Schermauer Graben

Schermauer Graben

Der Schermauer Graben parallel westlich zur Staatsstraße 2111, flussaufwärts gesehen, Blickrichtung Schermau, entlang der Kreisstraße DGF 9, neben der hier das Gewässer fließt (März 2019, vor Beginn der Renaturierungsarbeiten). Unten im Bild verschwindet das Gewässer in einem kleinen Durchlass und unterquert in diesem die Staatsstraße 2111, um nach weiteren knapp 200 Metern in den Asenbach zu münden.

Daten
GewässerkennzahlDE: 167584
LageBayern
Landkreis Dingolfing-Landau
Stadt Dingolfing
Gemarkung Frauenbiburg
FlusssystemDonau
Abfluss überAsenbach → Isar → Donau → Schwarzes Meer
Quelleim Weiler Mietzing
48° 35′ 5″ N, 12° 27′ 57″ O
Quellhöhe443 m ü. NHN[1]
Mündungin den Asenbach im Weiler UnterbubachKoordinaten: 48° 36′ 2″ N, 12° 29′ 23″ O
48° 36′ 2″ N, 12° 29′ 23″ O
Mündungshöhe400 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied43 m
Sohlgefälle14 ‰
Länge3 km[3]
Einzugsgebiet3,49 km²[3]
KleinstädteDingolfing

Der Schermauer Graben, im Bild von oben rechts kommend, mündet in den Asenbach, der sich weiter unten (im Bildvordergrund) etwas weitet (flussaufwärts gesehen)

Der Schermauer Graben ist ein linker Nebenlauf des Asenbachs in Dingolfing, Niederbayern, und neben den beiden Quellbächen des Asenbachs der einzige. Er hat seinen Ursprung im Weiler Mietzing, fließt von dort in nordöstliche Richtung, und mündet 1090 Meter unterhalb (nördlich) des Zusammenflusses der beiden Quellbäche Holzhauser Graben und Aubach im Weiler Unterbubach in den Asenbach. Er ist benannt nach dem Dingolfinger Ortsteil Schermau, den er durchfließt.

Das Gewässer ist auf der amtlichen Karte nicht namentlich bezeichnet. Ebenso steht der Name nicht im Gewässerverzeichnis, sondern nur seine Gewässerkennzahl 167584. Laut diesem Gewässerverzeichnis ist der Schermauer Graben 2,98 Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 349 Hektar.[3] Dagegen ist der Name des Gewässers auf einer Karte des Ortsgruppe Dingolfing des Bund Naturschutz ergänzt.[4]

Im April 2019 startet die Stadt Dingolfing eine Maßnahme zur Renaturierung des Schermauer Grabens. Die Baumaßnahme soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein, die Kosten betragen rund 200.000 Euro.[5]

Historische Karte von Apian

Auf der Karte von Philipp Apian (1568) liegt Biburg (Frauenbiburg) zwischen den eingezeichneten Quellbächen des Asenbachs. Damit muss es sich beim linken Quellbach um den Schermauer Graben und nicht um den eigentlichen Quellbach Holzhauser Graben handeln.

Einzelnachweise

  1. BayernAtlas TK 25 (Rechtsklick auf Quelle)
  2. BayernAtlas Luftbild-Parzellarkarte (Rechtsklick auf Mündung)
  3. a b c Landesamt für Umwelt: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern, Flussgebiet Isar
  4. Neophyten-Projekt „Asenbach“, Abschlußstatus der Ortsgruppe Dingolfing (Bachpate Asenbach) (2007, S. 5)
  5. Renaturierung des Schermauer Grabens. In: Schaukasten, Bürgermagazin der Stadt Dingolfing, März 2019, S. 3

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Schermauer Graben von St 2111.jpg
Autor/Urheber: Ratzer, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Der Schermauer Graben westlich der und parallel zur Staatsstraße 2111, Dingolfing, flussaufwärts fotografiert. Im Vordergrund, unten im Bild verschwindet das Gewässer in einem kleinen Durchlass und unterquert in diesem die Staatsstraße 2111, um nach weiteren knapp 200 Metern in den Asenbach zu münden.
Schermauer Graben Mündung in Asenbach-1.jpg
Autor/Urheber: Ratzer, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Mündung des Schermauer Grabens (rechts oben) in den Asenbach beim Weiler Unterbubach, Dingolfing (kommt von links oben, weitet sich im Vordergrund, unten im Bild), flussaufwärts fotografiert