tm3 (1995)

Tm3
Fernsehsender (Privatrechtlich)
ProgrammtypSpartensender hauptsächlich für Frauen (Unterhaltung)
EmpfangKabel, Satellit
Bildauflösung4:3
Betrieb25. Aug. 1995 bis 31. Aug. 2001
SitzMünchen
EigentümerTele München Gruppe, Bauer Verlagsgruppe, Euvía Media
Geschäfts­führungJochen Kröhne (1995 – 6/2000), Marco Deutsch (7/2000 – 1/2001), Thomas Brönauer (2001), Christiane zu Salm (2001)
Liste der Listen von Fernsehsendern

tm3 war ein deutschsprachiger Privatsender unter der Leitung der Tele München Gruppe, der Bauer Verlagsgruppe und von Euvía Media mit Sitz in München. Am 1. September 2001 wurde daraus der Sender 9Live, der wiederum zum 9. August 2011 eingestellt wurde.[1]

Das Ziel des am 25. August 1995 gestarteten Senders war es zunächst, Frauen zu unterhalten, beispielsweise mit Modesendungen oder mit der täglichen Lifestyle-Show Leben & Wohnen, die von Andrea Sokol moderiert wurde.

Geschichte

Im Oktober 1999 wurde ein Zulassungsantrag folgender sechs Spartenprogramme von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien genehmigt:[2]

  • TM3 – Leben & Wohnen: Traumgarten
  • TM3 – Leben & Wohnen: Schönes Ambiente
  • TM3 – Leben & Wohnen: Gesundes Genießen
  • TM3 – Leben & Wohnen: Typgerechte Mode
  • TM3 – Sport
  • TM3 – Kinospaß

Im selben Jahr hatte sich der ehemalige „Frauensender“ für 850 Millionen DM für vier Jahre die Übertragungsrechte für die UEFA Champions League gesichert und bis zum Verkauf an RTL und Premiere die Saison 1999/2000 live übertragen.[3]

Anfang 2001 startete auf tm3 die Reiseshow urlaubsreif, die noch im selben Jahr in sonnenklar umbenannt wurde. Auf dem Konzept dieser Sendung aufbauend wurde 2003 daraus der Sender sonnenklar.TV. News Corp. übernahm zwischen 1999 und 2000 den Sender und funktionierte ihn zum „Champions-League-Sender“ um. Das Interesse ließ aber bereits 2001 nach; es erfolgte die Übernahme durch die H.O.T. Networks GmbH sowie die ProSiebenSat.1 Media. Am 23. April 2001 startete tm3 unter dem Motto „So live wie das Leben“ eine interaktive Live-Unterhaltung (13 Stunden pro Tag), was den Weg für den Nachfolgesender 9Live ebnete.

Neustart

Zum 1. Juni 2017 wurde tm3 von Timo C. Storost als neuer Name seines Senders Family TV ins Spiel gebracht. Im Januar 2019 erfolgte schließlich die Umbenennung.

Marktanteile

Im August 1997 erreichte der Sender in der als relevant angesehenen Zielgruppe der Frauen zwischen 14 und 49 Jahren einen Marktanteil von 0,51 Prozent. Zugleich gab das Unternehmen für diese Gruppe ein Ziel von bis zu 2 Prozent Marktanteil bis Ende 1998 aus.[4] Im Juni 1998 wurde für die zentrale Zielgruppe ein Marktanteil von 0,8 Prozent erfasst, für den gesamten TV-Markt von 0,6 Prozent bei einer technischen Reichweite von 74 Prozent.[5] Mitte 1999 wurde der Marktanteil unter den Frauen zwischen 14 und 49 Jahren mit einem Prozent angegeben.[6]

Einzelnachweise

  1. Schluss, Aus, Vorbei Süddeutsche Zeitung vom 4. August 2011. Abgerufen am 12. August 2011.
  2. Programmliste 2000, S. 71. (PDF) Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), 1. Juli 2000, abgerufen am 5. August 2016.
  3. Max Dinkelaker: Champions League bei tm3 – Zehn Dinge, die seit Tottis Debüt passiert sind. Tafel 8, 11freunde.de, 27. September 2017
  4. Sabine Schlosser: TM3 zieht alle TV-Werberegister, Horizont vom 25. September 1997.
  5. TM3: Mehr Service mit Teletext, Horizont vom 16. Juli 1998.
  6. Thomas Hoffmann: Das Lächeln der Mona Lisa wirkt oft verloren, Horizont vom 1. Juli 1999.

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