Sorbische Sprache

Sorbisch (serbšćina)

Gesprochen in

Deutschland
Sprecher20.000 bis 30.000
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache vonBrandenburg und Sachsen (Sorbisches Siedlungsgebiet)[1]
Sprachcodes
ISO 639-1

ISO 639-2

wen (Sprachfamilie)
hsb (Obersorbisch)
dsb (Niedersorbisch)

ISO 639-3

hsb (Obersorbisch)
dsb (Niedersorbisch)

Karte der sorbischen Dialekte

Die sorbische Sprache (kurz Sorbisch, veraltet Wendisch, Lausitzserbisch, in beiden Standardvarietäten serbšćina) ist die Gesamtheit der sorbischen Dialekte. Sie gehört zur Gruppe der westslawischen Sprachen und wird heute vor allem in der Lausitz gesprochen. Es werden zwei Schriftsprachen unterschieden,

An der Grenze der beiden Sprachgebiete existiert eine Reihe von Übergangsdialekten.

Historisch wurde für das Obersorbische und das Niedersorbische ebenso wie für die nordwestlich benachbarten polabischen Sprachen und das Pomoranische im Norden die Bezeichnung Wendisch verwendet. Wendisch ist also eine nicht näher differenzierende Bezeichnung für slawische Sprachen westlich des Polnischen und nördlich des Tschechischen.

Gab es an der Schwelle zum 20. Jahrhundert noch auf dem ganzen Territorium des heutigen sorbischen Siedlungsgebietes auch muttersprachlich sorbische Kinder und Jugendliche, so ist das bedingt durch die von Germanisierungsbestrebungen und wirtschaftlichen Entwicklungen begünstigte Assimilation heute fast nur noch im katholischen Gebiet der Oberlausitz der Fall.

Die Wissenschaft zur Erforschung und Dokumentation der sorbischen Sprache wird als Sorabistik bezeichnet, deren einziges universitäres Institut an der Universität Leipzig beheimatet ist.

Geschichte

Zweisprachiges Titelblatt der ersten vollständigen Bibelübersetzung in obersorbischer Sprache

Die Geschichte der sorbischen Sprache auf dem Gebiet des heutigen Deutschland beginnt mit der Völkerwanderung etwa seit dem 6. Jahrhundert.

Schon als die heutige Lausitz ins Blickfeld mittelalterlicher Chronisten geriet, war sie von zwei verschiedenen slawischen Völkern bewohnt, von den Milceni im Süden und den Lusici im Norden. Auch nach der Unterwerfung durch Teilstaaten des Heiligen Römischen Reiches standen Ober- und Niederlausitz bis auf weniger als hundert Jahre immer unter verschiedener Hoheit.

Seit dem 12. Jahrhundert, mit dem massenhaften Zuzug von bäuerlichen Siedlern aus Flandern, Sachsen, Thüringen und Franken und der vorangegangenen Verwüstung des Landes durch Kriege, begann der allmähliche Rückgang der sorbischen Sprache. Zudem wurde das Sorbische dem Deutschen rechtlich nachgeordnet, unter anderem im Sachsenspiegel. Später kamen Sprachverbote hinzu: 1293 wurde das „Wendische“ im Bereich des Klosters Nienburg als Gerichtssprache verboten, 1327 in Altenburg, Zwickau und Leipzig, 1424 in Meißen (wobei nur für 1293 die Überlieferung nachvollziehbar ist)[2]. Weiterhin gab es in vielen Zünften der Städte des Gebietes die Vorschrift, nur deutschsprachige Mitglieder aufzunehmen.[3]

Das älteste schriftlich überlieferte Sprachdenkmal des Obersorbischen ist der „Burger Eydt Wendisch“, ein Bürgereid der Stadt Bautzen aus dem Jahr 1532. Eine sorbische Literatur entstand erst im Zusammenhang mit der Reformation, die zu ihrer Ausbreitung auf die sorbische Volkssprache angewiesen blieb. In einer in der Pfarrbibliothek von Jauernick verwahrten Handschrift aus dem Jahre 1510 wurde die bislang älteste Niedersorbische Notiz entdeckt. Es handelt sich um eine Randbemerkung zu einem lateinischsprachigen Werk Ovids.[4] Experten des Handschriftenzentrums der Universität Leipzig stellten den sensationellen Fund am 13. Mai 2011 im Archiv des Bistums Görlitz vor. Die Randnotiz, die somit als ältester sorbischer Sprachbeleg gelten dürfte, lautet: „Ach moyo luba lubka / biß weßola thy sy / my luba“ (übersetzt: „Ach meine liebe Liebste, sei fröhlich, du bist mir lieb“).[5]

Sorbisches Sprachgebiet 1843

Im 13. bis 16. Jahrhundert wurden in mehreren Städten und Gemeinden Sprachverbote erlassen. Das Kerngebiet der Milzener und Lusitzer, zwei der etwa zwanzig sorbischen Stämme, die im Gebiet der heutigen Lausitz lebten, war von deutschsprachiger Neusiedlung und rechtlichen Beschränkungen nur wenig betroffen. Die Sprache hatte daher dort einen guten Halt. Die Sprecherzahl wuchs dort bis in das 17. Jahrhundert auf über 300.000 an.

