Tara Geraghty-Moats

Tara Geraghty-Moats
Geraghty-Moats 2023 in Oberhof
(c) Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
NationVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag12. April 1993 (30 Jahre)
GeburtsortWest Fairlee, VermontVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Karriere
DisziplinNordische Kombination
Skispringen
Biathlon
VereinCraftsbury Green Racing Project
TrainerMichael Gibson, Ethan Dreissigacker
Nationalkaderseit 2005
Statusaktiv
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen (SP)1 × Goldmedaille3 × Silbermedaille0 × Bronzemedaille
Nationale Medaillen (NK)2 × Goldmedaille0 × Silbermedaille0 × Bronzemedaille
 US-Meisterschaften
Silber2015 Park CityNormalschanze
Gold2016 Lake PlacidNormalschanze
Silber2018 Park CityGroßschanze
Silber2018 Park CityNormalschanze
 US-Meisterschaften
Gold2014 Park CityEinzel NK
Gold2018 Park CityEinzel NK
Skispringen

Debüt im Weltcup05. Dezember 2014
Debüt im Continental Cup28. August 2007
Gesamtweltcup28. (2015/16)
Sommer-Grand-Prix19. (2017)
Continental Cup54. (2007/08)
Blue Bird Tour41. (2019)
Nordische Kombination

Debüt im Weltcup18. Dezember 2020
Weltcup-Siege (Einzel)01 (Details)
Weltcup01. (2020/21)
Debüt im Grand Prix18. August 2018
Grand-Prix-Siege (Einzel)04 (Details)
Grand Prix01. (2018)
Debüt im Continental Cup14. Dezember 2018
Continental-Cup-Siege18 (Details)
Continental Cup01. (2018/19, 2019/20)
 Podiumsplatzierungen1.2.3.
 Weltcup Einzel100
 Grand Prix Einzel410
 Continental Cup Einzel1510
 Continental Cup Massenstart310
Biathlon

Debüt im Weltcup30. November 2022
Debüt im IBU-Cup24. November 2012
letzte Änderung: 14. März 2021

Tara Geraghty-Moats (* 12. April 1993 in West Fairlee, Vermont) ist eine US-amerikanische Wintersportlerin, die als Skispringerin und Nordische Kombiniererin aktiv war und seit 2022 wieder Biathletin ist. Sie war die Siegerin des historisch ersten Weltcup-Wettbewerbs in der Nordischen Kombination der Frauen.

Werdegang

Skispringen

(c) Ailura, CC BY-SA 3.0 AT
Geraghty-Moats 2015 beim Weltcup in Hinzenbach

Geraghty-Moats begann bereits im Jugendalter mit dem Skispringen sowie der Nordischen Kombination. Im Alter von 12 Jahren im Oktober 2005 wurde sie erstmals für den Skisprung-Continental-Cup nominiert, trat aber in Lake Placid nicht an. Zwei Jahre später im August 2007 ging sie dann an den Start und erreichte auf Anhieb mit Rang 18 die Punkteränge. Auch einen Tag später im zweiten Springen war sie erfolgreich. Es dauerte jedoch ein weiteres Jahr, bis sie erneut bei internationalen Wettbewerben antrat. Im Dezember 2008 startete sie in Park City und erreichte zweimal Rang 27, womit sie am Ende der Saison den 75. Platz der Gesamtwertung erreichte. Dies waren für längere Zeit ihre letzten internationalen Auftritte als Spezialspringerin.

Bei den US-Meisterschaften im Skispringen 2014 wurde sie 5. von der Normalschanze. Bei den US-Meisterschaften 2015 erreichte sie von der Normalschanze den 4. Platz und von der Großschanze den 2. Platz.

Ihr bisher bestes Ergebnis im Skisprung-Weltcup der Damen erreichte sie am 8. Februar 2015 auf der Trambulina Valea Cărbunării Normalschanze im rumänischen Râșnov mit dem neunten Rang. Anschließend belegte sie bei den Weltmeisterschaften 2015 im schwedischen Falun den 18. Platz. 2015/16 wurde sie in der Weltcup-Gesamtwertung 28., was bisher ihre beste Gesamt-Platzierung im Skispringen ist.

