Schaetzel

Wappen derer von Schaetzel.
Wappen derer von Schaetzel.

Schaetzel (auch Schaetzell oder Schätzel) ist

I.) ein in Pommern und in Brandenburg begütertes Adelsgeschlecht, welches später auch in Westpreußen zu finden war.[1][2]

II.) ein altes, in Ostpreußen reich begütert gewesenes Adelsgeschlecht, welches vermutlich mit dem Deutschen Orden nach Preußen gekommen ist und seinen Ursprung nach ihren Angaben in Bayern hat.

Herkunft

I.) Urkundlich waren die von Schaetzel 1740 zu Verbitz, (heute Ferbitz) ein Dorf mit Rittergut zu damaliger Zeit 1½ Meilen nordwestlich von Potsdam im Osthavelland gelegen. Im Jahre 1772 war die Familie zu Kantow bei Ruppin und zu Döberitz im Ost-Havelland, ab 1770 zu Naulin bei Pyritz[3] und zu Pitzervitz bei Soldin zu finden.

Im Land Lebus sind sie 1777 zu Petersdorf bei Briesen ansässig, anderen Quellen nach bereits 1771[4], als der Gutsbesitz von Georg Christian Friedrich von Strantz erworben wurde. Im Jahre 1804 zu Mellenthin bei Soldin, 1805 in Westpreußen zu Klausdorf (heute Kłębowiec) im Landkreis Deutsch Krone und noch bis 1837 zu Naulin.[5]

II.) Die von Schaetzel waren urkundlich noch 1702 zu Groß Rosinsko bei Goldapp, 1724 zu Bredienen bei Sensburg, 1727 zu Maratken und waren 1752 zu Rakowen im Kreis Johannsburg zu finden. Ab 1805 in Westpreußen zu Klausdorf (heute Kłębowiec) im Landkreis Deutsch Krone begütert. Zu dieser Familie gehörte der am 28. April 1803 verstorbene königlich preußische Generalmajor Fabian von Schätzel.

In den Adelsbeschreibungen unterscheidet man die gleichnamigen Geschlechter nicht genau.[9][10]

Wappen

I.) Ein auf schwarzem Grund befindlicher geflügelter Greif, es gibt auch die Variante des in einer aufsteigenden Spitze sich befindenden Greif, über ihm zu beiden Seiten je eine Traube.

II.) Ein auf rotem Grund befindlicher silberner Löwe.

Literatur

Fußnoten

  1. Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 8, Friedrich Voigt’s Buchhandlung, Leipzig 1868, S. 79.
  2. E. H. Kneschke: NaDA-L-1868. Nachdruck: Nabu Press 2010, ISBN 1143563433.
  3. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, Band 1 (Kreis Hinterpommern). H. G. Essenbart, Stettin 1784, S. 154–155, Ziff. 44.
  4. Theodor Goecke, Wilhelm Jung, Friedrich Solger, Willy Spatz: Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. Band VI. Teil 1: Die Kunstdenkmäler des Kreises Lebus. PDF, Provinzialverband Brandenburg, Meißenbach Riffarth & Co., Comm.-Verlag Vossische Buchhandlung, Berlin 1909, S. 16 f., S. 143 f. Vgl. Beiheft 1921.
  5. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Teil II. Band 3, W. Dietze, Anklam 1868, S. 729.
  6. Kurd Wolfgang von Schöning: Geschichte Des Königlich Preussischen Regiments Garde du Corps zu seinem hundertjährigen Jubelfeste. Verlag Unger, Berlin 1840, S. 83, S. 118 f., S. 121 f., S. 124, S. 126, 135, 138, S. 300.
  7. Ad. M. Hildebrandt: Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. Jahrgang XV, No. 3, Hrsg. Herold (Verein), Julius Sittenfeld-Carl Heymanns Verlag, Berlin, März 1884, S. 39.
  8. Vgl. Almut Andreae, Udo Geiseler (Hrsg.): Die Herrenhäuser des Havellandes. Eine Dokumentation ihrer Geschichte bis in die Gegenwart. Lukas Verlag, Berlin 2001, S. 105.
  9. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 154
  10. Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 8, Friedrich Voigt, Leipzig 1868, S. 78–80.

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Wappen der Schaetzl zu Hermansperg in Johann Siebmachers New Wappenbuch, Blatt 90
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Wappen der Schetzel zu Merxhausen, in Johann Siebmachers New Wappenbuch, Blatt 134 (schwarz-weiß).
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Wappen der bayerischen Schetzel (zu Hermansperg) in Johann Siebmachers New Wappenbuch, Blatt 54.
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Wappen der Schetzel zu Merxhausen, in Johann Siebmachers New Wappenbuch, Blatt 134
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Wappen der Schetzel zu Merxhausen, in Johann Siebmachers New Wappenbuch, Blatt 134 (Variante der Helmzier).
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Wappen derer von Schaetzel.
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Wappen der hessischen Schetzel zu Merxhausen.