Eine der ältesten öffentlichen Inschriften in sorbischer Sprache am Pfarrhaus auf dem Wendischen Kirchhof in Bautzen

Im Zeitalter des Barock regte sich erstmals ein philologisches Interesse an der sorbischen Sprache, das sich in den umfangreichen grammatikalisch-lexikalischen Werken des Niedersorben Johannes Choinan sowie der Obersorben Jurij Hawštyn Swětlik und Xaver Jakub Ticin niederschlug. Einen beträchtlichen Auftrieb erhielt das Sorbische zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch die Tätigkeit der evangelischen Wendischen Prediger-Collegien in Leipzig und Wittenberg. Als in Prag das Wendische Seminar, ein Konvikt für den katholischen Priesternachwuchs, errichtet wurde, entstand dadurch eine wichtige Verbindung zur tschechischen Sprache und Nationalität. Nach dem Siebenjährigen Krieg sank die Aufmerksamkeit für die sorbische Sprache wieder.

Erst der Einfluss der Romantik brachte einen neuen Aufschwung der literarischen Tätigkeit, und es entstand ein spezifisch sorbisches Nationalbewusstsein. Im 19. Jahrhundert war besonders in Preußen die „Eindeutschungspolitik“ sehr repressiv, obwohl die Sorben 1848 für ihre Königstreue zahlreiche Vergünstigungen erhielten.

Bei der Volkszählung von 1900 gaben insgesamt 93.032 Einwohner des Deutschen Reiches „Wendisch“ als Muttersprache an.[6] Die tatsächliche Sprecherzahl dürfte noch etwas höher gelegen haben. 1904 wurde am Lauengraben in Bautzen unter Beteiligung der offiziellen Stellen das Wendische Haus (Serbski dom) als Sitz der Maćica Serbska, der Smoler’schen Buchhandlung und weiterer sorbischer Einrichtungen eingeweiht. Am 13. Oktober 1912 wurde in Hoyerswerda der Verein Domowina zur Erhaltung der sorbischen Sprache und Kultur gegründet.

Schon in der Weimarer Republik, besonders aber im Deutschen Reich 1933 bis 1945 wurde die sorbische Sprache und Kultur durch Gerichtsurteile, Verbote, Germanisierung und dergleichen unterdrückt. Während der Weimarer Republik gab es die eigens gegründete Wendenabteilung zur Unterdrückung der sorbischen Sprache und Kultur. Nachdem der NS-Staat vergeblich die Sorben in die neuen Strukturen zu integrieren versucht hatte, wurden ab 1937 erst die Domowina und anschließend alle weiteren Vereine sowie sorbischsprachigen Publikationen verboten und zum Teil enteignet. Während des Zweiten Weltkriegs wurden v. a. sorbische Pfarrer und Lehrer als Träger sorbischer Identität aus der Lausitz zwangsversetzt.

Bereits am 10. Mai 1945 wurde die Domowina wieder gegründet; schon 1947 erschienen wieder sorbische Zeitungen. Zu Zeiten der DDR wurden sorbische Sprache und Kultur – vor allem in den 1950er Jahren – stark gefördert, die Sorben erhielten das Recht auf den Gebrauch ihrer Sprache in der Öffentlichkeit. Erstmals erhielt Sorbisch den Status einer zweiten Amtssprache, wurde in großen Teilen der Lausitz als Unterrichtssprache eingeführt und durch zweisprachige Beschilderung sichtbar in der Öffentlichkeit verankert.[7] Diese Rechte wurden in der Verfassung der DDR in Artikel 40 ausdrücklich, im Einigungsvertrag zur Deutschen Einheit (Einheitsvertrag) von 1990 in Artikel 35 indirekt sowie in den Verfassungen der Bundesländer Brandenburg und Sachsen explizit verankert. Das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) gewährleistet in § 184 das Recht, „in den Heimatkreisen der sorbischen Bevölkerung vor Gericht sorbisch zu sprechen“. Zahlreiche sorbische Institutionen wurden in dieser Zeit gegründet, die zum Teil bis heute bestehen, so z. B. das Sorbische National-Ensemble, der Domowina-Verlag, das Deutsch-Sorbische Volkstheater und das Institut für sorbische Volksforschung sowie das Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig.

Dennoch sank die Zahl der Sorbisch-Sprecher stetig weiter, insbesondere aufgrund von Industrialisierung, Kollektivierung der Landwirtschaft und starkem Zuzug von außerhalb.[8] Seit Mitte der 1960er Jahre war zudem der bis dahin obligatorische Sorbisch-Unterricht nur noch fakultativ, was zu einem massiven Einbruch der Schülerzahlen führte.[9] Nur in wenigen ländlichen Gebieten konnte sich das Sorbische als Alltagssprache über das 20. Jahrhundert hinaus erhalten. Dies trifft in besonderem Maße auf den katholischen Teil des Siedlungsgebietes entlang des Klosterwassers in der Oberlausitz zu, wo die Assimilation des Sorbischen und damit der Sprachverlust im Gegensatz zum größeren evangelischen Gebiet und der Niederlausitz nur eingeschränkt erfolgte.

Gegenwart

Insgesamt leben in Deutschland heute rund 60.000 Sorben, davon etwa 40.000 in Sachsen und 20.000 in Brandenburg. Da die Nationalitätenzugehörigkeit in Deutschland nicht amtlich erfasst wird und das Bekenntnis zur sorbischen Nationalität frei ist, gibt es über die genaue Zahl nur Schätzungen. Die Zahl der aktiven Sprecher des Sorbischen dürfte geringer sein. Anders als das Obersorbische gilt das Niedersorbische als akut vom Aussterben bedroht. Nach Hochrechnungen sprechen etwa 7.000 Menschen aktiv Niedersorbisch, welches bereits in 20 bis 30 Jahren aussterben könnte, und etwa 13.000 Obersorbisch. Nach Ansicht von Sprachexperten wird das Obersorbische das 21. Jahrhundert überdauern.

Sorbisches Sprachgebiet in Deutschland

Heutzutage wird an 25 Grundschulen und mehreren weiterführenden Schulen Sorbisch unterrichtet. Am Niedersorbischen Gymnasium Cottbus und dem Sorbischen Gymnasium Bautzen ist es obligatorisch. An vielen Grundschulen und sorbischen Schulen wird der Unterricht in sorbischer Sprache abgehalten. Es erscheinen die Tageszeitung Serbske Nowiny auf Obersorbisch und die niedersorbische Wochenzeitung Nowy Casnik, außerdem die religiösen Wochenschriften Katolski Posoł und Pomhaj Bóh. Monatlich erscheinen die Kulturzeitschrift Rozhlad, je eine Kinderzeitschrift in ober- und niedersorbischer Sprache (Płomjo bzw. Płomje) sowie die Bildungszeitschrift Serbska šula. Der Mitteldeutsche Rundfunk und der Rundfunk Berlin-Brandenburg senden außerdem monatlich halbstündliche Fernsehmagazine in sorbischer Sprache sowie täglich mehrere Stunden Hörfunkprogramm, den Sorbischen Rundfunk. Wikipedia-Sprachversionen existieren in beiden Schriftsprachen.

Grammatik

Beide sorbischen Standardvarietäten (Schriftsprachen) verfügen nominell über sieben Fälle, wobei der Vokativ nicht voll ausgeprägt ist:

  1. Nominativ
  2. Genitiv
  3. Dativ
  4. Akkusativ
  5. Instrumental
  6. Lokativ
  7. Vokativ
Kasusnan
Vater
štom
Baum
bom
Baum
wokno
Fenster
 Obersorb.Niedersorb.Obersorb.Niedersorb.Obersorb.Niedersorb.
Nom.nannanštombomwoknowokno
Gen.nanananaštomabomawoknawokna
Dat.nanejnanojuštomejbomojuwoknuwoknoju, woknu
Akk.nanananaštombomwoknowokno
Instr.z nanomz nanomze štomomz bomomz woknomz woknom
Lok.wo nanjewó nanjena štomjena bomjena woknjena woknje
Vok.nanoštomo
Kasusramjo
Schulter
ramje
Schulter, Achsel
žona
Frau
žeńska1
Frau, Weib
ruka
Hand
 Obersorb.Niedersorb.Obersorb.Niedersorb.Obersorb.Niedersorb.
Nom.ramjoramježonažeńskaruka
Gen.ramjenjaramjenjažonyžeńskejeruki
Dat.ramjenjuramjenjeju, ramjenjužonježeńskejruce
Akk.ramjoramježonužeńskuruku
Instr.z ramjenjomz ramjenimze žonuze žeńskejuz ruku
Lok.wo ramjenjuwó ramjenjuwo žonjewó žeńskejw ruce

1Die Form žona ist im Niedersorbischen literarisch. Die niedersorbische Deklinationsweise ist adjektivisch wegen der Endung -ska.

Im Niedersorbischen ist der Vokativ nur in einigen erstarrten Formen erhalten.

Bemerkenswert ist, dass sich neben Singular und Plural auch der Numerus Dual (die Zweizahl) aus dem Altslawischen erhalten hat. Singular: ruka („Hand“) Dual: ruce („zwei Hände“) Plural: ruki („mehr als zwei Hände“)

Im Gegensatz zu anderen westslawischen Sprachen (Tschechisch, Slowakisch, Polnisch, Kaschubisch) hat sich in der obersorbischen Schriftsprache und einem Teil der Dialekte bis in die heutige Zeit auch das synthetische Präteritum (Aorist, Imperfekt) erhalten. Auch in der niedersorbischen Schriftsprache war diese Form gebräuchlich, ist aber im Laufe des 20. Jahrhunderts immer seltener geworden und wird heute kaum noch verwendet.

Das Niedersorbische hat dafür aber das Supinum (als Variante des Infinitivs nach Verben der Bewegung) erhalten, z. B. „njok spaś“ (ich will nicht schlafen) gegenüber „źi spat“ (geh schlafen).

Nicht allzu anspruchsvolle geschriebene Texte des Sorbischen können von Sprechern der westslawischen Sprachen im Allgemeinen verstanden werden.

Sprachvergleich

Einige Wörter der beiden sorbischen Sprachen mit deutscher Übersetzung und westslawischen Verwandten
DeutschObersorbischNiedersorbischTschechischSlowakischPolnischPolabisch
Menschčłowjekcłowjekčlověkčlovekczłowiekclawak
Bruderbratrbratšbratrbratbratbrot
Schwestersotrasotšasestrasestrasiostrasestra
Handrukarukarukarukarękaręka
Tagdźeńźeńdendeňdzieńdan
Abendwječorwjacorvečervečerwieczórwicer
Sommerlěćolěśelétoletolatoljutü
Herbstnazymanazymapodzimjeseňjesieńprenja zaima
Winterzymazymazimazimazimazaima
Fischrybarybarybarybarybaraibo
Feuerwoheńwogeńoheňoheňogieńwidin
Wasserwodawódavodavodawodawôda
Schneesněhsněgsníhsnehśniegsneg
Windwětrwětšvítrvietorwiatrwjôter

Unterschiede zwischen beiden Schriftsprachen

Zwischen den beiden Schriftsprachen Obersorbisch und Niedersorbisch bestehen einige Unterschiede, insbesondere auch beim Alphabet.

Lautliche Unterschiede

Bei den Konsonanten

Die beiden Schriftsprachen unterscheiden sich sehr stark bei den Konsonanten. Der Buchstabe ć wird im Obersorbischen seit 2005 hinter č eingeordnet.

Obersorb.
bcčćdfghchjkłlmnńp(q)rřsšt(v)w(x)zž
Niedersorb.
bcčćdfghchjkłlmnńp(q)rŕsšśt(v)w(x)zžź
Obersorb.Niedersorb.BeispieleBedeutungBemerkungen
hghora – góraBergg > h auch im Tschechischen, Slowakischen, Ukrainischen, Weißrussischen und in westlichen slowenischen Dialekten.
– gołubTaube
hordy – gjardystolz
– grodBurg
kniha – knigłyBuch
hody – gódyWeihnachten
čcčas – casZeitč > c wie in polnischen und litauischen Dialekten sowie im Polabischen
čorny – carnyschwarz
čert – cartTeufel
česć – cesćEhre
ličba – licbaZahl
pčołka – pcołkaBiene
šsštyri – styrivierš > s im Niedersorbischen
štwórć – stwjerśViertel
štwórtka – stwórtkaVier
štwórtk – stwórtkDonnerstag
ćśćeńki – śańkidünn, zartć > ś im Niedersorbischen außer hinter Zischlauten
bić – biśschlagen
hić – hyśgehen
puć – puśWeg
ćah – śěgZug
ćahnyć – śěgnuśziehen
ćahać – śěgaś
ćim – śimdesto
ćichi – śichystill, ruhig
aber: hósć – gósćGast
źdźeń – źeńTagdź > ź im Niedersorbischen außer hinter Zischlauten
dźesać – źaseśzehn
hdźe – źowo
– źožwo (rel.)
dźowka – źowkaTochter
dźiwy – źiwywild
dźěło – źěłoArbeit
dźak – źěkDank
hózdź – gózdźNagel
kr, pr, trkš, pš, tškrasny – kšasnyprächtigr > š hinter stimmlosen Konsonanten vor a, o, u im Niedersorbischen
prawy – pšawyrecht, richtig
próstwa – pšosbaBitte
preč – pšecweg
bratr – bratšBruder
sotra – sotšaSchwester
wutroba – wutšobaHerz
trawa – tšawaGras
jutry – jatšyOstern
wótry – wótšyscharf
ńj, 'dóńć – dojśhingehenń im Obersorbischen ähnlich wie im Kaschubischen statt j im Niedersorbischen
nadeńć – nadejś(an)treffen, vorfinden
přeńć – pśejśhinübergehen
přińć – pśiśkommen
rozeńć – rozejśauseinandergehen
woteńć – wótejśweggehen
wuńć – wujś(hin)ausgehen
njeńdu – njejdusie gehen nicht
Bei den Vokalen

