Theodor Christlieb Reinhold

Theodor Christlieb Reinhold (* 13. September 1682 in Eppendorf; † 24. März 1755 in Dresden) war ein deutscher Komponist und Dresdner Kreuzkantor.

Leben

Reinhold war Schüler der Dresdner Kreuzschule. Als Kreuzkantor folgte er 1720 Johann Zacharias Grundig nach und bekleidete das Amt bis zu seinem Tode. Sein eigener Nachfolger als Kantor wurde 1755 Gottfried August Homilius. Reinhold komponierte Motetten und die Festkantaten zur Grundsteinlegung und zur Einweihung der Frauenkirche sowie zur Einweihung der darin durch Gottfried Silbermann erbauten Orgel. Außerdem war Reinhold Musikdirektor der damaligen drei evangelischen Hauptkirchen Dresdens, also der Frauen-, der Sophien- und der Kreuzkirche. In dieser Position holte er 1733 den Bach-Sohn Wilhelm Friedemann als Organisten an die Sophienkirche. Zu Reinholds Schülern zählt der Komponist und Musikschriftsteller Johann Adam Hiller.[1]

Literatur

  • Karl Held: Das Kreuzkantorat zu Dresden. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1894, S. 83–92 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Dieter Härtwig, Matthias Herrmann: Der Dresdner Kreuzchor – Geschichte und Gegenwart, Wirkungsstätten und Schule. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02402-5
  • Cordula Timm-Hartmann: Reinhold, Theodor Christlieb. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 13 (Paladilhe – Ribera). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2005, ISBN 3-7618-1133-0, Sp. 1532–1533 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Carl Mennicke: Hasse und die Brüder Graun als Symphoniker. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1906, S. 452 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

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