Schkopau

WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:51° 23′ N, 11° 58′ O
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Landkreis:Saalekreis
Höhe:98 m ü. NHN
Fläche:99,72 km²
Einwohner:10.815 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:108 Einwohner je km²
Postleitzahl:06258
Vorwahlen:0345 (Burgliebenau, Döllnitz, Hohenweiden, Lochau), 03461 (Knapendorf, Korbetha, Luppenau, Schkopau), 034204 (Ermlitz), 034605 (Raßnitz, Röglitz), 034639 (Wallendorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen:SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel:15 0 88 330
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 18
06258 Schkopau
Website:www.gemeinde-schkopau.de
Bürgermeister:Torsten Ringling
Lage der Gemeinde Schkopau im Saalekreis
KarteSachsenThüringenBurgenlandkreisHalle (Saale)Landkreis Anhalt-BitterfeldLandkreis Mansfeld-SüdharzSalzlandkreisBad DürrenbergBad LauchstädtBarnstädtBraunsbedraFarnstädtKabelsketalLandsberg (Saalekreis)LeunaWettin-LöbejünMerseburgMücheln (Geiseltal)Nemsdorf-GöhrendorfObhausenPetersberg (Saalekreis)QuerfurtSalzatalSchkopauSchraplauSteigraTeutschenthal
Karte

Schkopau ist eine Einheitsgemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Der namensgebende Ortsteil Schkopau liegt rund 6 km nördlich von Merseburg und 11 km südlich von Halle (Saale). Die längste Eisenbahnbrücke Europas, die Saale-Elster-Talbrücke, verläuft über das Territorium Schkopaus.

Geographie

Lage

Im Norden grenzen Halle und Kabelsketal an Schkopau, im Osten Schkeuditz im Landkreis Nordsachsen, im Süden Leuna und Merseburg sowie Bad Lauchstädt und Teutschenthal im Westen.

Die Saale und ihre rechten Nebenflüsse Weiße Elster und Luppe bilden die Saale-Elster-Aue, die einen Teil der Gemeinde einnimmt.

Gemeindegliederung

Kirche in Kollenbey
OrtschaftEinwohner
Dez. 2021[2]
Ortsteile
Burgliebenau420Burgliebenau
Döllnitz1170Döllnitz
Ermlitz1695Ermlitz, Oberthau und Rübsen
Hohenweiden788Hohenweiden, Neukirchen, Rattmannsdorf, Rockendorf und Röpzig
Knapendorf459Bündorf, Dörstewitz und Knapendorf
Korbetha256Korbetha
Lochau1141Lochau und Wesenitz
Luppenau478Löpitz, Lössen und Tragarth
Raßnitz1226Pritschöna, Raßnitz und Weßmar
Röglitz280Röglitz
Schkopau2674Kollenbey, Schkopau
Wallendorf (Luppe)719Pretzsch, Wallendorf und Wegwitz

Die Ortschaften von Schkopau (anklickbare Karte):

BurgliebenauWallendorfDöllnitzErmlitzHohenweidenKnapendorfKorbethaLochauLuppenauRaßnitzRöglitzSchkopau

Geschichte

Kirche in Schkopau
Schloss

Die Gegend um Schkopau war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Im Ortsteil Raßnitz wurde während der frühen Bronzezeit um 1800 v. Chr. von Angehörigen der Aunjetitzer Kultur der Bornhöck errichtet. Mit 65 m Durchmesser war er bis zu seiner Zerstörung im 19. Jahrhundert einer der größten Grabhügel Mitteleuropas.

