouville-Hague. Nachbargemeinden von Virandeville sind Saint-Christophe-du-Foc im Süden, Teurthéville-Hague im Nordosten und Helleville im Westen. Außerdem gehören zu Virandeville die Weiler Hameau les Contes und Baudretot. Die Divette fließt westlich des Ortskerns durch das Gemeindegebiet.

Geschichte

Laut François de Beaurepaire[1] ist der Ortsname gallischen Ursprungs und entstand aus dem Wort eganda, einem Synonym für „Wasser“. Der Zusatz -villa sei im 10. Jahrhundert erfolgt.[2] Laut Ernest Nègre wurde Virandeville als Virandevilla zwischen 996 und 1008 erstmals urkundlich erwähnt. Er nimmt an, dass Wirandus eine Form eines germanischen Namens gewesen sei, der mit Guirandus verwandt war[3]. Oder ist das erste Element der germanische Name Wirandus[4].

Die Priorei Sainte-Croix wurde 1197 in Virandeville gegründet, sie gehörte zuerst zur Benediktinerabtei in Saint-Sauveur-le-Vicomte und später zur Abtei von Saint-Pierre-de-Cormeilles. Während der Französischen Revolution (1789–1799) wurden die Reliquien des 1859 seliggesprochenen Thomas Hélye (1180–1257) in Virandeville aufbewahrt.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920102018
Einwohner536504468631731762804788

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Saint-Amand
  • Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die zur Priorei Sainte-Croix gehörte, heute Wohngebäude.[2]
Kirche Saint-Amand
Commons: Virandeville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. François de Beaurepaire: Les Noms des communes et anciennes paroisses de la Manche. A. et J. Picard, Paris 1986, ISBN 2-7084-0299-4, vgl. in Google Books, Französisch.
  2. a b Virandeville im Webangebot der CC Douve et Divette (Memento vom 8. Juni 2010 im Internet Archive) (französisch). Abgerufen am 8. März 2010.
  3. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2: Formations non-romanes, formations dialectales (= Publications Romanes et Françaises. 194). Librairie Droz, Genf 1996, ISBN 2-600-00133-6, S. 952 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  4. René Lepelley: Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie. Presses universitaires de Caen u. a., Caen u. a. 1993, ISBN 2-905461-80-2, Seite 271.
  5. @1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.frVirandeville auf quid.fr (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2010. Suche in Webarchiven) (französisch). Abgerufen am 11. März 2010

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