Seine

Seine
Verlauf und Einzugsgebiet der Seine

Verlauf und Einzugsgebiet der Seine

Daten
GewässerkennzahlFR----0010
LageFrankreich
FlusssystemSeine
Quelleauf dem Plateau von Langres im Gemeindegebiet von Source-Seine
47° 29′ 11″ N, 4° 43′ 0″ O
Quellhöheca. 470 m[1]
MündungBei Le Havre in den ÄrmelkanalKoordinaten: 49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O
49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O
Mündungshöhem[1]
Höhenunterschiedca. 470 m
Sohlgefälleca. 0,61 ‰
Längeca. 775 km[2]
Einzugsgebietca. 79.000 km²[3]
Abfluss am Pegel Le Havre[3]MQ
560 m³/s
GroßstädteParis, Rouen, Le Havre
MittelstädteTroyes, Melun, Mantes-la-Jolie, Vernon
Schiffbarvon der Mündung bis Nogent-sur-Seine

Die Seine ([sɛn]; auf Französisch; lateinisch/keltisch Sequana) ist ein Fluss in Nordfrankreich. Sie entspringt in der Region Bourgogne-Franche-Comté, fließt von Osten nach Westen und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Mit rund 775 Kilometern[2] Länge ist sie neben der Loire (1004 Kilometer) und den ineinander übergehenden Flussverläufen von Doubs, Saône und Rhône (insgesamt 1025 Kilometer) einer der längsten Flüsse Frankreichs. Das Einzugsgebiet der Seine umfasst etwa 78.650 km².

Wichtige Städte an der Seine sind Paris, Troyes und Rouen. In Paris und Rouen befinden sich die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs. Über Kanäle ist die Seine mit Schelde, Maas, Rhein, Saône und Loire verbunden. Am Unterlauf des Flusses im Gebiet der Normandie haben sich für einen Fluss dieser Wasserführung außergewöhnlich große Talschleifen gebildet. Die schiffbare Länge (bis Nogent-sur-Seine) beträgt 560 km. Seeschiffe können den Fluss bis Rouen (120 km im Landesinneren) befahren.

Das Seineufer von Paris steht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Quellen der Seine

Künstliche Quellgrotte der Seine

Die Quelle der Seine liegt auf dem Plateau von Langres, 25 km nordwestlich von Dijon im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté, 470 m über dem Meeresspiegel. Eine Besonderheit ist, dass die Quellen der Seine seit 1864 Eigentum der Stadt Paris sind. Eine künstliche Grotte wurde ein Jahr später errichtet, um die Hauptquelle zu schützen, und die Statue einer Nymphe aufgestellt, die den Fluss symbolisieren soll. Die Hauptstadt hat mittlerweile das Interesse an der Parzelle verloren und sie an die Region zurückgegeben.[4] Nahe der Quelle befinden sich Überreste eines gallo-römischen Tempels, in dem eine Dea Sequana (lateinisch Göttin der Seine) verehrt wurde und dessen archäologische Funde sich heute im Archäologischen Museum von Dijon befinden.

Das Tal der Seine

Die Seine bei Caudebec-en-Caux, etwa 25 km vor Beginn des Ästuars

Die Seine fließt in ganzer Länge durch das Schichtstufenland des Pariser Beckens, dessen Relief durch breitbasige hohe Wellen wie in der Trockenen Champagne und einige prägnantere Hügel gekennzeichnet ist. An das enge Tal des Oberlaufs im Plateau von Langres schließt in der Gegend um Troyes ein etwa einen Kilometer breiter Talgrund zwischen sehr sanften Hängen an. Weiter westwärts bis zur Mündung der Voulzie bei Bray-sur-Seine verbreitert sich der Talgrund auf über 5 km, und schließlich werden die Hänge wenigstens auf der Nordseite steiler. Die umgebenden Höhen liegen hier auf der Nordseite etwa 100 m, auf der Südseite etwa 50 m über dem Fluss. Bei Fontainebleau, dessen Stadtzentrum in einem Seitental liegt, gibt es eine Talenge, in Form einer Pforte kreuzt das Seinetal einen Höhenrücken. Bei Paris und von dort bis kurz vor der Mündung verläuft das Tal in zahlreichen Schleifen und dementsprechend asymmetrischen Talabschnitten mit Gleithang und Prallhang. Die Breite des Talgrundes wechselt stark und ist auf langen Strecken gering. Asymmetrisch ist der Querschnitt sogar bei der Île de la Cité in Paris, wo der Flussverlauf fast gerade ist: Südlich des Flusses steigt das Quartier Latin nicht steil, aber doch deutlich an, während sich vom Nordufer der flache Marais („Sumpf“) über mehrere Kilometer bis fast zum Gare du Nord erstreckt. Von Paris bis kurz vor der Mündung wird das Tal nicht flacher, der Talgrund sinkt notwendigerweise von etwa 50 m über dem Meer auf nahe Null, aber die Anhöhen bleiben fast gleich hoch.