Mittelalter und Frühe Neuzeit

Vermutlich bestand an der Stelle der im Jahre 1215 erstmals erwähnten Burg Schkopau schon im neunten Jahrhundert eine karolingische Befestigung. Erstmals erwähnt wird der Ort Schkopau im Jahre 1177. Eine Urkunde, die am 4. Oktober 1177 in Merseburg ausgestellt wurde, erwähnt einen Albert von Schapowe als Zeugen.[3] Die älteste belegte Namensform von Burg und Stadt lautet Scapowe. Um 1470 erwarb der Merseburger Bischof Thilo von Trotha die Schkopauer Burg und belehnte seinen Bruder Klaus von Trotha mit ihr.[4] Daraus entstand später das heutige Schloss als Wohnsitz der Familie von Trotha.

Schkopau gehörte bis 1815 zum hochstiftlich-merseburgischen Amt Merseburg, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[5] Das Neorenaissance-Schloss, das heute als Hotel genutzt wird, besitzt einen Bergfried aus dem 16. Jahrhundert. 1732 bis 1734 wurde die Dorfkirche Schkopau errichtet.

19. und 20. Jahrhundert

Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort im Jahr 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Merseburg[6] im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte. Bei der Kreisreform in der DDR kam der Ort im Jahr 1952 zum Kreis Merseburg im Bezirk Halle, der 1994 zum Landkreis Merseburg-Querfurt und 2007 zum Saalekreis kam.

Durch die Gründung der Buna-Werke GmbH Schkopau 1936/1937 wurde die Region wirtschaftlich stark beeinflusst. Es war das weltweit erste Synthesekautschuk-Werk und stellte eine Palette weiterer chemischer Produkte her. Während des Zweiten Weltkrieges hatten die Buna-Werke einen hohen Anteil ausländischer Arbeitskräfte, darunter Kriegsgefangene. In Schkopau befand sich auch ein Arbeitserziehungslager. Die Buna-Werke wurden im Juli und besonders im November 1944 von der US-Luftwaffe bombardiert. Nach entsprechenden Produktionsausfällen erfolgte danach der teilweise Wiederaufbau. Die Stadt Schkopau war von den Angriffen auf das benachbarte Werk mit betroffen. In Schkopau und der Region bis zum Kollenbeyer Holz detonierten 82 Sprengbomben. Der Bevölkerung war die Mitnutzung eines der Luftschutzbunker im Werk gestattet.

Am 14. April 1945 wurden die Stadt und die Buna-Werke von US-Truppen besetzt, die Anfang Juli durch Rote Armee abgelöst wurden.

Im Zuge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa siedelten sich auch Katholiken in Schkopau an, so dass die katholische St.-Anna-Kirche eingerichtet wurde. Sie entstand in einer Baracke des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes, wurde am 22. August 1948 eingeweiht und nach der heiligen Anna benannt. Am 22. November 2015 erfolgte ihre Profanierung.[7]

In der DDR waren die Bunawerke Zentrum der Chlorchemie mit Carbidherstellung. Carbid diente zur Herstellung von Ethin (Acetylen), aus dem mittels Reppe-Chemie (als Alternative zur Petrochemie) eine Vielzahl von chemischen Produkten (z. B. PVC) gewonnen wurde. Die Werkseinrichtungen wurden nach der Wiedervereinigung maßgeblich von der Firma Dow Chemical Company übernommen.

Von 1952 bis 1994 lag Schkopau im Kreis Merseburg (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, dann im Land Sachsen-Anhalt). Nach der Kreisreform 1994 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Merseburg-Querfurt, seit der Kreisreform 2007 ist sie Teil des Saalekreises.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Luppenau wurde am 1. Juli 1950 gebildet. Weitere Eingemeindungen fanden zum gleichen Zeitpunkt auf dem Gebiet der jetzigen Gemeinde Schkopau statt.[8] Am 1. August 2004 wurden insgesamt acht Gemeinden eingegliedert.[9] Drei von ihnen (Döllnitz, Hohenweiden und Lochau) wechselten vom Saalkreis in den Landkreis Merseburg-Querfurt. Am 1. Januar 2005 kamen die Gemeinden Knapendorf und Luppenau hinzu.[10] Damit hörte am 1. Januar 2005 die bisherige Verwaltungsgemeinschaft Saale-Elster-Aue auf zu bestehen. Am 1. Januar 2010 wurde Wallendorf (Luppe) aus der Verwaltungsgemeinschaft Leuna-Kötzschau nach Schkopau eingemeindet.[11]