Bei den US-Meisterschaften 2016 wurde Geraghty-Moats Meisterin von der Normalschanze des MacKenzie Intervale Ski Jumping Complex in Lake Placid.[1] Zwei Jahre später konnte sie bei den US-Meisterschaften 2018 in Park City sowohl von der Großschanze als auch von der Normalschanze den zweiten Rang hinter Nita Englund belegen.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld belegte Geraghty-Moats gemeinsam mit Logan Sankey, Nina Lussi und Nita Englund den zehnten Platz beim erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb der Damen. Zum Saisonende gab Geraghty-Moats bekannt, dass sie sich von nun an auf die Nordische Kombination konzentrieren werde, weshalb sie nicht mehr im Skisprung-Kader für die Saison 2019/20 steht.[2] Entgegen gegenläufiger Behauptungen ging sie zu Beginn des Weltcups 2019/20 in Lillehammer an den Start, wo sie nach einem Sturz in der Qualifikation jedoch keine Wettkampfsprünge absolvierte.[3] Aufgrund einer geringen Wettkampfzahl in ihrer Hauptdisziplin startete sie Mitte Februar 2020 in Villach im FIS Cup, wo sie die Punkteränge erreichte.

Nordische Kombination

Geraghty-Moats 2020 beim Continental Cup in Eisenerz

Am 13. Oktober 2014 wurde Geraghty-Moats die erste US-amerikanische Meisterin in der Nordischen Kombination. Sie war neben Gabby Armstrong nur eine von zwei Athletinnen.[4]

Beim Grand Prix am 18. August 2018 in Oberwiesenthal startete Geraghty-Moats erstmals bei einem FIS-Wettbewerb in der Nordischen Kombination. Sie erreichte mit dem zweiten Platz hinter der Russin Stefanija Nadymowa direkt das Podium. Einen Tag später konnte sie vor der Russin den zweiten Wettkampf gewinnen, womit sie gemeinsam mit Nadymowa die Gesamtwertung des Grand Prix gewinnen konnte.

Zu Beginn der zweiten Austragung des Continental Cups der Damen in der Nordischen Kombination trat Geraghty-Moats am 14. Dezember 2018 erstmals in dieser Wettkampfserie an. Dabei gewann sie direkt den ersten Wettbewerb der neuen Saison 2018/19 im heimischen Steamboat Springs. Auch die restlichen Wettkämpfe konnte sie mit einer Ausnahme dominieren.[5] Mit letztlich zehn Siegen bei elf Wettkämpfen gewann Geraghty-Moats mit deutlichem Vorsprung die Gesamtwertung des Continental Cups.

Im Sommer 2019 gewann Geraghty-Moats drei der vier Wettbewerbe des Grand Prix 2019. Beim letzten Wettbewerb wurde sie disqualifiziert, sodass sie sich schließlich nur auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung wiederfand. Zu Beginn des Continental Cups führte sie das Feld weiterhin an und gewann am Auftaktwochenende in Park City alle drei Wettbewerbe.[6] Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2020 in Lausanne unterstützte Geraghty-Moats als Vorbild und Symbolfigur die teilnehmenden Nordischen Kombiniererinnen.[7] Dort zog sie sich eine Erkältung zu, die sie an einem Start beim zweiten Wettkampfwochenende in Rena hinderte.[8] Bei ihrer Rückkehr in Eisenerz musste sie sich erstmals bei einem Continental-Cup-Rennen geschlagen und sich mit dem zweiten Platz hinter Anju Nakamura zufriedengeben. Mit insgesamt fünf Saisonsiegen verteidigte Geraghty-Moats schließlich den Gesamtsieg.