Sowohl das Nieder- als auch das Obersorbische verfügen über acht Vokale.

Monophthonge des Obersorbischen
 vornezentralhinten
oraloral
geschlosseniiVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typyɨVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typuuVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ
óʊVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ
mitteleɛVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ oɔVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ
offen aaVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ 
Monophthonge des Niedersorbischen
 vornezentralhinten
oraloral
geschlosseniiVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typyɨVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typuuVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ
mitteleɛVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typó [ɨ,ɛ,ʊ]1oɔVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ
offen aaVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ 
  • 1 Die ersten beiden Varianten sind schriftsprachlich. Im Dialekt kommt auch nochɔVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ sowie die dritte Variante vor.
Diphthong beider Sprachen
ě []
Obersorb.Niedersorb.BeispieleBedeutungBemerkungen
'aě, emjaso – měsoFleischaus ursl. ę
dźak – źěkDank
časty – cestyhäufig
hladać – glědaśsehen, schauen, blicken
dźesać – źaseśzehn
rjad – rědReihe
rjany – rědnyschön
swjatki – swětkiPfingsten
'e'amjeza – mjazaRain'e > 'a auch im Polnischen, Weißrussischen und Bulgarischen mit anderen Regeln
čert – cartTeufel
jedyn – jadenein
esać – źaseśzehn
njesć – njasćtragen
pjec – pjacbacken; braten
wjeselo – wjaseleFreude
wjes – wjasDorf
wječor – wjacorAbend
eohdźe – źowoe > o im Niedersorbischen
-će – -śo, -ćo(Endung der 3. Person Plural)
ćeta – śotaTante
wčera – coragestern
iyhić – hyśgehenniedersorbische Verdumpfung von i zu y hinter ž, š, h und c (aus č), analog im Polnischen; in den ostslawischen Sprachen zeigt sich diese phonetische Tendenz ebenfalls.
wužiwar – wužywaŕBenutzer, Anwender
wužiwać – wužywaśbenutzen, anwenden
žiwy – žywylebend(ig)
činić – cyniśmachen, tun
šija – šyjaHals
šiška – šyškaZapfen
o'apos – pjasHundaus ursprünglichem ь (vgl. polnisch ie in pies)
oe– susedNachbare > o im Obersorbischen
so – sesich
won – wenhinaus
ye, ěcyły – cełyganz, gesamt, völlige/ě > y im Obersorbischen nach c, s, d
cyłosć – cełosćGanzheit, Gesamtheit
dyrbjeć – derbiś, derbjeśmüssen, sollen
cypy – cepyDreschflegel
cyn – cenZinn
cyrkej – cerkwjaKirche
dyrić – deriśSchlag/Stoß versetzen
syć – seśNetz
symjo – semjeSamen
łutołsty – tłustydick, starkaus ьl bzw. ъl nach hartem Dental
dołhi – dłujkilang
dołh – długSchuld
stołp – słupSäule
orar (jar nach g/k)hordy – gjardystolzaus ursprünglichem ъr
horbaty – gjarbatybucklig
horb – gjarbaBuckel
hordło – gjardłoKropf; Kehle
hornc – gjarncTopf
orarčorny – carnyschwarzaus ursprünglichem ьr vor harten Konsonanten, sonst einheitlich er (in: smjerć – smjerś „Tod“)
  • 1 Die Variante žona wie im Obersorbischen ist literarisch.

Unterschiedliche Silbenzahl

Bei einigen Wörtern unterscheidet sich die Anzahl der Silben, weil das Obersorbische hier verkürzt hat, ähnlich wie Tschechisch.

Obersorb.Niedersorb.Bedeutung
staćstojaśstehen
přećelpśijaśelFreund
horcygórucyheiß
kobłakobyłaStute
kelkokeliko, kelko (arch.)1wie viel
kortokórytoTrog
kotrykótarywelcher
  • 1 Die übliche Form ist (kak) wjele.

