Verena Zeiner

Verena Zeiner (* 1983 in Zeillern) ist eine österreichische Jazzmusikerin (Piano, Komposition).

Leben und Wirken

Zeiner, deren Klavierunterricht mit acht Jahren begann, studierte von 2001 bis 2008 Musik- und Bewegungspädagogik und Jazzpiano an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und am Königlichen Konservatorium Brüssel. Privat studierte sie Real Time Composition bei Opher Brayer in Tel Aviv.

Zeiner ist seit 2008 in Ensembles im Bereich der Improvisationsmusik und des Modern Creative tätig. 2013 wirkte sie als Pianistin im Trio Back to Simple gemeinsam mit Andreas Waelti und dem Posaunisten Philip Yaeger. Seit 2014 gründete sie eigene Bandprojekte wie Verena Zeiner's Human Circus, Verena Zeiner Trio, Duoptikum, Soulitas. Als Bandleaderin und als Solopianistin hat sie mehrere Alben veröffentlicht. Gemeinsam mit Judith Ferstl, Mathias Koch und Philipp Harnisch spielt sie im kollaborativen Quartett Klio (gleichnamiges Album, 2017).[1]

Zeiner wirkt als Komponistin nicht nur für eigene Besetzungen, sondern schreibt auch Kammermusik, für sinfonische Besetzungen[2] und für interdisziplinäre Projekte in Verbindung mit Tanz, visueller Kunst oder Film.

Weiterhin ist Zeiner als Organisatorin und Kuratorin sowie kulturpolitisch tätig, unter anderem 2016 als Mitbegründerin der Plattform Fraufeld, die sich dem Sichtbarmachen von Künstlerinnen im Feld der zeitgenössischen improvisierten Musik widmet.

Zeiner ist außerdem seit 2023 Senior Lecturer für Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Lecturer für das Free Jazz Ensemble sowie für Jazz Komposition an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Preise und Auszeichnungen

2011 wurde Zeiner mit einem Künstlerstarterstipendium des Bundes ausgezeichnet, gefolgt von einer sechsmonatigen Residency in New York City. 2020 erhielt sie einen Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich (Niederösterreichischer Kulturpreis) in der Sparte Musik. 2023 wurde ihre kammermusikalische Komposition The Unfolding für Klaviertrio im Rahmen des Kompositionswettbewerbs 2022/23 der Interessensgemeinschaft Niederösterreichischer KomponistInnen Wien (INÖK) mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.[1]

Diskographische Hinweise

  • Human Circus (Freifeld Tontraeger 2014)
  • In Between Now and Then (Freifeld Tontraeger 2017)[3]
  • No Love Without Justice (arooo.records 2020)[4]
  • Radical Care (Unit Records 2025, mit Kenji Herbert, Andreas Waelti, Ziv Ravitz, Emily Stewart, Simon Schellnegger, Asja Valčić )[5]

Einzelnachweise

  1. a b Verena Zeiner. In: mica. Abgerufen am 21. September 2025.
  2. Ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang: Von der Großzügigkeit der Welt. In: pforte.at. 2023, abgerufen am 22. September 2025.
  3. Verena Zeiner: "In between now and then". In: noen.at. 12. Oktober 2017, abgerufen am 21. September 2025.
  4. Verena Zeiner Albumpräsentation. In: Radiokulturhaus. 2020, abgerufen am 21. September 2025.
  5. Reinhard Köchl: Verena Zeiner Radical Care. In: Jazz thing. 28. Juli 2025, abgerufen am 21. September 2025.