Das Seinetal ist bekannt für seine zahlreichen Schlösser („Seineschlösser“), aber auch die dort vorhandene Automobilindustrie, Petrochemie und mehrere Kraftwerke.

Inseln in der Seine

Blick von der Seine auf die Île des Impressionnistes

Oberhalb des Großraums Paris:

Großraum von Paris:

Unterhalb des Großraums Paris

  • Bei Les Mureaux: Belle-Île, 5,7 km × max. 340 m
  • bei Mantes-la-Jolie (linkes Ufer) und Limay (rechtes Ufer):
    • Île aux Dames: 2,67 km × max. 230 m
    • Île l'Aumône: 2 km × max. 278 m
  • Bennecourt: Grande Île, 6 km × max 330 m
  • Criquebeuf-sur-Seine bei Elbeuf: Insel mit drei Teilnamen, Île de Launy – Île de Criquebeuf – Île du Courant, 8,5 km × max. 370 m

Städte an der Seine

– in Klammern die Einwohnerzahlen, Mittelstädte kursiv, Großstädte fett

Oberhalb des Großraums Paris:

Die Seine nahe La Défense

Großraum von Paris:

darin Métropole du Grand Paris:

noch Großraum, westlich der Métropole du Grand Paris:

Unterhalb des Großraums Paris:

Die Seine in Rouen

Mündungsgebiet

Karte der Seinemündung um 1875

Drei große Brücken überspannen das breite Flusstal im Mündungsbereich: Die Brotonne-Brücke, die Brücke von Tancarville und die Pont de Normandie. Letztere war zeitweilig die längste Brücke Europas. Die Seine mündet zwischen Le Havre und Honfleur und bildet ab Tancarville ein langgezogenes Ästuar. Dieses wird von der Pont de Normandie überspannt. 1997 wurde ein 8.528 ha großes Gebiet unter Naturschutz gestellt. Schilfgebiete, Dünen, Sandbänke und Feuchtwiesen bieten Lebensraum für über 250 verschiedenen Vogelarten. Ein Informationszentrum am nördlichen Brückenkopf bietet Naturkundliches zum Naturschutzgebiet und eine Beobachtungsstation.

Nebenflüsse

Schon der Blick auf die Karte zeigt, dass Flusssystem der Seine von einigen langen Zuflüssen ersten Grades geprägt ist, die in großem Abstand parallel zur Seine fließen, teilweise aber nicht sehr weit von ihr entspringen. Die Nebenflüsse der Nebenflüsse laufen oft eine recht lange Strecke parallel zu ihrem Zielgewässer, bevor sie einen Bogen zu ihm hin machen. Die Längenvergleiche in der Tafel machen deutlich, dass die Quelle der Marne die längste Flussstrecke zum Meer hat. Die Fließwege zur Seinemündung von den Quellen der Aube, der Yonne und einiger ihrer Nebenflüsse, sowie der Aire und der Aisne sind kaum kürzer als derjenige der Seine selber.

