Ulrike Sterblich
Ulrike Sterblich (* 1970 in West-Berlin als Ulrike Fiebrandt) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Leben
Sterblich wuchs in Berlin auf. Ihre West-Berliner Kindheit beschreibt sie in ihrem 2012 erschienenen Buch Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt. Nach dem Abitur 1990[1] an der Katholischen Schule St. Marien[2] in Berlin studierte Sterblich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und an der Universiteit van Amsterdam im Rahmen eines Erasmus-Stipendiums.
Sterblich schreibt Bücher, Artikel, Kolumnen und Hörspiele. Sie publizierte mit dem Zeichner Tex Rubinowitz in der Zeitschrift Titanic von 2003 bis 2004 den Comic Supatopcheckerbunny, der seinen Ursprung im Internetforum „Höfliche Paparazzi“ hat[3]. Von 2004 bis 2011 die Veranstaltungsreihe Berlin Bunny Lectures. 2007 wirkte Sterblich in der ORF-Sendung Willkommen Österreich mit Dirk Stermann und Christoph Grissemann regelmäßig als Außenreporterin Supatopcheckerbunny mit, die „mit einer süßlich-naiven Stimme einfache Dinge sehr kompliziert erklärte“ (Die Presse).[3] Auch in der Radiosendung Show Royale auf Radio Eins (RBB) hatte sie mehrere Jahre lang einen Supatopcheckerbunny-Einspieler. Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch (mit Heiko Werning) wurde 2022 als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet.
Mit ihrem Roman Drifter stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2023.[4] 2024 erhielt Drifter den Deutschen Popliteraturpreis.[5]
Sterblich lebt in Berlin. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.
Bücher
- Berlin Bunny Lectures 2004. Berlin, 2004, ISBN 3-937737-39-1.
- mit Stese Wagner: Supatopcheckerbunny und Hilfscheckerbunny: Was wir uns überlegt haben zu verschiedenen Themen! Frankfurt 2008, ISBN 3-596-17651-4.
- Tüte oder so was: Wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken. München 2010, ISBN 3-442-15609-2.
- Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt. Reinbek 2012, ISBN 978-3-499-62840-5.
- The German Girl. Roman. Hamburg 2021, ISBN 978-3-498-00155-1.
- mit Heiko Werning: Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch. Galiani, Berlin 2022, ISBN 978-3-86971-255-0.
- Drifter. Roman: Rowohlt, Hamburg 2023, ISBN 978-3-498-00326-5.
Redaktionelle Mitarbeit in:
- Dr. Ankowitschs Illustriertes Hausbuch. Eichborn, 2006, ISBN 3-8218-4960-6.
- Dr. Ankowitschs Kleines Konversations-Lexikon. Eichborn, 2004, ISBN 3-8218-4895-2.
- Christian Ankowitsch, Tex Rubinowitz (Hrsg.): Wie Franz Beckenbauer mir einmal viel zu nahe kam. Eichborn, 2004, ISBN 3-8218-5558-4.
Einzelne Erzählungen:
- Verliefen sich im Park. Kurzgeschichte. In: DAS GRAMM – Magazin für Kurzgeschichten, Nr. 25, Berlin 2025.
Übersetzungen:
- Unser geteilter Sommer. Roman. Ullstein, Berlin 2022, ISBN 9783843728454
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt 2012, S. 13.
- ↑ Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Katholischen Schule St. Marien – Grundschule und Oberschule, Berlin 1998, S. 215.
- ↑ a b Anna-Maria Wallner: Sterblich und Wagner: Berliner Häschen in Wien. In: diepresse.com. 17. November 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2016.
- ↑ Die 20 nominierten Romane stehen fest. In: deutscher-buchpreis.de. 22. August 2023, abgerufen am 22. August 2023.
- ↑ Ulrike Sterblich gewinnt den „Deutschen Popliteraturpreis für Magic, Pop und Ewigkeit“ 2024 in Augsburg, abgerufen am 10. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sterblich, Ulrike |
| ALTERNATIVNAMEN | Fiebrandt, Ulrike (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politologin, Schriftstellerin und Moderatorin |
| GEBURTSDATUM | 1970 |
| GEBURTSORT | Berlin |