Swesda
Swesda / DOS-8 | ||||||||||||||||||||||
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Raumstation: | Internationale Raumstation | |||||||||||||||||||||
Startdatum: | 12. Juli 2000, 04:56:36 UTC | |||||||||||||||||||||
Trägerrakete: | Proton-K | |||||||||||||||||||||
Ankopplung: | 26. Juli 2000 | |||||||||||||||||||||
Masse: | 19,1 t | |||||||||||||||||||||
Länge: | 13,1 m | |||||||||||||||||||||
Durchmesser: | 4,15 m | |||||||||||||||||||||
Benachbarte Module | ||||||||||||||||||||||
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Swesda (russisch Звезда „Stern“) oder DOS-8 (ДОС [Долговременная орбитальная станция]DOS [Dolgowremennaja orbitalnaja stanzija] „Langzeit-Orbital-Station“) ist das russische Wohn- und Navigationsmodul der Internationalen Raumstation (ISS), gebaut von RKK Energija. Das Modul war ursprünglich jedoch für die Mir und die Mir-2 vorgesehen. Der Start erfolgte am 12. Juli 2000 mit einer Proton-K-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur. Danach steuerte Swesda als drittes Modul mit seinen eigenen Triebwerken zum bereits im Orbit befindlichen Sarja-Unity-Verbund.
Beschreibung
Swesda ist etwa 13,1 Meter lang, hat einen maximalen Durchmesser von 4,15 Meter, eine Masse von knapp 19,1 Tonnen und ist eine modifizierte Version des Basismoduls der Raumstation Mir.
Swesda besteht aus drei Abteilen. Nach dem kugelförmigen Übergangsteil folgt der zylindrische Hauptteil und ein ebenfalls zylindrischer, hermetisch verschließbarer Heckabschnitt, der als Ausstiegsschleuse und Stauraum dient. Im Mittelteil befinden sich Steuereinrichtungen, Lebenserhaltung, Toilette und Duschmöglichkeit, die Küche, Trainingsgeräte und zwei Schlafkabinen.
Das Modul verfügt über vier Kopplungsaggregate, drei passive vom Typ „SSWP-M 8000“ am kugelförmigen Übergangsteil am Bug und ein passives vom Typ „SSWP G4000“ am Heck. Dort befinden sich auch Anschlüsse und Pumpen, die angelieferten Treibstoff zu den Tanks des Moduls Sarja weiterleiten. Unbemannte Transporter (Progress, ehemals ATV), welche sämtlich über aktive Kopplungsaggregate vom Typ „SSWP G4000“ verfügen, legen hier an. Es können aber auch bemannte Raumfahrzeuge vom Typ Sojus andocken. Unterstützt werden derartige Manöver vom automatischen Annäherungskontrollsysteme Kurs und dem manuellen System TORU. Vom TORU-Arbeitsplatz in Swesda können Frachtraumschiffe manuell ferngesteuert werden. Erstmal praktiziert wurde dies während der ISS-Expedition 1 am 18. November 2001 mit Progress M1-4, nachdem automatisches Koppeln nicht funktioniert hatte. Swesda verfügt auch über Positionslichter.
Swesda selbst verfügt über zwei Solarzellenflächen mit einer mittleren elektrischen Leistung von ca. fünf Kilowatt und ist mit einem in Deutschland entwickelten intelligenten Datenmanagementsystem ausgerüstet.
Swesda als Teil der ISS
Mit dem Kopfteil wurde Swesda mit dem bereits seit November 1998 im Weltraum befindlichen Modul Sarja verbunden. Bei der Kopplung am 26. Juli übernahm in der Endphase Sarja die aktive Rolle. Swesda bildet in Flugrichtung gesehen das Heck der Raumstation und kann mit seinen Triebwerken auch sogenannte Reboost-Manöver durchführen um die Bahn der ISS anzuheben oder Ausweichmanöver für Weltraumschrott zu fliegen. Meist erfolgt dies jedoch durch an die ISS angekoppelte Raumtransporter bzw. Raumschiffe um die Triebwerke und Treibstoffvorräte der ISS zu schonen.
Am 8. Juni 2001 wurde im Zuge der ISS-Expedition 2 ein „interner Weltraumspaziergang“ an Swesda durchgeführt. Dabei wurde die vordere Sektion des Moduls mit den beiden Raumfahrern Juri Ussatschow und James Voss in ihren Raumanzügen vom Rest der Station abgeschottet und zum Weltraum hin geöffnet. Die Raumfahrer demontierten von innen die (untere) Nadir-Lukenabdeckung und ersetzten sie durch einen Andockstutzen mit Konus für das Kurs-Andocksystem. Es war der erste ISS-Weltraumspaziergang, der ohne Anwesenheit des Space Shuttles durchgeführt wurde. Außerdem handelte es sich mit nur 19 Minuten um einen der kürzesten Weltraumspaziergänge.[1]
An den beiden anderen Stutzen sollten nach ursprünglicher Planung „oben“ ein Energieversorgungsmodul (NEM) mit einem Gittermast, acht Solarzellenflächen (etwa 20 Kilowatt Leistung) sowie einem Manipulator und „unten“ ein universelles Docking- und Lagermodul (UDM) ankoppeln, in dem sich zusätzliche Einrichtungen zur Lebenserhaltung befinden sollten. 2001 wurde sowohl das Energieversorgungsmodul wie auch das UDM gestrichen und die Anzahl der geplanten Solarzellenflächen halbiert. Das NEM-Modul wurde schließlich doch gebaut und erhielt den Namen Rasswet. Es wurde mit der Shuttlemission STS-132 2010 zur Station gebracht[2] und am nadirseitigen Stutzen des Sarja-Moduls angedockt. An dem oberen (zenitseitigen) Kopplungsstutzen von Swesda befindet sich ein zweites Kopplungsmodul Poisk, welches 2009 andockte. Zurzeit wird der „untere“ Stutzen vom ersten Kopplungsmodul Pirs (Docking Compartment 1) belegt, das sowohl zum Andocken von ankommenden Schiffen dient als auch die Funktion einer Druckschleuse erfüllt. 2021[veraltet] wurde Pirs durch ein größeres russisches Forschungsmodul mit der Bezeichnung Nauka ersetzt.
