Tapio Rautavaara

Tapio Rautavaara
Tapio Rautavaara (1937)
Voller NameKaj Tapio Rautavaara
NationFinnland Finnland
Geburtstag8. März 1915
GeburtsortPirkkalaFinnland
Größe189 cm
Gewicht86 kg
Sterbedatum25. September 1979
SterbeortHelsinkiFinnland
Karriere
SportartenLeichtathletik
Bogenschießen
BestleistungSpeerwurf: 75,47 m (1945)
VereinOulunkylän Tähti
Medaillenspiegel
Teilnehmer in der Leichtathletik
Olympische Spiele1 × Goldmedaille0 × Silbermedaille0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften0 × Goldmedaille0 × Silbermedaille1 × Bronzemedaille
Teilnehmer im Bogenschießen
Weltmeisterschaften1 × Goldmedaille1 × Silbermedaille0 × Bronzemedaille
Teilnehmer in der Leichtathletik
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Gold1948 LondonSpeerwurf
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Bronze1946 OsloSpeerwurf
Teilnehmer im Bogenschießen
Weltmeisterschaften
Silber1955 HelsinkiMannschaft
Gold1958 BrüsselMannschaft

Kaj Tapio Rautavaara (* 8. März 1915 in Pirkkala; † 25. September 1979 in Helsinki) war ein finnischer Leichtathlet, Musiker und Schauspieler. Seine Spezialdisziplin war der Speerwurf.

Biografie

Kindheit und Jugend

Tapio Rautavaara wuchs in Tampere auf. Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen; seine Mutter war alleinerziehend, sein Vater unbekannt. In der Schule wurde er zu einer Zeit, in der in Finnland die Spannungen zwischen Linken und Konservativen sehr stark waren, von seinen Schulkameraden höhnisch „Balg eines Roten“ gerufen, und er hatte als Arbeiterkind Probleme mit den konservativ eingestellten Lehrern. Mitunter musste er aus Hunger Lebensmittel stehlen. Im Alter von zehn Jahren verkaufte Tapio linke Zeitungen an die Arbeiter der Firma Finlayson. Seine Mutter plante, nach Oulunkylä nahe Helsinki zu ziehen. Sie reiste voraus, und Rautavaara lebte ein Jahr lang in einem Kinderheim, bis er folgen konnte. An seinem neuen Wohnort fühlte er sich wohler, da er dort nicht mehr gemobbt wurde. Wegen seines schlechten gesundheitlichen Zustands rieten ihm die Ärzte, Sport zu treiben. Da er schon immer gerne Steine um die Wette geworfen hatte, entschied er sich für Speerwurf und trat dem Arbeitersportverein Oulunkylän Tähti bei, dem er sein Leben lang treu blieb.[1]

Mit 13 musste Rautavaara die Schule verlassen, um zu arbeiten. Er verkaufte Zeitungen und Bücher in Eisenbahnen, womit er gut verdiente. Es heißt, dass er die Bücher, die er verkaufte, vorher las. Von seinem verdienten Geld kaufte er sich Musikinstrumente und belegte einen Kurs für Geigenspiel am Konservatorium in Helsinki, wo er einen auf drei Jahre angelegten Kurs innerhalb eines Jahres abschloss.[1]

Sportliche Laufbahn

Tapio Rautavaara gewann bei den Europameisterschaften 1946 in Oslo mit 66,40 m die Bronzemedaille im Speerwurf hinter dem Schweden Lennart Attervall und seinem finnischen Landsmann Yrjo Nikkanen. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde er mit 69,77 m Olympiasieger. 1950 belegte er den fünften Platz bei den Europameisterschaften in Brüssel. Rautavaara war 1944 und 1945 sowie von 1947 bis 1949 finnischer Meister im Speerwurf. In den 1950ern wandte er sich dem Bogenschießen zu und gewann bei den Weltmeisterschaften 1955 in Helsinki Silber mit der Mannschaft, ehe er mit der finnischen Mannschaft 1958 Weltmeister wurde.

Schauspieler und Musiker

Rautavaara war auch als Schauspieler und Musiker erfolgreich. Seine mehr als 300, meist ruhigen, sentimentalen Popsongs sind in Finnland heute noch populär. Seine Adaption des Johnny-Cash-Hits I Walk the Line (finnisch: Yölinjalla) gehört zu den meistgespielten Liedern am späten Abend. Rautavaara spielte in zahlreichen finnischen Filmen und war angeblich für die Rolle des Tarzan vorgesehen, nachdem Johnny Weissmüller seine Karriere beendet hatte.

Erinnerung

Sein Denkmal steht in Oulunkylä, dem Helsinkier Stadtteil, in dem Rautavaara den größten Teil seines Lebens verbracht hatte.

Filmografie

  • 1945: Vain sinulle
  • 1946: Synnin jäljet
  • 1947: Kuudes käsky
  • 1947: Kultamitalivaimo
  • 1949: Sinut minä tahdon
  • 1951: Aila, Pohjolan tytär
  • 1951: Rion yö
  • 1952: Salakuljettajan laulu
  • 1953: Pekka Puupää
  • 1953: 2 hauskaa vekkulia
  • 1953: Me tulemme taas
  • 1954: Kummituskievari
  • 1955: Veteraanin voitto
  • 1955: Villi Pohjola
  • 1955: Kaunis Kaarina
  • 1958: Kahden ladun poikki
  • 1960: Molskis, sanoi Eemeli, molskis!
  • 1961: Tähtisumua
  • 1964: X-paroni
  • 1970: Anna

Diskografie

  • Päivänsäde ja menninkäinen, 1949/1965
  • Reissumies ja kissa, 1949 (FI:GoldGold)[2]
  • Kulkuri ja joutsen, 1950
  • Isoisän olkihattu, 1951/1964
  • Ontuva Eriksson, 1951
  • Sininen uni, 1952
  • Juokse sinä humma, 1953
  • Huutolaispojan laulu, 1956
  • Kulkuriveljeni Jan, 1956
  • Yölinjalla, 1962
  • Tuopin jäljet, 1963
  • Häävalssi, 1969 (Single, FI:GoldGold)
  • Isoisän olkihattu, 1969 (Single, FI:GoldGold)
  • Vain merimies voi tietää, 1969 (Single, FI:GoldGold)
  • Korttipakka, 1976
  • Kulkurin taival 1946-1979, 1979 (FI:GoldGold)
  • Reissumiehen taival, 1980 (FI:Doppelplatin×2Doppelplatin )
  • Reissumiehen taival 2, 1983 (FI:GoldGold)
  • En päivääkään vaihtaisi pois (FI:GoldGold)
Commons: Tapio Rautavaara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Jussi Palmen: Just a Vagabond. Archiviert vom Original; abgerufen am 21. Februar 2015.
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: FI

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National- und Handelsflagge des Deutschen Reiches von 1935 bis 1945, zugleich Gösch der Kriegsschiffe.
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Tapio Rautavaara, Finnish singer, actor and athlete at the 1937 International Workers' Olympiads in Antwerp, Belgium.
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