Tievebulliagh
Tievebulliagh (irisch Taobh Builleach) ist ein 402 m hoher Hügel, 4,4 km von Cushendall im Moyle Distrikt im County Antrim, in Nordirland. Er ist Teil der Wasserscheide zwischen Glenann im Norden und Glenballyeamon im Süden und als Scheduled Monument geschützt.
Der Tievebulliagh besteht zum Teil aus Vulkangestein (Basalt, Dolerit), das bei großer Hitze unter ungewöhnlichen geologischen Verhältnisse zu Porzellanit umgebildet wurde. Porzellanit ist ein extrem hartes, weißes, durch Verunreinigungen auch dunkelblaues oder graues, niedrig metamorphes Gestein. Im Gegensatz zum Feuerstein ist es nicht spröde und daher ideal für die Verarbeitung zu Äxten. Drei kleine Aufschlüsse von Porzellanit liegen am südöstlichen Hang des Tievebulliagh.
Der Archäologie gelang der Nachweis eines etwa 3000 v. Chr. betriebenen neolithischen Steinbruchs am Fuße des Tievebulliagh. Über 7000 Äxte, die aus diesem Steinbruch stammen, wurden in Irland und anderen Teilen der Britischen Inseln gefunden. Abschläge und halbfertige Äxte können rund um den Hügel und auf dem Gipfel gefunden werden. Hier wurde das Material gewonnen und vorgearbeitet, bevor es am Wohnort geschliffen wurde. Der Ort ist vergleichbar mit Plätzen der Langdale-Industrie im englischen Lake District und den Steinbrüchen bei Penmaenmawr in North Wales, woher jeweils ebenfalls eine große Anzahl von Steinbeilen stammt, die aber aus einem anderen Material bestehen.
Der Malone Hoard ist der einzige neolithische Hort Irlands und besteht aus 19 polierten Porzellanit-Steinäxten vom Tievebulliagh oder, aus gleichartigem Material, von Brockley auf Rathlin Island. Er wurde bei Danesfort House auf der Malone Road in Belfast gefunden. Einige der Äxte steckten aufrecht in der Erde. Die Äxte sind zu groß und zu schwer für den praktischen Gebrauch, sie waren also eher für zeremonielle Zwecke gedacht.
Siehe auch
- Axtfabrikation von Langdale
Literatur
- Laurence Flanagan: Ancient Ireland. Life before the Celts. Gill & Macmillan, Dublin 1998, ISBN 0-7171-2433-9, S. 34, 162, 178, 185 (englisch)
- Caroline Hamon, Benedicte Quillies (Hrsg.): Hoards from the Neolithic to the Metal Ages. Technical and codified practices. Session of the XIth Annual Meeting of the European Association of Archaeologists. British Archaeological Reports International Series 2008, ISBN 1-4073-0197-7 (englisch)
Koordinaten: 55° 4′ N, 6° 8′ W
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Autor/Urheber: Notafly, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Hoard of Neolithic axes dating to 4,500-2,500 BCE, found at Danesfort, on the Malone Road, in Belfast some time between 1869 and 1918. 16 large porcellanite axes (a few very large examples too large to be used as tools). The largest axes are highly polished and unused a putative indicator of ritual deposition.When they were found during work on the land surrounding Danesfort House some were standing upright in the ground which also indicates ritual. The two main sources of porcellanite are Tievebulliagh Mountain, near Cushendall, Co. Antrim and at Brockley, on Rathlin Island, County Antrim.
(c) Anne Burgess, CC BY-SA 2.0
Tievebulliagh - On the slopes of Tievebulliagh, near Tully, Northern Ireland, there is an outcrop of a type of rock called porcellanite, which has been baked by the heat of the dolerite plug forming the summit of the mountain. Porcellanite is extremely hard and fine-grained, and it was used in Neolithic times to make stone axes, which have been found all over Ireland and further afield. Fragments of porcellanite can be seen among the dolerite in the scree.
