Thomas Kralinski

(c) Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Thomas Kralinski (2024)

Thomas Kralinski (* 25. August 1972 in Weimar) ist ein deutscher Politik- und Osteuropawissenschaftler, Volkswirt und politischer Beamter (SPD). Von 2014 bis 2019 war er als Staatssekretär in verschiedenen Ministerien Brandenburgs sowie von 2022 bis 2025 im Sächsischen Wirtschaftsministerium tätig.

Leben

Nach seinem Abitur, welches Kralinski 1991 an der Erweiterten Oberschule Wickersdorf ablegte, nahm er ein Studium der Politikwissenschaft, Osteuropawissenschaft und Volkswirtschaftslehre auf, welches er zwischen 1992 und 1998 in Leipzig und Manchester absolvierte. Es folgten Stellen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang Internationale Beziehungen der Technischen Universität Dresden (1999), wissenschaftlicher Mitarbeiter des wirtschaftspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion Sachsen (1999–2003) und Referent beim SPD-Landesverband Brandenburg (2003–2004). 2004 wurde Kralinski Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg. Diesen Posten übte er bis 2014 aus. Von 2003 bis 2017 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Perspektive 21. Brandenburgische Hefte für Wissenschaft und Politik“.[1]

Am 5. November 2014 wurde Thomas Kralinski von Ministerpräsident Dietmar Woidke zum Staatssekretär mit der Aufgabe Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien in das Kabinett Woidke II berufen. Er wurde Nachfolger von Tina Fischer. Ab März 2015 war er zusätzlich Beauftragter für Internationale Beziehungen des Landes Brandenburg. Am 23. August 2016 teilte der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke mit, dass Thomas Kralinski zum Chef der Staatskanzlei als Nachfolger Rudolf Zeebs ernannt werden soll.[2] Diese Funktion übte er bis Juni 2018 aus, als er erneut zum Bevollmächtigten des Landes Brandenburg beim Bund, für Medien Digitalisierung und Internationale Beziehungen ernannt wurde. Im Zuge der Bildung des Kabinetts Woidke III im November 2019 wurde Kralinski in den einstweiligen Ruhestand versetzt.[3] Von 2014 bis 2020 war er Mitglied des Aufsichtsrates des Medienboards Berlin-Brandenburg sowie von 2018 bis 2020 stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Digitalagentur Brandenburg. Als Digitalisierungsstaatssekretär verantwortete er die erste Digitalstrategie des Landes Brandenburg.[4]

Zum 1. Februar 2022 wurde er als Nachfolger von Hartmut Mangold Staatssekretär und Amtschef im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.[5] Auch nach der Bildung des Kabinetts Kretschmer III blieb er unter Staatsminister Dirk Panter, der auf Martin Dulig folgte, auf dem Posten in der nun als Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz firmierenden Behörde. Am 23. Oktober 2025 wurde Kralinski in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Ihm folgte Sebastian Scheel nach.[6]

Kralinski war Mitglied im Vorstand des Thinktanks Das Progressive Zentrum,[7] Vorstandsmitglied des Forums Ost der Sozialdemokratie, Mitglied des Hörfunkrates von Deutschlandradio sowie Mitglied des Advisory Board des Ostdeutschen Wirtschaftsforums. Seit 2021 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Kassel.[8] Er ist seit 1998 Mitglied der SPD.

Privates

Kralinski ist verheiratet.

Commons: Thomas Kralinski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. perspektive 21 - Heft 46, auf issuu.com
  2. Vertrauenskrise: Brandenburg-Beben: Ministerpräsident Woidke baut Regierung um. In: berliner-kurier.de. Berliner Kurier, 23. August 2016, abgerufen am 24. August 2016.
  3. Igor Göldner: Tauziehen um Staatssekretäre bis zum Schluss – Kralinski nicht mehr dabei. In: maz-online.de. Märkische Allgemeine, 21. November 2019, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  4. Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg, auf digitalesbb.de/
  5. Staatssekretär Hartmut Mangold geht in Ruhestand – Thomas Kralinski übernimmt Aufgaben. In: medienservice.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 10. Januar 2022, abgerufen am 21. Oktober 2025.
  6. Personeller Wechsel im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. In: medienservice.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, 20. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.
  7. Thomas Kralinski. In: progressives-zentrum.org. Abgerufen am 21. Oktober 2025.
  8. Staatssekretär und Amtschef Thomas Kralinski. In: smwa.sachsen.de. Säschsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, abgerufen am 21. Oktober 2025.

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Ernennung der Sächsischen Staatsregierung (Kabinett Kretschmer III): Thomas Kralinski (SPD), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz