Sebastian Winkler (Schauspieler, 1982)

Bild des Schauspielers Sebastian Winkler aus dem Jahr 2022
Sebastian Winkler (2022)

Sebastian Winkler (* 2. Februar 1982 in München[1]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben

Sebastian Winkler wuchs im oberbayerischen Glonn auf.[2] Von 2004 bis 2006 studierte er Schauspiel an der Universität Mozarteum Salzburg.[1] 2006 wechselte er an die Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater in München und beendete sein Schauspielstudium 2008 mit staatlichem Diplom.[1] In München wurde er noch während seines Studiums für mehrere Produktionen am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert, wo er nach seinem Abschluss weitere Jahre verpflichtet blieb.[1] Es folgten Engagements am Theater Heilbronn, am Staatstheater am Gärtnerplatz und am Staatstheater Stuttgart.[1]

2013 erhielt er den Nachwuchspreis der Festspielstadt Wunsiedel für seine darstellerische Leistung in Shakespeares Hamlet und dem Monty Python Musical Spamalot bei den Luisenburg-Festspielen.[1] Im August 2013 trug er sich infolgedessen in das Goldene Buch der Festspielstadt Wunsiedel ein.[3]

2014 kam es am Vorarlberger Landestheater in Bregenz bei dem Operntheater-Pop-Projekt „Alcin@“ zur ersten Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Nestroy-Preisträger Bernd Liepold-Mosser und der österreichischen Indie-Band Naked Lunch um Oliver Welter und Herwig Zamernik.[1][4] Dies war der Beginn einer bis heute andauernden regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur, Musikern der Band und dem Schauspieler, so etwa in der Produktion Einer flog über das Kuckucksnest 2016 am Theater an der Rott[1], die zu den 34. Bayerischen Theatertagen 2016 eingeladen wurde[5] und der Open-Air-Produktion The Black Rider in Villach im Jahr 2017[1].

2016 übernahm Winkler in der Musical-Produktion The Producers am Theater Regensburg die Hauptrolle des „Max Bialystock“.[6] Die Inszenierung von Dominik Wilgenbus sorgte bundesweit für Aufsehen und avancierte zum Publikumserfolg der Spielzeit 2016/17.[7] Im April 2018 wurde Winkler in der internationalen Printausgabe der The New York Times für seine Darstellung des Stelzfuß in der Inszenierung des Tom Waits Musicals The Black Rider unter der Regie von Jan Langenheim am Theater Regensburg lobend hervorgehoben.[8]

Sebastian Winkler steht regelmäßig für verschiedene TV und Filmproduktionen vor der Kamera.[1] Der Film #wannadie von Anja Badeck, in dem er die Rolle des Rico übernahm, wurde 2018 beim Filmfestival Max Ophüls Preis in der Kategorie „bester mittellanger Film“ nominiert und beim Bremer Filmpreis 2018 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.[9]

Theaterarbeiten (Auswahl)

Filmografie (Auswahl)

Trivia

  • Zur Jahrtausendwende war Sebastian Winkler unter dem Namen „B.-G. Murphy“ Trompeter der Band „Moreshi“. Alle beteiligten Musiker nannten sich nach Figuren der Zeichentrick-Serie Die Simpsons und traten in der Öffentlichkeit lediglich unter diesen Namen auf, die sie sich auch in den Personalausweis als Künstlernamen eintragen ließen. In Anlehnung an dieses Pseudonym führte Winkler für kurze Zeit das Kürzel „M.“ in seinem Schauspielernamen. 2002 wurde die Band mit ihrer Mischung aus Jazz und Punk „Münchner Act des Jahres“.[5]
  • Vor seinem Schauspielstudium begann Winkler eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Nach anderthalb Jahren beendete er die Ausbildung ohne Abschluss vorzeitig und bewarb sich an Schauspielschulen.[2]

Auszeichnungen

  • 2008: Stipendium für die „Sommerakademie für bairisches Volksschauspiel“[1]
  • 2013: Nachwuchspreis der Festspielstadt Wunsiedel[1]
  • 2013: Eintrag ins Goldene Buch der Festspielstadt Wunsiedel[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l Sebastian Winkler bei Crew United, abgerufen am 20. März 2021.
  2. a b Talente an der Schauspielschule: Nervenkrieg um einen Platz auf der Bühne SPIEGEL ONLINE, abgerufen am 9. April 2019
  3. a b Bericht über Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Wunsiedel; Amtsblatt der Stadt Wunsiedel Seite 16 oben, abgerufen am 9. April 2019
  4. "Alcin@": Reif für die Insel Georg Premierenkritik; in: DER STANDARD, abgerufen am 9. April 2019
  5. a b Mal Jesus, mal Mörder, immer Freigeist Porträt; in: MITTELBAYERISCHE ZEITUNG, abgerufen am 9. April 2019
  6. "The Producers": Es juckt im Stechschritt Premierenkritik; in: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, abgerufen am 9. April 2019
  7. "The Producers": Mit Stechschritt und Hakenkreuz durch Regensburg Bericht zur Wiederaufnahme; auf: MUSICAL1, abgerufen am 9. April 2019
  8. Dark Musicals Shimmer on the German Stage Bericht zu "The Black Rider"; in: THE NEW YORK TIMES, abgerufen am 9. April 2019
  9. #wannadie bei crew united, abgerufen am 20. März 2021.

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Sebastian Winkler, 2022