Flusssystem der Seine
Die Seine, ihre Nebenflüsse und deren Nebenflüsse ab 36 km Länge (Reihenfolge flussaufwärts)
Darstellungsweise:
  • Die Angabe der Einmündungsseite („rechts“/„links“) steht linksbündig unter dem Namenskästchen des Flusses, in den der Zufluss mündet.
  • Pfeile sind flussabwärts gerichtet und markieren obere Teile eines schon vorher erwähnten Flusslaufs.
  • Gewässer von namentlich unter 36 km Länge sind mit aufgenommen,
    wenn sie zusammen mit einem anderen oder Teilen eines anderen einen längeren Fließweg bilden.
    In solchen Fällen (u. a.) ist bei Mündungen deren Abstand von der Quelle oder der Mündung des Zielgewässers angegeben.
Mündung in
Fließrichtung
gesehen von
NameMündung
– [km] –
Honfleur
Lage der MündungCode
SANDRE
Länge
[km]
Einzugs-
gebiet
[km²]
Mittlerer
Abfluss
[m³/s]
Quelle
– [km] –
Honfleur
Seine0000Le Havre, Honfleur----0010777,0079 000 00563,000777,0
linksRisle,006,8Berville-sur-MerH6--0200145,002 300 014,00152,0
linksCharentonne8 km unt. Beaumont-le-RogerH61-040063,05144,0
linksEure138,9Pont-de-l’ArcheH4--0200228,706 017 026,20427,6
linksItonAcquignyH43-0400131,801 197 04,7
rechtsVesgreggü. Ivry-la-BatailleH42-041045,0
linksAvre6 km nördl. DreuxH42-040080,49743,6
linksBlaiseDreuxH41-041049,042501,96
rechtsAndelle4 km ob. ggü. Pont-de-l’ArcheH32-040056,87407,2
rechtsEpte4 km ob. VernonH31-0400113,001 490 09,8
linksMauldre6–8 km ob. Mantes-la-JolieH30-040034,8/37,6411
linksLieutel10,9 km nach deren QuelleH303800013,7
rechtsOise[5]284,4Conflans-Sainte-HonorineH---01000341,116 667 00110,000525,5
linksNonette8 km unt. CreilH22-040040,4/433381,6
linksLaunette13,4 km nach deren QuelleH21-040016,0
rechtsThérainunt. Nogent-sur-OiseH21-040094,31 218 07,7
rechtsBrêcheNogent-sur-OiseH20-042045,54682,3
linksAisne[5]0383,55Compiègne, 99,15 km vor Oise-Mdg.H1--0200355,9/3627 939 065,40745,4
linksVesle10 km östl. SoissonsH15-0400139,501 480 07,5
linksArdreFismesH15-042039,33021,5
linksSuippe20 km nördl. ReimsH13-041081,783743,0
linksRetourneNeufchâtel-sur-AisneH136060045,43351,6
rechtsVaux7 km westl. RethelH13-040037,73164,5
rechtsAire625,4SW Grandpré, 120 km nach Aisne-Q.H11-0400125,601 050 013,6751,0
linksAiletteManicampH02-040059,55403,0
linksSerreLa FèreH01-040095,91 743 013,10
rechtsVilpion5 km ob. Crécy-sur-SerreH01-041042,8720
linksBrune4 km ob. MarleH012060037,5165
linksTonÉtréaupontH003060056,32943,7
rechtsMarne361,32 km ob. Stadtgrenze ParisF---0100514,0012 920110,000875,0
linksGrand Morinbei EsblyF65-0400118,201 197 07,6
linksAubetin5 km unt. CoulommiersF65-041061.22701,5
rechtsOurcqLizy-sur-OurcqF63-040087,03452,1
linksPetit Morinla Ferté-sous-JouarreF62-040086,36053,4
linksSurmelin10 km ob. Château-ThierryF61-040041,54542,7
