Soldier of Fortune

Soldier of Fortune
EntwicklerRaven Software, Cauldron
PublisherActivision
PlattformWindows, Linux, Dreamcast, PlayStation 2, macOS, Xbox 360, PlayStation 3
GenreEgo-Shooter
InformationTeil 3 indiziert
Spiele
(erster Teil, 2000)
Soldier of Fortune
(letzter Teil, 2007)
Soldier of Fortune: Payback

Soldier of Fortune ist eine Computerspiel-Serie aus dem Genre der Ego-Shooter, die vormals von dem US-amerikanischen Entwicklungsstudio Raven Software entwickelt wurde. Die Reihe erlangte vor allem durch die exzessive Darstellung von Gewalt Bekanntheit. Soldier of Fortune erschien 2000, die Fortsetzung Soldier of Fortune II: Double Helix folgte 2002. 2007 erschien mit Soldier of Fortune: Payback ein Nachfolger, welcher nicht mehr von Raven Software entwickelt wurde und keine inhaltlichen Bezüge zu den beiden Vorgängern hat.

Spielelemente

Die Spieleserie basiert auf einer Lizenz der gleichnamigen Zeitschrift. Bei den ersten beiden Teilen spielt man einen Charakter namens John Mullins. Dieser basiert auf einer realen Person, einem ehemaligen Angehörigen der Special Forces, der vom Magazin-Team als Berater empfohlen wurde.[1]

Wiederkehrendes Element ist die Ghoul-Engine, eine Erweiterung der Quake-Engine, die statt einer Hitbox Spielfiguren mehrere Trefferzonen gibt und dadurch detaillierte Trefferanimation und das Abschießen von Gliedmaßen simuliert. Diese kam in den ersten beiden Teilen zum Einsatz.

Soldier of Fortune

Soldier of Fortune ist ein Ego-Shooter und wurde im März 2000 von Activision für Windows veröffentlicht. Im Juli 2000 folgte eine Portierung von Loki Software für Linux; im Jahr 2001 eine Umsetzung für die Spielkonsolen Dreamcast und PlayStation 2.

Das Spiel ist in einem realitätsnahen Szenario angesiedelt und erzählt die Geschichte um den Söldner John Mullins, den sein Einsatz im Kampf gegen kriminelle Banden und Terroristen an unterschiedlichste Schauplätze rund um den Globus führt. Soldier of Fortune war einer der ersten Ego-Shooter, bei dem die gegnerischen Computermodelle in über 20 unterschiedliche Körperregionen aufgeteilt waren, wodurch unterschiedlichste Verletzungen und Verstümmelungen simuliert werden konnten. Die dadurch realisierte Gewaltdarstellung führte zu Kontroversen.

Soldier of Fortune II: Double Helix

Soldier of Fortune II: Double Helix ist ein Ego-Shooter, der im Mai 2002 von Activision veröffentlicht wurde. Das Spiel basiert auf einer erweiterten Quake-III-Engine und ist die direkte Fortsetzung zu Soldier of Fortune.

Aufgrund der detailgetreuen, realitätsnahen Darstellung von Gewalt erlangte Soldier of Fortune II – wie auch schon der Vorgänger – einen hohen Bekanntheitsgrad. Das Spiel verfügt über ein detailliertes Schadensmodell mit 36 Treffzonen an gegnerischen Einheiten.

Soldier of Fortune: Payback

Soldier of Fortune: Payback erschien am 13. November 2007 in den USA und am 30. November desselben Jahres in Europa. Entwickelt wurde der dritte Teil diesmal nicht von Raven Software, sondern von dem slowakischen Studio Cauldron auf Basis der hauseigenen Cloak-NT-Engine mit lizenzierter Havok-Physik. Ursprünglich als Low-Budget-Titel begonnen, entschied man sich später, doch noch einen Vollpreistitel daraus zu machen. In Payback schlüpft der Spieler nicht mehr in die Rolle von John Mullins, sondern in die des fiktiven Söldners Thomas Mason.

Aufgrund des einfallslosen Leveldesigns, der plastischen, unscharfen und detailarm wirkenden Grafik im Vergleich zum Vorgänger, und aufgrund der Konsolenlastigkeit des Titels, fiel der dritte Teil bei Fans der Serie überwiegend durch. Bei den Fachmagazinen erhielt Soldier of Fortune: Payback ebenfalls schlechte Kritiken.

Einzelnachweise

  1. Retro Gamer Team, Paul Walker-Emig: "The outrage was ridiculous": How Raven Software made one of the most controversial shooters of its time with Soldier of Fortune. In: GamesRadar+. 24. Mai 2021, abgerufen am 28. Juli 2023 (englisch).