Uersfeld

WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:50° 15′ N, 7° 1′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis:Vulkaneifel
Verbandsgemeinde:Kelberg
Höhe:450 m ü. NHN
Fläche:4,26 km²
Einwohner:676 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:159 Einwohner je km²
Postleitzahl:56767
Vorwahl:02657
Kfz-Kennzeichen:DAU
Gemeindeschlüssel:07 2 33 242
Adresse der Verbandsverwaltung:Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Website:www.uersfeld.de
Ortsbürgermeister:Andreas Daniels
Lage der Ortsgemeinde Uersfeld im Landkreis Vulkaneifel
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Karte
Uersfeld von Süden
Blick auf Uersfeld von Osten
Brunnen aus Basaltgestein (1985)

Uersfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Geographie

Der Ort liegt in der Eifel. Zu Uersfeld gehören auch die Wohnplätze Bergwerk Bergkrone, Forsthaus und Tabaksmühle.[2]

Geschichte

Uersfeld gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Köln und war Sitz eines Schultheißenamtes im Amt Nürburg. Zum Bezirk der Schultheißerei gehörten die Dörfer Berenbach, Gunderath, Horperath, Hausen (heute Höchstberg), Hörschhausen, Kaperich (Kölnische Höfe), Katzwinkel, Kötterichen, Mosbruch, Sassen, Uersfeld und Ueß.[3]

Obwohl Uersfeld weltlich dem Kurfürsten, zugleich Erzbischof, von Köln unterstand, gehörte die Pfarrei Uersfeld stets zum Erzbistum Trier und war Teil des Landkapitels bzw. des Dekanates Ochtendung. Der Pfarrsprengel Uersfeld umfasste die Dörfer Berenbach, Gunderath, Hausen, Kaperich, Kötterichen und Sassen. Eine erste Kirche wurde 1248 gebaut. Die heutige Kirche ist dem Heiligen Remaclus geweiht und wurde 1782 errichtet.[4][5]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Administration gehörte Uersfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Unter preußischer Verwaltung war die Gemeinde Uersfeld dem Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet und wurde von der Bürgermeisterei Kelberg verwaltet.

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Bei der Auflösung des Kreises Adenau im Jahr 1932 kam Uersfeld zum Kreis Mayen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Uersfeld innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Uersfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

JahrEinwohner
1815243
1835260
1871250
1905314
1939379
1950432
JahrEinwohner
1961458
1970507
1987658
1997737
2005724
2024676

Politik

Bürgermeister

Andreas Daniels ist seit dem 17. August 1994 Ortsbürgermeister von Uersfeld.[7][8]

Wappen

Wappen von Uersfeld
Wappen von Uersfeld
Blasonierung: „Schild geteilt, oben gespalten; oben vorne in Grün eine silberne Windmühle, hinten in Silber ein schwarzes Balkenkreuz, belegt mit zwei schräggekreuzten Glevestäben, wobei die Stäbe gold, die Lilien rot sind; unten in Rot ein schräglinker, silberner Bischofsstab, belegt mit einem liegenden rückwärtssehenden silbernen Wolf.“
Wappenbegründung: In früherer Zeit stand eine Bockwindmühle in der Nähe des heutigen Sportplatzes. Das schwarze Kreuz weist auf Kurköln hin. Die Glevenstäbe stammen aus dem Siegel des Johann von Husener aus Uersfeld, der dort im 14./15. Jahrhundert als kaiserlicher Notar lebte. Stab und Wolf sind die Symbole des Kirchenpatrons St. Remaclus.

Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Remaclus
  • Basaltbrunnen in der Ortsmitte
  • Nostalgikum Uersfeld – Nostalgie-Erlebnis-Museum
  • Baumhaus „Holzberg“

Persönlichkeiten

Verkehr

Bahnhof Uersfeld

Uersfeld liegt an der Eifelquerbahn, jedoch findet derzeit auf dem Abschnitt zwischen Kaisersesch und Gerolstein kein Schienenpersonennahverkehr statt.

Commons: Uersfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 108 (PDF; 3,3 MB).
  3. Woldemar Harleß: Theodor Joseph Lacomblet's Archiv für die Geschichte des Niederrheins, Band 6, Heberle, 1868, S. 239, (Google Books)
  4. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 135 (dilibri.de)
  5. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 72
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Besondere Ehrung für den Dauer-Bürgermeister. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 4. Oktober 2020, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Oktober 2021; abgerufen am 21. Oktober 2020 (siehe Kelberg, Verbandsgemeinde, drittletzte Ergebniszeile).

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Bahnhof Uersfeld, in Bahnhof Uersfeld, Ortsteil von Höchstberg, Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz
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Uersfeld, Brunnen aus Basaltgestein (1985), Erinnerung an den Abbau von Schwerspat (bis 1967)
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Uersfeld von Süden
Uersfeld in DAU.svg
Deutsch (de): Lagekarte von Uersfeld, Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz, Deutschland.
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Uersfeld in der Vulkaneifel, Blick von Westen auf die Kirche