Shades of a Blue Orphanage

Shades of a Blue Orphanage
Studioalbum von Thin Lizzy

Veröffent-
lichung

10. März 1972

Label(s)

Decca Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Folk Rock, Hard Rock

Titel (Anzahl)

9 (+ Bonustitel)

Länge

40:09 (+ Bonustitel)

Besetzung

  • Eric Bell: Lead- und Akustikgitarre
  • Phil Lynott: Akustikgitarre, Bass, Gesang, Rhythmusgitarre
  • Gary Moore: Zusätzliche Gitarre (Bonustitel 12–14 der Remastered Edition)

Produktion

Nick Tauber

Studio(s)

De Lane Lea Studios, London

Chronologie
Thin Lizzy
(1971)
Shades of a Blue OrphanageVagabonds of the Western World
(1973)

Shades of a Blue Orphanage (englisch für „Schattierungen eines blauen Waisenhauses“) ist das zweite Studioalbum der irischen Rockband Thin Lizzy, das im März 1972 erschien.

Entstehung und Veröffentlichung

Das Album wurde vom 17. Dezember 1971 bis in den Januar 1972 in den De Lane Lea Studios, Wembley, London, aufgenommen.[1] Produzent war Nick Tauber, der schon beim Debüt, damals gemeinsam mit Scott English, produziert hatte.[2][3] Geschrieben wurden alle Lieder alleine von Frontmann Phil Lynott, nur bei The Rise and Dear Demise of the Funky Nomadic Tribes wurde er von seinen Bandkollegen Eric Bell und Brian Downey unterstützt.[2] Sarah schrieb Lynott für seine Großmutter, die ihn großzog, als seine Mutter, Philomena, dazu nicht in der Lage war. Das Lied ist nicht mit dem gleichnamigen Titel für Lynotts Tochter zu verwechseln, welches auf Black Rose – A Rock Legend (April 1979) enthalten ist. Der Albumtitel ist eine Anspielung auf die beiden Vorgängerbands von Thin Lizzy, Shades of Blue von Downey und Lynott sowie Orphanage von Bell.[4]

Die Erstveröffentlichung von Shades of a Blue Orphanage erfolgte am 10. März 1972 bei Decca Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als LP mit neun Titeln (Katalognummer: SLK 16759-P). Im Jahr 1988 erschien die gleiche Ausführung als CD-Ausführung bei London Records (Katalognummer: 820 527-2). Am 18. Oktober 2010 erschien eine sogenannte „Remastered-&-Expanded“-Ausgabe (Katalognummer: Decca 984 448-2), diese wurde um die beiden Bonustitel Black Boys on the Corner und Whiskey in the Jar sowie drei Remixversionen und Liveversionen erweitert.[2]

Titelliste

Alle Titel wurden von Phil Lynott geschrieben, außer wo angegeben.

Seite 1
Nr.TitelAutor(en)Länge
1.The Rise and Dear Demise of the Funky Nomadic TribesEric Bell, Brian Downey, Phil Lynott7:06
2.Buffalo Gal 5:30
3.I Don’t Want to Forget How to Jive 1:46
4.Sarah 2:59
5.Brought Down 4:19
Seite 2
Nr.TitelLänge
6.Baby Face3:27
7.Chatting Today4:19
8.Call the Police3:37
9.Shades of a Blue Orphanage7:06
Bonustitel der Remastered Edition
Nr.TitelAutor(en)Länge
10.Whiskey in the Jar (Full-Length Version)Traditional; arrangiert von Eric Bell, Brian Downey, Phil Lynott5:45
11.Black Boys on the Corner (B-Seite der Single Whiskey in the Jar) 3:24
12.Buffalo Gal (Overdubbed and Remixed Version, 1977) 5:10
13.Sarah (Overdubbed and Remixed Version, 1977) 2:47
14.Brought Down (Overdubbed and Remixed Version, 1977) 3:06
15.Suicide (John Peel Session von BBC Radio 1) 4:03
16.Black Boys on the Corner (John Peel Session von BBC Radio 1) 3:07
17.Saga of the Ageing Orphan (John Peel Session von BBC Radio 1) 3:39
18.Whiskey in the Jar (John Peel Session von BBC Radio 1) 5:55
Gesamtlänge:77:05

Rezeption

Stuart Berman von Pitchfork erklärte, dass Thin Lizzy "zu diesem Zeitpunkt nicht der Ehrgeiz fehlte, sondern eher die Richtung", und kritisierte Songs wie den Album-Opener für das "frühe, ungeschickte Abzielen auf die Heaviness einer Band, die zu diesem Zeitpunkt viel eher mit Intimität überzeugte". Demgegenüber lobte er "Lynotts lyrische Stimme" als "stabilen Anker" für die Band.[5]

Martin Popoff definierte Shades of a Blue Orphanage als "ein ehrliches Werk" das auf Lynotts folkakustische Vergangenheit verweise, "einige aus 60er Jahren gerichtete progressive Psychedelia und sogar außerhalb des Kontextes angesiedelter Rockabilly" seien typisch für solche frühen 1970er-Rock-Platten.[6]

Eduardo Rivadavia von AllMusic kritisierte das Album überwiegend und beschrieb es als "enttäuschend" und sowohl den Eröffnungstrack als auch den Titeltrack als "übertrieben und unzusammenhängend". Er wählte jedoch Baby Face und Buffalo Gal als helle Momente aus und lobte Lynotts "eloquente und persönliche" Performance bei Sarah.[7]

Einzelnachweise

  1. Alan Byrne: Shades of a Blue Orphanage. Soundcheck Books, 2015, ISBN 978-0-9929480-8-5 (englisch, google.com).
  2. a b c Thin Lizzy – Shades of a Blue Orphanage. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  3. Thin Lizzy – Thin Lizzy. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  4. Martin Popoff: Fighting My Way Back: Thin Lizzy 69–76. Power Chord Press, 2011, ISBN 978-0-9811057-5-8, S. 72 (englisch).
  5. Stuart Berman: Thin Lizzy: Shades of a Blue Orphanage/Vagabonds of the Western World. Pitchfork, 3. März 2015, abgerufen am 3. März 2015 (englisch).
  6. Martin Popoff: The Collector's Guide to Heavy Metal: Volume 1: The Seventies. Collector’s Guide Publishing, Burlington, Ontario, Kanada 2003, ISBN 978-1-894959-02-5, S. 277 (englisch).
  7. Eduardo Rivadavia: Thin Lizzy - Shades of a Blue Orphanage review. In: AllMusic. Rovi Corporation, abgerufen am 13. Juni 2011 (englisch).