linksSomme-SoudeJâlonsF609060024,6/59,950002,75
rechtsSoude2,5 km unt. VilleseneuxF609200022,6
SommeF609060035,3
rechtsSaulxVitry-le-FrançoisF5--0200115,402 100 025,70
rechtsChéeVitry-en-PerthoisF58-040064,7~ 400,04,0
rechtsVièreca. 5 km ob. deren MündungF58-0410+42,21801,3
rechtsOrnain4 km vor Saulx-MündungF56-0400116,2091310,90
links(Le Cavé ←) BlaiseIsle-sur-MarneF53-040085,5480
rechtsRognon8 km ob. JoinvilleF51-040073,36149,2
linksSuizeChaumontF505060048,62770,8
rechtsYerresMontgeronF4--021097,51 020 03,5
linksOrgeSavigny-sur-OrgeF46-040050,1,0951,93,9
linksYvetteÉpinay-sur-OrgeF46-042039,32861,3
linksEssonneCorbeil-EssonnesF45-040097,11 870 08,1
linksJuinebei Saint-VrainF45-042055,0700
linksLoing444,3bei Moret-sur-LoingF4--0200142,704 182 019,00587,0
rechtsOrvanne4 km vor dessen MündungF439800038,80,4
rechtsLunain10 km vor dessen MündungF438060051,42520,7
rechtsClérynordöstl. NargisF421060043,127001.45
linksBezonde7 km ob. MontargisF42-040035/403501,5
rechtsHuillard25,3 km nach deren Quelle[6]F424060025,9/30,49504,8
linksMotte Busy10,3 km nach dessen Quelle[6]F424200014,8
linksPuiseauxMontargisF421060037,01100,5
rechtsVernissonMontargisF421800037,21000,3
rechtsOuanne7 km ob. MontargisF41-040083,89504,8
linksBranlin3 km ob. CharnyF414060043,7
linksYonne457,7Montereau-Fault-YonneF3--0200292,3010 836 0093,00750,0
rechtsVanneSensF3--020059,09905,4
linksVrin5 km nordwestl. JoignyF353100037,01480,7
linksTholonbei JoignyF352060037,91670,8
rechtsArmançonMigennesF3--0210202,003 07729,00
rechtsArmance Saint-FlorentinF34-040047,75203,8
rechtsBrenne6 km unt. MontbardF33-040071,74917,8
rechtsOzeVenarey-les-LaumesF335060042,02522,6
rechtsSerein5 km ob. MigennesF32-0400188,001 119 07,7
rechtsCurebei VermentonF31-0400112,001 311 016,20
rechtsCousin10 km westl. AvallonF31-041031/673663,9
rechtsRomanée2 km südl. Cussy-les-ForgesF314060025,8114
Trinquelin ← CousinF31-041036,0
linksChalauxLac de ChaumeçonF311060036,21102,1
linksBeuvronVaucreuseClamecyF30-040040,52642,1
rechtsArmance[7]4 km südöstl. ClamecyF304060024,2762,1
rechtsVoulzie2 km unt. Bray-sur-SeineF23-040043,92861,7
linksOrvin12 km westl. Nogent-sur-SeineF21-040038,1
rechtsAube524,8bei Romilly-sur-SeineF1--0200248,304 660 041,00773,1
rechtsSuperbe17 km vor deren MündungF15-040039,53201,6
rechtsVoire2 km unt. LesmontF12-040056,18967,1
rechtsAujon14 km ob. Bar-sur-AubeF11-040068,04816,5
rechtsBarseTroyesF08-040050,1463
linksHozainTroyesF07-040024,62491,4
linksMarve1,9 km nach dessen QuelleF070100020,174
rechtsOurce2 km ob. Bar-sur-SeineF04-0400100,407378,6
linksLaignes (Unterlauf)PolisyF02-040033,2/72668
↑ (als Doline)Laignes[8]17,9
↑ Laignes (Oberlauf)Gemeindewald von Puits21,0