Ehemalige GemeindeDatumAnmerkung
Bündorf01.07.1950Eingemeindung nach Knapendorf
Burgliebenau01.08.2004
Döllnitz01.08.2004
Dörstewitz01.07.1950Eingemeindung nach Knapendorf
Ermlitz01.08.2004
Hohenweiden01.08.2004
Knapendorf01.01.2005
Kollenbey01.07.1950
Korbetha01.08.2004
Lochau01.08.2004
Löpitz01.07.1950Zusammenschluss mit Lössen und Tragarth zu Luppenau
Lössen01.07.1950Zusammenschluss mit Löpitz und Tragarth zu Luppenau
Luppenau01.01.2005
Neukirchen01.07.1950Eingemeindung nach Hohenweiden
Oberthau01.07.1950Eingemeindung nach Ermlitz
Pretzsch01.04.1937Eingemeindung nach Wallendorf
Pritschöna01.07.1950Eingemeindung nach Raßnitz
Raßnitz01.08.2004
Rattmannsdorf01.07.1950Eingemeindung nach Hohenweiden
Rockendorf01.07.1950Eingemeindung nach Hohenweiden
Röglitz01.08.2004
Röpzig01.07.1950Eingemeindung nach Hohenweiden
Tragarth01.07.1950Zusammenschluss mit Löpitz und Lössen zu Luppenau
Wallendorf (Luppe)01.01.2010
Wegwitz01.04.1937Eingemeindung nach Wallendorf
Wesenitz01.08.1938Eingemeindung nach Lochau
Weßmar01.07.1950Eingemeindung nach Raßnitz

Bevölkerung

JahrEinwohner
199003.349
200511.077
201011.458
201510.935
202010.986
JahrEinwohner
202110.937
202210.922
202310.860
202410.815

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)[12], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 1990 und 2005 ist auf Eingemeindungen zurückzuführen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Schkopau besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister.[13] Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 69,2 % zu folgendem Ergebnis:[14]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[15]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
AfD16,1 %429,6 %4
CDU25,7 %728,3 %8
SPD16,7 %517,7 %5
Kultur- und Traditionsverein der Freiwilligen Feuerwehr Schkopau (KFFS)03,7 %105,8 %2
PRO Döllnitz06,1 %205,5 %1
Bündnis 90/Die Grünen05,8 %203,5 %1
Initiative pro Bürger (IpB)06,1 %203,3 %1
FDP05,6 %103,0 %1
Einzelbewerberin Karin Würden02,2 %1
Einzelbewerber Dieter Pillert01,1 %01,1 %
Die Linke10,6 %3
Einzelbewerber Hans Pomian02,5 %1
Insgesamt100 %28100 %24

Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD acht Sitze, von denen vier unbesetzt bleiben, weil die Partei nur vier Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister

  • 2012–2019: Andrej Haufe (CDU)
  • seit 2019: Torsten Ringling (parteilos)

Am 9. Oktober 2011 wählten erstmals alle Ortsteile der Einheitsgemeinde Schkopau einen neuen Bürgermeister. Haufe wurde in der Stichwahl mit 54,1 % der gültigen Stimmen gewählt.[16]

Ringling wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 28. Oktober 2018 mit 73,4 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt. Er trat sein Amt am 1. Februar 2019 an.[17] Bei der Bürgermeisterwahl am 28. September 2025 wurde er mit 77,5 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.[18] Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.[19]

Wappen, Flagge und Dienstsiegel

§ 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Schkopau vom 30. April 2010 führt weder Wappen noch Flagge, sondern nur das Dienstsiegel mit der Umschrift „Gemeinde Schkopau“.[20]

