Surplus (Magazin)

Surplus

BeschreibungWirtschaftsmagazin
SpracheDeutsch
VerlagBrumaire-Verlag
HauptsitzBerlin
Erstausgabe10. Januar 2025
Erscheinungsweisesechsmal jährlich
Verbreitete Auflage7.500 Exemplare
(lt. Medienzahlen des Magazins, Stand 2026)
ChefredakteurLukas Scholle
HerausgeberAdam Tooze, Isabella Weber, Martyna Linartas, Maurice Höfgen
GeschäftsführerOle Rauch[1]
Weblinksurplusmagazin.de
ZDB3204517-7

Surplus ist ein deutsches Wirtschaftsmagazin, das seit Anfang 2025 erscheint. Die Redaktion hat ihren Sitz in Berlin und versteht sich als unabhängiges Medium für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Debatten.[2]

Konzept und Inhalte

Das Magazin hat eine (post-)keynesianische Ausrichtung und versteht sich als progressiv.[3] Die Herausgeber Isabella M. Weber, Adam Tooze und Maurice Höfgen gelten als Wirtschaftswissenschaftler, die sich u. a. mit heterodoxer Ökonomie befassen.[4] Das Magazin nimmt eine kritische Haltung zum Neoliberalismus ein, befürwortet staatliche Eingriffe in die Marktwirtschaft[5][6] und verortet sich selbst im Spektrum einer linken Wirtschaftsberichterstattung.[7]

Typische Themen sind Globalisierung, Verteilungsfragen, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie technologische Transformation,[8] die in Essays, Reportagen, Analysen und Interviews behandelt werden.[9] Regelmäßige Kolumnisten und Autoren sind neben den Herausgebern unter anderem Mariana Mazzucato,[6] Aya Jaff, Luisa Neubauer und Thomas Piketty.[10]

Verlag und Erscheinungsweise

Surplus erscheint im Berliner Brumaire-Verlag. Das Magazin erscheint sechsmal pro Jahr. Nach eigenen Angaben lag die Auflage der zweiten Ausgabe bei mindestens 7.500 Exemplaren.[11] Die Druckausgaben erscheinen unter laufender ISBN.

Einzelne Artikel unterliegen online einer, teils temporären, Bezahlschranke oder setzen eine Anmeldung voraus. Daneben erscheinen regelmäßige Newsletter und mehrere Video-Podcasts.

Rezeption

Knapp eineinhalb Jahre vor dem erstmaligen Erscheinen von Surplus war OXI, eine Monatszeitung mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung, eingestellt worden. Auch deshalb wird Surplus verschiedentlich als eine Zeitschrift wahrgenommen, die eine Lücke im Wirtschaftsjournalismus fülle. Demnach sei Surplus eines der wenigen Wirtschaftsmagazine, das sich nicht vorrangig mit den Interessen von Reichen beschäftigt.[3][12][4] Ingar Solty lobte Surplus hierfür und äußerte die Hoffnung, dass das Magazin dazu beitragen werde, dass sich die politische Linke wieder mehr mit politischer Ökonomie beschäftigt.[4] Die Journalistin Anastasia Zejneli kritisierte allerdings in der taz, dass Surplus zwar Arbeiter als Verlierer des kapitalistischen Wirtschaftssystems benenne, diese aber nicht selbst zu Wort kommen lasse. Surplus bleibe dadurch ein Magazin für Intellektuelle.[9]

Verweise

Einzelnachweise

  1. Surplus: Impressum. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
  2. Peter Neumann: Wirtschaftsmagazin "Surplus": Liest uns jemand? In: Die Zeit. 15. Januar 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  3. a b Baha Kirlidokme: Progressiv, aber nicht sozialistisch. In: Frankfurter Rundschau. 13. April 2025 (fr.de [abgerufen am 21. Oktober 2025]).
  4. a b c Ingar Solty: Neues „Surplus“-Magazin: Viel Glück, Kollegen! In: der Freitag. 21. Januar 2025 (freitag.de [abgerufen am 21. Oktober 2025]).
  5. Warum es jetzt ein neues Wirtschaftsmagazin braucht. In: surplusmagazin.de. 25. November 2024, abgerufen am 19. Oktober 2025.
  6. a b Simon Poelchau: Neue linke Ökonomiezeitschrift „Surplus“: Piketty und Mazzucato mit Mehrwert gegen Merz und Trump. In: Die Tageszeitung: taz. 10. Januar 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  7. Anastasia Zejneli: Magazin für Wirtschaft: Lässig, links, Lohnarbeit. In: Die Tageszeitung: taz. 29. August 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 5. November 2025]).
  8. Thore Rausch: Es ist die Wirtschaft, Dummkopf! In: Süddeutsche Zeitung. 9. Februar 2025 (sueddeutsche.de [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  9. a b Anastasia Zejneli: Magazin für Wirtschaft: Lässig, links, Lohnarbeit. In: Die Tageszeitung: taz. 29. August 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
  10. Ökonomie des Überlebens. Europa-Universität Flensburg, 16. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  11. Mediendaten 2025. (PDF) In: surplusmagazin.de. Abgerufen am 5. November 2025.
  12. Uwe Sattler: »Surplus«-Magazin: »Lückenfüller« mit Wirtschaftskompetenz. In: nd. 4. März 2025 (nd-aktuell.de [abgerufen am 21. Oktober 2025]).