Unterschiede in der Deklination

  • Obersorb. 7 Fälle – Niedersorb. 6 Fälle
  • Unterschiede bei der Kasusrektion
Obersorb.Niedersorb.Bedeutung
mam dweju bratrow, dwaj konjejmam dweju bratšowu, kónjowu„ich habe zwei Brüder/Pferde“
mam třoch bratrow, tři konjemam tśoch bratšow, tśich kónjow/kóni„ich habe drei Brüder/Pferde“
mam bratrow, konjemam bratšy/bratšow, kónje„ich habe Brüder/Pferde“
Unterschiedliches Genus
Obersorb.Niedersorb.BedeutungKommentare
huso (n)gus (f)Gans
  • f = Femininum/weiblich,
  • m = Maskulinum/männlich,
  • n = Neutrum/sächlich
swinjo (n)swinja (f)Schwein
jězor (m)jazoro (n), jazor (m)See
karp (m)karpa (f)Karpfen

Unterschiede in der Konjugation

Obersorb.Niedersorb.Kommentare
Bewahrung von Aorist, ImperfektIn der Schriftsprache
a-, i-, e-Konjugationo-, a-, i-, j-Konjugation1
Verben wie pisać nach der a-Konjugation (1. und 2. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv: pisam, pisaš)Verben wie pisaś nach der o-Konjugation (1. und 2. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv: pišom, pišoš)Die niedersorbische o-Konjugation entspricht der e-Konjugation des Obersorbischen, mit Ausnahme der Verlagerung einiger Verben wie pisać.
  • 1Die perfektiven Verben der a- und i-Konjugationen bilden ihre Präsensformen heute meistens nach der o-Konjugation.

Unterschiede im Wortschatz

Obersorb.Niedersorb.BedeutungKommentar
swobodalichotaFreiheit
swobodnylichyfrei
chěžawjažaHaus
prajićgroniśsagen, sprechengroniś ähnelt polabischem gornt[10]
patoržicagwězdkaWeihnachtsabend, Heiligabend
zodass
sewjerpódpołnocNordenObersorb. = tschech. sever,
Niedersorb. vgl. poln. północ
juhpódpołdnjoSüdenObersorb. = tschech. jih,
Niedersorb. vgl. poln. południe
wuchodpódzajtšoOsten
zapadpódwjacorWestenNiedersorb. vgl. poln. wieczór (Abend)
wopicanałpaAffeObersorb. = tschech. opice,
Niedersorb. = poln. małpa
běrnakulka1Kartoffel
dyrbjećmusaś3, dejaśmüssen, sollenNiedersorb. = tschech. muset, poln. musieć
hač4ako5als (bei Steigerung)
jarawjelginsehr
całtaguskaBrötchenObersorb. = alttschech.[11]
Niedersorb. = tschech. houska
hajjojaObersorb. = slowak. hej
Niedersorb. = tschech. jo (dort neben ano)
holcaźowćoMädchenNiedersorb. = poln. dziewczę, dziewczyna, tschech. děvče, holka
štombom6BaumNiedersorb. aus deutsch „Baum“/Obersorb. aus deutsch „Stamm“
porstpalcFingerObersorb. = tschech. prst
Niedersorb. = poln. palec
  • 1 Bedeutet auch: Kugel; Kloß.
  • 3 Bedeutet nur: müssen.
  • 4 Bedeutet auch: bis (vor allem vor do); ob
  • 5 Bedeutet auch: als (bei Attributen); der, die, das (Relativpronomen), wie
  • 6 Nach Starosta hat štom die Bedeutung Baum nur im Dialekt, sonst bedeutet es Baumstamm.
  • = steht hier für entspricht.

Gemeinsamkeiten

Lautliche Gemeinsamkeiten

Konsonantische Parallelen

Ursl.Sorb.BeispieleBedeutungVergleichbarkeitKommentare
strtr/tř –
tš/tś
sotra –
sotša
SchwesterPolnisch: siostra,
Tschechisch: sestra
Verlust des s; sehr
viele Ausnahmen
tradać –
tšadaś
darben,
schmachten
Tschechisch: strádat
truhać –
tšugaś
hobeln,
raspeln
Polnisch: strugać
Tschechisch: struhadlo
„Hobel, Raspel“
truk –
tšuk
SchotePolnisch: strąk
třěcha –
tśěcha
(stśěcha)
DachTschechisch: střecha
Polnisch: strzecha
„Strohdach“
truna –
tšuna
SaiteTschechisch, Polnisch: struna
trup –
tšup
Grind, SchorfTschechisch, Polnisch: strup