Wasserwirtschaft und Ökologie

Oberflächenwasser der Seine wird für die Pariser Wasserversorgung verwendet. Die Abwässer des Großraums Paris werden nach ihrer Reinigung der Seine zugeführt und fließen über Rouen und Le Havre in den Ärmelkanal. Die Seine ist im Winter braun, da sie 400 km lang an landwirtschaftlichen Nutzflächen vorbeiführt. Im Sommer wird sie durch Algen grün gefärbt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Pariser Abwässer noch ungeklärt in den Fluss geleitet. Ab etwa 1850 wurden sie in Abwässerkanälen aus der Stadt herausgeführt und seineabwärts in den Fluss geleitet. Danach ging man dazu über, die Abwässer nicht direkt in die Seine zu leiten, sondern zur Düngung von Äckern zu verwenden. Kläranlagen baute man ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Vergleich zu 1850, als die Seine eine stinkende Kloake war, hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert. Heute leben in der Seine wieder 35 Fischarten, darunter Lachse und Forellen.[9]

Seine-Hochwasser

Das älteste überlieferte Hochwasser der Seine im Pariser Becken ereignete sich im Winter 358 während des Aufenthaltes des römischen Kaisers Julian in Lutetia und fand in dessen Misopogon Erwähnung.[10] Die Schilderung des Hochwassers vom Februar 582 überlieferte Gregor von Tours (Grégoire) in der Historia Francorum.

Nach strengen Wintern in den Jahren 1197, 1325/26, 1708/09 rissen die Wassermassen Brücken in Paris mit sich fort und es brachen Pestepidemien aus. Die letzten schweren Überschwemmungen ereigneten sich im Januar 1910, damals standen in Paris zwölf der 20 Arrondissements sechs Wochen lang unter Hochwasser.[11][12]

Eisgang der Seine in Paris: der Quai Saint-Michel im Januar 1880
Hochwassermarken am Bassin de l’Arsenal, 3. Juni 2016

Die nachfolgende Liste der Hochwasser in Paris erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • 358
  • Februar 582
  • 1197
  • 1280 zerstörte ein Hochwasser die Grand-Pont;
  • 1296: im Dezember zerstört ein Hochwasser von bis dahin unbekanntem Ausmaß alle Brücken in Paris;
  • 1325/26
  • 1616: Eisgang und Hochwasser verursachen den Einsturz mehrerer auf den Brücken Pont Saint-Michel (30. Januar) und Pont au Change stehenden Häuser[13];
  • 1656:
  • 1658: am 1. März schwemmt ein Hochwasser die zwei der Île Saint-Louis am nächsten gelegenen Bögen des Pont Marie und 20 darauf stehende Häuser fort[14];
  • 1684: am 20. Februar versinkt während eines Hochwassers der Pont-Barbier in den Fluten (später ersetzt durch den Pont Royal);
  • 1708/09: im Winter erschüttert der Eisgang der Seine die Struktur des Pont Saint-Landry (auch Pont de Bois, siehe Pont Saint-Louis) dermaßen, dass sein Abbruch beschlossen und im Jahr 1710 durchgeführt wird;
  • 1740
  • 1802
  • 1880:
  • 1910: verheerendes Seinehochwasser ab dem 18. Januar bis März/April – Pegelmaximum: 8,62 m
  • 1924
  • 1955
  • 1982
  • 1995
  • 2016 – Pegel 6,10 m
  • 28./29. Januar 2018 – mehrere Stunden Pegel 5,84–5,85 m[15][16]

Die Seine in der Kunst

Sisley: L’automne: Bords de la Seine près de Bougival (Herbst: die Ufer der Seine nahe Bougival), 1873
Bords de Seine à Argenteuil, 1874, von Claude Monet
Seurat: Un dimanche après-midi à l’île de la Grande Jatte (Sonntagnachmittag auf der …)
Familiengräber Vacquerie und Hugo in Villequier – Charles Vacquerie und Léopoldine geborene Hugo ertranken nach dem Kentern ihres Bootes in der Seine
Bildende Kunst
Gemälde u. a. von Frédéric Bazille, Maurice Boitel, Richard Parkes Bonington, Eugène Boudin, Gustave Caillebotte, Camille Corot, Charles-François Daubigny, Raoul Dufy, Émile Othon Friesz, Eugène Isabey, Johan Barthold Jongkind, Joseph Mallord, Albert Marquet, Claude Monet, Robert Antoine Pinchon, Nicolas Raguenet, Emilio Grau Sala, Gaston Sébire, Alfred Sisley, Georges Seurat, Constant Troyon, William Turner, Édouard Vuillard oder Vallotton.
Statuen: zum Beispiel Die Seine auf der Pont du Carrousel
Chanson
von Jacques Charpentrau: Le Front de Seine. „La Seine a mal au front/ Ah! Ce n'est pas de veine/ Il lui vient des bétons/ De Javel à Grenelle/ C'est comme une éruption/ Une fièvre malsaine …“[17]
Filme
Reisewege Frankreich: Das Lied der Seine. Dokumentation, zwei Teile, 90 Min. Ein Film von Georg Bense, Produktion: SR, Erstsendungen: 29. November 2006 und 6. Dezember 2006[18]