Am 2. September 2025 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Schkopau die Beantragung der Genehmigung des Wappens beim Landkreis Saalekreis mit folgender Blasonierung:

„In Grün ein silberner Retortenkolben mit nach vorn wehender geschwungener silberner Rauchfahne allseits begleitet von 12 goldenen Eichenblättern.“[21]

In derselben Sitzung beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Schkopau die Beantragung der Genehmigung der Flagge beim Landkreis Saalekreis mit folgender Flaggenbeschreibung:

„Die Flagge der Einheitsgemeinde Schkopau ist weiß-grün (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt, das (nur bei der Flagge) zusätzlich eine weiße Außenkontur hat.“[22]

Wappen und Flagge gestaltet vom Heraldiker Jörg Mantzsch aus Magdeburg; die Genehmigung durch den Landkreis Saalekreis steht noch aus.

Die bisherige Gemeinde Schkopau führte ein 1997 genehmigtes Wappen.

Seit 2011 führt die Gemeinde Schkopau zwei Logos. Die Elemente der Logos stellen einen Bezug zu prägnanten Punkten der Gemeinde dar. Zum einen sind dies die Hauptfarben der in den Ortsteilen existierenden Wappen. Wenn man diese betrachtet, stellt man die drei dominierenden Farben Blau, Grün und Gold fest, welche als Grundlage für das Logo dienten. Auf der Suche nach einem Symbol, welches die Vergangenheit und Zukunft charakterisiert, wurde der „Buna-Kolben“ (Plaste und Elaste aus Schkopau) in moderner Form genutzt, da die Wirtschaft die Basis für die Entwicklung von Schkopau darstellt.[23]

Sehenswürdigkeiten

Friedensdenkmal

Gedenkstätten

  • Grabstätten auf dem Friedhof des Ortsteiles Burgliebenau für vier polnische und sowjetische Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Grabstätte auf dem Neuen Friedhof für 45 Frauen, Kinder und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in den Buna-Werken Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für 29 Opfer von Zwangsarbeit aus verschiedenen Nationen
Saale-Elster-Talbrücke über dem Rattmannsdorfer See

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Kraftwerk von Uniper Kraftwerke GmbH
Brücke der B 91 und der Straßenbahn über die Saale

Bekannt ist Schkopau vor allem durch den ehemaligen VEB Chemische Werke Buna. So trug zu Zeiten der DDR ein Turm an der Elbebrücke bei Vockerode der Transitautobahn Berlin-Hof die großformatige Leuchtwerbung Plaste und Elaste aus Schkopau (geschaffen von Siegfried Berthmann), die sich heute im Deutschen Historischen Museum in Berlin befindet. Der hiesige Chemiepark wurde nach der Wende von Dow Chemical übernommen. Die Trinseo [früher: Styron Deutschland GmbH (aus Dow Chemical ausgegliedert)] produziert in Schkopau synthetischen Kautschuk (Kaltpolymerisate) und vermarktet diesen unter dem Markennamen Buna SB. Der Sitz der Mitteldeutschen Eisenbahn (MEG) ist ebenfalls in Schkopau.

In Schkopau befindet sich heute zudem das Braunkohlekraftwerk Kraftwerk Schkopau, ehemals von der Uniper Kraftwerke GmbH betrieben.

Brücke der Bahn Halle-Bebra über die Steinlache bei Kollenbey

Verkehr

Der Bahnhof Schkopau liegt an der 1846 eröffneten Bahnstrecke Halle–Bebra. Die Regionalbahnen der Linie RB25 Halle–Saalfeld(Saale) halten pro Richtung stündlich in Schkopau. Seit Dezember 2015 fährt der Betreiber Abellio mit barrierefreien Fahrzeugen des Typs Talent 2. Die drei Bahnsteige des Bahnhofs wurden 2017 neu gebaut und für einen ebenen Einstieg erhöht. Mit der Errichtung von Aufzügen soll auch der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen ab 2018 stufenlos erreichbar sein.[24] Im Chemiepark Buna befindet sich an der Bahnstrecke Merseburg–Schafstädt mit Buna Werke ein weiterer Haltepunkt, welcher aber nicht mehr im Regelverkehr bedient wird.

