Verordnung über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen

In der Verordnung über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen (BOA) bzw. der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Anschlussbahnen (EBOA) sind die Vorschriften für die Bahnen des nichtöffentlichen Verkehrs festgelegt.

Gesetzliche Grundlage ist das Allgemeine Eisenbahngesetz vom 29. März 1951 (§ 3 Absatz 3 Sätze 1 und 2) bzw. in der DDR die „Verordnung über die staatliche Bahnaufsicht“ vom 22. Januar 1976 (§ 9).

Ebenso wie die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) bei den Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs dient bei den Anschlussbahnen die (E)BOA dem Ziel, eine sichere und geregelte Abwicklung des Verkehrs zu gewährleisten.

Da die Anschlussbahnen den Bundesländern unterstehen, gibt es in jedem Land eine eigene Verordnung. Der Inhalt ist üblicherweise in mehrere Sachgruppen nach folgendem Muster aufgeteilt:

Verordnungen der Bundesländer

BundeslandVerordnung(en)vom
Baden-WürttembergBOA17. März 1971
BayernEBOA3. März 1983
BerlinGesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen
Betriebsvorschrift für Privatanschlussbahnen
28. Juli 1892 (Deutsches Kaiserreich)
9. Juli 1927 (Weimarer Republik)
BrandenburgBOA3. September 1997
BremenAnschlBVO6. Januar 1961
HamburgBOA15. März 1960
HessenHessisches Eisenbahngesetz (HEisenbG)1. Oktober 2006
Mecklenburg-VorpommernBOA13. Mai 1982 (DDR)
NiedersachsenABABauV ND14. Dezember 1955
Nordrhein-WestfalenBOA31. Oktober 1966
Rheinland-PfalzBOA15. Juli 1957
SaarlandEBOA25. September 1985
SachsenLEisenbG5. Juni 2010
Sachsen-AnhaltBOA1. Januar 1997
Schleswig-HolsteinABABauV SH14. November 1956
ThüringenBOA13. Mai 1982 (DDR)

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