Vokalische Parallelen

VeränderungObersorb.Niedersorb.BedeutungKommentare
e > owječorwjacorAbendvgl.: russ. вечер, tschech. večer, serb. veče poln. wieczór
čłoncłonkGlied, Mitgliedvgl.: russ./ukr. член, serb./kroat. član
dalokoweit, fernvgl.: poln. daleko, russ./ukr. далеко, tschech./serb./kroat. daleko
wjesoływjasołyfroh, fröhlich, heitervgl.: russ. весёлый, ukr. веселий, serb./kroat. veseo, vesela
pjećorypěśoryfünffachvgl.: russ. пятеро, ukr. п'ятеро, serb./kroat. petero
pčołapcołaBienevgl.: russ. пчела, ukr. бджола, serb./kroat. pčela
sotrasotšaSchwestervgl.: russ./ukr. сестра, kroat./serb./tschech. sestra, poln. siostra
i > y1zymazymaWintervgl.: poln./tschech. zima, ukr. зима
nazymanazymaHerbstvgl.: tschech. podzim
kazyćkazyśverderbenvgl.: poln. kazić, tschech. kazit, slowak. kazit', kroat./serb. unakazit
ǫ > u2rukaArm, Handvgl.: poln. ręka, kaschub. rãka, ukr. рука, kroat./serb./tschech. ruka
wutrobawutšobaHerzvgl.: poln. wątroba „Leber“
mudryklugvgl.: poln. mądry, ukr. мудрий, kroat./serb. mudri
husogusGansvgl.: tschech. husa, poln. gęś, russ. гусь, ukr. гусак, serb. guska
pucherpuchoŕBlase; Harnblasevgl.: poln. pęcherz
pupkNabelvgl.: poln. pępek, ukr. пупок, tschech. pupek, serb. pupak
hubagubaMundvgl.: tschech. huba, poln. gęba, ukr. губа
el > ło3žłobRinne; Trogvgl.: slowak. žleb (žl’ab), serb./slowen. žleb, kroat. žlijeb, russ. желоб
mlokoMilchvgl.: poln./serb./tschech. mleko, kroat. mlijeko, russ./ukr. молоко
er > re/rě/rje4drjewoHolzvgl.: kroat./serb. drvo, poln. drzewo, tschech. dřevo, slowak. drevo, ukr. дерево, russ.: дрова
ol > ło5złotoGoldvgl.: poln. złoto, tschech./slowak./serb. zlato, bulg. злато, russ./ukr. золото
słódsłodGeschmack; Süße; Malzvgl.: poln. słód, kroat./tschech./serb./slowak. slad, russ./ukr. солод „Malz“
hłowagłowaKopfvgl.: poln. głowa, tschech./slowak. hlava, kroat./serb. glava, russ./ukr. голова
słomaStrohvgl.: poln. słoma, tschech. sláma, kroat./serb. slama, russ./ukr. солома
młodyjungvgl.: poln. młody; tschech. mladý, kroat./serb. mlad, ukr. молодий
or > ro6hródgrodBurg; Schlossvgl.: poln. gród, tschech. hrad, kroat./slowen./serb. grad, russ. город „Stadt“
mrózmrozFrostvgl.: poln. mróz, tschech./slowak. mráz, kroat./serb. mraz, russ./ukr. мороз
  • 1 Im Niedersorbischen fand diese Veränderung auch hinter h, ž, š, c (aus č) statt.
  • 2 Die gleiche Veränderung fand im Ostslawischen, im Tschechischen, im Slowakischen, im Kroatischen, im Bosnischen und Serbischen statt. Das Slowenische hat den Nasalvokal zu o verändert.
  • 3 Zwischen Konsonanten. Im Polnischen entstand hier ebenfalls ło, teilweise aber auch łó; Tschechisch, Slowakisch und Slowenisch haben hier le; Kroatisch und Serbisch haben le und lije; Bulgarisch hat hier ле [le] oder ля [lja]; die ostslawischen Sprachen haben hier оло [olo].
  • 4 Im Niedersorbischen hat sich diese Lautung teilweise zu r(j)a weiterverändert; z. B. brjaza „Birke“.
  • 5 Die gleiche Entwicklung hat auch das Polnische durchlaufen. Im Russischen unterlag die ursprüngliche Lautgruppe ol nicht der Metathese und wird entsprechend dem Gesetz des Polnoglasie durch оло [olo] repräsentiert.
  • 6 Die Entwicklung im Polnischen ist ähnlich, während im Russischen hier mangels der Tendenz zur westslawischen Metathese und durch Polnoglasie оро [oro] entstanden ist.