Die Gemeinde Schkopau liegt an der B 91 (Halle (Saale)–Merseburg–Weißenfels–Zeitz).

Neben der Bedienung durch einige Buslinien wird Schkopau zudem von der Straßenbahnlinie 5 der HAVAG (Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg) angefahren.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

  • Johann Christoph von Natzmer (1691–1743), königlich-polnischer und kursächsischer Generalmajor sowie designierter Kommandant des Hamburger Stadtmilitärs
  • Wolf Heinrich Ernst von Natzmer (1698–1770), sachsen-weißenfelsischer Amtshauptmann und Rittergutsbesitzer
  • Christian Friedrich Schmidt (1741–1778), Philosoph und lutherischer Theologe, geboren in Röglitz
  • Ernst Ludwig Herrfurth (1830–1900), preußischer Staatsmann, geboren in Oberthau
  • Max Claus (1856–1937), Militärmusiker
  • Hermann Gocht (1869–1938), Röntgenologe, Orthopäde und Hochschullehrer
  • Thilo von Trotha (1882–1969), DNVP-Reichstagsabgeordneter, Besitzer des Rittergutes Schkopau
  • Ingrid Sitte (* 1942), Gebrauchsgrafikerin
  • Rainhard Lukowitz (* 1950), FDP-Politiker
  • Jochen Habekuß (* 1950), Fußballtorwart
  • Peter Englisch (* 1962), Fußballspieler
  • Silvia Madetzky (* 1962), Leichtathletin

Personen, die mit Schkopau in Verbindung stehen

  • Albert Fraustadt (1808–1883), evangelischer Pfarrer und Autor in Bündorf
  • Paul Juckoff (1874–1936), Bildhauer, lebte in Schkopau
  • Kurt Biedenkopf (1930–2021), Politiker, verbrachte mehrere Jahre seiner Kindheit (1938 bis 1945) in Schkopau

Trivia

  • Der Werbetext Plaste und Elaste aus Schkopau, der auch an einer Brücke über die Transitstrecke von Rudolphstein nach West-Berlin zu lesen war, symbolisierte die Feinheiten abweichender Begriffswahl in der ehemaligen DDR im Vergleich zum damaligen westdeutschen Sprachgebrauch, in dem z. B. statt Plaste und Elaste die Begriffe Plastik oder alternativ Kunststoff üblich waren.
Commons: Schkopau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2024 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Ortteile. In: Webauftritt. Gemeinde Schkopau, abgerufen im Oktober 2025.
  3. Internetseite der Gemeinde Schkopau
  4. Markus Cottin: Thilo von Trotha als weltlicher Landesherr - Aspekte seiner Wirtschaftspolitik. In: Enno Bünz, Markus Cottin (Hrsg.): Bischof Thilo von Trotha (1466–1514). Merseburg und seine Nachbarbistümer im Kontext des ausgehenden Mittelalters (= Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde). Band 64. Leipzig 2020, ISBN 978-3-96023-349-7, S. 202.
  5. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.
  6. Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2024; abgerufen am 7. August 2025.
  7. Kirchen der katholischen Pfarrei St. Norbert Merseburg, abgerufen am 6. August 2018.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  10. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
  11. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  12. Bevölkerung der Gemeinden. In: statistik.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 17. Juli 2025.
  13. Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 37
  14. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  15. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  16. Beschluss. In: Amtsblatt der Gemeinde Schkopau. 9. November 2011, S. 4, abgerufen am 18. Juli 2025.
  17. Bürgermeisterwahl: Schkopau will Veränderung: Neuling Ringling setzt sich gegen Amtsinhaber Haufe durch. In: Mitteldeutsche Zeitung. 29. Oktober 2018, abgerufen am 18. Juli 2025.
  18. Torsten Ringling bleibt Amtsinhaber - Wie deutlich sein Vorsprung ist. In: Mitteldeutsche Zeitung. 28. September 2025, abgerufen am 29. September 2025.
  19. Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61
  20. Hauptsatzung der Gemeinde Schkopau vom 30.04.2010. In: Amtsblatt der Gemeinde Schkopau 09/2010 vom 04.05.2010. (PDF) Gemeinde Schkopau, S. 1–7, abgerufen am 7. August 2025.
  21. Sitzung: 02.09.2025 Gemeinderat, TOP Ö 12: Wappen für die Gemeinde Schkopau. Gemeinde Schkopau, abgerufen am 9. November 2025.
  22. Sitzung: 02.09.2025 Gemeinderat, TOP Ö 13: Flagge für die Gemeinde Schkopau. Gemeinde Schkopau, abgerufen am 9. November 2025.
  23. Logos der Gemeinde Schkopau
  24. Bahnhofsprogramm Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 7. November 2017.

