Schloss Zeil

Pfarrkirche St. Maria
Schloss Zeil
Eingangstor
Schloss Zeil von Leutkirch aus gesehen, 2005
Moränenlandschaft um Schloss Zeil

Schloss Zeil ist die Residenz der Nachfahren der Fürsten von Waldburg-Zeil in Leutkirch im Allgäu.

Der 752 m hoch gelegene Standort des Schlosses auf einer eiszeitlichen Endmoräne war schon in der Hallstattzeit besiedelt. Im Mittelalter wurde durch die Truchsessen von Waldburg eine kleine Burg errichtet, die 1598 abgebrochen wurde. Unter Truchsess Froben von Waldburg-Zeil wurde von 1599 bis 1614 das heutige vierflügelige Schloss im Stil der Renaissance errichtet. Schon vorher hatte er eine Kirche und ein Hauskloster errichten lassen. Die umgebende Gartenanlage der Renaissancezeit wurde im Barock, im 19. Jahrhundert und im 20. Jahrhundert dem Geschmack der jeweiligen Zeit angepasst, seit den 1930er Jahren jedoch wieder im Sinne der Renaissance verändert.

Im Innenhof des Schlosses befindet sich ein in den Jahren 1982 bis 1989 von Maximilian Rueß geschaffener Brunnen.

Das als Privatwohnung der Familie und durch die Liegenschaftsverwaltung genutzte Schloss kann nicht besichtigt werden. Der Park und die Aussichtsterrasse sind jedoch ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Großteil des Schlosses wird als einzelne Wohneinheiten vermietet.

Teil der Schlossanlage ist die Pfarrkirche St. Maria (Mariä Himmelfahrt). Schloss Zeil ist auch ein amtlich benannter Gemeindeteil der Stadt Leutkirch im Allgäu.

Die kleine Josefskapelle im Wald nordöstlich des Schlosses wurde 1858 aus Holz errichtet.

Literatur

  • Hans Ulrich Rudolf (Hrsg.), Berthold Büchele, Ursula Rückgauer: Stätten der Herrschaft und Macht – Burgen und Schlösser im Landkreis Ravensburg. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2013, ISBN 978-3-7995-0508-6, S. 308–313.

Weblinks

 Commons: Schloss Zeil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 51′ 58″ N, 9° 59′ 39″ O

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Das „redende" Wappen bezieht sich auf die Martinskirche, die als kirchliches Zentrum des Nibelgaues eine „Leutkirche" (Pfarrkirche) gewesen ist. Die von ihr ausgegangene Bezeichnung ist schon seit 843 als Name der ganzen Siedlung bezeugt. Die Wappenfiguren der Kirche und des auf die ehemalige Reichsstadt hinweisenden Adlers sind unter allerlei stilistischen Wandlungen im wesentlichen seit dem frühesten bekannten Siegelabdruck von 1382 vorherrschend geblieben. Nach der Mediatisierung der Stadt musste der Adler im 19. Jahrhundert allerdings zeitweilig den württembergischen Hirschstangen weichen, die im gespaltenen Schild links von der Kirche dargestellt wurden. Die Flaggenfarben sind vermutlich vom Stadtwappen abgeleitet. Sie mögen aber auch von der 1832 geweihten Fahne der Bürgergarde beeinflusst worden sein, auf der diese Farben vorherrschten.
Schloss Zeil, die Pfarrkirche Sankt Maria foto3 2014-07-28 10.27.jpg
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Schloss Zeil, die Pfarrkirche Sankt Maria
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Schloss Zeil bei Leutkirch
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Schotterebenen- und Moränenlandschaft der Würm-Eiszeit im Westallgäu. Links im Bild auf dem Moränenhügel liegt Schloss Zeil
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Eingangstor von Schloss Zeil bei Leutkirch
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Schloss Zeil, Leutkirch im Allgäu