Grammatische Gemeinsamkeiten

Literatur

  • Filip Rězak: Deutsch-sorbisches enzyklopädisches Wörterbuch der Oberlausitzer sorbischen Sprache. Fotomechanischer Neudruck der Ausgabe Bautzen 1920, 1. Auflage. Mit einem Vorwort von Konstantin K. Trofimowič. Domowina-Verlag, Bautzen 1987, 1150 S., ISBN 3-7420-0183-3.
  • Bjarnat Rachel: Sorbisch-deutsches und deutsch-sorbisches Ortsnamenverzeichnis der zweisprachigen Kreise. I. Teil: Bezirk Dresden. VEB Domowina, Bautzen 1959, 135 Seiten.
  • Lehrplan für Sorbisch an der Oberschule mit Sorbischunterricht. Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik, Ministerium für Volksbildung. Teil 4/6: Klassen 4–6, Berlin 1972, 93 S.
  • Begegnungssprache Sorbisch. Domowina-Verlag, Bautzen 1999.
  • Till Vogt, Tobias Geis: Sorbisch. Wort für Wort (= Kauderwelsch. Band 211). 1. Auflage. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89416-381-5.
  • Madlena Norberg: Sind die sorbische/wendische Sprache und Identität noch zu retten? (PDF; 114 kB) In: Sammelband zur sorbischen/wendischen Kultur und Identität (Potsdamer Beiträge zur Sorabistik; 8) – Potsdam: Univ.-Verl., 2008, ISBN 978-3-940793-35-5.
  • Hippisley, Andrew, Davies, Ian, Corbett, and Greville, G. (2008). The basic colour terms of lower sorbian and upper sorbian and their typological relevance. Studies in Language, 32(1):56-92.

Quellen

  • Słownik hornjoserbsko-němski. Bautzen 1990, ISBN 3-7420-0419-0.
  • Słownik němsko-hornjoserbski. Bautzen 1986.
  • Jana Šołćina, Edward Wornar: Obersorbisch im Selbststudium. Hornjoserbšćina za samostudij. Bautzen 2000, ISBN 3-7420-1779-9.
  • Иржи Мудра, Ян Петр: Учебник верхнелужицкого языка. Bautzen 1983, Seite 159.
  • Manfred Starosta: Dolnoserbsko-nimski słownik. Bautzen 1999, ISBN 3-7420-1096-4.
  • Erwin Hannusch: Niedersorbisch praktisch und verständlich. Bautzen 1998, ISBN 3-7420-1667-9.
  • Herbert Bräuer: Slavische Sprachwissenschaft. Band I, Berlin 1961, Seite 59, 80, 136.
  • Фасмер: Этимологический словарь русского языка. Band III, Beispiele über str>tr/tš, Seiten 770–784.
  • Elisabeth Pribić-Nonnenmacher: Die Literatur der Sorben. In: Kindlers Literatur Lexikon im dtv in 24 Bänden. Band 2. München 1974, ISBN 3-423-03142-5, Seite 402.

Einzelnachweise

  1. GVG § 184 Satz 2; VwVfGBbg § 23 Abs. 5; SächsSorbG § 9
  2. Hans K. Schulze: Slavica lingua penitus intermissa. Zum Verbot des Wendischen als Gerichtssprache. in: Siedlung, Wirtschaft und Verfassung im Mittelalter. Ausgewählte Aufsätze zur Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands (= Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Bd. 5). Köln Weimar 2006, S. 39ff., siehe S. 52
  3. Helmut Glück: Deutsch als Fremdsprache in Europa vom Mittelalter bis zur Barockzeit. Berlin New York 2002, S. 61
  4. Raphael Schmidt: Älteste niedersorbische Notiz. Sensationeller Fund: Handschrift auf dem Pfarrdachboden von Jauernick aus dem Jahr 1510 entdeckt. In: Tag des Herrn, Nr. 20/2011
  5. Harriet Stürmer: Sorbische Sensationen in Märkische Oderzeitung, 14./15. Mai 2011, S. 10
  6. Muttersprache der Bevölkerung nach der Volkszählung vom 1.12.1900. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geschichte-on-demand.de nach: Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dezember 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
  7. Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995.
  8. Peter Schurmann: Sorbische Interessen und staatliche Minderheitenpolitik in der DDR. Domowina-Verlag, Bautzen 2016, ISBN 978-3-7420-2269-1, S. 51–57.
  9. Edmund Pech: Ein Staat – eine Sprache? Domowina-Verlag, Bautzen 2012, ISBN 978-3-7420-2231-8, S. 181–212.
  10. Die Sprache der slawischen Bewohner des Ostseeraums. In: wizlaw.de. Abgerufen am 21. November 2017.
  11. František Vydra: Lužičtí Srbové. In: luzicke-hory.cz. Abgerufen am 21. November 2017.

Weblinks

 Wiktionary: Sorbisch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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