Scream 3
| Film | |
| Titel | Scream 3 |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 112 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
|
| Stab | |
| Regie | Wes Craven |
| Drehbuch | Ehren Kruger |
| Produktion |
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| Musik | Marco Beltrami |
| Kamera | Peter Deming |
| Schnitt | Patrick Lussier |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
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Scream 3 ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs Wes Craven aus dem Jahr 2000 und der dritte Teil der Scream-Reihe. Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette nahmen ihre Rollen aus den Vorgängerfilmen wieder auf.
Handlung
Der Film beginnt damit, dass Cotton Weary, mittlerweile Gastgeber einer Talk-Show, während einer Autofahrt einen Anruf von Ghostface erhält, welcher den Aufenthaltsort von Sidney Prescott erfahren will. Als Cotton sich weigert, mit ihm zu kooperieren, ermordet Ghostface ihn und seine Freundin Christine.
Detective Mark Kincaid kontaktiert Gale Weathers, um sie über den Mord zu informieren, woraufhin sie nach Hollywood reist. Dort trifft sie auf Dewey Riley, der als Berater am Set von „Stab 3: Return to Woodsboro“ arbeitet, dem dritten Film der Reihe, die auf den Ghostface-Morden basiert.
Sidney Prescott lebt derweil zurückgezogen alleine an einem unbekannten Ort unter falschem Namen und arbeitet als Krisenberaterin bei einer Hotline für misshandelte Frauen.
Eine der Schauspielerinnen, Sarah Darling, ist zum Studio gefahren, da sie mit dem Regisseur Roman Bridger sprechen wollte. Dieser ist nicht mehr anzutreffen. Sarah erhält dann bevor sie das Studio wieder verlassen kann, einen Anruf von Roman. Nach langer Diskussion bezüglich des Skriptes merkt Sarah, dass es nicht Roman ist, mit dem sie telefoniert. Voller Angst versteckt sie sich zwischen mehreren nicht-echten Ghostfaces im Kostümraum. Jedoch ist zwischen all denen auch der echte Ghostface. Der Sicherheitsmann kontrolliert zu dieser Zeit das gesamte Studio und schließt am Ende ab, da niemand mehr drinnen zu sein scheint. In dem Moment versucht Sarah die Polizei anzurufen, wird jedoch von Ghostface überrascht, angegriffen und erstochen. Die Dreharbeiten werden daraufhin sehr zum Ärger von Roman unterbrochen.
Die übrigen Darsteller, Gale und Dewey treffen sich bei Jennifer Jolie, ebenfalls Schauspielerin. Wenig später wird der Bodyguard von Jennifer, Steven Stone, von Ghostface in Deweys Wohnwagen überrascht und erstochen. Als im Haus die Lichter ausgehen, erscheinen Nachrichten aus dem Fax-Gerät, welche von Ghostface stammen und das nächste Opfer vorhersagen. Die verängstigen Schauspieler, Dewey und Gale verlassen zunächst das Haus, am Ende läuft allerdings Tom wieder rein, da er wissen möchte, wer der Nächste ist. Tom zündet ein Streichholz an, um die Nachricht lesen zu können, auf welcher steht, „wer das Gas riecht…“. In dem Moment explodiert das Gebäude und Tom stirbt.
Nachdem der Mörder Sidneys Aufenthaltsort herausgefunden hat, beginnt er, Sidney mit einem Stimmverzerrer zu quälen, der sie wie ihre verstorbene Mutter Maureen Prescott klingen lässt. Sidney reist daher nach Hollywood, da sie erkennt, dass sie nicht mehr sicher ist. Gale und Jennifer erfahren, dass Maureen in den 1970er Jahren kurzzeitig unter dem Künstlernamen Rina Reynolds als Schauspielerin gearbeitet hat und auf einer Party des „Stab 3“-Produzenten John Milton vergewaltigt wurde.
Martha Meeks, die Schwester von Sidneys ermordetem Freund Randy, besucht Sidney und die anderen, um ihnen ein Videoband zu übergeben, das Randy vor seinem Tod aufgenommen hat. Randy warnt sie posthum, dass die Regeln eines Horrorfilms im dritten Teil einer Trilogie nicht gelten und dass jeder von ihnen sterben könnte. Später wird Sidney am Set von „Stab 3“ von Ghostface angegriffen, woraufhin die Polizei sie zu ihrem Schutz festhält.
