TSV Victoria Clarholz

TSV Victoria Clarholz
Vereinslogo
Basisdaten
NameTurn- und Sportverein
Victoria Clarholz e. V.
SitzHerzebrock-Clarholz,
Nordrhein-Westfalen
Gründung17. Oktober 1920
Farbenrot-weiß-schwarz
VorstandsvorsitzenderTobias Feldmann
Websitevictoria-clarholz.de
Erste Fußballmannschaft
CheftrainerChristopher Hankemeier
SpielstätteHolzhofstadion
Plätze2500
LigaOberliga Westfalen
2022/238. Platz
Heim
Auswärts

Der TSV Victoria Clarholz (offiziell: Turn- und Sportverein Victoria Clarholz e. V.) ist ein Fußballverein aus Herzebrock-Clarholz im Kreis Gütersloh. Die erste Mannschaft der Männer spielt seit 2020 in der Oberliga Westfalen.

Geschichte

Der Verein wurde am 17. Oktober 1920 als Turnverein Frisch Auf Clarholz gegründet. Drei Jahre später entstand mit der Deutschen Jugendkraft Clarholz ein weiterer Verein. Beide Clubs fusionierten im Jahre 1932 zum TSV Deutsche Jugendkraft Clarholz. Zwei Jahre später nahm der Verein dann den Namen TSV Viktoria Clarholz an. Da es immer wieder vorkam, dass beim Vereinsnamen das Wort Viktoria mal mit „c“ und mal mit „k“ geschrieben wurde, wurde im Jahre 1990 die Schreibweise mit „c“ in der Vereinssatzung festgelegt.[1]

Neben Fußball bietet der Verein Badminton, Basketball, Hapkido, eine Laufgruppe, Leichtathletik, Tischtennis, Trampolin, Turn- und Fitness sowie Volleyball an. Eine Segelabteilung gründete sich im Jahre 1959, die sich später als Segeler-Club Clarholz abspaltete. Im Jahre 1974 trat der Kegelsportclub Clarholz dem TSV Victoria Clarholz bei.[1] Jedoch wechselte die Abteilung in den 1990er Jahren zur Keglervereinigung Gütersloh-Rheda.[2]

Fußball

Die Clarholzer Fußballer spielten jahrzehntelang in der Kreisklasse Wiedenbrück. 1974 gelang erstmals der Aufstieg in die Bezirksklasse. Ende der 1970er Jahre ging es sportlich weiter nach oben, als die Victoria zwischen 1979 und 1981 dreimal in Folge Vizemeister der Bezirksliga wurden. Jedoch hatten die zweiten Mannschaften des SC Herford, von Arminia Bielefeld und die Sportfreunde Sennestadt jeweils die Nase vorne. 1984 gelang schließlich der Aufstieg in die Landesliga, als die Clarholzer mit zehn Punkten Vorsprung auf DE Kusenbaum Meister wurden. Auch dort spielte die Mannschaft stets eine gute Rolle und schaffte 1992 den Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen. Der Sprung erwies sich jedoch als zu groß und nach einem Jahr ging es für die Victoria wieder runter in die Landesliga.[3]

1995 stiegen die Clarholzer mit ganzen 5:55 Punkten wieder in die Bezirksliga ab. Nach Vizemeisterschaften hinter der Warendorfer SU und dem SVA Bockum-Hövel schaffte die Victoria 1998 den Wiederaufstieg in die Landesliga. Dort spielte die Mannschaft jedoch nur ein Jahr, ehe es wieder herunter in die Bezirksliga ging. 2003 stiegen die Clarholzer erneut in die Landesliga auf und wurden dort zwei Jahre später Vizemeister in der Staffel 5 hinter SuS Bad Westernkotten. Anschließend wurde die Victoria in die Staffel 1 versetzt, aus der sie 2007 wieder absteigen mussten. Zurück in der Bezirksliga wurden die Clarholzer 2009 Vizemeister hinter dem SV Canlar Bielefeld und schafften ein Jahr später den erneuten Aufstieg in die Landesliga.[3] Im Jahre 2012 wurde die Victoria dort Dritter hinter dem SV Rödinghausen und Rot-Weiß Maaslingen. Wegen einer Ligareform reichte der dritte Platz zum Wiederaufstieg in die Westfalenliga.

Dort pendelte die Mannschaft stets zwischen Mittelfeld und Abstiegskampf. Dies änderte sich in der Saison 2019/20, die wegen der COVID-19-Pandemie abgebrochen wurde. Aufgrund einer „Quotientenregelung“ schafften die Clarholzer dank der besseren Tordifferenz gegenüber Borussia Emsdetten den Aufstieg in die Oberliga Westfalen. Die folgende Saison 2020/21 wurde wegen der fortwährenden Pandemie zunächst abgebrochen und später annulliert. Am 6. September 2023 trafen die Clarholzer in der zweiten Runde des Westfalenpokal 2023/24 auf Arminia Bielefeld und verloren vor rund 4500 Zuschauern im Gütersloher Heidewaldstadion mit 1:2.[4]

Stadion

Die Heimspiele werden im Holzhofstadion ausgetragen. Das Stadion liegt an der Holzhofstraße und bietet Platz für 2500 Zuschauer. Es wird auf Naturrasen gespielt. Die Fläche gehörte einst dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg und wurde im Jahre 1930 von der damals noch eigenständigen Gemeinde Clarholz gepachtet und 40 Jahre später gekauft.[1]

