Im Zuge der Gebietsreform des Landes Rheinland-Pfalz wurde die Verbandsgemeinde Guntersblum in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim eingegliedert. Als Grund dafür gilt unter anderem die für das Land Rheinland-Pfalz eher geringe Zahl von Einwohnern (unter 12.000 Einwohner) der Verbandsgemeinde Guntersblum und die daraus vermeidbaren Verwaltungskosten. Die Amtsgeschäfte der neuen Verbandsgemeinde mit dem Namen „Verbandsgemeinde Rhein-Selz“ wurden am 1. Juli 2014 aufgenommen.[1] Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz hat im Leininger Schloss in Guntersblum eine Verwaltungsstelle. Die neue Verbandsgemeinde Rhein-Selz ist mit rund 40.000 Bürgern die größte Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim im Jahr 2014; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
Jahr
Einwohner
1815
8.831
1835
14.152
1871
13.695
1905
16.472
1939
17.513
1950
21.247
Jahr
Einwohner
1961
20.735
1970
20.739
1987
21.660
1997
27.158
2005
29.826
2010
30.572
Politik
Sitz der ehemaligen Verbandsgemeindeverwaltung: das Oppenheimer Rondo
Der letzte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim war seit 1994 Klaus Penzer (SPD). Klaus Penzer wurde bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2014 auch zum ersten Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Selz gewählt.
Erster Bürgermeister der Verbandsgemeinde war von 1972 bis 1984 Friedhelm Schneider (SPD). Von 1984 bis 1994 hatte Reinhard Petry (CDU) das Amt inne.[6]
Wappen
Die Blasonierung lautet: „In achtfach von Gold und Rot geteiltem Schildbord von Gold und Schwarz geteilt, oben ein rotbewehrter schwarzer Adler, unten ein rotgewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, beseitet von je einem sechsstrahligen goldenen Stern.“
Literatur
Festschrift „Zwischen Rhein und Selz“ – 40 Jahre Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. 2012.