2002 wurden mit der Space-Shuttle-Mission STS-111 Schutzabdeckungen angeliefert, die am 16. August 2002 während eines Ausstiegs auf dem Modul angebracht wurden. Am 26. August wurde wieder außen gearbeitet. So wurden u. a. Materialproben der JAXA durch Waleri Korsun und Sergei Treschtschow außen an Swesda angebracht.
Galerie
- Alexander Kaleri am TORU-Fernsteuersystem im Swesda-Modul. Es wird im Falle eines Problems mit der automatischen Kopplung, zur manuellen Kopplung der Progress-Schiffe an die ISS verwendet
- In der Herstellungsphase
- Innenansicht mit Sergei Krikaljow
- Die Bordtoilette
- Im Bild zu sehen sind unter anderem ein Oszillimeter (Kombination aus Multimeter und Oszilloskop), eine Leuchtstofflampe und neben einem Kruzifix und Bilder von Jesus, Konstantin Tsiolkovsky und Yuri Gagarin
- Weihnachten auf der ISS mit der Expedition 22
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ INTERNATIONAL SPACE STATION STATUS REPORT #01-18. NASA, 8. Juni 2001, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. Januar 2020; abgerufen am 25. Januar 2020 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ John Yembrick, Kyle Herring: NASA Sets Launch Dates for Remaining Space Shuttle Missions. NASA, 7. Juli 2008, abgerufen am 8. Dezember 2008 (englisch).
Auf dieser Seite verwendete Medien
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Zvezda Service Module under construction (NASA)
- The Zvezda Service Module, the first fully Russian contribution and third element to the International Space Station (ISS), is shown under construction in the Krunichev State Research and Production Facility (KhSC) in Moscow. Russian technicians work on the module shortly after it completed a pressurization test. In the foreground is the forward portion of the module, including the spherical transfer compartment and its three docking ports. The forward port docked with the connected Functional Cargo Block, followed by Node 1. Launched via a three-stage Proton rocket on July 12, 2000, the Zvezda Service Module serves as the cornerstone for early human habitation of the Station, providing living quarters, life support system, electrical power distribution, data processing system, flight control system, and propulsion system. It also provides a communications system that includes remote command capabilities from ground flight controllers. The 42,000-pound module measures 43 feet in length and has a wing span of 98 feet. It is made from steel. Similar in layout to the core module of Russia's Mir space station, it contains 3 pressurized compartments and 13 windows that allow ultimate viewing of Earth and space.
Logo of the non-profit organization "Amateur Radio on the International Space Statio".
Forward looking view of Working Compartment 1 in the Zvezda / Service Module taken during STS-108's visit to the International Space Station ISS. The computer workstation is visible. Image ID:s108e5242
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Triangle
TORU docking system used to manually dock Progress freighters to ISS
Cosmonaut Alexander Y. Kaleri, Expedition 8 flight engineer, practices docking procedures with the manual TORU rendezvous system in the Zvezda Service Module on the International Space Station (ISS) in preparation for the docking of the Progress 13 on January 31. With the manual TORU mode, Kaleri can perform necessary guidance functions from Zvezda via two hand controllers in the event of a failure of the “Kurs” automated rendezvous and docking (AR&D;) of the Progress. Kaleri represents Rosaviakosmos.
Wearing festive holiday hats, the Expedition 22 crew members are pictured while speaking with officials from Russia, Japan and the United States from the Zvezda Service Module of the International Space Station. In the front row, are NASA astronaut Jeffrey Williams (right), commander; and Russian cosmonaut Maxim Suraev, flight engineer. Pictured on the back row (left to right) are Russian cosmonaut Oleg Kotov, NASA astronaut T.J. Creamer and Japan Aerospace Exploration Agency astronaut Soichi Noguchi, all flight engineers.
ISS Zvezda service module with docked Progress M1-3 spacecraft, taken in September 2000 by STS-106 (NASA)
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ISS01-323-012 (9 November 2000) --- Cosmonaut Sergei K. Krikalev takes still pictures inside the Zvezda Service Module a few days after the arrival of the International Space Station's first crew. Krikalev, Expedition One flight engineer, represents the Russian Aviation and Space Agency. This is one of the first film images released from the Expedition One crew.
The International Space Station's toilet in the Zvezda Module.
An overall interior view of the Zvezda Service Module photographed by an Expedition 17 crewmember on the International Space Station.