Dewey, Gale, Jennifer und die übrigen Darsteller, Angelina Tyler und Tyson Fox, besuchen Romans Geburtstagsparty in Miltons Villa. Ghostface greift die Gruppe an und tötet Angelina, Tyson, Jennifer und vermeintlich auch Roman, während er Gale und Dewey als Geiseln nimmt.
Ghostface kontaktiert Sidney, die daraufhin zur Villa reist. Kincaid folgt ihr, wird aber von Ghostface bewusstlos geschlagen. Sidney wird in einen geheimen Vorführraum gelockt, wo Ghostface erscheint und sich als Roman zu erkennen gibt. Es stellt sich heraus, dass Roman Sidneys Halbbruder und das Ergebnis der Vergewaltigung ist. Vier Jahre zuvor habe er Maureen aufgespürt, sei aber von ihr abgewiesen worden. Daraufhin habe Roman sie verfolgt und die Männer, mit denen sie Affären hatte, gefilmt. Er habe Billy Loomis Aufnahmen seines Vaters mit Maureen gezeigt, was die Mordserie in Woodsboro auslöste. Als er erfuhr, welchen Ruhm Sidney durch diese Ereignisse erlangt hatte, verlor Roman die Beherrschung und lockte sie aus ihrem Versteck, um sie zu töten und ihr die Morde anzuhängen. Nachdem Roman den gefesselten Milton enthüllt und ihm die Kehle durchgeschnitten hat, bezeichnet Sidney seine Erklärung wütend als bloßen Ablenkungsversuch, um seine egoistischen Motive zu verschleiern. Roman erleidet einen Nervenzusammenbruch und greift Sidney an. Nach einem erbitterten Kampf gelingt es Sidney schließlich, Roman zu überlisten und ihn mit einem Messer zu erstechen. Als Dewey und Gale eintreffen, erhebt sich Roman und versucht erneut anzugreifen, wird aber schließlich von Dewey mit einem Kopfschuss getötet.
Später in Sidneys Haus macht Dewey Gale einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Sidney kommt von einem Spaziergang zurück und lässt ihr zuvor mit einer Alarmanlage gesichertes Gartentor offen. Als sie sich zu Gale, Dewey und Kincaid gesellt, um einen Film anzusehen, weht ein Windstoß ihre Haustür auf, doch sie ignoriert es.
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronfassung entstand bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron in München unter dem Dialogbuch von Horst Geisler, welcher ebenfalls die Dialogregie verantwortete.[2]
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Sidney Prescott | Neve Campbell | Veronika Neugebauer |
| Gale Weathers | Courteney Cox | Madeleine Stolze |
| Deputy Dwight „Dewey“ Riley | David Arquette | Frank Röth |
| Jennifer Jolie | Parker Posey | Carin C. Tietze |
| Detective Mark Kincaid | Patrick Dempsey | Crock Krumbiegel |
| Roman Bridger | Scott Foley | Christian Weygand |
| Sarah Darling | Jenny McCarthy | Irina Wanka |
| Cotton Weary | Liev Schreiber | Marco Kröger |
| Steven Stone | Patrick Warburton | Dirk Galuba |
| Angelina Tyler | Emily Mortimer | Julia Haacke |
| John Milton | Lance Henriksen | Joachim Höppner |
| Tyson Fox | Deon Richmond | Markus Fennert |
| Christine Hamilton | Kelly Rutherford | Kathrin Simon |
| Tom Prinze | Matt Keeslar | Dominik Auer |
| Randy Meeks | Jamie Kennedy | Alexander Brem |
| Martha Meeks | Heather Matarazzo | Shandra Schadt |
| Jay | Jason Mewes | Simon Jäger |
| Silent Bob | Kevin Smith | – |
| Bianca Burnette | Carrie Fisher | Lis Kertelge |
| Stimme von Ghostface | Roger L. Jackson | Kai Taschner |
Trivia
- Wie in den ersten beiden Teilen fängt auch der dritte Teil mit einem Mord an. Nach Drew Barrymore in Scream – Schrei! und Jada Pinkett Smith in Scream 2 darf in Scream 3 Liev Schreiber in der Rolle des Cotton Weary das Zeitliche segnen. Das Besondere hierbei ist, dass die Rolle in den ersten beiden Filmen aufgebaut wurde, um nun hier ihr Ende zu finden.