Trivia

  • Nach ihrer Hinrichtung 1431 auf dem Scheiterhaufen in Rouen wurde die Asche von Jeanne d’Arc in die Seine gestreut, um einem Reliquienkult vorzubeugen.
  • 1790 ertränkte sich in Paris der tschechische Komponist Jean-Baptiste Krumpholz. Er sprang vom Pont Neuf in die Seine, nachdem ihn seine Frau Anne-Marie (1755–1824) für den böhmischen Komponisten Jan Ladislav Dussek verlassen hatte[19].
  • Vor Villequier in der Normandie kenterte im September 1843 in Sichtweite des Hauses der Familie Vacquerie das Segelboot, mit dem der junge Charles Vacquerie (1817–1843) gemeinsam mit seiner 19-jährigen Ehefrau Leopoldine (1824–1843), der ältesten Tochter des Schriftstellers Victor Hugo, die er im Februar geheiratet hatte, sowie seinem Onkel, dem früheren Seemann Pierre Vacquerie (1781–1843) und dessen Sohn Arthur (1832–1843) von einem Ausflug zurückkehrten. Keiner der Insassen überlebte. Das tragische Ereignis erschütterte Victor Hugo sehr tief. Die Trauer um die geliebte Tochter inspirierte ihn insbesondere zu den in Pauca meae, dem vierten Buch der Sammlung Les Contemplations zusammengefassten Gedichten, durch die der Schriftsteller einen Dialog mit der Verstorbenen herzustellen versuchte.
  • Die Seine diente bei den Olympischen Sommerspielen 1900 als Wettkampfstätte. Auf dem Abschnitt zwischen Pont Bineau und Asnières-sur-Seine fanden die Wettkämpfe im Rudern statt, in einem Flutbecken bei Asnières-sur-Seine wurden die Schwimmwettkämpfe sowie das Wasserballturnier ausgetragen und bei Meulan-en-Yvelines die Segelwettbewerbe der 5 kleineren Bootsklassen.
  • Bei den Olympischen Sommerspielen 1924 fanden bei Argenteuil die Wettkämpfe im Rudern statt. In der Stadt Meulan-en-Yvelines wurde der Segelwettbewerb der Bootsklasse Monotyp 1924 ausgetragen.

Siehe auch

  • Liste der Seinebrücken
  • Seinebrücken in Paris
  • Sequana (Göttin)
  • Voguéo, Schiffslinie

Literatur

  • Jean Aubert: La vie des bords de Seine. Éditions Horvath: Le Coteau (Loire) 1986 ISBN 978-2-7171-0414-1 (französisch)
  • François Beaudouin: Paris-sur-Seine, ville fluviale. Éditions de la Martinière, 1993 ISBN 978-2-7324-2035-6 (französisch)
François Beaudouin war der Gründer des Musée de la batellerie in Conflans-Sainte-Honorine und bis 1994 dortiger Konservator.
  • Conseil général des Ponts et Chaussées (Hrsg.): L'estuaire de la Seine. Oktober 2004, 63 S. (französisch)
  • Martine Delahaye: Les enfants du fleuve, la Seine au 20e siècle – Récits, Nanterre. Martine Delahaye, 2001, 233 S. (französisch)
  • Christian Dupavillon: Paris côté Seine. Le Seuil: Paris 2001, 383 S. ISBN 978-2-02-051688-4 (französisch)
  • Antoine Hoareau: Au pays des sources de la Seine. Cléa Micro-édition, 2010, 80 S. ISBN 978-2-913835-99-3 (französisch)
  • Bernard Jacomin: Les Sources de la Seine. Yvelinédition, 2006 ISBN 978-2-84668-049-3 (französisch)
  • Simon Lacordaire: Les inconnus de la Seine, Paris et les métiers de l'eau du XIIe au XIXe siècle. Hachette: Paris 1985, 306 S. ISBN 978-2-01-009763-8 (französisch)
  • Charlotte Lacour-Veyranne: Les colères de la Seine. Éditions Paris-Musées, 1994 ISBN 978-2-87900-191-3 (französisch)
  • François Lespinasse: La Seine vue par les peintres. Édita SA: Lausanne 1993, 139 S. ISBN 978-2-88001-286-1 (französisch)

