United (Album)

United
Studioalbum von Deutschland sucht den Superstar

Veröffent-
lichung(en)

10. Februar 2003

Label(s)Sony BMG

Format(e)

CD

Genre(s)

Pop

Titel (Anzahl)

12

Länge

45:46

Besetzung

Produktion

Dieter Bohlen

Chronologie
UnitedMagic of Music
(2004)

United (englisch für „Vereint“) ist ein gemeinsames Studioalbum von neun der zehn Finalisten der ersten Staffel der Castingshow Deutschland sucht den Superstar aus dem Jahr 2003. Das Album wurde wie die Single unter der Interpretenbezeichnung Deutschland sucht den Superstar veröffentlicht. Man verzichtete auf eine Ergänzung zu diesem Namen, um der Show durch darauffolgende Staffeln eine eigene Diskografie zu schenken.

Hintergrund

Aufgrund des großen Erfolgs der ersten Staffel und des Nummer-eins-Hits We Have a Dream schrieb und produzierte das Jury-Mitglied Dieter Bohlen elf weitere Songs für ein Album. Nicht darauf vertreten, außer bei We Have a Dream, sind Judith Lefeber auf eigenen Wunsch und Daniel Lopes, dem RTL wegen seiner bereits gestarteten Solokarriere die Teilnahme am Album untersagte. An Lefebers Stelle singt die nachgerückte Kandidatin Nicole Süßmilch.

Das Album konnte einen großen kommerziellen Erfolg für sich verbuchen und stand sechs Wochen auf Platz eins der deutschen Albumcharts. Außerdem ist es das erfolgreichste Album des Jahres 2003 – selbiges gilt bei den Singles für We Have a Dream. 2003 wurde das Album in Deutschland mit 11× Gold für über 1,1 Millionen verkaufte Einheiten ausgezeichnet, somit ist United eines der meistverkauften Musikalben in Deutschland seit 1975.

Titelliste

#TitelAutorSängerLänge
1.We Have a DreamDieter BohlenAlle außer Nicole Süßmilch4:01
2.TonightDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber4:06
3.Cry on My ShoulderDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber3:58
4.A Young GenerationDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber3:28
5.Here We Stand Again (Stay with Me Tonight)Dieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber3:43
6.SupermanDieter BohlenDaniel Küblböck3:12
7.How Can We Mend Your Lonely HeartDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber3:55
8.Today, Tonight, TomorrowDieter BohlenAlexander Klaws, Nektarios Bamiatzis3:10
9.We Are No HeroesDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber4:02
10.FreedomDieter BohlenAlle außer Daniel Lopes und Judith Lefeber3:47
11.God Gave Love to YouDieter BohlenGracia Baur, Stephanie Brauckmeyer4:29
12.It’s All OverDieter BohlenGracia Baur, Juliette Schoppmann3:55

We Have a Dream

We Have a Dream war der Abschluss-Song der ersten Staffel. Der Titel war sechs Wochen lang auf dem ersten Platz der deutschen Singlecharts und erschien bereits am 23. Dezember 2002. Jeder Finalist singt dort kleine Soloteile während der zwei Strophen. Der Refrain wird vom Chor aller Finalisten gesungen. Nicht beteiligt ist Nicole Süßmilch, die erst nach dem Ausstieg von Judith Lefeber an den Mottoshows teilnahm.

Ähnlichkeiten mit anderen Titeln

Einige der auf dem Album vertretenen Titel sind Coverversionen oder weisen zumindest teilweise deutliche Ähnlichkeiten mit anderen Liedern auf, insbesondere mit früheren Produktionen von Dieter Bohlen.

Das Titellied We Have a Dream ist eine Coverversion des von Dieter Bohlen komponierten Schlagers Zusammen geh’n von Tony Wegas, der damit für Österreich am Eurovision Song Contest 1992 teilgenommen hatte. Eine ähnliche Refrainmelodie taucht außerdem in dem Song Auf Wiedersehen! von Al Martino, der es auf seinem von Dieter Bohlen produzierten Album The Voice to Your Heart (1993) veröffentlichte, auf. Der Titel God Gave Love to You ist eine Coverversion des von Bonnie Tyler gesungenen gleichnamigen Titels aus dem von Dieter Bohlen produzierten Album Angel Heart (1992).

How Can We Mend Your Lonely Heart ähnelt dem Backstreet-Boys-Titel How Did I Fall in Love with You aus dem Album Black & Blue (2000) und Today, Tonight, Tomorrow dem Modern-Talking-Titel No Face No Name No Number aus dem Album Year of the Dragon (2000).

Zwei ähnlich klingende Titel gleichen Namens wurden vorher auf Alben von Dieter Bohlens Band Blue System veröffentlicht: It’s All Over interpretiert von Dionne Warwick und Dieter Bohlen auf dem Album Déjà vu (1991) sowie Freedom auf dem Album Body to Body (1996). Letztgenannter Titel weist zudem im Refrain Ähnlichkeiten mit dem Song Children des Benefiz-Musikprojektes Hand in Hand for Children (u. a. mit den Backstreet Boys, Boyzone, Captain Jack, Culture Beat, DJ BoBo, Fun Factory, Masterboy, Mr. President und Rednex) aus dem Jahr 1996 auf.

Im Februar 2003 wies Stefan Raab in drei Sendungen seiner Show TV total ebenfalls auf die Ähnlichkeiten der auf United befindlichen Titel mit den anderen erwähnten, von Bohlen geschriebenen und produzierten Songs hin, indem er dem Publikum jeweils zwei ähnliche Titel nacheinander, bzw. parallel vorspielte. Raab versah das Album daraufhin mit zwei "Gütesiegeln" (Grüner Punkt, Blauer Engel) und zeichnete Bohlen imaginär mit der "Renate-Künast-Medaille für vorbildliches Song-Recycling" aus.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bohlen covert sich selber - TV total. Abgerufen am 10. Januar 2020.