Im April 2021 gab Geraghty-Moats eine Unterbrechung ihrer Karriere als Nordische Kombiniererin bekannt, hielt sich aber eine Rückkehr im Falle der Aufnahme der Disziplin in das Programm der Olympischen Winterspiele 2026 offen.[9]

Biathlon

2010 wechselte Geraghty-Moats im Rahmen eines Schüleraustauschs in Schweden zum Biathlon und war dort Schülerin des Biathlon-Gymnasiums Sollefteå. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě gab sie ihr internationales Debüt und erreichte nach jeweils vielen Schießfehlern Rang 66 im Einzel, Rang 58 im Sprint, Rang 57 in der Verfolgung und mit der Staffel Rang 13. Ein Jahr später in Kontiolahti konnte sie sich mit den Plätzen 44, 18 und 52 deutlich verbessern, für einen Startplatz im Weltcup wurde sie jedoch nicht nominiert. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 in Obertilliach erreichte Geraghty-Moats im Einzel und im Sprint den 62. Platz. Als US-Amerikanerin, die mit den Schweden trainiert, startete sie zudem bei den offenen Wettbewerben der Junioreneuropameisterschaften in Bansko. Dabei wurde sie 40. im Einzel und 37. im Sprint, in der Verfolgung wurde sie überrundet. Mit der Staffel erreichte sie den zehnten Rang.

Ihren einzigen größeren Erfolg im Biathlon erreichte sie 2013, als sie Schwedische Juniorenmeisterin wurde.[10] Nach der Saison 2013/14 trat sie im Biathlon bei internationalen Wettbewerben nicht mehr an.

Im April 2021 gab Geraghty-Moats bekannt, zum Biathlon zurückzukehren.[9] Ihre ersten Rennen als erneute Biathletin lief sie bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2021. Zu Beginn des Kalenderjahrs 2022 war die US-Amerikanerin erstmals seit fast 10 Jahren wieder in Rennen des IBU-Cups zu sehen. Auch für die Europameisterschaften wurde sie nominiert, verfehlte aber die Punkteränge in Sprint und Einzel klar. Am 30. November 2022 gab Geraghty-Moats im finnischen Kontiolahti ihr Weltcupdebüt und belegte dabei im Einzelrennen den 87. Platz.[11] Im Februar 2023 nahm sie an den Weltmeisterschaften in Oberhof teil, womit sie in drei verschiedenen Sportarten an Weltmeisterschaften teilnahm.

Erfolge

Nordische Kombination

Weltcup-Siege im Einzel

Nr.DatumOrtDisziplin
1.18. Dezember 2020Osterreich RamsauGundersen Normalschanze

Grand-Prix-Siege im Einzel

Nr.DatumOrtDisziplin
1.19. August 2018Deutschland OberwiesenthalGundersen Normalschanze
2.25. August 2019Deutschland OberwiesenthalGundersen Normalschanze
3.28. August 2019Deutschland KlingenthalGundersen Mittelschanze
4.31. August 2019Deutschland OberhofGundersen Normalschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel

Nr.DatumOrtDisziplin
01.14. Dezember 2018Vereinigte Staaten Steamboat SpringsGundersen Mittelschanze
02.15. Dezember 2018Vereinigte Staaten Steamboat SpringsGundersen Mittelschanze
03.19. Dezember 2018Vereinigte Staaten Park CityGundersen Normalschanze
04.5. Januar 2019Estland OtepääGundersen Normalschanze
05.6. Januar 2019Estland OtepääGundersen Normalschanze
06.16. Februar 2019Norwegen RenaGundersen Normalschanze
07.17. Februar 2019Norwegen RenaGundersen Normalschanze
08.8. März 2019Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze
09.9. März 2019Russland Nischni TagilMassenstart Normalschanze
10.10. März 2019Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze
11.13. Dezember 2019Vereinigte Staaten Park CityGundersen Normalschanze
12.14. Dezember 2019Vereinigte Staaten Park CityMassenstart Normalschanze
13.15. Dezember 2019Vereinigte Staaten Park CityGundersen Normalschanze
14.11. März 2020Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze
15.12. März 2020Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze
16.12. März 2021Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze
17.13. März 2021Russland Nischni TagilMassenstart Normalschanze
18.14. März 2021Russland Nischni TagilGundersen Normalschanze

