Schömerich liegt südlich von Trier etwa zehn Kilometer nordöstlich von Saarburg und acht Kilometer westlich des Verbandsgemeindesitzes Kell am See. Die Bundesstraße 268 (Trier-Saarbrücken) verläuft etwa zwei Kilometer westlich des Ortes.
Zu Schömerich gehören auch die Wohnplätze Auf Haider-Pfädchen, Kimmlerhof und Wendelinushof.[3]
Nachbarorte von Schömerich sind die Ortsgemeinden Lampaden im Norden, Schillingen im Osten, Hentern im Süden und Paschel im Nordwesten.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1574 unter dem Namen Schombrig erstmals urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurde er Schönberg genannt und gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Amt Saarburg im Kurfürstentum Trier.
Am 18. Juli 1946 wurde Schömerich gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Schömerich an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.
1962 wurden auf dem Gebiet Schömerichs zwei sargähnliche Holzbehälter von 3,30 Meter Länge, wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr., gefunden. Neben den Resten des Leichenbrandes wurden dabei auch Beigaben wie Keramiken, Schwarzfirnis-Becher und tönernes römisches Geschirr entdeckt.
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schömerich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
Michael Lauer wurde am 9. August 2022 erneut Ortsbürgermeister von Schömerich. Er hatte das Amt bereits 15 Jahre ausgeübt, war bei den Kommunalwahlen 2019 aber nicht erneut angetreten. Nach der Amtsniederlegung seines Nachfolgers waren für eine am 29. Mai 2022 angesetzte Direktwahl keine Wahlvorschläge eingereicht wurden. Daher oblag die Neuwahl gemäß Gemeindeordnung dem Rat. Lauer erklärte sich bereit, das Amt wieder zu übernehmen, und wurde vom Gemeinderat einstimmig gewählt.[6][7][8]
Zwischenzeitlich hatte Lauers Nachfolger (und nun auch Vorgänger) Frank Giermann das Amt am 25. Juli 2019 übernommen.[9] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 73,49 % für fünf Jahre gewählt worden.[10] Im Februar 2022 kündigte Giermann jedoch an, sein Amt Ende Mai 2022 vorzeitig niederzulegen, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.[11]
Wappen
Wappen von Schömerich
Blasonierung: „Hinter rotem Schildhaupt ein silbernes Senseneisen mit Schneide nach unten, in Silber ein roter Berg.“
Verkehr
Durch Schömerich verlaufen die Kreisstraßen 44 und 143. Ein ausgeschilderter Ortswanderweg führt durch den Hardter Wald nach Hentern.
↑Herbert Thormeyer: Kummerkästen, Katzen und kein Netz. In: Trierischer Volksfreund. Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH, Trier, 30. Juli 2019, abgerufen am 31. Mai 2021.
↑Erich Zimmer: Bekanntmachung. In: Saarburger Kreisblatt, Ausgabe 16/2022. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 14. April 2022, abgerufen am 30. April 2021.
↑Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Saarburg-Kell, Verbandsgemeinde, 31. Ergebniszeile. Abgerufen am 31. Mai 2021.
↑Führung Amtsgeschäfte. Übernahme der Amtsgeschäfte durch den Ersten Ortsbeigeordneten Erich Zimmer. In: Saarburger Kreisblatt, Ausgabe 11/2022. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 30. April 2021.