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Blick vom Bergfried auf den Schlosshof

Dienstsiegel GEMEINDE SCHKOPAU 1 laut Hauptsatzung 2010.png
Dienstsiegel der Gemeinde Schkopau, Saalekreis, Sachsen-Anhalt; mit der Umschrift oben „Gemeinde Schkopau“, unten die Unterscheidungsnummer „1“. Das Dienstsiegel enthält kein Siegelbild. Abschlag auf der Hauptsatzung 2010 der Gemeinde Schkopau.
Schkopau in SK.svg
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Deutsch (de): Lagekarte von Schkopau, Saalekreis, Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Schkopau, the Lutheran church.jpg
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Schkopau, die evangelische Kirche
Wappen Schkopau bis 2004.png
Wappen der ehemaligen Gemeinde Schkopau von 1997 bis 2004. Am 1. August 2004 schlossen sich die bisherigen Gemeinden Burgliebenau, Döllnitz, Ermlitz, Hohenweiden, Knapendorf, Korbetha, Lochau, Raßnitz und Schkopau zur neugebildeten Einheitsgemeinde Schkopau zusammen. Diese führte zunächst weder Wappen noch Flagge, sondern nur das Dienstsiegel mit der Umschrift „Gemeinde Schkopau“. Erst am 2. September 2025 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Schkopau die Beantragung der Genehmigung eines Wappens und einer Flagge beim Landkreis Saalekreis. Die Genehmigung steht noch aus.
Wappen Saalekreis.svg
Wappen des Saalekreises, Sachsen-Anhalt.
Blasonierung
„Geviert; Feld 1: geteilt von Rot über Silber, Feld 2: in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe, Feld 3: in Gold ein schwarzes Kreuz, Feld 4: siebenmal geteilt von Silber über Rot.“ Die Farben des Landkreises sind Rot-Weiß.
Gestaltet vom Heraldiker Jörg Mantzsch aus Magdeburg, genehmigt durch das Ministerium des Innern des Landes Sachsen-Anhalt am 8. August 2007:
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Kirche in Schkopau OT Kollenbey
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Logo der Gemeinde Schkopau
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Ersatzwappen für Formatvorlage und Stadtartikel mit fehlendem Wappen. – Nähere Informationen, wie du das richtige Wappen deiner Stadt/Gemeinde einbinden kannst, findest du unter Wikipedia:Wappen.
Bruecke-Rathmannsdorf.jpg
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Saale-Elster-Talbrücke im Rattmannsdorfer See
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Friedensdenkmal in Schkopau
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Die Stadtteile von Schkopau
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Brücke der B91 und der Straßenbahn über die Saale bei Schkopau
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Braunkohlekraftwerk Schkopau der E.ON AG
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Bahnbrücke über die Steinlache, einem Nebenfluss der Weißen Elster, bei Kollenbey (Gemeinde Schkopau)
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