Statistiken

Skispringen

Weltcup-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
2014/1530.0073
2015/1628.0092
2016/1740.0052

Grand-Prix-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
201719.0036
201840.0011

Continental-Cup-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
2007/0854.0021
2008/0975.0008
2013/1416.0048
2014/1522.0075

Nordische Kombination

Weltcup-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
2020/21001.0100

Grand-Prix-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
2018001.0180
2019002.0300

Continental-Cup-Platzierungen

SaisonPlatzPunkte
2018/19001.1000
2019/20001.0660
2020/21002.0300

Biathlon

Weltcupplatzierungen

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
PlatzierungEinzelSprintVerfolgungMassenstartStaffelGesamt
1. Platz 
2. Platz 
3. Platz 
Top 10 
Punkteränge 
Starts14   5
Stand: Saisonende 2022/23

Weltmeisterschaften

WeltmeisterschaftenEinzelwettbewerbeStaffelwettbewerbe
JahrOrtEinzelSprintVerfolgungMassenstartDamenstaffelMixedstaffelS.-M.-Staffel
2023Deutschland Oberhof86.

Juniorenweltmeisterschaften

WeltmeisterschaftenEinzelSprintVerfolgungStaffel
JahrOrt
2011Tschechien Nové Město66.58.57.13.
2012Finnland Kontiolahti44.18.52.13.
2013Osterreich Obertilliach62.62.
2014Vereinigte Staaten Presque Isle44.42.41.11.

Weblinks

Commons: Tara Geraghty-Moats – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rhoads und Geraghty-Moats US Meister im Skispringen. In: berkutschi.com. 10. Oktober 2016, abgerufen am 20. Februar 2019.
  2. “I’m in this sport for the long run!” In: fis-ski.com. 9. April 2019, abgerufen am 15. April 2019.
  3. Lillehammer: Maren Lundby wins season opening qualification. In: fis-ski.com. 6. Dezember 2019, abgerufen am 22. Februar 2020.
  4. Ergebnisse US Nordic Combined Championships vom 13. Oktober 2014 (PDF), abgerufen am 21. Februar 2019
  5. Gretchen Burkholder: Tara Geraghty-Moats, the Undefeated Women’s Nordic Combined Pioneer. In: fasterskier.com. 10. Januar 2019, abgerufen am 17. Februar 2019 (englisch).
  6. Athletes of the Week: Tara Geraghty-Moats (USA) & Jakob Lange (GER). In: fis-ski.com. 17. Dezember 2019, abgerufen am 22. Februar 2020.
  7. Geraghty-Moats selected as Youth Olympic Games Athlete Role Model. In: fis-ski.com. 14. Oktober 2019, abgerufen am 22. Februar 2020.
  8. COC-M/W: Norway remains undefeated on home ground in Rena. In: fis-ski.com. 26. Januar 2020, abgerufen am 22. Februar 2020.
  9. a b Dominik Formela: Tara Geraghty-Moats wraca do biathlonu. In: skijumping.pl. 22. April 2021, abgerufen am 22. April 2021 (polnisch).
  10. Chelsea Little: Now a Swedish National Champion, Geraghty-Moats Says She’s ‘Still the American,’ Plans Return. FasterSkier.com, 10. Mai 2013, abgerufen am 28. Juni 2013 (amerikanisches Englisch).
  11. Die verrückte Geschichte hinter diesem Biathlon-Debüt. sportnews.bz, 30. November 2022, abgerufen am 11. Februar 2023.

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7,5 km Sprint der Frauen bei den BMW-IBU-Biathlon-Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof
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Skisprung-Weltcup 2014/15 Hinzenbach, 1. Februar 2015: Tara Geraghty-Moats