Vigeois

Vigeois
Visoas
StaatFrankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Corrèze (19)
ArrondissementTulle
KantonAllassac
GemeindeverbandPays d’Uzerche
Koordinaten45° 23′ N, 1° 31′ O
Höhe227–452 m
Fläche43,70 km²
Einwohner1.255 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte29 Einw./km²
Postleitzahl19410
INSEE-Code
Websitewww.vigeois.com

Rathaus

Vigeois (okzitanisch Visoas) ist eine französische Gemeinde im Département Corrèze am westlichen Rand des Zentralmassivs. Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays d’Uzerche. Die Einwohner nennen sich Vigeoyeux(ses).

Geografie

Brunnen in Vigeois

Tulle, die Präfektur des Départements, liegt ungefähr 30 Kilometer südöstlich, Brive-la-Gaillarde etwa 35 Kilometer leicht südlich und Uzerche rund 8 Kilometer nordöstlich. Das Gemeindegebiet wird von der Vézère sowie deren Zuflüsse Brézou und Loyre durchflossen.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Vigeois sind Saint-Ybard und Uzerche im Norden, Perpezac-le-Noir im Südosten, Saint-Bonnet-l’Enfantier im Südosten, Estivaux und Orgnac-sur-Vézère im Süden, Troche im Westen und Saint-Martin-Sepert im Nordwesten.

Verkehr

Die Anschlussstelle 45 zur Autoroute A20 liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich. Im Zentrum des Ortes befindet sich der Bahnhof, der ein Haltepunkt der Linie Orléans-Montauban ist.

Geschichte

Funde aus der Jungsteinzeit, aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. und wiederum Funde aus der gallisch-römischen Zeit bis hin zur ersten Erwähnung einer religiösen Gemeinschaft im 6. Jahrhundert, gegründet 572 durch Aredius von Limoges, belegen eine lange ununterbrochene Besiedlungsgeschichte der Gegend um Vigeois. Der Name war damals allerdings noch Vosia, bis 16. Jahrhundert änderte sich der Name in Vigeas, um später dann die heutige Form anzunehmen. Natürlich litt diese Abtei, wie alle anderen auch, unter den mittelalterlichen Vorkommnissen wie Plünderungen, Überfällen und Brandschatzungen durch die lokalen Herrschaften. Dennoch bestand seit 1082, mit Hilfe der Abtei Saint-Martial de Limoges, eine interne feste Organisation, dazu gehörten auch mehrere Ableger der Abtei in anderen Orten sowie seit dem 12. Jahrhundert eine Bibliothek. Großen Anteil daran hatte Geoffroy du Breuil, auch Geoffroy de Vigeois genannt, Prior der Abtei Saint-Pierre von Vigeois. Er verfasste dort eine Chronik der über den mittelalterlichen Limousin und die ersten Kreuzzüge. Auch während des Hundertjährigen Krieges und der Hugenottenkriege wurde das Kloster mehrfach geplündert und gebrandschatzt. Im 17. Jahrhundert erschlaffte das Klosterleben in Vigeois und die Abtei schloss sich den Benediktinern an. Die Klosterbauten verschwanden nach der Französischen Revolution, übrig blieb nur die Abteikirche. Mit dem Bau der Bahnlinie Paris-Toulouse zwischen 1882 und 1892 entwickelte sich Vigeois signifikant (1886 hatte der Ort über 4000 Einwohner), dabei entstand im Bereich des Bahnhofes ein neues wirtschaftliches Zentrum für die Region[1].

Wappen

Beschreibung: In Silber drei rote zum Schildfuß verschobene Balken und jeweils in Silber drei schwarze Hermelinschwänze.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920062017
Einwohner16821497134613401210119111181195

Sehenswürdigkeiten

  • Die Abtei Saint-Pierre, ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert, ist seit dem 9. Februar 1927 als Monument historique klassifiziert[2].
  • Die Brücke der Engländer, eine Brücke über die Vézère

Persönlichkeiten

  • Geoffroy du Breuil († 1184), französischer Geistlicher und Chronist, Abt von Vigeois
  • Marcelle Praince (1882–1969), französische Filmschauspielerin, in Vigeois geboren

Weblinks

Commons: Vigeois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 30. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vigeois.com
  2. Eintrag Nr. PA00099957 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

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