Persönlichkeiten

Statistik

Erfolge

  • Meister der Westfalenliga 1: 2020
  • Meister der Landesliga Westfalen: 1992 (Staffel 5), 2012 (Staffel 1)
  • Meister der Bezirksliga Westfalen: 1984, 2010 (Staffel 2), 1998, 2003 (Staffel 9)

Platzierungen

Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg.[3]

SpielzeitLigaLevelPlatz
1968/692. Kreisklasse WiedenbrückVI01.
1969/701. Kreisklasse WiedenbrückVI08.
1970/711. Kreisklasse WiedenbrückVI11.
1971/721. Kreisklasse WiedenbrückVI06.
1972/731. Kreisklasse WiedenbrückVI07.
1973/741. Kreisklasse WiedenbrückVI01.
1974/75Bezirksklasse Westfalen 2V05.
1975/76Bezirksklasse Westfalen 2V12.
1976/77Bezirksklasse Westfalen 2V06.
1977/78Bezirksliga Westfalen 2V14.
1978/79Bezirksliga Westfalen 2VI104.
1979/80Bezirksliga Westfalen 2VI02.
1980/81Bezirksliga Westfalen 2VI02.
1981/82Bezirksliga Westfalen 2VI02.
1982/83Bezirksliga Westfalen 2VI05.
1983/84Bezirksliga Westfalen 2VI01.
1984/85Landesliga Westfalen 5V06.
1985/86Landesliga Westfalen 5V03.
1986/87Landesliga Westfalen 5V04.
SpielzeitLigaLevelPlatz
1987/88Landesliga Westfalen 5V04.
1988/89Landesliga Westfalen 5V09.
1989/90Landesliga Westfalen 5V04.
1990/91Landesliga Westfalen 5V07.
1991/92Landesliga Westfalen 5V01.
1992/93Verbandsliga Westfalen 1IV15.
1993/94Landesliga Westfalen 5V13.
1994/95Landesliga Westfalen 5VI216.
1995/96Bezirksliga Westfalen 9VII02.
1996/97Bezirksliga Westfalen 9VII02.
1997/98Bezirksliga Westfalen 9VII01.
1998/99Landesliga Westfalen 1VI14.
1999/2000Bezirksliga Westfalen 9VII06.
2000/01Bezirksliga Westfalen 9VII10.
2001/02Bezirksliga Westfalen 9VII09.
2002/03Bezirksliga Westfalen 9VII01.
2003/04Landesliga Westfalen 5VI06.
2004/05Landesliga Westfalen 5VI02.
2005/06Landesliga Westfalen 1VI12.
SpielzeitLigaLevelPlatz
2006/07Landesliga Westfalen 1VI14.
2007/08Bezirksliga Westfalen 2VII03.
2008/09Bezirksliga Westfalen 2VIII302.
2009/10Bezirksliga Westfalen 2VII01.
2010/11Landesliga Westfalen 1VI12.
2011/12Landesliga Westfalen 1VII03.4
2012/13Westfalenliga 1VI10.
2013/14Westfalenliga 1VI10.
2014/15Westfalenliga 1VI13.
2015/16Westfalenliga 1VI13.
2016/17Westfalenliga 1VI11.
2017/18Westfalenliga 1VI11.
2018/19Westfalenliga 1VI09.
2019/20Westfalenliga 1VI01.
2020/21Oberliga WestfalenV5
2021/22Oberliga WestfalenV17.
Abstiegsrunde615.
2022/23Oberliga WestfalenV08.
1 
Nach Einführung der Oberliga Westfalen war die Bezirksliga nur noch sechstklassig.
2 
Nach Einführung der Regionalliga West/Südwest war die Landesliga nur noch sechstklassig.
3 
Nach Einführung der 3. Liga war die Bezirksliga nur noch achtklassig.
4 
Durch die Wiedereinführung der Oberliga Westfalen kam es in unteren Ligen zu einem erhöhten Aufstieg.
5 
Wegen der COVID-19-Pandemie wurde die Saison zunächst abgebrochen und später annulliert.
6 
Die 21 Mannschaften spielten zunächst eine Einfachrunde. Dann spielten die ersten zehn um den Auf- und die anderen Mannschaften gegen den Abstieg.

Hapkido

Die Hapkido-Abteilung von Victoria Clarholz richtete in den Jahren 2003, 2013 und 2019 die Hapkido-Europameisterschaften aus.[5]

Einzelnachweise

  1. a b c Festschrift 75 Jahre Victoria Clarholz. Victoria Clarholz, abgerufen am 6. Mai 2020.
  2. Die getrennten Wege: Kegelsportclub Rheda 1967 e.V. Keglervereinigung Gütersloh-Rheda, abgerufen am 6. Mai 2020.
  3. a b c Victoria Clarholz. Westfalenkick, abgerufen am 12. Juli 2022.
  4. 2:1-ARBEITSSIEG GEGEN VICTORIA CLARHOLZ. Arminia Bielefeld, abgerufen am 7. September 2023.
  5. hoh: Europas Elite erneut in Clarholz. Die Glocke, abgerufen am 10. Mai 2020.

Weblinks

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