- Der Schauspieler Jamie Kennedy hat im dritten Teil einen Kurzauftritt, in dem er – wie auch in den beiden Vorgängern – „Filmregeln“ (hier die Regeln für eine Trilogie) für die Situation zum Besten gibt, obwohl sein Charakter Randy Meeks im zweiten Teil getötet wurde. Dies wird dadurch umgangen, dass er nur auf einem Videofilm zu sehen ist. Das Videoband trägt die Aufschrift Scary Movies 101, zu Deutsch etwa „Grundlagen des Horror-Films“ (die Kursnummer 101 bezeichnet im US-amerikanischen Bildungssystem die einführenden Veranstaltungen).
- In Scream 3 taucht eine Reihe von Gaststars auf, darunter Carrie Fisher in der Rolle der Bianca, einer im Keller sitzenden Archiv-Leiterin der Filmproduktionsfirma, Roger Corman, und das Duo Jay und Silent Bob, gespielt von Jason Mewes und Kevin Smith.
- Es wurden drei verschiedene Enden gedreht. Nicht einmal die Schauspieler wussten bei den Dreharbeiten, welches Ende in den Film übernommen wird.
- Bei Kosten von 40 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit über 160 Millionen US-Dollar ein.[3]
- In 10 Tagen hatte der Film allein in Deutschland 1 Million Kinobesucher.[3]
- In der Szene, in der Sidney das Set ihres Zimmers betritt, hängt an der Wand ein Poster der Band Creed, auf dem neben der Band selbst das Cover des Albums Human Clay abgebildet ist. Dieses ist erst im Jahr 2000, zum Zeitpunkt des Drehs, erschienen, die Handlung spielt aber früher.
- Der Song What if der Rockband Creed, dessen Musikvideo inhaltlich mit der Scream-Reihe zusammenhängt, ist in der Anfangssequenz zu hören.
Kritik
„Der in den Gewaltszenen gegenüber den Vorgängern etwas zurückgenommene Film kopiert lediglich die sattsam bekannten Versatzstücke und versteht es in seiner Einfallslosigkeit nicht, Spannung oder grimmigen Humor aufzubauen. Was bleibt, ist eine für das Genre geradezu "tödliche" Langeweile.“
Auszeichnungen
- 2000 wurde der Film mit dem Bogey Award ausgezeichnet.
- Courteney Cox und David Arquette erhielten im Jahr 2000 einen Teen Choice Award in der Kategorie Film – Choice Chemistry.
- 2001 wurde David Arquette mit dem Blockbuster Entertainment Award in der Kategorie Favorite Actor – Horror ausgezeichnet.
Fortsetzungen
Am 5. Mai 2011 erschien der vierte Teil der Reihe in Deutschland im Kino. Wes Craven führte wieder die Regie. Neben den Hauptdarstellern aus den vorherigen Teilen (Neve Campbell, David Arquette und Courteney Cox) haben u. a. auch Emma Roberts und Hayden Panettiere eine Rolle. Mit Scream wurde im Januar 2022 der fünfte Teil der Reihe veröffentlicht. Im Jahr darauf folgte Scream VI, 2026 wurde Scream 7 veröffentlicht.
Seit Ende Juni 2015 wird die Fernsehserie Scream in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt.
Literatur
- Sascha Westphal, Christian Lukas: Die Scream Trilogie und die Geschichte des Teen-Horrorfilms. Heyne, München 2000, ISBN 3-453-18124-7.
Weblinks
- Scream 3 bei IMDb
- Scream 3 bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Scream 3 bei Metacritic (englisch)
- Scream 3 in der Online-Filmdatenbank
- Scream 3 in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
- ↑ Alterskennzeichnung für Scream 3. Jugendmedienkommission.
- ↑ Scream 3. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 20. Juni 2022.
- ↑ a b Box office / business auf imdb.com, 8. Mai 2011
- ↑ Scream 3. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
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