Veselin Vujović

Veselin Vujović
Veselin Vujović

Veselin Vujović (2016)

Spielerinformationen
Spitzname„Vujo“
Geburtstag19. Januar 1961
GeburtsortCetinje, Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien
StaatsbürgerschaftMontenegriner montenegrinisch
Körpergröße1,96 m
SpielpositionRückraum links
Wurfhandrechts
Vereinslaufbahn
von – bisVerein
0000–1979Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Lovćen Cetinje
1979–1988Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Metaloplastika Šabac
1988–1993SpanienSpanien FC Barcelona
1993–1995SpanienSpanien BM Granollers
Nationalmannschaft
 Spiele (Tore)
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien183 (738)
Stationen als Trainer
von – bisStation
1995–1999Serbien und Montenegro Metaloplastika Šabac
2000–4/2003SpanienSpanien BM Ciudad Real
0000–2006Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro
0000Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro (Jugend)
2006–1/2010Nordmazedonien RK Vardar Skopje
1/2010–12/2010Katar al-Sadd Sport Club
4/2011–2013Nordmazedonien RK Vardar Skopje
2013–2014Vereinigte Arabische Emirate al Shabab
2014–2016Kroatien RK Zagreb
2015–2019Slowenien Slowenien
2017–2018Slowenien RD Koper 2013
2018–2019Serbien RK Železničar Niš
2019–2020Kroatien RK Zagreb
1/2021–2021Bosnien und Herzegowina RK Borac Banja Luka
2021–12/2021Nordmazedonien RK Vardar Skopje
2022–Iran Iran

Stand: 17. März 2022

Veselin „Vujo“ Vujović (serbisch-kyrillisch Веселин Вујовић; * 19. Januar 1961 in Cetinje, SR Montenegro, SFR Jugoslawien) ist ein montenegrinischer Handballtrainer und ehemaliger jugoslawischer Handballspieler.

Mit 1,96 m Körperlänge spielte er im linken Rückraum. Er gilt als einer der weltbesten, erfolgreichsten, allerdings auch umstrittensten Handballspieler der 1980er Jahre. Als erster Handballspieler wurde er 1988 zum Welthandballer gewählt.

Karriere

Als Spieler

Mit 20 Jahren begann er beim jugoslawischen Spitzenklub Metaloplastika Šabac. 1988 wechselte er nach Spanien zum FC Barcelona und 1993 zu BM Granollers.

Als Trainer

Nach seinem Karriereende im Jahr 1995 wurde er Trainer bei Metaloplastika Šabac und ab 2000 beim spanischen Erstligisten BM Ciudad Real. Diese Position verlor er im April 2002, nachdem er im Final-Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger nach dem Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt den Flensburger Spieler Lars Christiansen niedergestreckt hatte. Anschließend war er auf den am Boden liegenden Lars Krogh Jeppesen getreten. Er erhielt dafür von der EHF eine zehnmonatige Sperre und 9.000 Euro Geldstrafe.[1][2]

2005 führte er die Jugend-Nationalmannschaft von Serbien-Montenegro zum ersten Jugend-Weltmeisterschaftstitel. Bei der Europameisterschaft 2004 in Slowenien gewann die von ihm trainierte serbisch-montenegrinische Nationalmannschaft gegen den späteren Europameister Deutschland im Eröffnungsspiel 28:26. Seine Mannschaft wurde dann Sechster. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Tunesien wurde seine Mannschaft Fünfter. Bei der Europameisterschaft 2006 in der Schweiz erreichte seine Mannschaft nur den neunten Platz. Dies führte wie auch der Vorwurf, er hätte seinen Spielern ein absichtliches Verlieren im Spiel gegen Kroatien vorgeschlagen, mit zu seiner Ablösung durch Jovica Cvetković. Mit ihm tauschte er quasi seinen Arbeitgeber, denn Veselin Vujović trainierte anschließend die mazedonische Mannschaft von RK Vardar Skopje, wo Jovica Cvetković zuvor als Trainer tätig war. Am 23. November 2008 attackierte Vujović nach einem Europapokalspiel zwischen Vardar Skopje und den Kadetten Schaffhausen die Schiedsrichter, woraufhin er für ein Jahr gesperrt wurde und eine Geldstrafe von 3.000 Euro erhielt.[3] Im Januar 2010 verließ er Skopje und trainierte bis Dezember 2010 den katarischen Verein al-Sadd Sport Club.[4][5][6] Im April des folgenden Jahres übernahm er erneut das Traineramt von RK Vardar Skopje.[7] Nachdem Vujović im Sommer 2013 in die Vereinigten Arabischen Emirate zum Verein al Shabab gewechselt war,[8] wurde er im September 2014 Trainer des kroatischen Klubs RK Zagreb.[9] Ab Mai 2015 trainierte er zusätzlich die slowenische Nationalmannschaft.[10] In der Saison 2017/18 trainierte er zusätzlich den slowenischen Erstligisten RD Koper 2013.[11][12] In der Saison 2018/19 trainierte er den serbischen Erstligisten RK Železničar Niš.[13][14] Im September 2019 übernahm er erneut RK Zagreb.[15] Im November 2019 trennte sich der slowenische Handballverband von ihm.[16] Nach der Saison 2019/20 beendete Vujović aus persönlichen Gründen sein Engagement bei RK Zagreb.[17] Seit Januar 2021 trainiert er den bosnischen Erstligisten RK Borac Banja Luka.[18] Im Sommer 2021 übernahm er zum dritten Mal das Traineramt von RK Vardar Skopje.[19] Dort wurde er im Dezember 2021 freigestellt.[20]

