Takt32

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Gang
 DE8708.05.2015(1 Wo.)
Demut und Größenwahn
 DE4907.05.2021(1 Wo.)
Sozialer Abwärtsvergleich
 DE2718.03.2022(1 Wo.)
Singles[1]
Sorry Not Sorry (Monet192 feat. Takt32 & Badmómzjay)
 DE2113.11.2020(2 Wo.)
 AT6120.11.2020(1 Wo.)
 CH5115.11.2020(1 Wo.)
Irgendwie egal (feat. Badmómzjay & Jumpa)
 DE6626.02.2021(1 Wo.)
Egal wie hoch (Jumpa feat. Samra & Takt32)
 DE3621.05.2021(1 Wo.)
 AT6628.05.2021(1 Wo.)
 CH9623.05.2021(1 Wo.)

Takt32, auch bekannt als Marco Tscheschlok,[2] ist ein deutscher Rapper aus Berlin, der vor allem durch seine Teilnahmen bei Rap am Mittwoch nennenswerte Bekanntheit erlangte.

Anfänge und Karriere

Takt32 wuchs im Berliner Bezirk Hohenschönhausen (Weißensee) auf. Dort war er in einem ansässigen Schwimmverein aktiv. Durch sein Schwimmtalent kam er schon früh in seiner Jugend auf Wettbewerbe nach Frankreich. Er lebte 2005 und 2006 zusammen mit seinem Gastbruder in Banlieues in Frankreich (Paris, Rennes, Marseille). Dieser war Teil der lokalen Sprayer-Szene, wodurch der Berliner entsprechende Kreise besser kennenlernte und selbst mit dem Sprühen von Graffiti begann. Nach dem Abitur zog er für vier Jahre (von 2009 bis 2013) in die Vereinigten Staaten nach St. Louis, Missouri, wo er ein College besuchte, das ihm ein Sportstipendium ermöglichte.

„Das habe ich wahrgenommen, weil es für mich günstiger war, in den USA komplett finanziert zu werden, als zu Hause auf eigene Kosten zu studieren.“

Takt32

Der dort vorherrschende spezielle Lebensstil („Lifestyle“) und die omnipräsente Battle-Szene veranlassten ihn dazu, ab 2008 selbst mit dem Rappen anzufangen auf Basis deutschen Hip-Hops, wie beispielsweise Aggro Berlin und Westberlin Maskulin, den er in jungen Jahren hörte.[3][4] Zuerst eher als Hobby, ab 2012 mit seinen ersten Aufnahmen und Auftritten gemeinsam mit der Band eines Uni-Kollegen live in Bars zunehmend seriöser.[4]

Mit 12 Jahren begann er, die ersten eigenen Beats zu produzieren. Mit 16 Jahren machte er seine ersten Rapversuche. Als einer der wenigen aus seinem Freundeskreis zog er das Hip-Hop-Musizieren durch und konnte zurück in Deutschland erste Erfolge bei Battle-Rap-Veranstaltungen wie Rap am Mittwoch feiern, z. B. als er bei seinem ersten Besuch und einigen weiteren unmittelbar bis ins Kingfinale kam. Ein Titel blieb ihm bis zum Battle in der BMCL gegen Separate allerdings verwehrt. Zusammen mit seinem Kumpel fx gründete er das Label Kiezkunst und widmete sich nach seinem Abschied von Rap am Mittwoch mehr und mehr seiner Solokarriere. Am 15. August 2014 erschien schließlich über Kiezkunst seine Debüt-EP #Overkill, die eine Mischung aus Battle-Rap-lastigen Liedern und Thementracks enthält.[3]

Am 24. April 2015 veröffentlichte er sein erstes Album Gang. Die Arbeiten zu diesem Album fanden in einem Tonstudio statt, wo ihm außerdem dauerhaft ein Produzent zur Verfügung stand.[5] Alle bisherigen Veröffentlichungen erschienen über das Independent-Label Kiezkunst. Nur der Vertrieb wurde 2015 an Chapter One (Universal Music) abgegeben.

Takt32 ist darüber hinaus auch als Autor für andere Musiker tätig, so ist er unter anderem Koautor des Charthits Melatonin (Vanessa Mai feat. ART).[6][7]

Namensgebung

Takt32-Aufkleber auf einem Berliner Mülleimer

Der Name Takt32 und die ebenfalls gebräuchlichen Spitznamen Takt bzw. Takti haben ihre Bedeutung aus seiner Zeit als Sprayer: „Ich habe immer die Restdosen leergetaggt. Aus dem Spitznamen Taggt wurde irgendwann Takt.“[3]

Stil

Takt32 ist ein Rapper der klassischen Berliner Hip-Hop-Schule. Seine internationalen Einflüsse aus Frankreich und von Übersee spiegeln sich in seinem Rap-Stil wider und sind ein wesentliches Erkennungszeichen. Die Facetten seiner Veröffentlichungen reichen von Battle-Rap über sozialkritische Texte, vor allem Übertreibung spielt für ihn oft eine Rolle beim Musizieren. Während er beim Graffiti-Sprühen noch knallige Farben benutzte, versucht er heute mit seinem Rap vor allem durch bestimmte Symbole aufzufallen, wie z. B. der Hashtag im Titel seiner EP #Overkill.[3]

Diskografie

Studioalben

  • 2015: Gang (Kiezkunst)
  • 2016: ID (Kiezkunst)
  • 2021: Demut und Größenwahn (Kiezkunst)
  • 2022: Sozialer Abwärtsvergleich (Kiezkunst)

EPs

  • 2014: #Overkill (Kiezkunst)
  • 2016: Chimera (Kiezkunst)
  • 2018: Opium EP (Kiezkunst)

Mixtapes

  • 2018: 030 Hollywood (Kiezkunst)

Singles (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Chartquellen: DE AT CH
  2. Takt32 bei Genius, abgerufen am 4. März 2021
  3. a b c d Julius Stabenow: Auf Skills bedacht – Takt32 in der Juice Nr. 162, S. 14.
  4. a b Interview mit Takt32 (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive) auf meinrap.de, 19. August 2014, abgerufen am 14. Mai 2015.
  5. Johannes Rabolt: Mehr als Battlerap – Takt32 in der Juice Nr. 167, S. 10.
  6. Melatonin. In: open.spotify.com. 18. Februar 2022, abgerufen am 25. Februar 2022.
  7. Vanessa Mai / ART – Melatonin. In: offiziellecharts.de. GfK Entertainment, 25. Juli 2022, abgerufen am 27. Februar 2022.
  8. Single Trending Charts. In: mtv.de. GfK Entertainment, 25. Februar 2022, abgerufen am 26. Februar 2022.

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Takt32 Aufkleber.jpg
Autor/Urheber: TimausE, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Takt32 Aufkleber auf einem Berliner Mülleimer