Weblinks

Commons: Seine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b geoportail.gouv.fr (1:16.000)
  2. a b Die Angaben zur Flusslänge beruhen auf den Informationen über die Seine bei SANDRE (französisch), abgerufen am 30. Juli 2009, gerundet auf volle Kilometer.
  3. a b hydro.eaufrance.fr (Station: H9950010, Option: Synthèse).
  4. Bei den Quellen der Seine auf meinfrankreich.com, abgerufen am 30. Oktober 2021
  5. a b Oise mit Aisne, Aisne mit Aire
  6. a b mit Längenmessung
  7. mit aufgelistet wegen Namensgleichheit mit dem nicht so kurzen Zufluss des Armançon
  8. Gliederung>SANDRE beschreibt unter dem Namen Ruisseau de Marcenay (F02-0410) mit Karte zum Oberlauf bezüglich Länge und Anrainergemeinden den gesamten Flusslauf unter Laignes (F02400) nur den Unterlauf nach der Karstquelle.
  9. FAQ der SIAAP.
  10. Charlotte Lacour-Veyranne, Les Colères de la Seine, Éd. Paris-Musées, 1994, ISBN 978-2-87900-191-3.
  11. Willms, Johannes: Als Paris Venedig glich, Die Hauptstadt der Moderne im Bann der „grande crue“: Erinnerungen an ein Jahrhunderthochwasser in Süddeutsche Zeitung vom 26. Januar 2010.
  12. Bezüglich der Hochwasser im Zeitraum von 1600 bis 1840 siehe A. Goubet: Les Crues dans le bassin de la Seine du 17e au début du 19e siècle [1]
  13. Maurice Champion: Les Inondations en France depuis le VIe siècle jusqu'à nosjours Band 1, Dalmont, 1858 (online), S. 73
  14. Andrew Ayers, The Architecture of Paris, 2004, S. 390
  15. Hochwasser der Seine erreichte in Paris Höchststand orf.at, 29. Januar 2018, abgerufen 29 Januar 2018.
  16. Vier Meter über Normalstand orf.at, 29. Januar 2018, abgerufen 29 Januar 2018. – Bildbericht.
  17. Stoppel, Karl (Hrsg.): La France. Regards sur un pays voisin, Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 9068, S. 68.
  18. Das Lied der Seine Inhaltsangabe des SR
  19. Alexandre Choron: Dictionnaire historique des musiciens, artistes et amateurs morts ou vivants, Band 1, Valade, 1810, p. 383 Digitalisat

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Olympic Rings without "rims" (gaps between the rings), As used, eg. in the logos of the 2008 and 2016 Olympics. The colour scheme applied here pertains to the 2016 Olympics in Rio de Janeiro.
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vue panoramique de rouen depuis la Côte Sainte Catherine - Nota : cette photo est une vue de Rouen depuis la commune de Bonsecours, sans rapport avec la commune de Mont-Saint-Aignan, située à plus de trois kilomètres, de l'autre côté de la ville de Rouen
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Vue de l'Oise depuis le parc des impressionistes
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Niveau de l'eau au bassin de l'Arsenal à Paris le 3 juin 2016 à 17h. A 6m05 le niveau de la crue de 1982 est quasiment atteint.
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A view of Châtillon-sur-Seine, Côte-d'Or department, Burgundy, France, with the pont du Pertuis-au-Loup crossing the Seine River and the church Saint-Vorles.
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estuaire de la seine, 1875