Vujović trainiert seit dem März 2022 die iranische Nationalmannschaft.[21]

Erfolge

Auswahlmannschaften

Vereinsmannschaften

  • 7× Jugoslawischer Meister mit Metaloplastika Šabac: 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986 und 1987
  • 4× Jugoslawischer Pokalsieger mit Metaloplastika Šabac: 1980, 1983, 1984 und 1986
  • Europapokal der Landesmeister mit Metaloplastika Šabac: 1985 und 1986
  • 4× Spanischer Meister mit dem FC Barcelona: 1989, 1990, 1991 und 1992
  • 2× Spanischer Pokalsieger mit dem FC Barcelona: 1990 und 1993
  • 1× Europapokal der Landesmeister mit dem FC Barcelona: 1991
  • 1× EHF-Pokalsieger mit dem BM Granollers: 1995

Persönliche Auszeichnungen

  • 1× Sportler des Jahres in Jugoslawien
  • 2× Handballer des Jahres in Jugoslawien
  • 1988 Welthandballer des Jahres

Als Trainer:

  • 4. Platz bei den Olympischen Sommerspielen 2000 mit Serbien-Montenegro
  • Weltmeister U19-Jugend 2005 mit Serbien-Montenegro
  • 2× Kroatischer Meister mit Zagreb
  • 2× Kroatischer Pokalsieger mit Zagreb
  • 1× Nordmazedonischer Meister 2013 mit Skopje
  • 1× Nordmazedonischer Pokalsieger 2012 mit Skopje
  • 1× Sieger der SEHA-Liga 2012 mit Skopje
  • Bronzemedaille mit der slowenischen Nationalmannschaft bei der WM 2017 in Frankreich

Weblinks

Einzelnachweise

  1. archiv.thw-handball.de, nach einem Artikel der Kieler Nachrichten vom 22. Januar 2004: Start gegen Serbien ohne Stars
  2. archiv.thw-handball.de, nach einem Artikel der Kieler Nachrichten vom 23. Januar 2004: Start mit Pleiten, Pech und Pannen
  3. Ein Jahr Sperre für Veselin Vujovic nach Angriff auf Schiedsrichter
  4. Gegnerkader RK Vardar PRO Skopje - Saison 2009/2010
  5. Veselin Vujović a new coach of Cimos Koper?
  6. Vujović napustio Katar
  7. Veselin Vujović umjesto Pera Miloševića
  8. Veselin Vujović u Al Shababu iz Dubaija (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  9. handball-world.com: Zagreb präsentiert neuen Trainer vom 22. September 2014, abgerufen am 30. September 2014
  10. handball-world.com: Slowenien mit Trainerwechsel vom 28. Mai 2015, abgerufen am 13. Januar 2016
  11. handball-planet.com: Veselin Vujovic overtakes RD Koper 2013! vom 29. Juni 2017, abgerufen am 30. Juni 2017
  12. handball-world.news: Koper trennt sich von Veselin Vujovic vom 13. Juni 2018, abgerufen am 13. Juni 2018
  13. handball-world.news: Veselin Vujovic übernimmt serbischen Meister Nis vom 4. Juli 2018, abgerufen am 4. Juli 2018
  14. handbollskanalen.se: Uppgifter: Vujovic har sagt upp sig från Zeleznicar Nis vom 25. April 2019, abgerufen am 24. September 2019
  15. eurohandball.com: Vujovic returns to Zagreb to replace Tamse vom 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019
  16. handball-world.news: Slowenien trennt sich von Nationaltrainer Veselin Vujovic vom 27. November 2019, abgerufen am 27. November 2019
  17. rtcg.me: Veselin Vujović napustio Zagreb vom 22. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020
  18. handbollskanalen.se: Veselin Vujovic tar över ny klubb – tionde i karriären vom 4. Januar 2021, abgerufen am 4. Januar 2021
  19. handball-world.news: Vardar Skopje stellt vorläufiges Team für 2021/22 vor: Veselin Vujovic wird erneut Trainer vom 5. Juni 2021, abgerufen am 5. Juni 2021
  20. www.handball-world.news HC Vardar 1961 Skopje trennt sich von Cheftrainer Veselin Vujovic abgerufen am 12. Dezember 2021
  21. handbollskanalen.se: Veselin Vujovic blir förbundskapten för Iran abgerufen am 17. März 2022

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Flag of the Socialist Federal Republic of Yugoslavia (1946-1992).
The design (blazon) is defined in Article 4 of the Constitution for the Republic of Yugoslavia (1946). [1]
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Flag of Serbia and Montenegro, was adopted on 27 April 1992, as flag of Federal Republic of Yugoslavia (1992-2003).
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